Erstes autonomes, emissionsfreies Frachtschiff sticht in Norwegen in See

Erstes autonomes, emissionsfreies Frachtschiff sticht in Norwegen in See

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Ein norwegisches Unternehmen hat nach eigenen Angaben das erste emissionsfreie, autonome Frachtschiff der Welt entwickelt. Geplant ist, dass das Schiff noch vor Ende des Jahres seine erste Fahrt zwischen zwei norwegischen Städten antreten wird. Dann noch mit einer reduzierten Besatzung an Bord, um die autonomen Systeme zu testen. Die Besonderheit an dem emissionsfreien Schiff ist die Tatsache, dass es sich um keine autonome Fähre handelt, sondern um ein vollelektrisches Containerschiff.

Nach Angaben der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) ist die Schifffahrtsindustrie derzeit für 2,5 bis 3 % der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Mit der Elektrifizierung des Schiffverkehrs wolle man seinen Teil dazu beitragen die Emissionen entsprechend zu reduzieren. Das Containerschiff wird auf den Namen Yara Birkeland hören und wurde vom Chemieunternehmen Yara International, in Zusammenarbeit mit dem Technologieunternehmen Kongsberg Maritime und der Schiffswerft Vard, entwickelt.

Es kann 103 Container transportieren und hat eine Höchstgeschwindigkeit von 13 Knoten. Laut Jon Sletten, Werksleiter des Yara-Werks im norwegischen Porsgrunn, wird es mit einer 7-MWh-Batterie betrieben, die „ungefähr die tausendfache Kapazität eines Elektroautos“ hat. Aufgeladen wird die Batterie des Containerschiffs am Kai und spart, wenn es im Vollzeit-Einsatz ist, 40.000 LKW-Fahrten pro Jahr. Die Besonderheit dabei, im Vergleich zu herkömmlichen Frachtschiffen ist das Schiff nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch kostengünstiger zu betreiben.

Angetrieben wird die Yara Birkeland rein elektrisch von zwei Propellergondeln mit Zugpropellern mit jeweils 900 kW Leistung. Das Schiff seit mit zwei Bugstrahlrudern mit jeweils 700 kW Leistung ausgestattet. Für die Stromversorgung stehen Akkumulatoren mit 6,8 MWh zur Verfügung. Diese sind aus Redundanzgründen in vier separaten Räumen untergebracht.

Anfänglich werden für das Be- und Entladen des Schiffes noch Menschen benötigt, aber laut Sletten werden alle Lade-, Lösch- und Anlegevorgänge, einschließlich des An- und Ablegens des Schiffes, irgendwann auch mit autonomer Technologie funktionieren. Dazu werden autonome Kräne und Portalhubwagen entwickelt – Fahrzeuge, die Container auf das Schiff bringen. Der Werksleiter hofft, dass das Schiff noch in diesem Jahr den ersten Container von Herøya nach Brevik transportieren wird.

Das Projekt erforderte auch die Ausarbeitung von Vorschriften in Zusammenarbeit mit den norwegischen Schifffahrtsbehörden, damit ein autonomes Schiff zum ersten Mal die Wasserstraßen des Landes befahren kann. Rudy Negenborn, Professor für Schifffahrts- und Verkehrstechnik an der Technischen Universität Delft in den Niederlanden, hält vollautonome Schiffe wie die Yara Birkeland für die Zukunft. Er fügt jedoch hinzu, dass noch viele Herausforderungen zu bewältigen sind, bevor autonome Schiffe für kommerzielle Langstreckentransporte eingesetzt werden können.

Obwohl Yara International keine Pläne hat, weitere autonome Schiffe in seinen Betrieb aufzunehmen, sagt Sletten, dass wir in Zukunft vielleicht mehr Elemente der KI-Technologie auf kommerziellen Schiffen sehen werden. „Auf Überseeschiffen ist vielleicht ein Schritt zu weit, aber ich denke, dass Elemente bereits heute in der Schifffahrt eingesetzt werden, wenn es um das Anlegen und die Reise geht“, sagt er.

Was sich sicherlich zudem immer häufiger zeigen wird sind elektrische Antriebe bei Schiffen. In den Gewässern Norwegens gelten ab 2026 strenge Emissionsvorschriften, so sollen in den Fjorden nur noch Schiffe mit emissionsfreien Lösungen zugelassen werden.

Quelle: CNN – World’s first crewless, zero emissions cargo ship will set sail in Norway

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Spannendes Gebiet. Da gibt es jetzt einige Projekte, die allesamt autonom fahren sollen. Halte ich bei der Übersichtlichkeit von Verkehr und Geschwindigkeiten für gut verantwortbar. Wobei für mich besonders interessant von KI gesteuerte Segler sind, die – besser und schneller als unter Kontrolle von Menschen – Winde nutzen können. Auch können Solarkollektoren auf dem Oberdeck, stets auf optimale Ausrichtung nachgeführt, einen kleinen Beitrag zum Fahrstrom erzeugen.

solche Nachrichten werden die H2 Lobbyisten leider gar nicht gerne hören ;-)
Weiter so BEV Industrie

Da ist auf jeden Fall schon mal ein Fehler im Originalartikel 7 MWh / 1000 Pkw bedeutet 7 kWh pro PKW Es müssten also entweder 70 MWh oder 100 PKW sein. Bei den Triebwerken mit 2*900kW und 2*700kW wäre die maximale Gesamtleistung bei 3,2 MW. Das hieße 2h Vollast und der Akku ist fast leer.???

Es ist ziemlich irreführend das Foto eines herkömmlichen Containerschiffes diesem Artikel voranzustellen. Meines Wissens gibt es Fotos des betreffenden Fahrzeugs.

Laut Jon Sletten, Werksleiter des Yara-Werks im norwegischen Porsgrunn, wird es mit einer 7-MWh-Batterie betrieben, die „ungefähr die tausendfache Kapazität eines Elektroautos“ hat.

Die 7 MWh sind 7.000 kWh und etwa die hundertfache Kapazität eines Elektroautos.

Für die Stromversorgung stehen Akkumulatoren mit 6,8 MWh zur Verfügung.

6,8 MWh sind 6.800 kWh und wiegen ca. 38.860 kg bzw. knapp 39 Tonnen, was bei einem Schiff kein Nachteil ist, da hier am Tiefpunkt viel Gewicht erforderlich ist, damit das Schiff nicht so leicht kippen kann.

6.800 kWh kosten geschätzt ca. 680.000 Euro als Batteriezellen und ca. 950.000 Euro als Batteriepack.
In einigen Jahren dürfte das Batteriepack etwa 500.000 Euro kosten plus Marge und MwSt.

Es kann 103 Container transportieren und hat eine Höchstgeschwindigkeit von 13 Knoten.

Bei kleineren Schiffen ist der batterie-elektrische Antrieb schneller umsetzbar. 13 Knoten sind 24 km/h.

KI-Technologie – wenn es unbedingt sein muss, schliesslich spart es Personal und steigert den Profit der Unternehmen und das ist in der Marktwirtschaft immer das Allerwichtigste. Solange es ausreichend Jobs mit auskömmlichen Einkommen gibt, solange soll mir das egal sein – Hauptsache Umweltschutz.

Das ist an sich ja eine gute Entwicklung.
Bei dem Gedanken, dass man alles automatisieren will sträuben sich bei mir die Nackenhaare! Was will man genau damit erreichen?

Noch mehr Warentransporte über noch längere Distanzen? Dazu die neue Seidenstrasse. Auch hier: noch mehr Warentransporte.

Wer soll dann bitteschön diese Flut an Waren konsumieren? Noch mehr wegwerfen, noch kürzere Gebrauchszyklen? Wirft man jetzt seinen Fernseher, Computer, Handy, Auto usw. im Jahrestakt auf den Müll?

Das ist doch kein Modell für unsere Zukunft! Statt immer schnellere und billigere (für die Transportfirmen, nicht für unsere Umwelt) Transportmöglichkeiten, sollte man Nachhaltiger werden.

Auch ein Elektrifiziertes Schiff braucht gewaltige Resourcen. Es habe die Kapazität von tausend Elektroautos. Das ist doch monströs.

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