Sono Motors strebt Zulassung Solar Integration in Fahrzeug-Karosserie an

Sono Motors strebt Zulassung Solar Integration in Fahrzeug-Karosserie an

Copyright Abbildung(en): Sono Motors

Um die Solarintegration des Solar-Elektroautos Sion des Münchner Start-ups Sono Motors optimal zu nutzen, sollte das Fahrzeug in der Sonne geparkt werden, wie wir Mitte September 2020 erfahren konnten. Auch in diesem News-Artikel geht es abermals, um die Solar-Integration in die Karosserie des eigenen E-Autos; allerdings aus einem anderen Gesichtspunkt betrachtet. Denn Sono Motors hat die Projektzusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE bekannt gegeben.

Gemeinsam möchte man die Prüfung und Zertifizierung einer neuartigen Technologie zur Integration von Solarzellen in die Karosserie von Elektrofahrzeugen vorantreiben. Dabei werde, im Rahmen der Kooperation, die patentierte Solartechnologie umfassend bis hin zur Zulassung erprobt. Im Vordergrund stehen hierbei Tests zum Nachweis von Sicherheit und Zuverlässigkeit der Technologie, wie das Münchner Start-Up zu verstehen gibt. Der Zertifizierungsprozess für die Anwendung der Technologie in Elektroautos soll durch einen anerkannten deutschen Prüfdienstleister begleitet werden.

Neben der Integration der Technologie in das eigene E-Auto strebe Sono Motors an, mögliche weitere Anwendungsbereiche zu identifizieren, um die Zertifizierung der Solartechnologie auch über Elektroautos hinaus voranzutreiben. „Wir haben die Entwicklung unserer Solartechnologie seit der Gründung Sono Motors’ intensiv vorangetrieben. Jetzt befinden wir uns in der finalen Phase auf dem Weg zur Zulassung dieser einzigartigen Technologie“, so Mathieu Baudrit, Leiter Forschung und Entwicklung Solar Integration bei Sono Motors zur aktuellen Mitteilung.

Die patentierte Technologie ist in die schwarze Oberfläche des Fahrzeugs so verbaut, dass sie kaum sichtbar ist. Das Besondere daran ist die Integration in der gesamten Karosserie, also auch in den Seitenteilen des Fahrzeugs. Die Solartechnologie besteht aus leichten, hocheffizienten Photovoltaik-Modulen, einer entsprechenden Steuereinheit und einem Modell zur Vorhersage des Energieertrags sowie weiteren Systemkomponenten für die elektrische und mechanische Integration der Solartechnologie in die Karosserie von Elektrofahrzeugen.

„Die Integration von Solarmodulen in Fahrzeuge ist eine Schlüsseltechnologie für die CO₂-arme Mobilität der Zukunft. Der Solarstrom erhöht die Fahrzeug-Reichweite und weniger Ladestopps bedeuten weniger Stromkosten. Wir freuen uns, die umfassenden Kompetenzen unseres Instituts von der Entwicklung und Prüfung von Solarmodulen bis hin zu Elektronikanwendungen in das gemeinsame Projekt einbringen zu können.“- Dr. Harry Wirth, Bereichsleiter Photovoltaik, Module und Kraftwerke beim Fraunhofer ISE

Das Solar-System des Sion wird, durch die Kraft der Sonne, Energie für bis zu 34 Kilometer zusätzlicher Reichweite pro Tag bereitstellen können. Die Produktion des innovativen Elektroautos soll nach derzeitigem Stand 2022 beginnen.

Quelle: Sono Motors – Pressemitteilung vom 22. Oktober 2020

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Oh je, schade um das Geld der Anleger. Eine kleine Bastelbude hat doch nicht das Geld, um ein Patent weltweit zu schützen. Geschätzt wird deutsche Grundlagenforschung weltweit – vermarktet wird sie aber in USA / China, heute mehr denn je.
Ein Solarauto lockt die Welt allerdings nicht – die kürzlich eröffnete größte Solar-/Speicheranlage in China verkauft die kWh Strom gewinnbringend für umgerechnet 4 Eurocent, wärend wir dezentral, fast nach Belieben immer mehr Ökostrom produzieren, dessen Entsorgung immer noch teurer wird und fossile Ausgleichskraftwerke immer noch häufiger (und damit umweltschädlicher) hoch und runter gefahren werden müssen.

Kasch sagte u.a.: „[…] Eine kleine Bastelbude hat doch nicht das Geld, um ein Patent weltweit zu schützen.“
Abgesehen vom albernen Diffamierungsversuch: Thema verfehlt!
Patentiert ist das ja alles schon. Im Text geht es um PRÜFUNG und ZERTIFIZIERUNG einer neuartigen Technologie zur Integration von Solarzellen in die Karosserie von Elektrofahrzeugen und deren Erprobung bis hin zur ZULASSUNG (ggf. auch über Elektroautos hinaus!). Also das, womit z.B. durch Lizensierung gern auch Geld verdient werden kann!

Solarzellen auf Karosserien dürften sich immer weiter verbreiten, z.B. Wohnwagen und Lkw mit Anhängern haben großen Dachfläche, da ließe sich viel Strom zur Reichweitenverlängerung bei der Urlaubsfahrt und beim Gütertransport gewinnen. Da müssten die Experten mal durchrechnen, wieviel dabei heraus kommt.

Aber selbst bei kleinen Fahrzeugen, wie dem Citroen Ami, könnte ich mir Solarzellen fürs Autodach vorstellen – als Extra oder in der Serie. Wenn die nur alle paar Tage auf kurzen Strecken gefahren werden, dann könnten die sogar ohne Steckdose auskommen, zumindest im Sommer. Damit hätte man kleine Stadtautos zum kleinen Preis, deren Besitzer selten oder gar nie eine Steckdose brauchen – und wenn doch, dann könnten sie evtl. sogar kostenlos auf dem Supermarktparkplatz aufladen.

@Kasch
Wo wollen sie denn mit der Aussage zum chinesischen Fotovoltaikkraftwerk mit Speicher eigentlich hin? 4 cent/kWh für allzeit verfügbaren Strom?
Falls sie das Kraftwerk in der Provinz Qinghai meinen, das kürzlich in Betrieb gesetzt wurde, hätte ich da mal die Daten aus einem Artikel des pv-magazine.de:
Leistung 2,2 GW Fotovoltaik (=2.200 MW), Zitat aus dem Artikel zum Speicher: „beinhaltet auch einen Speicher mit 202,8 Megawatt Leistung/Megawattstunden Kapazität“ Wenn diese Zahlen nun stimmen, kann immerhin (bei angenommener Volllast) die Leistung von 5,5 Minuten zwischengespeichert werden!!! Wow. Anders gesagt: Der Speicher ist ein Fliegenschiss hinsichtlich Zwischenspeicherung und damit sind die 4 cent/kWh nahezu der Preis für die mit Fotovoltaik erzeugte Energie. Hat gar nichts mit einer verlässlichen Zurverfügungstellung von Energie zu tun.

Ja, so ist es. Wir bezahlen Ökostrom, der gar nicht erzeugt werden kann, weil unserer Politik und die Energieversorger EE so wenig wollen, wie unsere Autobauer das E-Auto.
Sono ist eine Experimentierbude die einigen Leuten seit Jahren ein Öko-Auto verspricht, mehr nicht.

Deine umweltfreundliche Alternative lautet wie … ??

Es sind so einige abgesprungen als klar war, der Sion versäumt die 9000€ Förderung. Ich nicht, ich war nie aufgesprungen. Ich habe schon immer gesagt, das Geld der Anleger ist weg. Warum? Nicht wegen der sinnlosen Solarzellen. Sondern wegen Allem: Preis, Akkugröße, Verbrauchsangaben, Design. Das ist doch alles unstimmig. Beispiel: 16.000€ soll das Auto ohne Akku kosten. Wie soll das gehen? Das ist von Profis in Großserie mit den Features kaum zu schaffen. Und 9.000€ kostet ein 35 kWh Akku, sagen sie. 257€ pro kWh. In Großserie zahlt man bei CATL $80 pro kWh. Das ist 30%. Da plötzlich passt das Verhältnis Großserie eines Konzerns zu Sono Motors. Auf die 16.000€ für das Auto ohne Akku übertragen, dürfte der Sion 53.000€ ohne Akku kosten, mit 62.000€. Das glaube ich. Und daher wird er den Markt nie erreichen.

Die Vorgehensweise kenne ich. So lange es Steuermittel gibt, machen wir bei den Vorschungsprojekten mit. Sitzen ja sowieso nur Deppen in den Vergabestellen. Mein Chef macht den gleichen Schei….
Würden Sono Motors sich auf das konzentrieren wofür sie die Kohle der Anleger bekommen haben. Könnte man mit dem fertigen Produkt Geld verdienen.
Der Sion ist eine tolle Idee, jedoch die Erfinder haben den Faden verloren.

Die hatten noch gar nie einen Faden, bevor man rennen will, sollte man auf den Füssen stehen können

Genau so läuft das bei uns. Jeder Euro Steuergeld zur Förderung der utopischen deutschen Energiewende und Förderung alternativer Antriebe, wurde nicht nur veruntreut, sondern richtete umfangreiche Kollateralschäden an. Sanierung der Bahn mit Oberleitungen für Transitverkehr auf der Schiene – unattraktiv, da müsste man ja tatsächlich was arbeiten für Subventionen.
Dank EEG, Eichamt und der aktuellen Ladesäulenverhinderungsrichtline kann man ab 50 Cent die kWh an der CCS-Ladesäule nur die Rückkehr zum Verbrenner empfehlen. Gott sei Dank interessiert sich die Welt nicht für die deutsche, wirtschaftliche Selbszerstörung.

Das Konzept hinter dem Sion ist naiv. Doch Naivität ist eine Grundvoraussetzung für Unternehmertum. Alle sagten – das funktioniert nicht! Dann kamen Menschen, die wussten das nicht und machten einfach. Siehe Tesla Inc.
Das Problem mit Sono Motors ist das Marketing. Es ignoriert, das im Zielmarkt die Sonne unter Wolken, Bäumen, in Straßenschluchten und in der Tiefgarage zu wenig scheint.
Und die umworbenen Käufer wissen das, eigentlich.
Bis auf Umweltfreunde die den Wagen aus Prinzip erwerben möchten.
Daher meine Empfehlung – verkauft das Patent an PSA oder Renault. Die specken das Konzept ab und die haben ein sehr gutes Standing in Nordafrika und Indien. Da knallt die Sonne ordentlich.
So kann der Sion doch noch zum Renner werden!
Und lackiert ihn um die Solarzellen herum um Himmelswillen weiß. Sonst frisst die Klimaanlage fast den ganzen Energieertrag!

Genau, sag ich doch, Tesla interessiert sich nicht für deutsche Naivität. Eine Solarzelle ist und bleibt nur sinnvoll, wenn erzeugter Strom vor Ort gespeichert und nützlich abgegeben werden kann. Mit diesen Microanlagen fängt Umweltschutz an. Ein Ladepark für E-Fz ist mit Solarzellen zu überdachen und die erforderliche Powerbank ist zu installieren. Inseln mit Stromversorgung per Dieselaggregat, entlegene Gegenden mit mieserabler Netzversorgung, … Tesla ist ein wertvolles Geschenk an die Menschheit !

Das weiss heute jeder, dass sauber erzeugter Strom am wirtschaftlichen ist per Fotovoltaik. Billiger als mit Wind (zu viel Mechanik notwendig ) und per Wasser zwar sauber aber eben weit weg von den Hauptverbrauchern und teurer als PV. In Marokko , nahe am Equator kann neuerdings Strom tag und nachts gefördert werden. Die haben bereits Testflächen wo es noch für halb Europa reichen würde. Die Sonnenenergie muss noch viel besser angezapft werden, aber nicht so wie Sion.

Bin rechtzeitig Abgesprungen von dem Clown-Verein. Zu solar integration sage ich nur Toyota Prius, ja ich weiß ein Hässliches Auto, aber in der Produktion und schon zum Kauf vorhanden.
Ab nächstes Jahr sollen die Koreaner , man munkelt ein solardach bekommen https://youtu.be/Ijw3q-Y-cmU

So Sono ist weg vom Fenster, egal wie. Die spielen das Theranos Spiel wie in USA.

》In Marokko , nahe am Equator kann neuerdings Strom tag und nachts gefördert werden. 《
Wurde das schon patentiert??
Oder geht es nicht um die Förderung im Sinne von Erzeugung, sondern nur um die steuerliche Förderung bei Nacht??
Eine Energieerzeugung (richtiger Energieumwandlung) ohne direkte Sonneneinstrahlung wäre mal was Neues – wie geht das??
Kosmische Hintergrundstrahlung vielleicht??

Interesant, wie schnell doch die Reichweitenangaben durch selbstgewonnene Energie innerhalb gut eines Monats wachsen: Waren im September noch 5.800 km/Jahr avisiert (also ca. 15,km/d), sind es nun schon bis zu 34km/d. Wobei sicherlich die Zahlen auf’s Jahr gerechnet zuverlässiger sein sollten.
Setzt man einen durchschnittlichen Verbrauch von 15kWh/100km an, und optimistisch etwa 1kWp als verfügbare PV-Leistung ist der für 5.800km notwendige Jahresertrag von 870kWh/kWp noch nicht überstrapaziert.
Allerdings muss man als Nutzer eines Sion wohl die Parkplatzstrategie gegenüber herkömmlicher EV-Nutzer umstellen: während ein EV generell, die Garage bevorzugen sollte, müsste der Sion-Nutzer stets zwischen der kostenlosen Sonnenenergie im Freien – bei Sonnenschein – und der sicheren Ladung in der Garage abwägen

richtig Wolfgang, so geht das dort. Informiere dich mal. Wie viele solcher Quadrat KM dort schon so im Einsatz sind.

Ich kann nicht einschätzen wie es mit dem Sion weiter geht, aber ich habe das Gefühl, dass sie mindestens 2 Jahre zu später dran sind – oder die anderen Hersteller sind einfach zu früh aus ihren Verbrennerträumereien aufgewacht und schieben Sion jetzt an den Rand der Bedeutungslosigkeit.

Generell finde ich Solarzellen auf Autos gut. Nicht jeder hat eine (Tief-) Garage und wohnt in einer Häuserschlucht. Wenn ich mich bei mir umsehe, da stehen viele Autos auf der Straße oder neben den Häusern in der Sonne, werden mal morgens oder mal abends von den Häusern beschattet, ansonsten bekommen sie aber viel Sonne ab. Viele wohnen zur Miete und haben nur einen Stellplatz, sie müssten das Stromkabel über den Gehweg oder den Hofraum legen – da wären Solarzellen auf dem Auto die bessere Lösung.

Ich denke auch das der SONO scheitern wird.

Was die meisten vergessen. Solar auf dem Dach wird noch gehen, aber an der Seite auf keinen Fall.
Bei jeder Beule oder bei jedem Parkplatzrempler werden die Solarzellen beschädigt. Ich will nicht wissen wie aufwendig dann die Reparatur ist und ob die restlichen platten dann überhaupt noch Funktionen solange der Schaden vorhanden ist.

Es hat schon ein Grund warum kein anderer Hersteller Solar am Auto hat. Selbst auf dem Dach gibt es nur 1,2 Autos die das haben weil es einfach zu teuer für den nutzen ist. Im Wintermonaten werden die solarplatten so gut wie keinen ertrag bringen.

Richtig, nicht nur bei Nordlicht. Leute nehmt euch endlich besser in Acht vor Gurus. Fragt halt Profis bevor ihr was kauft. Solche geben euch bestimmt eine serieeuse Antwort.

Was hier wieder los ist, Stammtischwissen,? Sono Motors, schon lange Tot gesagt, und doch arbeitet das Frauenhofer Institut mit Ihnen zusammen!
Aus welchem Grund? Ihr wisst es ja, oder nur wieder gelaber. Es bleibt Spannend.

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