Meinung: Die deutsche Automobilindustrie scheut den Wettbewerb mit Tesla

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Das Versprechen autonomer Fahrzeuge, welche die Menschen unter verschiedenen Bedingungen an jedem Ort der Welt sicher, zuverlässig und selbstständig befördern, ist eine Inspiration für die Menschheit und wird die Tür zu beispiellosen Produktivitätsgewinnen eröffnen. Wir erleben den Wettlauf um die Erfindung eines Systems, das mit selbst lernenden Algorithmen, unterschiedlichen Arten von Sensoren und exponentiell wachsender Rechenleistung danach strebt, ein übermenschlicher Fahrer zu werden.

Der Versuch, ein autonomes Fahrzeug zu bauen, ist der Versuch, einen Roboter herzustellen, der sich vom Erkennen seiner Umwelt zu einem bestimmten Zeitpunkt zur Erkenntnis entwickeln kann. Dieser Versuch hat unsere Welt bereits verändert, aber seine Realisierung ist ein Schritt in eine neue Zukunft mit vielen unentdeckten Möglichkeiten außerhalb der Transportwelt. Möglichkeiten die wir uns heute noch weniger vorstellen können als autonome Fahrzeuge. Wie schon immer in der Menschheitsgeschichte hinkt die Vorstellungskraft den Möglichkeiten hinter her. Der Anwendungsfall des Roboters als Fahrzeug zum Transport von Menschen und Gütern ist nur ein erster Schritt, aber nachdem die komplexe Herausforderung bewältigt ist, werden sich eine große Anzahl von Türen in die Zukunft öffnen, von deren Existenz wir noch gar nichts wissen.

Autonomes Fahren wird die Automobilindustrie grundlegend verändern

Autonomes Fahren wird das Geschäftsmodell der Automobilindustrie grundlegend verändern, denn der Gewinner des Wettlaufs gewinnt alles. Die Wertschöpfung eines autonomen Fahrzeugs ist um exponentielle Faktoren größer als bei jedem anderen heutigen Auto. Ohne dieses kostbare Stück Technologie wird jeder Verbrenner oder jedes Elektroauto, nur noch aus sentimentalen Gründen gehalten werden, wie die Menschen, die vor 100 Jahren ihr Pferd aus sentimentalen Gründen behielten, als sie ihr erstes Automobil kauften. Während für viele ein Elektroauto bereits die Zukunft ist, ist ein autonomes Fahrzeug die Welt in einem Science-Fiction-Film, und diese Welt könnte schneller Wirklichkeit werden, als die meisten sich vorstellen können.

Jedes Fahrzeug bleibt heute im Durchschnitt 95% seiner Zeit in der Garage oder auf dem Parkplatz stehen und wartet geduldig auf die 5%, die der Fahrer, es benutzt, um zur Arbeit zu pendeln. Mit einer Nutzungsrate von nur 10%, die es immer noch 90% des Tages in Ihrer Garage stehen lässt, erreichen Sie eine erstaunliche Produktivitätssteigerung von 100%. Wenn Ihr Auto in der Lage ist, anderen Menschen einen Service als Robotaxi anzubieten, können Sie seine Fahrzeit und damit die Auslastung Ihrer Investition verdoppeln, verdreifachen oder vervierfachen. Ihr Einkommen wird steigen und Ihr Roboter trägt zu Ihrem Lebensunterhalt bei, nicht nur um einen Teil der Kosten zu decken, sondern auch um einen Gewinn zu erzielen, während Sie bei der Arbeit sind oder nachts im Schlaf träumen. Das theoretische Potential an Produktivitätsgewinnen Ihres autonomen Fahrzeugs liegt im Durchschnitt bei etwa 2.300%.

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Stellen Sie sich vor, Sie haben ein Arbeitspferd, das plötzlich und über Nacht die Arbeit von 24 Pferden an einem Tag erledigen kann. Sie sind jetzt ein reicher Mann und Ihr Pferd über Nacht ein wertvoller Aktivposten. Weil Ihr neues Pferd eine höhere Produktivität hat, können Sie seine Dienste Ihren Nachbarn zu geringeren Kosten als die Konkurrenz anbieten und trotzdem einen großen Gewinn erzielen. Das ist es was Elon Musk auszudrücken versuchte als er in dem Ergebnisbericht für das zweite Quartal von der größten Aufwertung in der Geschichte der Menschheit sprach, wenn autonomes Fahren von Millionen Tesla’s über Nacht Wirklichkeit wird. Stellen Sie sich vor was mit allen anderen Arbeitspferden bzw. Automobilherstellern in dieser Nacht geschehen wird.

Exponentielle Produktivitätszuwächse sind der heilige Gral der Wirtschaft, und der Erste, der in der Lage ist, einen Robotaxi-Service anzubieten, wird eine unwirkliche Nachfragewelle erleben, weil alle einen solchen haben wollen. Es ist für den oder die Hersteller so als ob man Geld druckt. Verglichen mit der niedrigen Marge der Hardware-Hülle eines heutigen Fahrzeuges kann die Software-Marge eines Robotaxis leicht über 90% liegen. Hinzu kommt das Software Abonnements so wie z.B. ein Robotaxi Leasing Modell einen kontinuierlichen Einnahmen- und Gewinnfluss schaffen. Jedes neu verkaufte Robotaxi ist ein einmaliger Umsatzgewinn UND ein kontinuierlicher Umsatz- und Gewinnzuwachs.

Der Erste mit einem erschwinglichen, autonomen, arbeitenden Personenkraftwagen, den ein privater Eigentümer kaufen kann und der überall eingesetzt werden kann, wird die gesamte Nachfrage und alle Gewinne erhalten. Die Komplexität der Herausforderung des autonomen Fahrens wird mit Software-Algorithmen gelöst werden und kann nicht einfach mal so von der Konkurrenz kopiert werden, wie wir es von mechanischen Erfindungen her kennen. Jeder muss das autonome Fahren für sich selbst erfinden oder es lizenzieren, wobei er dabei akzeptiert, den Großteil der geschaffenen Gewinne an den Lizenzgeber zu verlieren. Der Gewinner hat ein Monopol und wird den Großteil der Einnahmen und Gewinne machen. Es ist eine fast schon unfaire marktbeherrschende Situation.

Heute haben wir eine Vielzahl von Unternehmen, die in den Wettlauf um die vollständige Autonomie involviert sind, und es bleibt abzuwarten, wer gewinnen wird. Wie in jedem Rennen ist das Tempo ein entscheidendes Element, und wenn Ihr Innovationstempo im Vergleich zu Ihren Konkurrenten höher ist, werden Sie gewinnen. Es ist hilfreich hierbei vertikal integriert zu sein und die besten Talente der Welt im Haus zu haben. Es ist dagegen nachteilig, wenn Sie eine große, nicht sehr agile Organisation managen denn diese ist meist nicht sehr innovativ.

Wenn man diese Definition von Erfolg in Betracht zieht, haben alle etablierten Automobilhersteller einen elementaren Nachteil, der sich bereits heute in ihrem geringen Marktanteil an Elektroautos ausdrückt und dieser ist Software-Kompetenz. Software ist eines der Schlüsselelemente, um ein gutes Elektroauto zu entwickeln, das viele als ein Smartphone oder Tablett auf Rädern bezeichnen. Ein autonomes Fahrzeug ist ähnlich wie ein Elektroauto, das durch Software bestimmt wird ein Geist in einer Hülle. Die Hülle ist der leichte Teil der Arbeit und der Geist der schwere.

Software gibt den Ausschlag

Eine Software-Lösung zu entwickeln ist eine Aufgabe, die am besten von einer Software-Firma erledigt wird, und deshalb ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass darauf spezialisierte Firmen wie Nvidia, Waymo oder Tesla, die eine Software-Vergangenheit und Kompetenz haben, eine bessere Chance haben als die Hersteller der reinen Schale, die bereits heute eine austauschbare Ware ist. Software-Firmen haben gute Software-Ingenieure, sonst würde es sie nicht geben, aber Autofirmen sind nicht für gute Software-Lösungen bekannt. Mit den ersten autonomen Fahrzeugen auf unseren Straßen werden die Hülle und damit die Karosse noch weiter an Wert verlieren und damit auch die Hersteller dieser. Der Rohbau verliert an Wert, aber das Fahrzeug mit verbesserter autonomer Technologie wird an Wert gewinnen.

Die Hardware-Box, in der wir heute herumfahren und für die wir viel Geld zu bezahlen gewohnt sind, ist für uns heute noch wertvoll, weil wir nicht die Wahl eines autonomen Fahrzeuges haben. Der Tag, an dem Sie die Wahl haben, ein Robotaxi zu bestellen, macht die Schale sprichwörtlich über Nacht zu einem geringwertigen Gegenstand. Wenn Sie die Wahl haben, ein Pferd oder 24 Pferde für fast denselben Preis zu erwerben, ist die Entscheidung ein Kinderspiel.

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Die etablierten Autohersteller, die nicht erkannt haben, dass eine Wahl zu haben das gesamte Regelwerk verändert, sind überholt, und der Markt kennt bei Fehlern keine Gnade. Bei Elektroautos haben sie es zu spät erkannt und bei autonomen Fahrzeugen sind sie schon wieder zu spät. Sie haben sich nicht verändert, weil sie nicht verstanden haben, dass sie es sollten, und wenn sie wechseln wollten, wussten sie nicht, wie. Kurzfristiges und egoistisches Profit denken steht dem langfristigen Unternehmenswohl im Wege.

Die meisten Manager waren zuversichtlich, dass der Konsument eine wirkliche Wahl niemals haben wird, und wenn, dann wird sie eines Tages in ferner Zukunft getroffen. Selbst heute, wo Waymo, Tesla, Nvidia oder andere bereits Fahrzeuge auf den Straßen haben, die uns ein gutes Verständnis davon vermitteln, wie die Zukunft der autonomen Fahrzeuge aussehen wird, haben die meisten der etablierten Unternehmen noch nicht einmal damit begonnen, Lösungen zu entwickeln, die es ihnen ermöglichen, sich von der Fertigung der Hülle für diese Technologie zu differenzieren.

Einige haben jedoch erkannt, dass sie spät dran sind und haben deshalb eine Taktik definiert, um die verlorene Zeit scheinbar zu kompensieren, indem sie den Hauptkonkurrenten langsamer machen, damit es so aussieht, als ob der tatsächliche Geschwindigkeitsunterschied beider Unternehmen klein ist.

„Da es nicht legal ist das Geschäft des Konkurrenten direkt zu beeinflussen, haben die Hersteller einen indirekten Ansatz gewählt, indem Sie z.B. die Zulassungsregeln beeinflussen. Was ein autonomes oder ein Fahrassistenzsystem tun darf oder wie und ob Sie dafür werben dürfen entscheidet in den Augen der Konsumenten was verfügbar ist und damit ob es eine Wahl gibt.“

Der Gedanke hierbei ist, wenn Sie langsam sind, wird der Markt nicht merken, wie langsam Sie wirklich sind, wenn Ihr Konkurrent ebenfalls langsam erscheint und nicht liefern kann oder zumindest darüber reden darf, was er entwickelt hat und liefern könnte, wenn die Regulierung es denn erlauben würde. Diese Strategie ist so alt wie die Automobilindustrie und hat in vielen Jahrzehnten bewiesen, dass sie bestens funktioniert.

Wenn ein Fahrzeug mit derselben Technologie, das auf ähnlichen Straßen und sich unter den gleichen Bedingungen bewegt, in den USA autonom an roten Ampeln anhalten kann, Fahrzeuge auf Autobahnen alleine überholt und auf Parkplätzen in Nordamerika autonom ohne Fahrer alle Situation selbstständig meistert muss man sich schon fragen warum das in Europa und Deutschland nicht erlaubt ist. Viele führen an dieser Stelle die Gefahr durch Unfälle an obwohl Statistiken eindeutig und zweifelsfrei nachweisen das diese Systeme wesentlich weniger Unfälle verursachen als ein menschlicher Fahrer.

Europäische Konsumenten finden in ihrer Nachbarsgarage folglich kein autonomes Fahrzeug, sondern nur ein amerikanisches Elektroauto und was Sie nicht sehen und anfassen können, existiert in unserer Vorstellung schlichtweg nicht. Es ist ein Trick, um dem Verbraucher eine alternative Realität glaubhaft zu machen, aber das Beste ist, dass dieser Trick völlig legal ist.

Tesla Autopilot: In den USA erlaubt / Europa nicht…

Die Regulierungsbehörden in Europe haben entschieden, dass ein Tesla in Europa nicht das tun darf, was in den USA erlaubt ist, obwohl die verfügbaren statistischen Daten zweifelsfrei beweisen, dass die Unfall- und Verletzungsrate niedriger ist und weniger Menschen verletzt werden oder sterben, die das Fahrassistenzsystem von Tesla benutzen.

Kritiker behaupten, dass es nicht ausreicht, 8-mal weniger Unfälle als ein menschlicher Fahrer zu haben. Eine Schlussfolgerung die bedeutet das ein verletzter oder toter Mensch mehr bedeutet als die 8 anderen dessen Leben und Gesundheit verschont wurden. Dies widerspricht allen Fakten, der Logik und der Wissenschaft. Lassen Sie nicht zu, dass Regulatoren das Perfekte zum Feind des Guten machen und den Profit einzelner Unternehmen über unsere Gesundheit und das Leben stellen denn nichts Anderes steht hier auf dem Spiel, unser aller Gesundheit und körperliche Unversehrtheit.

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Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass die aktuelle UNECE-Regelung die über 50 Länder, vereinbart haben, jeden Tag unsere Gesundheit gefährdet, weil Lobbygruppen sie erfolgreich beeinflusst haben, um ihre Industrie aus Profitgründen zu schützen. Ein Mensch wird eine Technologie, die er nicht kennt schnell als Bedrohung einstufen und emotionale Gründe über die Fakten stellen. Lobbygruppen und Politiker, die wiedergewählt werden wollen und ihre Kernindustrien schützen möchten können die wenigen Regulatoren, die entscheiden, leicht beeinflussen. Sie urteilen ironischerweise im Namen der Sicherheit, obwohl sie uns alle tatsächlich einem größeren Risiko aussetzen als nötig wäre und mehr Tote, Verletzte und Unfälle tolerieren, als sie es müssen. Daten sind Daten und Fakten sollte man nicht leugnen, aber leider erleben wir genau das im Jahr 2020 hier in Deutschland.

Sicherheitsgurte sind eigentlich auch nicht sinnvoll…

Die aktuelle Regelung der UNECE ist ebenso sinnvoll wie die Regelung des 20. Jahrhunderts das Kraftfahrzeuge keine Sicherheitsgurte brauchen, weil sie im Falle eines Unfalles die Insassen hindern ein brennendes Auto schnell zu verlassen. Eine von der Autoindustrie initiierte Kampagne die, wie wir heute wissen viele Menschenleben und unnötiges Leid gekostet hat.

Das erste Fahrzeug mit einem Sicherheitsgurt war der elektrische Baker Torpedo aus dem Jahre 1902, und trotz seines unbestrittenen Erfolges beim Schutz seiner Insassen brauchten die europäischen und US-amerikanischen Behörden 60 Jahre, um diese Technologie zu regulieren, und weitere 2 Jahrzehnte, um Gurte zwingend notwendig zu machen. Anfang der 1980er Jahre zeigten Umfragen noch, dass 65 % der Bevölkerung in den USA gegen die Verwendung von Sicherheitsgurten sind. Das und eine 80 Jahre zu späte Regulierung sollte uns allen eine Lehre sein, dass Sicherheit und Gesundheit oberste Priorität haben sollten, es aber oft nicht ist. Nur weil viele etwas entgegen den Fakten immer wieder behaupten wird es deshalb noch lange nicht wahr.

„Heute, 40 Jahre später, ist es für uns alle schwer zu glauben, wie völlig falsch 65 % der Bevölkerung, Politiker und Regulierungsbehörden gehandelt haben, aber genau dasselbe geschieht heute mit Fahrassistenzsystemen und autonomem Fahrzeugen. Müssen wir wirklich die Fehler aus der Vergangenheit wiederholen, die ungezählte Menschenleben, Schmerz und Leid gekostet haben?“

Es ist für uns alle an der Zeit aufzuwachen und falschen Regulierungsentscheidungen zu hinterfragen und zu widersprechen. Nicht, weil wir gefährliche Systeme wollen, die uns in Gefahr bringen, sondern weil wir durch den Einsatz von Technologie uns sicher im Straßenverkehr bewegen möchten und unnötige Risiken vermeiden wollen.

Solange die Verbraucher nicht erfahren, was ein Tesla kann und wie weit die Technologie tatsächlich voraus ist, ist es einfach, zu behaupten das ein deutscher Autohersteller dasselbe anbieten kann. Etwas das jeder Europäer, der in Nordamerika heute einen Tesla fährt, sehr schnell als eine klare Lüge entlarvt. Wir alle wissen aus der Politik, wer nur beharrlich darauf besteht und eine Lüge oft genug wiederholt, dass es immer einige gibt, die sie am Ende tatsächlich glauben und das unabhängig davon wie dreist sie ist.

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Nachdem es der europäischen Autolobby gelungen ist, die verfügbaren und lebensrettenden Fahrhilfen in Europa zu reduzieren oder sogar zu verbieten, besteht der nächste Schritt des Coups darin, dafür zu sorgen, dass die Konkurrenz nicht für sein Auto werben darf. Im Moment ist es als Europäer schwer, die verfügbare Technologie von Tesla aus erster Hand zu erfahren, denn angesichts der Corona-Krise und der damit verbundenen Reisebeschränkungen kann man heutzutage nicht einfach nach Nordamerika reisen um dort einen zu Tesla fahren. Man kann ihn in Europa fahren, aber wie oben beschrieben ist es dem Fahrzeug in Europa nicht erlaubt, das zu tun, was es wirklich kann.

Die etablierten Hersteller versuchen sicherzustellen, dass ein Anbieter der über eine überlegene Technologie verfügt, nicht für seine Technologie werben kann oder zumindest in der Art und Weise eingeschränkt ist, wie er sie benennen, erklären und beschreiben darf. In Deutschland haben wir Gesetze, die es einem Unternehmen nicht erlauben, Funktionalität zu bewerben, wenn sie nicht existiert oder für den Verbraucher nicht verfügbar ist. Dies sind gute und sinnvolle Gesetze, die den Verbraucher schützen und ihn davor bewahren, für etwas zu bezahlen, das er nicht bekommt.

Wie immer im Leben kann jedes Gesetz aber in einer für eine Partei bevorzugte Art und Weise ausgelegt werden. Dafür sind Anwälte da. Alles, was Sie dafür tun müssen, um das zu erreichen, ist, einen Richter ausreichend zu beeinflussen. Beeinflussung ist nichts Schlechtes, es ist sogar hilfreich um eine Geschichte zu erzählen und sich einer Version der Wahrheit anzunähern, denn jeder hat seine eigene Version. Der Richter hat vielleicht in den Medien viel Negatives über Unfälle gehört, die angeblich durch diese neue Technologie verursacht werden und dieselbe noch nie selbst testen können. Richter sind Rechtsexperten aber keine Ingenieure und haben ein begrenztes Verständnis dafür, was ein Tesla heute für die Sicherheit bietet. Nachdem ich viele Erstfahrten in meinem Tesla gemacht habe, kann ich bezeugen, dass kein einziger von den Testfahrern vorher geglaubt hat, was der fortschrittliche Autopilot wirklich kann. Keiner glaubte es bis sie es selbst erlebt haben.

Tesla Autopilot: Richter urteilt über Begrifflichkeiten nicht eigentliche Technik

Der Richter urteilte aber nicht über das Fahrassistenzsystem, sondern nur über die Nutzung der Terminologie und dass der Begriff „Autopilot eingeschlossen“, „Volles Potential für autonomes Fahren“ oder „Bis zum Ende des Jahres: … automatisches Fahren in städtischen Gebieten“ irreführend und verboten sei. Tesla kann gegen dieses Urteil beim nächst höheren Gericht, dem OLG, Einspruch einlegen.

Das Gericht begründete seine Entscheidung damit, dass „die Aussagen von Tesla den Eindruck erwecken, dass die so beworbenen Fahrzeuge bis Ende 2019 autonom fahren könnten und dürfen“. Dieser Eindruck wurde durch die Aussage „Bis Ende des Jahres: … – automatisches Fahren in städtischen Gebieten …“ verstärkt. Tatsächlich wurden diese Ankündigungen jedoch nicht in dieser Weise erfüllt führte der Richter aus, da einige der genannten Funktionen im Straßenverkehr in Deutschland noch nicht gesetzlich zugelassen sind“.

Im Gegensatz zu dem Münchner Gericht und Richter bin ich der Meinung, dass es irreführend gewesen wäre, nicht zu erwähnen, dass ein Tesla automatisches Fahren in städtischen Gebieten erlaubt und schlicht falsch automatisches Fahren mit autonomen Fahren gleichzusetzen. Jeder, der eine Schwierigkeiten mit dieser Unterscheidung hat kann diese Terminologie bei Wikipedia nachlesen. Es ist nur fair zu erwarten, dass jeder in Deutschland versteht, dass ein Potenzial für etwas zu haben, nicht bedeutet, dass es schon heute vorhanden ist oder garantiert in Zukunft vorhanden sein wird. Potentiale sind keine garantierte Zusage.

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Die Wahrscheinlichkeit, dass ein einzelner Richter zum angeblichen Wohle des Verbrauchers urteilt, dass ein Unternehmen wie Tesla das Wort Autopilot nicht verwenden und zukünftige autonome Fahrfähigkeiten beschreiben darf, ist hoch. Es stellt sich jedoch die Frage, warum alle deutschen Automobilhersteller, ob BMW, Mercedes-Benz, VW, Bosch oder ZF, es dürfen? BMW behauptet mehrere autonome Fahrfähigkeiten anzubieten und verwendet allein den Begriff „autonom“ 118 Mal in einer Werbe-Broschüre, obwohl ihre Fahrzeuge aktuell nicht einmal die Stufe 3 von autonomen Fahrzeugen erreichen.

Was ist der Unterschied zwischen den Begriffen Autopilot und Copilot? Beide können ein Flugzeug fliegen. Der erste Begriff wird von Tesla für Fahrzeuge verwendet und der zweite von ZF , einem Automobilzulieferer, der ein Fahrassistenzsystem mithilfe der Technologie von Nvidia anbietet. Ein Copilot ist ein Mensch, der ein Flugzeug so wie ein Pilot fliegen kann, aber ZF stellt weder einen Menschen noch eine Technik zur Verfügung, die ein Fahrzeug alleine so steuert, wie es ein Copilot tut. Ist das keine irreführende Werbung?

Der Begriff Auto wird in unserem täglichen Leben an so vielen Stellen verwendet das es nicht nachvollziehbar und eindeutig unverhältnismäßig ist gerade bei einem System das teilweise tatsächlich autonom funktioniert diesen zu verbieten.

Tesla darf den Begriff Autopilot nicht verwenden, aber ZF darf den Begriff CoPilot benutzen. Wenn es stimmt, dass die Terminologie Autopilot für einen Benutzer anzeigt, dass die Technologie die Fahrzeuge ganz allein steuert, dann tut die Terminologie CoPilot dasselbe, weil ein Copilot ein Flugzeug auch allein fliegt.

Das Manager Magazin, schrieb in einem Artikel, dass eine der Parteien, die Tesla vor dem Münchner Landgericht (München I) verklagt haben, ein deutscher Automobilhersteller ist, der nicht genannt werden will. Die klagende Organisation ‚Zentrale für Wettbewerbsrecht‘ hat unter anderem Volkswagen, BMW und Mercedes-Benz als Mitglieder. Zu Recht wird also spekuliert das einer der großen deutschen Hersteller die Klage eingereicht hat um den Technologievorsprung von Tesla für den Verbraucher zu kaschieren.

Die Antwort von Elon Musk auf meinen Tweet zeigt, dass auch ihn dieser Zusammenhang nachdenklich macht. Wer auch immer der Autohersteller ist der die Klage initiiert hat, er hatte eine Motivation, die über eine reine Benennung hinausgeht denn Begriffe wie ’sauberer Diesel‘ oder CoPilot die nun wirklich irreführend sind scheinen diese nicht zu stören.

Alex Voigt

In diesem ganzen Fall gibt es nichts Illegales zu bemängeln, aber es werden Praktiken eingesetzt um zum Schaden der Gesundheit des Konsumenten die wirtschaftliche Situation der hiesigen Autohersteller zu verbessern. All die beschriebenen Maßnahmen sollen Tesla daran hindern, eine Technologie in Europa einzusetzen, mit der deutsche Automobilhersteller nicht konkurrieren können. Einen Konkurrenten zu behindern, gibt diesen jedoch weder eine Minute der Vergangenheit zurück, noch macht es Ihre eigenen Innovationen besser oder schneller, aber genau das ist es, was Sie anstreben sollten.

Die hiesigen Regulierungsbehörden und sogar ein erstes Gericht entscheiden gegen die Gesundheit der Verbraucher und unterstützen Gewinnabsichten der etablierten Autohersteller. Der Dieselskandal wurde durch amerikanische Aufsichtsbehörden aufgedeckt während in Europa und Deutschland dem Verbraucher jahrelang mitgeteilt wurde das alles korrekt ist. Dies erklärten uns Politiker, das Kraftfahrtbundesamt, Richter und natürlich die Industrie selbst. Jahrelang wurde der Verbraucher auf Kosten seiner Gesundheit getäuscht. Müssen wir wirklich die Geschichte wiederholen und mit unser Gesundheit die Profite der Automobilindustrie schon wieder zahlen?

Deutsche Hersteller deutlich hinter Tesla

Die deutschen Autohersteller werden in ihrem Innovationstempo nicht schneller werden, und Tesla nicht langsamer wenn man Terminologien und den Einsatz dieser regional verbietet. Zu glauben, dass der europäische Verbraucher dies nicht erkennt, ist wie zu glauben, dass er niemals entdecken wird, dass die Hersteller mit Abschalteinrichtungen betrogen haben. Einrichtungen die vortäuschten, dass die Emissionen von Verbrennern innerhalb der gesetzlichen Grenzwerte liegen. Das ist fast so, als würde man glauben, dass man die Abgase, der angeblich sauberen Dieselfahrzeuge einatmen kann, weil man ja einen „sauberen Diesel“ hat. Es ist eine Beleidigung für die Intelligenz des Kunden und erklärt ihn zu einem Dummkopf.

Jedes Mal, wenn ein solcher Vorfall passiert, wie wir ihn heute erleben, bestätigt sich erneut der Eindruck, dass die deutschen Automobilhersteller glauben, sie könnten ihre Kunden widerholt betrügen aber jeder ihrer Versuche führt zu einer Erosion der Glaubwürdigkeit und des Vertrauens, und diese beiden Elemente sind entscheidend für die Kundenbeziehung und das zukünftige Geschäft.

„Wenn Sie Ihre Glaubwürdigkeit als deutscher Automobilhersteller verloren haben, haben Sie alles verloren.“

Der Coup ist jetzt fast perfekt es fehlt nur noch der finale Schritt. Nachdem die Hersteller dafür gesorgt haben, dass die überlegene Technologie des Wettbewerbers nicht verwendet, genannt und beworben werden darf müssen sie noch dem Verbraucher fälschlich mitteilen, dass Sie stattdessen Innovationsführer sind.

Alex Voigt

Entgegen aller verfügbaren Fakten der offensichtlichen und unbestrittenen Fehler und Versäumnisse der deutschen Automobilindustrie, sei es bei den Elektroautos oder beim autonomen Fahren, schreckt der CEO der Marke Volkswagen, Ralf Brandstätter, nicht davor zurück, zu behaupten, dass die vielen Patente, die VW besitzt, zur E-Mobilität und zum autonomen Fahren beitragen, obwohl Volkswagen kein einziges autonomes Fahrzeug im Angebot hat. Als ich ihn darauf hinwies, dass Innovation nicht an der Anzahl von Patenten gemessen wird, stimmte er in seiner Antwort zu, behauptete aber stattdessen, Volkswagen sei der erste Volumenhersteller von Elektrofahrzeugen was faktisch schlicht falsch ist.

Alex Voigt
Alex Voigt

Fakten zu leugnen und zu behaupten, das Gegenteil sei die Realität mag bei manchen Konsumenten funktionieren, aber die Wahrheit kommt immer sei es früher oder später ans Licht. Der VW-Markenchef Ralf Brandstätter ist gut beraten den Konsumenten ernst zu nehmen und sich an Fakten zu halten. Selbst der Konzernchef des Volkswagenkonzerns Herbert Diess räumt ein, dass VW spät dran ist. Glaubwürdigkeit und Vertrauenswürdigkeit sind das wertvollste Gut, das Sie als Manager haben, und wenn Sie sie verlieren, verlieren Sie alles.

Ich habe in meinen Artikeln die strategischen Fehler genannt, die gemacht wurden, aber noch schlimmer ist, dass die neuen verantwortlichen deutschen Top-Manager heute mit offenen Augen die Fehler wiederholen, die ihre Vorgänger zuvor gemacht haben. Mercedes-Benz, BMW, Porsche, Audi und jetzt Volkswagen, die als Unternehmen bekannt sind, die nicht über die erforderliche Softwarekompetenz verfügen, beginnen mit der Entwicklung autonomer Antriebstechnik und behaupten, in 4 Jahren bessere Lösungen zur Verfügung zu haben als Unternehmen mit jahrzehntelanger Softwarekompetenz wie Tesla, Waymo oder Nvidia.

Es ist offensichtlich, dass die etablierten Unternehmen viel länger brauchen werden, um das zu entwickeln, was softwareorientierte Unternehmen, die den Ruf haben, die besten Software-Ingenieure der Welt anzuziehen, in 10 Jahren erreicht haben.

Wenn Sie den Ball fangen wollen, zielen Sie nicht dahin, wo er heute ist, sondern wo er Morgen sein wird. Während das Unternehmen Tesla in 4 Dimensionen denkt den räumlichen und der Zeit, erscheint es so, als ob die Deutschen Autohersteller es nur in 3 Dimensionen können.


 

Dieser Artikel ist im Juli 2020 auf der US Webseite www.cleantechnica.com erschienen und wurde in der heutigen deutschen Version mit aktuellen Zahlen, Inhalten und Informationen angepasst.

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Vielen Dank für diesen wunderbaren Artikel Herr Voigt,

ich kann schon seit Jahren nicht nachvollziehen, warum ich mit meinem Smartphone meine Mutter weltweit auf den Meter genau orten kann, während mein neuer Smart-EQ aus dem Hause Daimler es nicht schafft die Uhrzeit zwischen Mediacenter und Dashboard zu aktualisieren, ich mich bei jedem starten der Smart App erneut anmelden muss, der Smart es nie schafft die Vorklimatisierung zu starten und auch sonst diverse Software-Probleme mit sich bringt. Als Software-Entwickler weiß ich woran es hakt wenn ich so etwas sehe. Ich nenne es ganz einfach „Schrott“. Meinem örtlichen Mercedes/Smart-Händler habe ich dann auch bereits letztes Jahr mitgeteilt das dies mein letztes Fahrzeug aus deutschen Landen sein wird und habe den Bestellen-Button auf der Tesla Seite gedrückt.

Es liegt auch nicht nur am fehlenden Know-How – es liegt auch an der Liebe zum Produkt selbst. Steve Jobs sagte einmal über Microsoft: „They just have no taste and I don’t mean that in a small way, I mean that in a big way“.

Mit besten Grüßen
Alexander Siebert

Danke für diesen Kommentar. Die Perfektionierung beim Verhindern von Innovation, das politische lobbyieren hat die Deutschen Hersteller von den Kunden entfremdet und eine überhebliche Arroganz entwickelt. Man hat der eigenen PR mehr Glauben geschenkt als der Realität. Noch heute glaubt man, man rede vorne mit. Effektiv blamiert man sich vielerorts durch hilflose Strategielosigkeit.
Nicht alle Deutschen Hersteller werden überleben. Das ist auch gut so. Es ist höchste Zeit, dass der Markt sich selber reguliert. Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.

Danke das freut mich. Mercedes-Benz gehört für mich zu den Unternehmen die ein sehr hohes Risiko eingehen ihre Selbstständigkeit ganz zu verlieren. Ich glaube es steckt eine Menge Wahrheit in der Aussage von Steve Jobs.

Kann ich nicht nachvollziehen. Ich habe zwar keinen Smart, bei den Mercedes funktioniert es aber einwandfrei.

Ein hervorragender Artikel,.. so umfangreich recherchierte Inhalte liest man ja kaum in germanischen Auto-Medien.
wieviel Gewicht hat 1 Auto-Pilot-Toter zu 8 Humangelenkten-Auto-Toten,..
die gelenkte Herbeiführung von menschlichem Leid ist derzeit noch straffrei?
Regt zum Nachdenken an,..

Es ist eine Freude, diesen Artikel zu lesen. Vielen Dank für die exzellente Arbeit.

Gerne

Ich freue mich über die positiven Kommentare und Antworten! Nicht alles was ich schreibe übersetze ich in die deutsche Sprache aber die relevanten erreichen auf diesem Wege eine breitere Leserschaft. Wenn der Artikel gefällt bitte gerne teilen und weiterleiten. Weitere Artikel findet man von mir immer auch auf CleanTechnica oder natürlich auf meiner Patreon Seite.

Bin auch dafür die deutsche Automobilindustrie in jedem Artikel in letzter Zeit kaputt zu reden. Macht wirklich Sinn. Daumen hoch dafür. Die Frage ist nur wo wären wir ohne sie?? Fehler werden VW BMW oder Daimler nicht so leicht verziehen wie Tesla. Würde z. B. ein BMW bei autonomen Fahren irgend jemand töten oder verletzen würde die Aktie in Keller rauschen und man würde das gleiche machen wie jetzt über sie erziehen ohne Ende. Deshalb testen die deutschen Hersteller mehr als Tesla.

Woher wissen eigentlich alle von euch, dass die Deutschen nicht an autonomen Fahrzeugen arbeiten und/oder weit hinter Tesla liegen. Vielleicht hoffen auch nur viele von euch einfach nur das die Deutschen hier verlieren, weil sie einfach einen Groll gegen unsere Autoindustrie haben.
Vielleicht wollen die Deutschen einfach nur nicht Werbung für etwas machen das noch nicht funktioniert. Im Gegensatz zu Tesla und allen voran Musk der seit Jahren autonome Autos verspricht aber immer noch keine liefern kann.
Vergleichen wir doch Mal die Fahrassistenten die es bereits gibt. Auch Tesla hat bis dato nur Assistentssysteme und keinen Autopiloten und die sind viel schlechter als z.B. die von Mercedes, BMW usw. Sogar der neue ID 3 ist um Meilen besser was die Assistenzsysteme betrifft, trotz Anfangsschwierigkeiten mit der Software. Tesla muss liefern und zwar bald, ansonsten werden sie wie bei den Fahrassitenzsystemen gegen die Deutschen Autobauer verlieren und vor allem wird Tesla schön langsam unglaubwürdig. Nur davon reden, aber keine Ergebnisse bringen ist einfach. Ich hatte selber einen Tesla und habe ihn verkauft weil ich, besonders wegen der Software, enttäuscht war. Und das von einem Softwaregiganten wie Tesla. Im Gegensatz zu meinen jetzigen Deutschen Auto, das alles hält was es verspricht. Lieber mit gut funktionierenden Assistenzsystemen der Deutschen fahren als mit einem Auto das zwar autonomes Fahren verspricht aber nicht Mal Verkehrsschilder erkennen kann. Die Zeit wird es uns zeigen ob Tesla wirklich so weit vorne liegt. Alles andere ist Theorie.

+1
Zudem muss man hinzufügen, dass der Autor als „langfristiger Investor in Tesla“ bei diesem Thema keine objektive und differentielle Sichtweise einnehmen kann.
Jeder, der behauptet, dass eine Firma einen Technologie-Vorsprung von 10 Jahre hat, hat meiner Meinung nach keine Ahnung von Technologie. Über alles was mehr als zwei, drei Jahre in der Zukunft liegt, kann man schlicht keine Aussage treffen, da bei einer Nachfolge-Strategie hier der Rückstand sehr schnell aufgeholt werden kann.

…haben Sie den Beitrag richtig gelesen? Sind Sie einen Tesla schon in den USA gefahren und konnten sich von den Qualitäten der „ungebremsten Assistenzsysteme“ (Tesla nennt das eben Autopilot) überzeugen? Was Tesla hierzulande abliefert ist das, was sie dürfen und nicht das, was sie können. Bei den hiesigen Herstellern sieht das anders aus. Hier gibt es wie durch Zufall keine „Knüppel in die Beine“. Das der ID.3 tatsächlich besser sein wird, als ein vergleichbares Model 3 SR+ wird sich zeigen müssen. Bisher hört man auch von VW nur Versprechungen und Ankündigungen. Verkehrsschilder erkennen kann der Tesla übrigens auch, er darf es über seine Kamera aber nicht, weil eine andere Firma ein Patent darauf hat. So ist das eben mit den Innovationsbremsen alá Patente und Markenrechte, mit denen sich Rechtsanwälte nur zu gern beschäftigen und die andere Konzerne als Innovation verkaufen. Tesla steuert dem entgegen und gibt viele seiner Innovationen frei bzw. meldet es gar nicht erst zum Patent an. So entstand dann zum Beispiel auch der Xpeng G3 in China, der in Sachen Software dem Tesla verdammt ähnlich ist.

Haben Sie Belege dafür, dass die anderen Hersteller es nicht können – nur weil sie es nicht so agressiv bewerben? Es gibt mittlerweile eine Richtlinie, die autonomes Fahren mit Leben 3 auf Autobahnen bis 60km/h reguliert. Davon sind natürlich auch die anderen betroffen, denn Level 3 auf Autobahnen ist nun wirklich noch mehr das große Problem. Mit Ankündigungen und Versprechungen sind sie leider alle groß, auch Tesla.

Ich fahre ein Model 3 und bin vom autonomen Fahren noch nicht überzeugt, auch wenn ich die US Version nie getestet habe. Stichwort Phantombremsungen auf der Autobahn. Passiert recht oft! Sehr unangenehm, wenn auch nicht unbedingt gefährlich. Dies hat sicher nichts mit EU Einschränkungen zu tun. Anderes Beispiel (hier eventuell EU Versions bedingt): In einer Linkskurve, niedriges Tempo (40 km/h in Kolonne) driftete das Fahrzeug nach rechts weg (keine Markierung/ Linie auf der rechten Seite, es gab nur eine Mittellinie) und touchierte den Randstein. Ich habe es sehen kommen und habe bewusst nicht eingegriffen, weil ich nicht glauben wollte, dass der Autopilot diese einfache Situation nicht meistern würde. Ich wollte testen… Es bestand keine Gefahr (ausser für meine Felgen!), keine Fussgänger und kein Fahrzeug hinter mir. Eher enttäuschend!

Ein umfangreicher Artikel, den ich sehr gern gelesen habe! Man merkt ihm deutlich an, dass er aus einer Tesla-Sicht heraus geschrieben wurde. Dies ist auch ok, immerhin ist es eine Meinung! Dennoch Mal meine Ansicht zu einigen Punkten – als ergänzender Blickwinkel.

1) In meinen Augen passt die Überschrift nicht so recht zum Artikel. Gerade die Deutschen Hersteller sind es, die sehr wohl die Chancen und Risiken der Digitalisierung (incl. autonomes Fahren) erkannt haben. Nicht umsonst ging z.B. Daimler eine Kooperation mit Nvidia ein. Und nicht umsonst baut VW eine riesige Softwareabteilung auf. Von ausländischen Herstellern (außer Tesla) habe ich so etwas bisher noch nicht gehört.

2) Der unbedingte Optimismus, dass in naher Zukunft alle Teslas auf Knopfdruck plötzlich autonom werden, wird von den meisten Experten nicht geteilt. Ich bin da auch etwas skeptisch. Aktuell sprechen wir von einem Level 2,5 System, welches immer wieder durch vermeidbare Unfälle auffällt. Ja, auch Menschen bauen Unfälle, z.B. wenn sie müde, betrunken oder abgelenkt sind. Dennoch gibt man die Kontrolle bei Level 5 vollständig an das Fahrzeug ab – und damit auch die Verantwortung für Unfälle. Kein Mensch kann hier mehr eingreifen, wenn eine unvorhergesehene Situation eintritt. Regulierungsfragen sind daher absolut notwendig. Insbesondere, weil auch rein aus Kostengründen auf Lidar verzichtet wurde, von dem die Mehreit davon ausgeht, dass es notwendig ist. Im Übrigen ist der europäische Markt bekannt dafür, bei verschiedenen Themen stärker zu regulieren, dies hat nicht unbedingt etwas damit zu tun, dass man technologisch ins Hintertreffen gerät. Genauso könnte ich auch bei Chlorhühnchen argumentieren. Interessant ist tatsächlich, ob „autonom“ fahrende Fahrzeuge statistisch weniger in Unfälle verwickelt sind. Hier fehlt mir der Überblick, ob es eine saubere Auswertung gibt, die auch vergleichbare Strecken umfasst. Beispiel: Es hilft wenig, einfach nur die Anzahl der Km mit und ohne Autopilot zu vergleichen, wenn die Rahmenbedingungen unklar sind. Eine sinnvolle Auswertung wäre die Anzahl der Unfälle je Km, beschränkt auf den Highway. Zusammenfassend bin ich ehrlich gesagt froh, eher eine stärkere als schwächere Regulierung in diesem Bereich zu haben, der ein hohes Risiko für alle Verkehrsteilnehmer birgt.

3) Ob das autonome Fahren ein „Winner-Takes-it-All“-Problem ist, wage ich zu bezweifeln. Im Gegensatz zu Facebook und Google verursacht das physikalische Produkt immer noch hohe Kosten, zudem ist der Lebenszyklus der 1,3 Milliarden PKW weltweit doch recht lange. Bis sich so eine Technologie flächendeckend durchsetzt, dürfte sich eher ein Oligopol etablieren. Hardware-lastige Märkte neigen nicht zu Monopolen.

4) Der Name „Autopilot“ bzw. die Werbung wurde von der Wettbewerbszentrale bemängelt. Im Übrigen nicht nur in Deutschland. Weiterhin war das Problem, dass autonomes Fahren bis Ende 2019 versprochen wurde (die Klage stammt aus 2019). Wichtig: Die Wettbewerbszentrale prüft, wie Werbung bei einem durchschnittlich gebildeten Kunden ankommt (daher ist auch der häufige Vergleich mit dem Autopiloten im Flugzeug nicht gerechtfertigt). Es wurde ein Technologievorsprung suggeriert, der so nicht beim Verbraucher ankommt. Ja, das ist genauso wie „der sauberste Diesel der Welt“ oder Ähnliches. Erfahrungsberichte zeigen, dass viele Leute durch die Werbung mehr erwarten, als ein Fahrassistenzsystem auf Level 2,5. Daher finde ich es auch nicht angebracht, hier fast schon eine Verschwörung zu unterstellen.

4) Der Vorsprung Teslas ist nicht bzgl. autonomen Fahren nicht klar zu beziffern. Die anderen Hersteller gehen zunächst einmal konservatier an die Sache heran, ein Produkt, welches nicht „fertig“ ist, wird nicht veröffentlicht. Der Ansatz ist daher ein gänzlich anderer, das kann man gut oder schlecht finden. Level 3 auf der Autobahn ist aber auch für die Deutschen Hersteller kein Problem mehr und wird durch Regulierung beschnitten.

Eine Glaskugel hat niemand. Wir werden ja in einigen Jahren sehen, wie die Geschichte weitergeht. Ich für meinen Teil glaube, dass Tesla sicherlich eine Rolle spielt, aber auch Mercedes, BMW und VW noch fröhlich durch die Weltgeschichte fahren (dann wahrscheinlich auch autonom :))

1. Wenn es tatsächlich auf das ankommt, was Sie sagen, dann werden wir ja in den USA sehen, wie Tesla innert weniger Jahren den gesamten Automobilmarkt beherrschen wird. Wollen wir wetten?
2. Wenn es tatsächlich primär um Software-Kompetenz geht, dann hat Tesla keine Chance gegen Google oder Microsoft. Da sind weit grössere Welten dazwischen als zwischen Tesla und VW oder Daimler.
3. Der Unterschied zwischen Marketing-Versprechen und Realität ist bei keinem Automobilunternehmen so gross wie bei Tesla. Mit Abstand. Dafür gibt es dutzendweise Beispiele. Habe gerade kürzlich wieder mal die Tesla-Ankündigungen zum Elektro-Truck zusammengestellt. Der müsste seit Jahren rollen, dabei ist er heute in Realität noch mindestens so weit weg wie die ersten Ankündigungen vor 5 Jahren glauben liessen. Ich bevorzuge seriöses Marketing, es kann à la limite sogar spröde sein.
4. Autonome Mobilität kann und wird keine One-Man-Show sein, weil es einfach die anderen Verkehrsteilnehmer über längere Zeit im gleichen Raum geben wird. Die autonome Mobilität kann ja nicht auf einem neuen Verkehrssystem aufgebaut werden. Daher braucht es Interoperabilität zwischen Marken und Standards. Es wird keine gelungene autonome Mobilität ohne standardisierte Kommunikation mit den Verkehrsleitsystemen und den anderen Verkehrsteilnehmern geben; wer das nicht sieht, versteht nichts von Informatik und glaubt, das sei Zauberei. Die Kunst, in langwierigen Verhandlungen mit Konkurrenten und Behörden Standards zu entwickeln und in einem solchen multilateralen Ökosystem den eigenen Vorteil zu maximieren, widerspricht der DNA von Tesla, bzw. ihres Guru-Chefs komplett. Die werden dabei grandios versagen.
5. Aus ihrem ganzen Artikel spricht die Parteilichkeit eines Akteurs, der Interessenbindungen zu einer Partei hat. Ich dachte zuerst, Sie seien wohl auch bezahlt, sah dan aber am Schluss, dass sie grosse Investments in Tesla-Aktien haben. Damit war diese Frage dann auch geklärt.

Moin Alex,
Danke für den wunderbaren Beitrag, den ich geradezu verschlungen habe.
Ich frage mich auch immer wieder, warum die deutschen/europäischen so übervorsichtig agieren und nicht den Mut aufbringen, radikal mit ihren jahrzehntelangen Konventionen zu brechen? Ist es Angst, die bisherigen Kunden zu verlieren?
Ein Unternehmen lebt davon, sich immer wieder selbst und seine bisherige Strukturen zu hinterfragen und auch mal NEUE Wege zu beschreiten, um NEUE Kunden zu gewinnen. Die Angst, die alten Kunden zu verlieren, wenn die Transformation sichtbar wird, ist unbegründet.
Denn die bleiben einfach nur weg, weil sie sterben oder Spaß an etwas NEUEM gefunden haben.
Wenn Daimler sein Firmenmotto „Das Beste oder Nichts“ wirklich leben würden, würden sie alles versuchen, um noch beser als Tesla zu werden.
Warum wird nicht eine neue E-Auto-Marke „Merc-E-des“ geboren, die sich unabhängig vom alten Daimler entwickeln kann?
Es wäre eine Chance. Aber wer seine Chancen nicht sieht oder, noch schlimmer, nicht ergreift, hat schon (zu) viel Zeit verloren.
Nur mal so gedacht.

Lieber Alex Voigt
Herzlichen Dank auch für diesen Artikel. Er zeigt sehr schön das Dilemma auf, in das sich vielleicht nicht nur die deutsche Automobil Industrie hinein geritten hat. Neulich in einer Tageszeitung: zwei Meldungen unmittelbar nebeneinander zeigen die aktuelle Dramatik: Tesla sucht für sein Werk in Grünheide 10’000 Mitarbeiter, Daimler will 30’000 Mitarbeiter entlassen.
Mein Fazit ist: Sie wollen vielleicht schon konkurrieren – aber sie können es nicht mehr. Wie sollte der Top-Hersteller von Fernsehern mit Braun’scher Röhre gegen den Flachbildschirm konkurieren? Wie der Schiffsbauer, der noch alles von Hand zeichnet, gegen Autocad? Wie der Hersteller der tollsten Tastentelefone gegen das Smartphone? Wie der Hersteller von Telephonzentralen gegenüber Voice over IP? Wie ein Produzent von hochauflösenden Filmen gegenüber der Digital-Photographie?
Das sind ja alles keine erfundenen Beispiele, sondern sie zeigen wie schnell Grundig und Löwe, Howaldtswerft, Nokia, Alcatel und Ascom, Fuji und Kodak den Weg vom internationalen Giganten zum KMU antreten können. Einige sind auch ganz verschwunden und konnte gar nicht so schnell Sozialpläne verabschieden, wie das Geschäft zusammen brach. Ich glaube, keiner der aktuellen Manager kann sich vorstellen, wie schnell so etwas gehen kann. Vielleicht sollten nicht nur Banken und Versicherungen einen Stresstest gewohnheitsmässig machen?
Einstweilen bleibt wohl nur die Chuzpe, die eigene Stellung mit Markt schön zureden und alte Medaillen zu polieren. In der Hoffnung, die Käufer liessen sich blenden.
Aber zum Schluss werden alle sehen, das hier ein Wettbewerb um eine völlig neue olympische Disziplin stattfindet: „Nase so hoch tragen, dass es bequem rein regnen kann.“

Lieber Alex, danke für die Beschreibung der Realität.
Seit Jahren kämpfe ich am Stammtisch und mit Leserbriefen um Zukunft der Autoindustrie, leider vergebens. Unser Wohlstand ist gefährdet und viele wollen es nicht glauben.
Ob die Griechen, die Römer oder Nokia, das Ergebnis kann jeder nachlesen. Ich wünsche mir nur das es nicht so schlimm kommt wie ich befüchte.

Es wird noch viel schlimmer werden, und nicht nur die Autoindustrie betreffen.

Vielen Dank für den tollen Beitrag.
Ich sage es seit Jahren schon das andere Hersteller über bessere und evtl auch ausgereiftere Technik verfügen, diese wird aber konsequent „tot-reglementiert“ damit der Vorsprung nicht zu offensichtlich ist und /oder man Zeit bekommt aufzuholen.

Bei Tesla hab ich es geahnt aber nie beweisen können mit offiziellen Information, Inoffiziell schon -.-

Es ist wünschenswert dass alle beteiligten schnell auf ein gemeinsames Niveau kommen.

Und zum Thema tatsächlicher Vorsprung:
an alles die es noch nicht verstanden haben wie weit Tesla dem VW Konzern voraus ist:

Tesla verbaut seit Beginn seiner Produktion Model S/X/3 Komponenten die wesentlich mehr können als sie müssen oder dürfen.
Bsp: Update von 125 KW Ladeleistung auf 250 KW Ladeleistung

Alle anderen Hersteller behaupten das geht nicht ohne weiteres wegen Wärmeentwicklung usw….

Wenn es jetzt noch keiner kapiert hat dass man von den hiesigen Herstellern nur belogen und betrogen wird und das nur aus Profitgier!

es bleibt spannend

Zur Info: Deutschland hat als erstes Land weltweit bereits 2016 autonomes Fahren gesetzlich geregelt. Und das auf Bestreben der deutschen Automobilindustrie, da diese möglichst schnell autonomes Fahren vermarkten wollte. Von einer Blockierhaltung kann ich hier nichts erkennen.

Für die höhere Ladeleistung bei Tesla war kein vorgesehene Hardware nötig. Der Schnellladeanschluss ist direkt an die Batterie angeschlossen. Die Schwierigkeit ist, dass die Wärme der Batterie beim Laden vom Thermomanagement abgeleitet werden muss und dass sich trotzdem die Batterietemperatur während dem Laden erhöht. Aus diesem Grund hat sich schlicht bisher kein Hersteller getraut hat, eine Ladeleistung von 250 kW zuzulassen, da dies bekanntlich die Batterie vorzeitig altern lässt.
Tesla hat wohl eine Auswertung gemacht und danach entschlossen, dass sie 250 kW in Zukunft riskieren werden und dann die 250 kW freigegeben.
Also alles kein Hexenwerk und das kann jeder andere Hersteller auch machen, wenn er eine zentralisierte Softwarearchitektur einsetzt (z.B. VW ID.3).
Und das Argument, dass Tesla hochmoderne Batterien verbaut, die der Konkurrenz meilenweit voraus sind, gilt hier nicht, da Tesla bekanntlich Batterien verwendet, die auch in jedem Laptop verbaut sind…
Tesla kann man hier nur bescheinigen, dass sie die größte Datenbasis besitzen und aus diesem Grund die Risiken solch eines Software-Updates am besten einschätzen können.

Also kommt mal wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Heute ist Apple komischerweise auch nicht der Marktführer im Smartphone-Business, obwohl sie das erste wirkliche Smartphone auf den Markt gebracht haben. Auch viele traditionellen Hersteller werden ihren Platz im Markt in Zukunft haben, nur die Machtverhältnisse werden sich sicherlich verändern.

„… Tesla [Funktionsupdates allein über Software … sind] kein Hexenwerk und das kann jeder andere Hersteller auch machen, wenn er eine zentralisierte Softwarearchitektur einsetzt (z.B. VW ID.3).“
*WENN!*
Das sich geraume Zeit schon hinziehende Software-Drama beim ID.3 läßt mich eher darauf schliessen, dass dort immer noch zusamengefrickelte Berge an Zulieferer-Komponenten-Software verwendet werden muss, die mehr schlecht als recht unter die Knute eines VW-„Zentralkommandierenden“ gestellt werden soll — funktioniert augenscheinlich aber IMMER noch NICHT wirklich!

Es begann Alles 1996 vor ca. 1/4 Jahrhundert in Californien mit dem EV1 (Reichweite ca. 225km), mit dem Zeil, dass bis 2003 zehn Prozent der neu zugelassenen Autos emissionsfrei sein sollten.

Eine Gefahr für die etablierten Herstellern in USA. Es folgte die Rückrufaktion per Law Enforcement und Verschrottung in der Wüste.

Ein gewisser Elon Musk, damals noch bei PayPal, sagte sich, „das dürfen wir so nicht akzeptieren“. Alle sagten, EV’s sehen fürchterlich aus, haben keine Reichweite und sind langsame Kisten.
Elon Musk sagte das muss ich ändern und gründete zusammen mit anderen Querköpfen TESLA Motors.
Buchstäblich mit dem letzten gesparten Dollar produzierte das Start-Up bis 2012 2500 Tesla Roadster (Reichweite ca. 380km, mit einem Lotus Elise Chassis,
einer Top geschwindigkeit von 210km/h und einer Beschleunigung von 3.7s von 0..60 Milen) und startete damit die „Electric Car Revolution“ mit dem Ziel „Kill-Off the Combusion Engine“.

Wow, Gefahr für GM und Bob Lutz, zu meinem Leidwesen noch ein Schweizer. Tesla darf nicht überleben und deshalb baute man den Chevy Volt.
Ein Fehltritt, Tesla existierte weiter und brachte 2012 das Tesla Model S.
Und wiederum sagten Alle Tesla wird in 2 Jahren Tot sein.
Tesla investierte mit dem Mut der Verzweiflung und es folgten die Model X/3/Y bis 2020.

Was ist innerhalb von ca. 13 Jahren passiert. Elon, ein Querdenker mit dem unbändigen Wille genau das anzupacken was alle Anderen sagt, „das geht nicht“,
stemmte sich against all the odds gegen den Status Quo und entwickelte eine Vision, für die Menschheit wie die zukünftige Mobilität auf breiter Ebene aussehen könnte.

Diese Vision steht bis heute und verursacht bei so vielen Leuten Neid und Missgunst, dass sie Alles aber auch wirklich Alles tun würden, um das Ganze zu stoppen.

Japaner, Franzosen, Italiener, Deutsche, Briten, Schweden und Amerikaner, hätten mindestens 10 Jahre Zeit gehabt, unmengen Kapital und gute Ingenieure um genau auf diesen Trend aufzuspringen,
Chinesen, Koreaner Asiaten hätten vielleicht nicht den Hauch einer Chance gehabt das aufzuholen.
Aber nein, man hat sich immer eingeredet, das wird am Ende eh nichts mit Elon Musk. Tesla gibt es zu ihrem Aller Leidwesen immer noch und man fragt sich, was könnten wir noch tun
um diesen Kerl endlich zu stoppen. Alle Register werden gezogen.

Genau da stehen wir heute.

Die Cornelius Vanderbilts, Henry Fords, John Rockefellers, Andrew Carnegies und J.P.Morgans sind heute die Elon Musks
und all die anderen Start-Ups in China, Korea etc. die sich gesagt haben, da liegt die Zukunft und diese bauen wir ohne wenn und aber konsequent in diesem Jahrzehnt auf.
Für sie sind die Würfel gefallen.

Unermüdlich bauen sie an der Zukunft.

Und immer noch gibt es Neider, die mit dem letzten Aufgebot versuchen und unter dem Deckmantel der „Technologieoffenheit“ das Ruder herumzureissen. Immer noch baut man Hybride aller Art,
Hauptsache möglichst komplex und mit alt bewährter Kolbentechnologie. Die Einsicht ist immer noch nicht da „Farbe zu beckennen“. Und in Deutschland nimmt die Autoindustrie eine Schlüsselrolle ein.

Mutlosigkeit, Zaghaftigkeit, Missgunst und Überheblichkeit beherrschen nach wie vor die Scene. Diese Attribute sollten die verantworklichen Leute schnellstmöglichst aufgeben und/oder
Start-Up Unternehmern Platz machen.

Dazu kommt, dass die Spiesse seit mehr als 10 Jahren ungleich sind. Während Tesla und die anderen Start-Ups dauernd fast unter Wasser sind, können die etablierten Hersteller weltweit
stets aus dem Vollen schöpfen, ( Geld für tonnenweise Werbung, Filme aller Art usw. usf. ) also wesentlich bessere Startbedingungen haben.

Das Klima wird der Gewinner sein.

Elon Musk sagt: „Wenn ein Trend erkennbar ist, dann ist es schon zu spät.“ und Mikhail Gorbachev meint: „Und wer zu spät kommt den bestraft das Leben.“

Die Story stimmt aber nicht ganz. Tesla wurde 2003 von Eberhard und Tarpenning gegründet. Elon Murks ist erst 2004 als Kapitalgeber eingestiegen. Die bittere Wahrheit ist (was ihr Elon-Fanboys nicht hören wollt) dass er die eigentlichen Gründer nach und nach aus der Firma gedrängt hat und am Ende behauptet hat dass das alles seine Idee war. Dass er sich Gründer nennen darf musste er sich gerichtlich erstreiten. Es wäre alles kein Thema wenn er nicht ständig die Leistungen Anderer Leute als seine eigenen ausgeben würde.

Womit wir eben ganz genau beim Punkt wären. Genau so einen Kommentar habe ich erwartet. Es darf keinen Emporkömmling neben Mercedes, BMW und Co. geben. Es soll Alles beim Alten bleiben. Der Status Quo muss die nächsten 200 Jahre erhalten bleiben.

Ihr (Elon-Hasser) könnt es eben immer noch nicht wegstecken, dass Euer Martin Eberhard nicht mehr bei diesem mitlerweilen erfolgreichen Unternehmen ist. Wir würden hier nicht sitzen, wenn er der starke Mann bei Tesla wäre und wenn Tesla sogar noch eine Deutsche Firma wäre. Dann würden wir nicht einmal über zu grossen Batterien über deren Recycling usw. reden und alternative Antriebe wären auch kein Thema.

Meine Ansicht: Elon Musk ist eine weltliche und keine unfehlbare Person und ich mag auch Vieles nicht an ihm. Grosse Shows und Ankündigungen sind auch nicht mein Ding. Seine Visionen aber und sein unermüdlicher Wille den Status Quo nicht so zu belassen wie die etablierten Hersteller es sich gewohnt sind ist Anlass genug zugunsten des Klimas etwas zu tun. Das Aufrütteln in eine andere Zukunft.

Übrigens ich habe sehr viele Deutsche Kollegen, die das nicht anders als ich sehe und ich kenne keinen ausserhalb Deutschland der das anders sieht. Woran liegt das wohl ? Es ist eine Herkulesaufgabe den Wechsel von ICE zu Elektroautos ( BEV und FCEV ) zu meistern. Die Widerstände könnten nicht grösser sein.

Ein Fan zu sein ist nichts böses und jeder Tesla / Elon Fan muss und darf sich auf keinen Fall daran schämen, im Gegenteil.
Sind alle 1 FC Köln, FC Bayern oder Schalke Fans einfach doof. Nein natürlich nicht.

Aber sehen Sie, ich bin im Tesla Club und wir haben 2-3 Mal pro Jahr einen Event bei dem wir regelmässig auch andere und auch Elektroautos (z.B. i3, e-tron) von Deutschen Firmen ein. Selbst unsere Mitglieder fahren auch private nicht nur Tesla.

Wir veranstalten sogar Events zusammen mit Wasserstoff betriebenen Fahrzeugen ( meist halt nur Mirai’s ).

Ich nehme regelmässig an Trophies teil, bei denen eine möglichst grosse Vielfalt von Fahrzeugen, Typen erwünscht sind und erhalte dabei eben Gelegenheit auch in anderen E-Autos zu fahren.

Nur jedes Mal, wenn entweder Mercedes oder BMW auftreten, dann kommen sie immer ganz protzig mit viel Geld, Pomp und mega viel Personal angetanzt und beanspruchen stets für sich die besten und auch die grössten Plätze mit Zelten und Shows. Und Alle sind von den Firmen bezahlt. Der Tesla Club organisiert seine Probefahrfahzeuge unter den Mitgliedern selber und das auf freiwilliger unbezahlter Basis.

Das sind Alles Tatsachen, die Sie eben gar nicht kennen. Nein, es ist Grundfalsch, wenn sich die Tesla/Elon Fanboys/Fangirls verstecken sollen. Eine Vision weitertragen ist nichts falsches und führt zu Veränderungen und das ist gut so.

Ehrlich gesagt verstehe ich diese Antwort nicht. Elon Musk hat Tesla eben nicht gegründet. Er hat es groß gemacht und die anderen rausgedrängt. Nicht mehr und nicht weniger steht da. Dies so zu benennen, impliziert doch nicht, dass man ein Elon-Hasser sei. Martin Eberhard spielt bei dieser Erkenntnis ja auch keine Rolle, den meisten Leuten ist er nicht bekannt und damit auch völlig egal. Ich musste eben auch nachlesen, wer das überhaupt sein soll. Da steht nicht das Geringste von wegen Status Quo erhalten.

Solche Reaktionen sind aber auch Ausdruck davon, was an „Fanboys“ generell kritisiert wird. Sie fühlen sich sehr schnell angegriffen. Es kann ja schön sein, mit einer rosaroten Brille durch die Welt zu laufen. Man darf sich dann aber auch nicht daran stören, wenn andere es so benennen. Spätestens dann, wenn jemand ständig von der Überlegenheit Teslas spricht und andere Hersteller schlecht macht, darf man von diesen „Akolythen“ durchaus genervt sein. Genauso, wie man auch einen Schalke-Fan, der alle anderen Mannschaften schlecht macht, darauf hinweisen kann, mal den Ball flach zu halten. Oder den Thermomix-Fan, der behauptet, nur damit ließe sich richtig gut kochen.

Ja, es ist eine Herkulesaufgabe, den Übergang vom Verbrenner zum elektrischen Fahrzeug zu verwirklichen. Und genau deshalb sollte man nicht Außenstehende durch fast schon sektenhaftes Verhalten (welches -einige- tatsächlich an den Tag legen) vergraulen. Das ist zumindest mein Bild aus verschiedenen Foren –> alles schlecht, außer Tesla. Das Ziel muss es umgekehrt doch sein, so viele Elektroautos wie möglich auf die Straße zu bekommen. Und Tesla allein kann und wird das nicht schaffen. Sie haben aber einen Anstoß gegeben und das kann man Tesla und Elon hoch anrechnen.

Lesen Sie meinen Kommentar ganz genau, dann werden Sie feststellen dass ich genau das und nichts Anderes jeden Tag propagiere „Das Ziel muss es umgekehrt doch sein, so viele Elektroautos wie möglich auf die Straße zu bekommen. Und Tesla allein kann und wird das nicht schaffen.“ Deshalb setze ich mich wirklich aktiv ein, dass möglichst viele Firmen an diesem Ziel arbeiten. Aber eben mich verunglimpfen, bevor Sie mich wirklich kennen, ist sehr einfach. Man muss den Querdenker immer an einer Wand drücken. Ich bin genau aus diesem Grund, den Sie oben benannt haben 2016 in 80 Tagen mit dem Elektroauto um die Welt gefahren. Nicht wegen Elon Musk und auch nicht wegen irgend jemand Anders. Sondern einzig Alleine, um Elektroautos als Ganzes zu promoten, den Leuten weltweit nahe zu bringen, sie zu inspirieren.
Ich war und werde nie für Tesla arbeiten und ich habe auch keine Aktien und Tesla hat mich nicht mit nur 1 Dollar während meiner Reise unterstüt. Nur eine Handynummer zu meinem Service Manager in der Schweiz hatte ich, die ich 24/7 benutzen darf, falls das notwendig ist. Alles habe UNABHÄNGIG finanziert. Nur um zu dokumentieren, dass ich aber gar keine Verbindung zu Tesla habe.

Übrigens Martin Eberhard ist schon recht bekannt. Natürlich müsste ich fairehalber auch Sergey Brin, Larry Page und Andere benennen.

Sie liegen völlig daneben, wenn Sie denken, dass ich Alles Andere schlecht mache. Lesen Sie meinen Kommentar GANZ GENAU falls Sie das wirklich wollen.
Wer die Dinge auf den Punkt pringt ist immer Ziel von Angriffen. Und nochmals ich habe in diesem Forum schon sehr oft VW gelobt, dass sie endlich die Zeichen der Zeit erkannt haben und dass ich den Hyundai Kona electric als aktuell eines der Besten Elektroautos halt, weil ich selber schon in einem Eco Rennen mit meinem Model 3 angetreten bin. Ich würde auch sofort eine Renault ZOE kaufen und ich bin sehr Stoltz an meinem 2001 Z3. Vielleicht dies zu Ihrer Information. Tesla hat im übrigen fast Alle ihrer Patente frei gegeben, genau aus dem Grund, dass sich die anderen Firmen mit der Vision „Kill-Off the combustion engine anschliessen“. Es ist nicht die Schuld von Tesla, dass sie das 10 Jahre lang nicht gemacht haben. Was machen BMW & Co. heute. Alle Patente werden protektionistisch gewahrt.

Ich bin nicht einer der sektenhaften verkrüppelten doofen Tesla-Fanboys. In diese Ecke lass ich mich nicht stellen und möchte das mein Zuspruch zu einer Vision nicht dauern verteidigen müssen.

Aber sehen Sie, ich denke, aus all den Kommentaren und auch aus dem Artikel selbst geht hervor, dass genau das Fehlen einer Vision in Deutschland das Problem ist und genau deshalb kommen Andere wie die Chinesen, Koreaner so einfach zum Zug. Man schlägt sicher lieber noch jahrzehntelang die Köpfe ein, ob Wasserstoff oder Batterie oder Verbernner oder vielleicht Verbrenner & Batterie & Wasserstoff oder vielleicht doch Sysnthetische Kraftstoffe oder vielleicht sogar Erdgas oder ganz einfach eine Kombination von Allem die Schlussendliche Lösung ist, die dann auch noch 1000 Jahre anhalten soll.

Ich wünschte mir dass BMW & Co. sich endlich konsequent auf den nachhaltigen Weg ( BEV und FCEV ) begeben würden und so ebenfalls zusammen mit den Asiaten, Tesla und Nikola erfolgreich in die Zukunft sehen.
Andere packen an und verfolgen den Weg konsequent. Das ist deren Stärke.

Nehmen Sie sich bitte Ihre eigenen Worte zu Herzen und lesen Sie ganz genau, was andere schreiben. Alexander hat im Posting zuvor geschrieben, dass die Story um Tesla so nicht ganz korrekt ist und Elon Musk die Firma nicht gegründet hat. Dies haben Sie zum Anlass genommen, ganz weit auszuholen und Tesla als Opfer darzustellen:

„Genau so einen Kommentar habe ich erwartet. Es darf keinen Emporkömmling neben Mercedes, BMW und Co. geben. Es soll Alles beim Alten bleiben. Der Status Quo muss die nächsten 200 Jahre erhalten bleiben…Ihr (Elon-Hasser) könnt es eben immer noch nicht wegstecken, dass Euer Martin Eberhard nicht mehr bei diesem mitlerweilen erfolgreichen Unternehmen ist.“

Davon steht dort doch überhaupt nichts. Für mich ist diese Reaktion aber geprägt durch eine gewisse Dünnhäutigkeit bei diesem Thema. Sinngemäß: Wer Tesla kritisiert, ist sicherlich ein Tesla-/Elon-Hasser. Das ist überhaupt nicht der Fall. Genauso wenig werden Sie hier verunglimpft oder als Querdenker an die Wand gedrückt, nur weil ich sage, dass mich zu fanatische Fans jeglicher Couleur nerven (und die gibt es). Daher schrieb ich auch:

„Spätestens dann, wenn jemand ständig von der Überlegenheit Teslas spricht und andere Hersteller schlecht macht, darf man von diesen “Akolythen” durchaus genervt sein.“

Ich kenne Sie nicht, sondern kann nur das bewerten, was Sie schreiben. Sie müssen diese Anmerkung daher nicht auf sich selbst beziehen, zumal Sie hier ja nun deutlich gemacht haben, wie Sie zu weiteren Herstellern stehen.

Ganz nebenbei: Tesla verliert mittlerweile seinen Welpenschutz und muss sich auch an den eigenen Aussagen messen lassen. Daher DARF und SOLL kritisiert werden, wie bei jeder anderen Firma auch. Man ist kein Tesla-Hasser, nur weil man das tut. Und zu den Patenten. Es mag ja alles sein, dennoch leben wir in einer Marktwirtschaft. Patente sind das Kapital einer Firma. Wenn ein VW all seine Patente abgibt, dann bleibt da nicht mehr viel, was den Mitarbeitern langfristig sicherheit bietet. Im Übrigen bin auch gespannt, ob Tesla im Erfolgsfall seine Software für autonomes Fahren einfach herausgibt.

Ich folge folgendem Motte : „Leben und leben lassen“. Im Sinne für das Klima, heisst das, dass ALLE Autofirmen gefordert sind und an einem Strang ziehen sollten, egal wer. Aus einer ganz bestimmten Ecke kommen aber immer wieder die folgenden Aussagen wie: „Tesla Fanboys“, „Chef-Guru“ und der Wunsch „Tesla soll grandios scheitern“ uä., und das seit Monaten in diesem Forum. Das zu postulieren ist legitim. Bringt das Ganze aber genau auf denk Punkt wie man denkt und wo man hin will. Das hat nichts mit nur einfach Kritik zu tun, das ist Strategy, die immer und immer wieder den Lesern eingehämmert werden soll.

Auch ich übe Kritik an Tesla ( fehlendes 22kW AC Ladegerät welches der e-tron hat, fehlendes Headup-Display welches u.a. BMW hat, die Einführung eines Kleinwagens wie z.B. der E-Mini von BMW, flexiblere Batteriegrösse )

Nochmals, ich habe in diesem Forum mehrmals VW für deren Paradigmenwechsel gegen schärfste VW Kritiker verteidigt.

Bezüglich Gründung haben Sie recht, von mir unglücklich formuliert.

Ich will mich nicht streiten, im Gegenteil, ich finde es gut, wenn Sie so offen an die Sache herangehen. Unterm Strich müssen alle zusammen anpacken. Da hilft es nicht, wenn man anderen Herstellern den Untergang wünscht (das sehe ich gegenüber den Deutschen z.B. recht häufig aber umgekehrt auch gegenüber Tesla).

Wenn das Ziel ist, CO2 zu reduzieren, dann gibt es ohnehin genug Raum für alle. Und auch für verschiedene Technologien.

@Max ( Kommentar vom 28. Juli 2020 um 11:49 Uhr )
Absolut richtig, sehe ich genau so .
Keiner in diesem Markt darf scheitern, dazu ist mir das Klima für unsere Kinder zu wichtig !

Wirklich interessanter Kommentar. Aber er wäre viel leichter verständlich – und hätte viel mehr Wirkung, wenn der Autor sich um korrekte Zeichensetzung bemühen würde. Schade um den lesenswerten Beitrag!

Es ging nicht wirklich um den Begriff „Autopilot“ sondern darum dass Tesla 2019 damit geworben hat dass sie Ende 2019 in Deutschland vollständig autonom fahren können. Das es nicht so gekommen ist, ist nicht die Schuld der bösen bösen Deutschen, sondern einfach der Fakt dass Tesla hier gelogen hat und das ganze als Betrug durch geht. Aber vergöttert bitte schön diesen Betrüger und Scharlatan Elon Murks.

auch ein Gallieo wurde verteufelt als er behauptete die Erde sei rund…
nun ja, es gibt wohl noch welche die glauben die Erde sei eine Scheibe.

Und letztendlich ging es nur um den Autopilot, jedoch hätte sich VW lächerlich gemacht wenn sie daraufhin einen Rechtstreit angefangen hätten.
Somit haben sie es unter dem Deckmantel der „Unrechtsmäßigen Werbung gemacht“ und der Begrifflichkeit Autopilot gemacht.

Man kann sich unendliche Videos ansehen dass es wirklich funktioniert. Und wer es nicht glaubt fliegt nach Amerika , setzt sich in einen Tesla und probiert es aus.

Recht haben und Recht bekommen sind halt immer 2 verschiedene Paar Schueh.
Tesla hat Recht wenn sie Behaupten dass der Autopilot funktioniert.
Tesla bekommt aber kein Recht wenn sie behaupten es würde in Deutschland nicht funktioniert, da viele Funktionen im System einfach deaktiviert oder beschränkte Funktion haben. Das war der Deal Teslas damit er in Europa( speziell Deutschland) eine Zulassung bekommt.

Das widerstrebt dem EM ganz gewaltig, das war der Deal des Deutschlandchefs, oder was meint ihr warum der entlassen wurde 😉
Der sollte sich darum kümmern und hat nen Faulen Deal gemacht, Zulassung für EU ja, aber nur mit eingeschränkter Technik.
Weil diese Technik eben noch nicht in deutschem / europäischem Recht verankert ist.

Schade drum, aber irgendwann werden die etabl. Hersteller das Recht / Gesetz formen und der Autopilot ist Zugelassen und dann hat es die Model S/3/Y bereits verbaut…
müssen die Tesla-Fahrer noch an bissl warten.

es bleibt spannend

Also ich weiß nicht. Fan einer Marke zu sein ist ja gut und schön, aber der Kommentar ist viel zu einseitig. Der heilige Elon gegen die große Verschwörung aus deutscher Industrie, deutscher Politik und deutscher Justiz, die natürlich alle an einem Strang ziehen mit dem gemeinsamen Ziel, Deutschland technologisch ins Nirvana zu befördern. Es werden gewaltige Investments vor allen Dingen seitens VW in Richtung autonomes Fahren vorgenommen, das kann man doch nicht einfach verschweigen, wenn man zum grossen Rundumschlag „die deutsche Automobilindustrie interessiert sich nicht für autonomes Fahren, nur Tesla kann das“ ausholt.

Das ist einer der besten Artikel, den
ich über die Arroganz der Deutschen Automobilindustrie gelesen habe.
Ich fahre seit 30 Jahren Mercedes. Seit 11 Jahren hatte ich immer eine automatische Distanz Kontrolle wenn ich mit dem Tempomat fuhr.
Nun habe ich vor 2 Jahren wegen dem Dieselskandal auf einen Benziner gewechselt. Modell E 400. Obwohl dieses Fahrzeug über
Fr. 100 000.- gekostet hat, hat es keine Distanz Kontrolle mehr drin. Die Antwort vom Verantwortliche in der Mercedes Garage war, das hätten sie extra bestellen müssen, gegen Aufpreis. Jedes Japaner Auto ab Fr. 35 000 bis Fr. 40 000. hat das Serienmässig drin.
Ich habe mir nun einen Tesla bestellt.

Kann Sie nur zu diesem Schritt beglückwünschen. 🙂

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