Nikola: Zeitplan für Elektro- und Wasserstoff-Lkw durch Corona nicht gefährdet

Nikola Tre Elektro Lkw

Copyright Abbildung(en): Nikola

Der Elektrofahrzeug-Hersteller Nikola Motors, spezialisiert auf die Entwicklung und Produktion von Lkw mit Batterie- und Brennstoffzellenantrieben, hat seine Finanzergebnisse für das zweite Quartal 2020 bekannt gegeben. Demnach hat Nikola im zweiten Quartal 2020 vorgegebene Meilensteine ​​dem Weg zum Marktführer auf dem globalen Markt für emissionsfreie schwere Lastkraftwagen erreicht, so Mark Russell, Chief Executive Officer von Nikola. Die langfristigen Ziele seien durch die Corona-Pandemie kaum beeinflusst und nicht gefährdet.

Die Produktentwicklung sei auf dem richtigen Weg, um den festgelegten Zeitplan für den Produktionsstart des Batterie-Lkw Nikola Tre im vierten Quartal 2021 einzuhalten. Die ersten Einheiten werden im deutschen Werk in Ulm hergestellt, wo derzeit Umbauten stattfinden. Nach Fertigstellung der Arbeiten könne das Werk bis zu 10.000 Stück pro Jahr produzieren, die zunächst vorrangig an Kunden in den USA ausgeliefert werden sollen.

Neben dem Aufbau der Produktionskapazität in Ulm hat Nikola Ende Juli auch den Grundstein für seine 600 Millionen Dollar teure US-Produktionsstätte in Coolidge, Arizona, gelegt. Nach Fertigstellung sollen in Coolidge in zwei Schichten bis zu 35.000 Lkw pro Jahr produziert werden. Die erste Phase dieses Baus werde voraussichtlich im vierten Quartal 2021 abgeschlossen sein. Nach Fertigstellung der Produktionsstätte in den USA soll die Anlage in Ulm zur Produktion von Lkw für den europäischen Markt genutzt werden.

Weiterhin unterzeichnete Nikola im Juni eine Bestellung beim norwegischen Wasserstoff-Unternehmen Nel über fünf Elektrolyseure mit einer Gesamtleistung von 85 Megawatt, zur Erzeugung und Abgabe von Wasserstoff. Bei voller Kapazität sollen die Anlagen täglich bis zu 40.000 kg Wasserstoff erzeugen können – genug für bis zu 1100 Wasserstoff-Lkw des Typs Nikola Two. Die Aktivitäten von Nikola zum Betanken von Wasserstoff und zum Laden von Batterien werden vom neu eingestellten Präsidenten von Nikola Energy, Pablo Koziner, überwacht. Koziner war 19 Jahre lang bei Caterpillar und zuletzt Vice President von CAT Electric Power und President von Solar Turbines.

Der Ausbau der Produktionsanlagen von Nikola wird von Mark Duchesne überwacht, dem neu eingestellten Leiter der globalen Fertigung von Nikola. Duchesne war zuvor vier Jahre bei Byton, fünf Jahre bei Tesla und 22 Jahre bei Toyota angestellt. Der erfahrene Manager war bei Tesla für das Design und die Entwicklung der Produktionslinien für die Oberklasse-Modelle S und X verantwortlich.

Nikola beabsichtigt, ab 2021 mit ausgewählten Kunden und Partnern mit dem Testen der ersten Elektro-Lkw Tre zu beginnen. Die in dem Flottentestprogramm gewonnenen Daten sollen von entscheidender Bedeutung für den An- und Hochlauf der Serienproduktion sein.

Quelle: Nikola Motors – Pressemitteilung vom 04.08.2020

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2 Antworten

  1. Bei Nikola frage ich mich immer ob diese Firma nicht eine noch größere Seifenblase ist… Produziert nichts selbst und forschen tuen auch andere und verkauft wird unter dem Namen Nikola… Franchise für Fortgeschrittene?

    1. Tja, mit den Partnern Iveco und mit Bosch hat man jedenfalls solide Firmen am Start und die Finanzierung scheint mit CMH auch gesichert. Also kann man das in Ruhe abwarten. Der Markenname reicht an sich als Anteil. Nikola klingt cool. Aber wird schon mehr sein. Teslas Semi ist eher so eine Frage. Sollte ja 2019 in Großserie gehen. Hat man noch nicht von innen gesehen, technische Details zur Nutzlast gibt es auch nicht. Überhaupt gibt’s wohl nur zwei Stück davon. Und niemand weiß, was für ein Akku an Bord ist, könnte auch stumpf einer aus dem Model S sein…aber PR können sie, der Semi hatte ja bei der Auslieferung zum Ende des letzten Quartals „geholfen“. Ob die den ehemaligen Fuhrparkmanager von FlowTex eingestellt haben, die die Prototypen so aussehen lässt, als fahren da Dutzende Semi im Einsatz…?

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