Dienstwagen zuhause laden – so kann es funktionieren/ darauf gilt es zu achten

Copyright Abbildung(en): reev GmbH

Elektroautos als Dienstwagen sind weiter auf dem Vormarsch: Mittlerweile ist sogar jedes dritte eAuto ein Firmenwagen. Aus Unternehmenssicht sprechen neben den niedrigen Emissionen sicher auch Förderungen, Zuschüsse und Steuererleichterungen für einen Einstieg in die Elektromobilität. Bis 2022 planen 56% aller deutschen Flottenbetreiber die Elektrifizierung ihres Unternehmensfuhrparks. Dabei profitieren sowohl Unternehmen als auch MitarbeiterInnen.

Der Boom der Elektromobilität bringt für Unternehmen viele Vorteile und Chancen in Hinblick auf Nachhaltigkeit und Zukunftssicherheit. Um die Einsatzbereitschaft der eFlotte sicherzustellen, setzen viele Unternehmen auf eigene Lademöglichkeiten am Unternehmensstandort. Das macht den elektrischen Fuhrpark effizient, unabhängig und flexibel einsetzbar. Ein weiterer, wichtiger Pluspunkt von unternehmenseigener Ladeinfrastruktur sind die hohe Wirtschaftlichkeit und vielfältigen Möglichkeiten zur Steuerung und individuellen Anpassung.

Mit einer intelligenten Ladelösung kann das Ladeverhalten der NutzerInnen jederzeit eingesehen und verwaltet werden. Der Betreiber – das Unternehmen – kann selbst über Ladetarife entscheiden und so unterschiedliche Nutzergruppen, wie zum Beispiel MitarbeiterInnen oder Gäste, zu vordefinierten Preisen laden lassen.

Es braucht flächendeckende und nutzerfreundliche Ladelösungen: Dienstwagen zuhause laden als Schlüsselfaktor

Damit der Schritt zur sauberen Mobilität zu gelingt, muss die eMobility als Alltagselement im Leben der NutzerInnen, also der FahrerInnen, Einzug finden. Dafür braucht es nutzerfreundliche Ladelösungen an Orten mit hohen Standzeiten. Neben Lademöglichkeiten im Betrieb sind vor allem die Ladestationen zuhause der Schlüssel.

Denn ein großer Teil der Ladevorgänge findet bei den MitarbeiterInnen daheim statt: Ob während der Standzeiten über Nacht oder auch im Homeoffice. Eine Ladestation am Wohngebäude garantiert ein vollgeladenes Fahrzeug und macht NutzerInnen unabhängig von öffentlichen Ladestationen. Das Laden des Fahrzeugs an einer Haushaltssteckdose ist nicht ratsam, da es sehr lange dauert und hohe sicherheitstechnische Bedenken mit sich bringt. Deshalb sind Wallboxen sinnvoll, die außerdem mit intelligenter Software ausgestattet sind. Diese wirken mit etablierten Sicherheitsstandards dafür, dass es zu keiner Überlastung des Gebäudes kommt.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Um eMobility als unkompliziertes Element im Alltag der MitarbeiterInnen zu etablieren, braucht es transparente und automatisierte Konzepte, die sowohl für Unternehmen als auch MitarbeiterIn leicht und flexibel anwendbar sind.

Profitabel für Unternehmen als auch MitarbeiterInnen

Eine intelligente Ladestation ist die Antwort auf diese Anforderungen. Sie ermöglicht die genaue Erfassung von Ladevorgängen und dem anfallenden kWh-Verbrauch. Auf diese Weise müssen keine Zählerstände mehr abgemessen werden, wodurch Ressourcen gespart und möglichen Fehlerquellen vorbeugt werden kann. Zudem bietet die Automatisierung der Ladestationen Sicherheit und Transparenz – auf Seiten des Unternehmens und der MitarbeiterInnen.

Ein weiterer Vorteil ist die einfache Abrechnung: Stromverbrauch und -kosten können am Monatsende per Beleg beim Arbeitgeber eingereicht werden. Wichtig ist auch, dass die Abrechnung rechtssicher erfolgt. Durch Authentifizierungsmöglichkeiten und die separate Erfassung von Kosten und Verbrauch können mehrere Personen aus dem Haushalt ohne Probleme an den heimischen Stationen laden, auch ohne Teil des Unternehmens zu sein. So zum Beispiel PartnerInnen.

Die Bereitstellung der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge bei MitarbeiterInnen daheim bietet Unternehmen also zum einen die Chance, den Wandel zur nachhaltigen Mobilität mitzugestalten und somit die eMobility im Alltag besser nutzbar zu machen. Zum anderen kann, durch den erhöhten Ladekomfort und zusätzliche Lademöglichkeiten, die Effizienz und Einsatzbereitschaft der eigenen eFlotte gesteigert werden. Dabei wird das Unternehmensimage gefestigt und die Attraktivität für potenzielle MitarbeiterInnen immens gesteigert.

Finanzierung der Ladestation

Zu guter Letzt stellt sich die Frage der Finanzierung. Grundsätzlich sollte diese individuell zwischen den DienstwagenfahrerInnen und dem Arbeitgeber abgestimmt werden. Dabei trägt entweder der/die MitarbeiterIn oder der Arbeitgeber die Anschaffungskosten.

Bei der Finanzierung durch den Arbeitgeber, kann dieser seinen MitarbeiterInnen die Ladestation für die Dauer des Arbeitsverhältnisses steuerfrei überlassen. Dabei werden die Kosten vom Unternehmen übernommen und die Ladestation bleibt in deren Besitz. ArbeitnehmerInnen können die Kosten der Ladestation jedoch auch selbst übernehmen. Dabei kann der Arbeitgeber die Privatfinanzierung zusätzlich bezuschussen.


Der Artikel wurde von reev verfasst. reev ist Experte für intelligente, skalierbare und passgenaue Ladelösungen.

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OK. Offene Frage: Wie sieht das rechtlich aus, wenn ich mit meinem Arbeitgeber die kWh am Ende des Monat abrechne? Theoretisch werde ich dadurch ja zum Stromlieferanten für meinen Arbeitgeber? Das ist eher die entscheidende Frage, die ich mir jetzt Stelle. Das Thema mit Wallbox mit eingebautem Zähler usw ist ja nebensächlich. Das wird sowohl Arbeitgeber wie auch Arbeitnehmer schnell auf dem Schirm haben.

PS: Was sollte mich jetzt darin hindern auch noch mein privates E-Auto da zu laden und mit trotzdem mit mit meiner RFID Karte oder so an der Wallbox zu identifizieren? Theoretisch müsste die ID des Fahrzeugs in der Abrechnung mit erfasst werden. Dann kann ich auch auf einen RFID Laser oder ähnliches Pfeiffen.

Das Problem aus Sicht des Arbeitgebers beim Laden zu Hause:

Lädt der Mitarbeiter beim Arbeitgeber, so zahlt der Arbeitgeber de facto den Strompreis ohne MwSt.

Lädt der Mitarbeiter zu Hause, so bekommt der Mitarbeiter den Strompreis inkl. MwSt. vom Arbeitgeber ersetzt und der Arbeitgeber hat (aus meiner Sicht) keine Möglichkeit, die MwSt. irgendwo erstatten zu lassen.

Deshalb ist (bei gleichem Strompreis) das Laden beim Mitarbeiter zu Hause für den Arbeitgeber 19% teurer.

Doof.

Einfache Probleme kompliziert aufzublasen ist immer extrem zielführend und führt dazu das Innovation abgewürgt wird. Zusammen mit direkten Innovationsverhinderern bei den deutschen Autoproduzenten eröffnet dies katastrophale Zukunftschancen. Aber letztlch zeigen solche Themen auch wie verzweifelt man nach Negativargumenten sucht. Es einfach tun – dem Klima zu liebe, wäre auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Wichtiger als über MwSt. der Stromladung zu debatieren.

Die Thematik ist einer der Hauptgründe für den schlechten Ruf von PHEV. Ich würde das Ladekabel auch nicht auspacken, wenn ich meinen Dienstwagen zu Hause auf eigene Kosten laden müsste, gleichzeitig aber eine Tankkarte habe. Die Rahmenbedingungen hätte man festziehen und vorschreiben müssen BEVOR man PHEV Sonderkonditionen bei der Besteuerung gewährt.

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