BMW setzte der Reichweite der eigenen E-Autos keine Grenze

BMW setzte der Reichweite der eigenen E-Autos keine Grenze

Copyright Abbildung(en): BMW

BMW versteht es immer wieder für Aufsehen zu sorgen, wenn es um das Thema Elektromobilität geht. Egal ob es nun die Tatsache ist, dass man Wasserstoff als wichtige Option für die Mobilität ansehe oder, dass man bei der Reichweite eigener Stromer um die 600 km anstrebe. Nicht unbedingt mehr darüber hinaus. Durchaus mutig und auch nicht so ganz richtig. Weswegen wohl auch zeitnah eine Abschwächung der Aussage folgt.

Nur wenige Tage nach der Aussage eines Sprechers, 600 km seien das Ziel, hat das Unternehmen seine Meinung geändert. BMW hat seine Äußerungen über die Begrenzung der Reichweite seiner Elektrofahrzeuge auf 600 Kilometer zurückgenommen und erklärt, dass dies nicht der Fall sei. Hierzu muss man wissen, dass vor kurzem ein Vertreter des Unternehmens zu verstehen gab, dass der deutsche Automobilhersteller keine 1.000 km Reichweite für seine Elektroautos anstrebe, sondern 600 km für vollelektrische Fahrzeuge und 100 km für Plug-in-Hybride.

Gegenüber dem Portal Wheels äußerte sich der BMW Group-Sprecher für Elektromobilität, Wieland Bruch, zuerst wie folgt: „Tausend Kilometer [Reichweite] ist kein Ziel, das wir mit unseren vollelektrischen Autos haben. Wir streben 600 Kilometer [Reichweite] für unsere vollelektrischen Autos an, und 100 Kilometer mit unseren Plug-in-Hybriden im Alltagsbetrieb.“ Von Seiten BMW hieß es daraufhin: „Die BMW Group wird die Grenzen des elektrischen Fahrens in allen Bereichen weiter vorantreiben. Dies gilt insbesondere für weiter steigende Reichweiten und höhere Ladegeschwindigkeiten, je nach Modell.“ Man darf also davon ausgehen, dass Reichweiten über 600 km hinaus für die BMW Stromer von Interesse bleiben.

Zur Einordnung sei noch zu erwähnen, dass sowohl der BMW iX und der BMW i4 die Grenze von rund 600 km bereits erreicht haben. Somit hätte BMW hier seine eigenen Ziele erfüllt. Liest man auch so in einer Erklärung des Automobilherstellers: „Der BMW iX und der BMW i4 sind die ersten vollelektrischen Modelle im BMW Portfolio, die eine Reichweite von rund 600 km im WLTP und im Alltagsbetrieb ermöglichen. Damit erfüllen sie genau die Zielreichweite, die für ihre jeweiligen Marktsegmente festgelegt wurde.“ 

So ganz glauben wir auch nicht an die Beschränkung von 600 km Reichweite. Wie sonst könnte man sich die Forschung an Festkörperbatterien und der nächsten Akku-Generation erklären. Von dieser wissen wir, dass die Gen-6-Akkupacks modular sein sollen, um eine möglichst hohe Reichweite zu einem erschwinglichen Preis für Mainstream-Modelle zu bieten – oder ein Plus an Power, um leistungsstarke Elektroautos des Performanceablegers BMW M mit Strom zu versorgen.

Quelle: whichcar.com.au – BMW won’t cap EV driving range after all despite previous 600km limit claim

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Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Es ist ein Spiel Reichweite vs. Ressourcen. Ich glaube nicht wirklich, dass jemand 1.000 km Reichweite braucht. Selbst wenn man mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 120 kmh fahren würde, dann wäre man für die 1000 km über 8 Stunden unterwegs. Also ich würde hier mindestens eine Pause einlegen. Und in jeder Pause kann man laden. Wenn das dann noch so schnell funktioniert wie beim Ioniq 5 frage ich mich wozu man eine größere Batterie braucht. Ich finde die 600 km klingen schon recht vernünftig, selbst für Vielfahrer. Lieber aus den Ressourcen fast zwei Batterien bauen statt eine mit 1.000 km Reichweite.

Farnsworth

Wie immer geht es beim Auto meist nicht ums „Brauchen“ sondern ums „Wollen“.

Bei 120 km/h schön und gut, wie sieht’s bei 160-180 km/h aus?

Ich hoffe ihr wohl schwer, dass dieser Blödsinn bald ein Ende hat. Auch im Elektrofahrzeug muss man nicht sinnlos Energie verballern.

Die faktisch allen anderen Ländern weltweit gibt es ein Tempolimit. Ich hoffe dass es hier auch bald so ist.

Farnsworth

Ich hoffe das dieses unnötige blödsinnige Tempolimit hierzulande nicht kommt, hier kann man leider nur noch auf Jamaika setzen, Schwarz/Gelb hätte mir besser gefallen.

Aber wenn doch, ist a) der Verbrauch bei 130-150 km/h (20 km/h Überschreitung kostet nur Geld, keine Punkte) immer noch höher als bei 120 km/h und b) gibt es ja zum Glück noch Rennstrecken auf denen man höhere Geschwindigkeiten fahren kann.

Last edited 25 Tage zuvor by Mike

Real gesehen hat man dierses TEMPOLIMIT längt. Nur in Ausnahmefällen kann man noch auf die Tube drücken. Und dann sollen zusätzlich noch E-Autos zu den Baustellen, Lastwagen auch noch kommen? Da lachen sogar die Hühner und fliegen davon…. Und jetzt kommt die V-max-Diskussion richtig in Gang. Ratschläge aus vergangener Zeit. Bald wird geforder, dass man mit einer Roten Fahne VOR JEDEN Zug herzugehen hat, um die Leute vor dem „rasenden“ Zug zu warnen. Ähnliche Vorschläge gibt es längst. Neuere Erkennnisse kommen bald. AKKU weglassen. Das hat den besten Wirkungsgrad. Wer schneller will, der fährt ein altes Rad das fährt. Und man spart sich auch die eigenen Wallbox an den Laternen.

Sie haben ja recht, man muss nicht sinnlos Energie verballern. Eine intelligente Erkenntnis. Man muss aber auch nicht 1.42 Personen in Fahrzeugen transportieren die mit gerade mal 120 KM/h auf Autobahnen zwische Lastwagen herum fahren und den Zwangspausen zu machen. Das Ganze klingt so, wie das deutsche ICE-Netz, wo normale Züge das Tempo bestimmen und die Pünktlichkeit auf der Strecke verbauten. Wie man es macht, zeigt DAS MUSTER, der SHINKANSEN. Trotz der besonderen geographiscjh bedingten Schwierigkeiten Japans heißt die ZUKUNFT „GESCHWINDIGKEIT, kombiniert mit SICHERHEIT“ . Vlt, in nächster Zukunt so: https://www.welt.de/kmpkt/article233973686/Bis-zu-603-km-h-Das-sind-die-schnellsten-Zuege-der-Welt.html . Wer bitte stellt sich da noch mit sündhaft teuren AKKU-Karren auf „Schnellstrassen“? Akku ja, aber bitte dort wo Akkus billig sind un hin passen. Im Nahumfeld von Städten. Was passiert den gerade JETZT bei uns? Das blanke Gegenteil wird aus der Taufe gehoben. STRASSENPANZER, die E-Energie geradezu verballern um mit ganzen 120 KM/h den Ferntransport VERHINDERN! Gerade mal 1.42 warten an Ladesäulen, das es endlich weiter gehen kann. Ein Oldtimer mit Benzin konnte das weitaus besser. Mit solcher „Technik“ soll der Weltmakte an Autos erobert werden? Das ist doch absurd. Bis dieser Weltmarkt kommt, fliegen die Menschen vollautomatisch mit H2-Drohen….. Ja, ich weiß H2 und Wirkungsgrad. In der Luft fährt man kürzere Strecken, weil direkt. Auch eine Frage des Gesamtverbrauchs um von A nch B zu kommen.

Der Vergleich mit dem Shinkansen hinkt, da die Japaner für Fern, Regional und Güterverkehr getrennte Infrastruktur haben. In Deutschland gibt’s nur ein Schienennetz mit Mischverkehr. Der TGV der SNCF verkehrt auch auf eigener Trasse.

Sicherheit! Fest steht, extrem selten sind Verkehrsunfälle, wenn der gesamte Verkehr steht. Noch besser, ALLE fahren rückwärts. https://youtu.be/K2Oo3sN-iHc

Ach so, dass du auf einer längeren Strecke eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 160 bis 180 kmh hältst, will ich sehen. Wenn Du über 500km meistens 160 bis 180 fährst kommst Du vielleicht auf einen Schnitt von 130. Einschnitt von 120 ist also schon Vergleichsweise flott. Jede Baustelle und jede Ampel schau dir den Schnitt umso mehr je schneller du fährst. Beispiel: fahre ich 100 km/h bremst mich eine Baustelle nur um 20 km/h ab. Bin ich mit 200 km/h unterwegs bremst mich diese Baustelle schon um 120 km/h ab. Das ist Mathe für Anfänger. Der Energiemehraufwand wiegt die Zeitersparnis nicht auf.

Farnsworth

Ich fahre kaum Langstrecke. Auf der Pendelstrecke (45km) bin ich immer mit 160-180 km/h unterwegs.

Es geht mir auch nicht um irgendwelche Zeitersparnis sondern um Fahrspaß.

Dann lebe Deinen „Spaß“ auf einer Rennstrecke aus, wo Du niemand anderen gefährdest.

Farnsworth

Ich habe leider nicht die Zeit um täglich ne Stunde auf der Rennstrecke zu fahren und das wäre ja noch mehr „unnötige Energieverschwendung“ in deinem Sinne.

Darf der Alltag keinen Spaß machen?

Die deutschen Autobahnen sind statistisch gesehen mit die sichersten, ohne generelles Tempolimit somit zählt das „gefährden“ von anderen auch nicht. Wir reden ja hier nicht von 250+ km/h sondern von 160-180 km/h.

@Mike: Irgendwas verstehst Du falsch. Ein Auto ist kein Spielzeug, das Spass machen soll. Es ist ein Verkehrsmittel, das einen von A nach B bringt.
Wer Spass haben will sollte sich andere Möglichkeiten suchen, bei denen er weder das Klima schädigt noch seine Mitmenschen gefährdet.
Ich finde es bedenklich, dass man solche Selbstverständlichkeiten überhaupt erwähnen muss.

Stimmt, der wahre Spass beginnt an den E-Tankstellen. Dort treffen sich viele „Fahrer“ um gemeinsam das Warten zu feiern. Die Nutzung von SCHACHBRETTERN ist KOSTENLOS! Um die Luft zu verpesten wurde empfohlen RENN-Strecken zum Verpesten zu benutzen. Da man das überhaupt erwähen muss???? Sie könnten auch Langstreckenrallyes stehen…. Wer am Längsten braucht hat das Schachspiel gewonnen. In der nächsten Sonderprüfung wird Halma gespielt….. Dann kommt lansam SCHNELL-LADEN. Das macht richtig Spass.

Fahrspass ist VERBOTEN!
ANORDUNG!
„Dann lebe Deinen „Spaß“ auf einer Rennstrecke aus, wo Du niemand anderen gefährdest.
Farnsworth“

Ich hoffe Sie haben ENDLICH kapiert, warum Sie SOFORT einen 600-KW-AKKU-Wagen mit 2.8 t kaufen MÜSSEN. Und pro Person einen Regenschirm und ein DIXI-CLO MIT PAPIER (und Korb) für die Ladeplätze…

Naja, nach der Wahl besteht ja eine höhere Chance für Tempo 130 km/h und damit gewinnen die Fahrzeuge Reichweite. Im Range Modus kann der Taycan mit Tacho 140 km/h 400 km am Stück fahren. Der EQS vermutlich über 500 km. Damit kann man gut leben. Aber realistisch wird der Trend trotzdem zu größeren Akkus in der Langstreckenklasse gehen. Wo es sich einpendeln wird, weiß man noch nicht.

Natürlich würde ich dringend dazu raten den Porsche zu kaufen. Wer sich den Wagen nicht leisten kann, der so halt zu Fuss latschen. Blöd ist nur, dass der globale Anteil potenzieller Autokäufer in naher Zunkft explodieren wird. Leider Leute die sich nicht mal den Akku des Porsches leisten können. https://www.focus.de/finanzen/news/verbraucher-zahlen-rekord-preise-das-grosse-bibbern_id_24294695.html . Vlt. in nächster Zukunft nicht mal den Strom für 200 KM.

BEV ungeschlagen! – Jede Ladesäule hat mindestens eine Steckdose! – Jetzt können VERBRENNERFAHRER WARTEN! Von Schnelltanken keine Rede mehr. Aber in HB kommt sie nun, die Hilfe vom Militär > https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/id_90904386/soldaten-sollen-ab-montag-tankstellen-in-grossbritannien-beliefern.html, Nicht dass es einen Blackout gibt! Ist nix mehr zum Verbrennen da, geht im ganzen Land das Licht aus. Bald aber kommen die E-Kampf-Panzer mit 67 t. Die kämpfen am Kabel. Reichweite 500 m. Der Feind fährt Diesel. Wenn die polnischen Trucker kommen. Mit 200 Solaten ist der Benzinkrieg verloren. Das waren noch Zeiten: https://www.n-tv.de/politik/dossier/Deutschland-autofrei-article605647.html Unsere Zapfsäulen standen still. Warum? Es gab fast keine Akkumobile.

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