Europa: E-Auto- überholen PHEV-Zulassungen Ende Juni – 1 Mio.-Marke geknackt

Europa: E-Auto- überholen PHEV-Zulassungen Ende Juni - 1 Mio.-Marke geknackt

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Fünf Monate lang hatten Plug-In-Hybride (PHEV) die Nase vorn, wenn es darum ging, ob reine Stromer oder Teilzeitstromer die Zulassungen an Europas E-Automarkt anführen. Ende des ersten Halbjahres hat sich dies gedreht. Reine E-Autos haben die Führung übernommen.  Verantwortlich hierfür scheint niemand anderes als Tesla zu sein; welche durch ihren Quartalsabschlusssprint massiv zum Absatz im Juni 2021 beigetragen haben. Vollständige Daten liegen allerdings nur bis Ende Mai 2021 vor; diese betrachten wir nachfolgend.

In den ersten sechs Monaten des Jahres haben neue PHEVs über 0,5 Millionen (527.742) Neuzulassungen erreicht. Verglichen mit 483.304 E-Autos. Interessant ist bei der Betrachtung der Zulassungszahlen, dass die E-Auto-Zulassungen von den Volumenherstellern dominiert werden. Die Zulassungen der Teilzeitstromer vor allem durch Premiummarken beim Wachstum getrieben wird. Zum starken Absatzwachstum hat das Rekordquartal von Tesla – 35.700 Zulassungen in Europa – sowie die Steigerung chinesischer Importe beigetragen. Automobil-Analyst Matthias Schmidt geht in seinem aktuellen Report davon aus, dass sowohl reine Stromer, als auch Teilzeitstromer Ende des Jahres 2021 die eine Millionen Marke knacken.

Nachfolgend betrachten wir die Entwicklung einzelner Modelle am Markt und zeigen auf welche PHEVs die Vormachtstellung an Europas E-Automarkt bis Ende Juni 2021 einnehmen konnten. Sowohl reine E-Autos, als auch Plug-In-Hybride konnten im Juni ihre Zulassungszahlen massiv steigern. Die Top-10 der meistverkauften PHEV brachten es bis Ende Juni auf 181.871 Einheiten und machten somit knapp ein Drittel der Gesamtzulassungen aus. Bei E-Autos war es so, dass sich diese für 269.467 aller abgesetzten Stromer verantwortlich zeichneten. Oder anders ausgedrückt 56% aller E-Auto-Zulassungen. Daraus lässt sich schließen, dass der Absatz von Plug-In-Hybriden auf eine größere Modellauswahl am Markt zurückzuführen ist.

Bewegung scheint vorhanden, bei den Zulassungen der Teilzeitstromer in Europa. Auf dem ersten Platz im Ranking findet sich mittlerweile der Ford Kuga auf dem ersten Rang ein. Gefolgt vom Volvo XC40. Die 3er BMW-Serie macht ihrem Namen alle Ehre und setzt sich auf dem dritten Rang im Ranking fest. Der Renault Captur kämpft sich weiter nach vorn. Auch ansonsten scheint Bewegung im Ranking vorhanden zu sein.

Mit weiteren, kommenden Modellen kann man davon ausgehen, dass hier auch künftig weitere Veränderungen stattfinden werden. Es wird wohl nicht mehr so wie 2020 werden, einem Jahr in dem der Mitsubishi Outlander PHEV lange Zeit den ersten Rang für sich beansprucht hatte. Es ist eher davon auszugehen, dass künftig entsprechend mehr Bewegung im Markt vorhanden bleibt. Selbst bei erfahrenen E-Auto-Marken wie Renault zeigt sich, dass PHEV eine große Rolle spielen. Der Captur und Megané wuchsen im Absatz stark und kämpfen sich an den Renault ZOE ran.

Der ZOE muss allerdings nicht nur Konkurrenz aus dem eigenen Haus fürchten. Bei den Top-10 Modellen nach E-Autos musste sich dieser dem VW ID.3 erneut geschlagen geben, welcher Ende Juni auf Rang 2 verbleibt. Ungeschlagen an der Spitze, mit fast doppelt so hohem Absatz, steht weiterhin das Tesla Model 3. Auf den Rängen dahinter verändert sich einiges. Interessant ist vor allem die Beobachtung, dass selbst die Summe aus Zulassungen von ID.3 und ZOE nicht ausreichen, um das Tesla Model 3 einzuholen.

Der VW ID.4 glänzt mit einem starken Absatzwachstum und drängt abermals nach vorn. Erneut in die Top-4 aller abgesetzten E-Autos in Europa vor. Durch das Debüt des VW ID.4 in Europa stieg der Absatz der SUV- und Crossover-Stromer enorm an. Gestützt durch den ŠKODA Enyaq iV, welcher ebenfalls dem VW-Konzern entstammt. Auch für die Zukunft darf man davon ausgehen, dass neue E-Fahrzeuge wie das Tesla Model Y als auch der Audi Q4 e-tron, den Absatz stützen. Somit lässt sich auch festhalten: 2021 scheint sich zum Jahr der Elektro-SUV und E-Crossover zu entwickelnEnde Januar konnte dieses Segment einen neuen Höchststand verzeichnen.

Die Beliebtheit zeigt sich auch am fünften Rang im Ranking, dem Kona Elektro von Hyundai. Dahinter folgen in Summe vor allem Kleinwagen, welche dennoch in ordentlicher Anzahl am Markt zugelassen werden. Erwähnenswert ist hier sicherlich der VW e-Up!, welcher mit hohen Absatzzahlen aufwartet, trotz der Tatsache, dass er offiziell gar nicht mehr verkauft wird.

Vergleicht man die europäischen Zulassungen mit denen in China zeigt sich, dass der "Steckerfahrzeug"-Markt in Europa rund 130.000 Zulassungen hinter China zurückbleibt. Scheint das Zulassungsverhältnis von PHEV und Elektroautos in Europa recht ausgeglichen, zeichnet sich in China ein anderes Bild. Dort dominieren vor allem reine Elektroautos die Zulassungen. Deutlich.

Quelle: Matthias Schmidt – The European Electric Car Flash Report – Edition 06.2021 June

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Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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nun das die E-Autos die PHEV überholen war ja nur eine frage der Zeit die Teilzeitstrome sind eben nun mal nur übganggsfahrzeuge für einen sehr kurzen Zeitraum (denke max. 10 Jahre) und es gibt genug Menschen die eben gleich auf 100% Elektro wechseln wollen und nicht erst ein Übergangsfahrzeug, das sehr bald massiv an Wert verlieren wird ebenso wie die Verbrenner

PHEV fahren ist nur eine Erscheinung der guten Förderung und fürstlichen Steuerbelohnung.
Alle anderen Verbrennerfahrer scheuen die Mehrkosten, selbst beim Hybrid.
Nachdem jetzt das Statement zum Verbot bzw. der Produktionseinstellung von Verbrennern ab 2025 aufwärts abgegeben wurde, wird vielen Neuwagenkäufern bewusst, beim Verbrenner mit und ohne elektrischer Unterstützung handelt es sich um ein Auslaufprodukt.
Dieses Auslaufprodukt wird in zehn Jahren keiner mehr abnehmen wollen.
Zudem wird das Angebot an Tankstellen für Sprit bis dahin stark rückläufig sein.

Vor allem dürfte der Preis an Tankstellen kräftig steigen, bei den zunehmenden Schäden durch den Klimawandel hat die Politik wohl keine andere Wahl als den CO2-Preis noch stärker zu erhöhen.

Richtig. Hybride haben in China nur noch 20% Anteil an Neuzulassungen. Das ist der Trend, doch wenn man dann bei ecomento kommentiert, daß PHEVs der 2größte Betrug an der Menschheit sind ( F. Indra), dann wird man ausgeschlossen aus der Diskussionsrunde. Wer ist dieser Thomas Langenbucher und sein verlebtes Gesicht? Finanzjongleur & Lobbyist?- da wird nichts mehr kommentiert!

Hybrid = worst of both worlds

Best of both World…

Standklimatisierung wegen der Batterie
Kein Anlasser da der eAntrieb das übernimmt.
Kein Start Stopp Ruckeln da man elektrisch anfährt.
Kein Schaltrucken da der eMotor das ausgleicht und das Drehmoment aufnimmt.
Keine Warterei am Lader alle 250km…ohne als Schleicher unterwegs zu sein.
Ich kann Pause machen wo ich will und muss nicht am Lader irgenwelche Burger fressen.
Und nein, keine doppelte Wartung, da es am eAntrieb nichts aber rein gar nichts zu warten gibt.
Rekuperation beim Fahren vorallem in bergigen Strecken.
Das berühmte Gewicht ist beim GTE geringer als bei jedem EV oder meinen V6 TDIs vorher.

Der nächste wird wohl der C Klasse Mercedes mit 100km eReichweite und 55kw DC Ladegeschwindigkeit.
Und nein ich habe den GTE noch komplett ohne Förderung gekauft und würde das immer wieder tun.
Die Welt ist nicht schwarz weiß, sondern es gibt viele Farbtöne dazwischen…

Stimmt, vor 20 Jahren war dies noch die technische Errungenschaft.
Da haben die gleichen Ewiggestrigen Toyota & Co. die Rechnung aufgemacht, Hybrid hätte gar keine Vorteile und Zukunft, würde nur etwas in der Stadt nützen und den Fahrzeugpreis maßlos verteuern, und nur Taxifahrer etwas nutzen, woran sich prinzipiell auch nichts geändert hat.
Da wir heute beim Klimawandel und in der Umweltbelastung an einem Punkt angelangt sind, an dem fossile Energien nicht mehr ohne Hirn und Verstand in die Umwelt geblasen werden sollen, widersprechen sich die heutigen und damaligen Argumentationen zur Hybridisierung.
Einen Verbrenner weiterzuführen ist heutzutage so sinnvoll wie damals eine Weiterführung der Dampfmaschine.
Selbst ein Range-Extender mit Verbrenner ist da noch viel effektiver und sinnvoller als ein PHEV, aber den baute keiner, weil alles auf veralteter Technik basiert.
Von den sonstigen Problemen mit PHEVs wollen wir erst gar nicht reden, abgasfrei fahren die meisten heute und morgen nicht.

Best of both World[s]

Das ist doch schon allein deswegen wohl Quatsch, weil die Wartungs-/ Inspektionskosten eben nicht – wie bei vielen reinen E-Fahrzeugen – auf vergleichsweise bis zu 33% runtergehen können sondern womöglich ggü. einem reinen Verbrenner sogar noch höher als 100% liegen!

Last edited 1 Monat zuvor by KleinFritzchen

Du musst keine Burger fressen, Du kannst auch ein leckeres Baguette essen.

Warum ich mich gegen einen Plugin entschieden habe. Ich hatte vorher einen Toyota HEV. Das war die „Einstiegsdroge“ ins elektrische Fahren. Dieses leise dahergeleiteten, wenn der Motor aus war … Himmlisch. Ich wollte dass der Motor immer schweigt.

Warum also ein BEV und kein PHEV? Die meisten Strecken, die man fährt können mit einem PHEV auch elektrisch zurückgelegt werden. Aber eben nicht alle. Freunde besuchen, die etwas weiter weg wohnen… schon hätte der Verbrenner laufen müssen. Wenn nicht auf dem Hinweg, dann spätestens auf dem Rückweg. Viele Tagesausflüge wären nicht rein elektrisch möglich, es sei denn man lädt ihn am Ziel auf und blockiert eine Ladesäule.

Man schleppt den Verbrenner für einen verhältnismäßig geringen Anteil der Strecken mit herum, wovon man mit einem BEV einen auch noch einen sehr großen Anteil zurücklegen kann ohne nachzuladen. Man kauft einen PHEV ja nur weil man „Angst“ vor dem Nachladen auf Langstrecken hat. Und dieser Anteil der Strecken ist sehr gering. Und für diesen Anteil hat man auch noch die doppelte Technik an Bord, die auch noch einen hohen Wartungsaufwand hat (Ölwechsel, Zündkerzen,…) Der Nutzen steht in keinem Verhältnis zu den Einschränkungen (geringe elektrische Reichweite, Wartungsaufwand, hoher elektrischer Verbrauch) Der winzige Akku sieht viel mehr Vollzyklen, als ein BEV Akku. Diese Überlegungen haben mich zum BEV gebracht. Die Zeit für Verbrenner ist einfach vorbei. Technik von gestern mit miesen Wirkungsgrad und hohem Einfluss auf die Umwelt. Je schneller wir sie abschaffen umso besser. Plugins bremsen diesen Prozess nur.

Farnsworth

Man kauft einen PHEV ja nur weil man „Angst“ vor dem Nachladen auf Langstrecken hat.

Ich habe keine Angst vor dem Nachladen. Ich habe eine sehr gute Vorstellung wie häufig ich das bei welchem Fahrprofil machen müsste und ganz einfach keine Lust drauf. Weder darauf meine Reisegeschwindigkeit anzupassen, noch darauf an Ladestationen rum zu stehen. Nicht nur ist mir die Zeit zu schade, ich finde auch den Ort der meisten Ladestationen völlig inakzeptabel. Ich halte mich nicht eine halbe Stunde an einer Autobahnraststätte oder im Gewerbegebiet auf.
Wenn ich Pause auf der Langstrecke mache, suche ich mir sehr bewusst auf halber Strecke im Guide Michelin ein gutes Restaurant raus oder auch eine Freizeitaktivität. Ich gehe z.B. mit den Kindern in den Zoo und mache dann die 2. Etappe.
Ich lasse mir doch den Ort, Zeitpunkt und Dauer meiner Pause nicht von meinem Auto diktieren.

Dann wollen wir mal hoffen, dass dein gutes Restaurant nicht gerade land-unter ist in Zukunft. Deine Gewohnheiten werden sich früher oder später ändern müssen, by Design or by Desaster.

Kann ich alles vollkommen nachvollziehen und wenn ich häufig Langstrecke größer 200 km fahren würde, dann hätte ich möglicherweise ebenfalls den PHEV behalten – tolles Auto

Hängt halt sehr vom Fahrprofil ab.

Auch wenn man keine Lust hat – anpassen wird man sich müssen, wahrscheinlich schneller als man denkt. Lebensfähig bleiben!

Auffallend ist die sehr breite Verteilung. Rang 10 hat immer noch mehr als die Hälfte von Rang 2. Das war früher nicht so. Weiter unten in den Rängen würde man das noch deutlicher sehen.

PHEVS sind halt wegen der steuerlichen Förderung so stark.
Zudem verliert reine eAutos stark an Wert aufgrund des rasanten technischen Fortschritts.

Entgegen der Mehrheitsmeinung hier prognostiziere ich, dass Verbrenner dagegen sehr wertstabil sein werden.

warum? Weil die Fahrzeuge ausgereift sind, einen sehr hohen Allround Nutzwert haben und in der Wiederbeschaffung eher teurer als billiger werden.

Selbstredend will ich natürlich dennoch nie mehr einen Verbrenner fahren 🙂

Wo bleiben denn die vielen verkauften E-Autos? Wir sind in den letzten fünf Wochen zweimal vom Taunus in die Schweiz gefahren. Ich habe ein sehr gutes Auge für Autos- außer einigen Teslas, allemal in der Schweiz, habe ich allenfalls eine Handvoll E-Autos gesehen.

Schau mal in die Großstädte/Ballungsgebiete…

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