EnBW verspricht: „Ultraschnelles Laden an der Autobahn“

EnBW verspricht: "Ultraschnelles Laden an der Autobahn"

Copyright Abbildung(en): EnBW

Die Ladestation-Offensive der EnBW geht weiter. Nachdem vergangene Woche der Schnellladepark in Karlsruhe in Betrieb genommen wurde, folgt nun die Raststätte Sindelfinger Wald an der A8 bei Stuttgart ein weiterer Schnellladepark eröffnet wird. Im Rahmen des Förderprojekts „Fast Lane-BW“ unterstützt das Land den Ausbau solcher Ladeparks an viel befahrenen Fernstrecken. Insgesamt sind dort nun zwölf Ladepunkte der EnBW vorzufinden. Acht davon in Form sogenannter High Power Charging (HPC) Ladepunkte. An diesen können – je nach technischer Ausstattung des Fahrzeugs – bei 300 Kilowatt Ladeleistung in nur fünf Minuten Reichweite für 100 Kilometer geladen werden.

Für Landesverkehrsminister Winfried Hermann sind Schnellladeparks für die Ausbreitung der E-Mobilität von großer Relevanz: „Schnell-Ladestationen sind wichtig für den Umstieg auf E-Mobilität. Sie sind ein wichtiger Baustein für die Verkehrswende. Das Ziel heißt klimafreundliche, nachhaltige Mobilität. Wir stärken so auch den Technologie- und Mobilitätsstandort Baden-Württemberg.“ Neben dem Ausbau an Fernverkehrswegen fördert das Land auch die Infrastruktur in innerstädtischen Ballungszentren, wie etwa im Projekt USP-BW (Urbane Schnellladeparks in Baden-Württemberg).

Vonseiten der EnBW wird ebenfalls die strategische Bedeutung von entsprechenden Schnelllademöglichkeiten hervorgehoben. „Wir sind überzeugt davon, dass engmaschige Lademöglichkeiten die Basis für den Erfolg von Elektromobilität sind. Deshalb gehen wir gerade bei der Schnellladeinfrastruktur im öffentlichen Raum konsequent voran und sind in dieser Hinsicht heute schon Betreiberin des bundesweit größten Netzes“, so Frank Mastiaux, EnBW-Chef.

Laut der aktuellen Mitteilung von EnBW werde mittlerweile jede dritte Autobahnraststätte deutschlandweit durch die EnBW mit HPC-Schnellladern versorgt. „Zur Alltagstauglichkeit gehört, dass man mit dem Elektroauto auch längere Strecken problemlos zurücklegen kann. Deshalb sind Schnellladestandorte an Fernverkehrsstrecken, wie zum Beispiel hier an der A8, so wichtig“, so Mastiaux abschließend.

Im Rahmen des Projekts USP-BW errichtet die EnBW insgesamt 16 urbane Schnellladeparks in den 15 größten Städten Baden-Württembergs. Zwei Standorte in Stuttgart sind bereits in Betrieb; weitere folgen in diesem Jahr. Das Energieunternehmen betreibt mit mehr als 450 Standorten bundesweit das größte Schnellladenetz für Elektromobilität. Noch in diesem Jahr möchte die EnBW diese Zahl auf 1.000 Schnellladestandorte mehr als verdoppeln und investiert allein bis 2025 rund 100 Mio. Euro jährlich in den weiteren Ausbau der Ladeinfrastruktur.

Quelle: EnBW – Pressemitteilung vom 01. Februar 2021

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Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Erst die Preissprirale nach oben drehen und dann viele Schnellladesäulen aufstellen um noch mehr abzocken. Ich dachte, das die Superschnelladung schlecht für die „Langlebigkeit“ eines Akkus ist. Es zählt wie immer nur das Geld. Wieviel wollen den überhaupt Schnellladen? Darüber gab es noch keine Umfrage!

Also wenn ich Abzocken will, dann sollte ich meine Auslastung erhöhen und eher weniger Ladestationen bauen. Wann ist der Tarif von EnBW gestiegen (ausser die Langzeitgebühr, die aber beim Schnellader auch wirklich angebracht ist)? Der gilt immer noch als ziemlich fair.
Die Schnellladung ist nicht das beste für den Akku, aber bei einem Akku über 40 kWH fällt Dir eher das Auto auseinander, bevor Dein Akku bei typischer Nutzung auf 70 % Kapazität abfällt und somit als „am Lebensende“ bezeichnet werden kann. Und mit Sicherheit wollen über 90% an der Autobahn schnell laden (die restlichen 10 % kommen wegen eine Kaffee oder Fastfood aus der nahen Umgebung vorbei). Und für was die Umfrage? Sicher freut sich jeder EFahrer über Schnellladestationen. Eine Umfrage, ob man sich noch mehr über mehr AC Ladestationen freut?

Was meinst du damit
, aber bei einem Akku über 40 kWH fällt Dir eher das Auto auseinander“

Nach 1000 (konservativ) bis 1500 (praktisch) Volladezyklen fällt der Akku auf 70 %. Sagen wir also mal, wir können jeden Akku 1250 mal mit ganzer Kapazität laden. Bei einer Nettokapazität zu Beginn von 40 kWh und linearen Kapazitätsabnahme und somit durchschnittlich nutzbaren Kapazität von 85 % ergibt das eine entnehmbare Energie von 42500 kWh. Bei einem durchschschnittlichen Verbrauch von 18 kWh/100 km ergibt das eine Kilometerleistung von ca. 236000 km. Da die Autobauer alle Bauteile auf eine Laufleistung zwischen 250000 und 300000 km auslegen, winkt dann der finanzielle Totalschaden an anderer Stelle.

Ich würde auch mehr normale Lade Stationen begrüßen, die 11 und 22 kW liefern. Einfach mal ein parr in Ortschaften packen, und nicht nur halbherzig in Städte.

Last edited 3 Monate zuvor by Kizna von Löwe

Häufiges Schnelladen schadet dem Akku, das ist richtig. Allerdings werden die Akkus auch immer besser. Entscheidend ist auch die Ladeleistung im Bezug auf die Akku-Größe. Das gibt eine Aussage über die Belastung pro Zelle.
Viele brauchen HPC Lader auch nicht wirklich oft. Aber das spielt eigentlich keine Rolle. Wenn man nicht problemlos mit dem Auto auch lange Strecken bewältigen kann, wird es sich nicht durchsetzen.
Bislang (Stand heute) kann man da EnBW nur loben. Sie tun viel und die Preise sind noch human geblieben. Ich bezahle 39ct/kWh mit dem ADAC Tarif. Das ist OK. Letztlich muss die Politik aber nicht nur den Ausbau fördern sondern auch die Preise regulieren. Auch die allgemeinen Strompreise in Deutschland zu senken wäre ne Maßnahme.

Wir reden hier von Schnell Lader an Autobahnen. Hier geht es darum, so schnell wie möglich auf 80% aufladen zu können. Wer will auf Langstrecke schon drei vier Stunden warten? Alles andere ist am Thema vorbei!

Das können die meisten Batterien nicht ab mit 300 KW geladen zu werden.
Die Batterien dafür sind erst in Entwicklung.

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