Kia zeigt erste Bilder des kompakten Elektro-SUV EV3

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Michael Neißendorfer
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  —  Lesedauer 2 min

Die südkoreanische Automarke Kia hat erste Detailbilder ihres kompakten Elektro-SUVs EV3 veröffentlicht, der einer breiten Mehrheit der Kunden den Zugang zur Elektromobilität erleichtern soll. Die Weltpremiere des neuen Elektroautos findet in gut zwei Wochen am 23. Mai. Die Markteinführung folgt im Laufe dieses Jahres, so Kia in einer aktuellen Mitteilung. Der laut der Hyundai-Marke „umfassend ausgestattete und dank innovativer Technologien äußerst leistungsfähige“ neue Stromer soll das E-Auto-Angebot von Kia nach unten um ein Modell der Kompaktklasse erweitern.

Die Bilder zeigen Aspekte des durchaus mutigen, geometrischen und robusten Außendesigns des EV3. Besonders ins Auge fallen die vielen Kanten, etwa der hinteren Kotflügel und der Heckklappe sowie der „Star Map“ genannten Lichtsignatur, die an die Darstellung von Sternbildern angelehnt ist und dem Kompakt-SUV eine markante und ebenso futuristische Ausstrahlung verleihen soll.

Das Design des EV3 folgt den gleichen Prinzipien, die auch bei der Gestaltung des siebensitzigen SUV-Flaggschiffs EV9 zum Tragen kamen. Die Kia-Designphilosophie „Opposites United“ (Vereinte Gegensätze) bildet auch beim EV3 die Grundlage für Kontinuität innerhalb der Modellpalette der Marke. Im Vergleich zur Konzeptstudie, die im Herbst des vergangenen Jahres vorgestellt wurde, scheint sich so viel nicht verändert zu haben. Die Überhänge vorne und hinten etwa sind weiterhin kurz gehalten, was für einen langen Radstand und entsprechend viel Platz im Innenraum spricht.

Nach der Einführung des Mittelklasse-Crossovers EV6 (u.a. Europas „Car of the Year 2022“) und des großen SUV EV9 („World Car of the Year 2024“, „World Electric Vehicle 2024“) verfolgt Kia mit dem EV3 das Ziel, die weltweite Verbreitung der Elektromobilität voranzutreiben. Im Gegensatz zu EV6 und EV9, die auf einer 800-Volt-Architektur vorfahren, steht die Spannung im EV3 bei 400 Volt. Die branchenführenden Ladezeiten der beiden größeren E-Modelle wird der EV3 somit nicht erreichen.

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Kia

Daten zum Antrieb hat Kia noch nicht verraten. Denkbar ist ein ähnliches Layout wie beim Kia Niro EV, der eine Leistung von 150 kW auf die Vorderachse bringt und mit seiner 65 kWh fassenden Batterie auf eine Reichweite von 460 km kommt. Beim Kaufpreis wird zwischen 30.000 und 35.000 Euro spekuliert. Spätestens am 23. Mai sollte sich dieses Geheimnis aber auch gelüftet haben.

Quelle: Kia – Pressemitteilung vom 07.05.2024

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Andreas V.:

Die Modellpalette lautet EV1 … EV9

Gerd:

Alles eine Frage der persönlichen Prioritäten. Und danach stark von der Antriebsquelle abhängig (ICE oder BEV) und der Qualität der Regelsysteme.
Ich möchte das Drehmoment eines BEV auch nutzen können. Wenn die Schlupfregelung bei den aktuellen FWD-Kias wenigstens halbwegs OK wäre, ginge das in gewissem Umfang auch mit FWD. Ist sie aber nicht. Die kleinste Steigung bei Glätte und ein eNiro oder eSoul kommen nicht mehr vom Fleck. Flottes Anfahren in einer Kurve (einfädeln in fließenden Verkehr) bei nasser Fahrbahn ist auch schon grenzwertig. Kia hat daher ja auch das Anfahr-Drehmoment nachträglich reduziert, der Motor ist/war, in Verbindung mit Frontantrieb, zu stark für Fahrwerk und Regelsysteme.
Es gibt FWD-BEV, die das viel besser können. Aber ich kenne kein FWD-BEV, welches auch nur an die Traktion eines „uralten“ I3 heranreicht. Selbst mit den Trennscheiben auf der Hinterachse.
Frontantrieb beim BEV ist fahrdynamisch/fahrtechnisch einfach der schlechteste Kompromiss.

R. D.:

Frage mich ständig wieso der Heckantrieb so viele begeistert. Ausser der Traktion beim beschleunigen hat der Heckantrieb im Alltag auch gravierende Nachteile. Die Rekuperation auf der Hinterachse ist heikel, zumal nie mehr als 20% der Bremsleistung hinten erfolgt. Auch auf glatter Fahrbahn ist der Heckantrieb weniger sicher. Ein Fahrtest einer Testzeitschrift (AMS) zwischen dem ID.3 und Golf hat gezeigt, der Golf konnte in einer Notsituation (ausbrechen des Hecks) leicht wieder auf Kurs gebracht werden, beim ID.3 scheiterten sogar erfahrene Tester, das Auto konnte nicht mehr unter Kontrolle gebracht werden.

Spiritogre:

Schon, aber dann muss der Atto 3 um 15k gesenkt werden…

Gerd:

Total interessantes Fahrzeug, aber wenn dieser „…äußerst leistungsfähige Stromer…“ tatsächlich und trotz eGMP mit Frontantrieb kommt, wäre das für mich äußerst unverständlich und ein Ausschlusskriterium. Dann gäbe es zum Niro oder eSoul wirklich keine wesentliche Differenzierung.

Jakob Sperling:

Der Niro ist aktuell mind. 10’000 zu teuer. Der wird sowieso neu positioniert werden müssen.

Melvin:

Ich bin gespannt, inwiefern sich der EV3 vom Niro EV unterscheiden wird.
Sollte der EV3 sich preislich wie erwartet um 30-35k einsortieren und ähnliche Antriebsdaten wie der Niro EV erhalten, kann die Differenzierung ja nur noch über den Platz bzw. die Fahrzeuggröße gehen, z. B. wenn der EV3 sich eher eine Klasse unter dem Niro EV einsortiert.
Ich frage mich, welchen Platz der Niro EV in der Modellpalette sonst noch haben würde, sollte der EV3 etwa gleich groß und praktisch wie der Niro EV sein.
Da der EV3 das deutlich modernere Fahrzeug mit hoffentlich deutlich verbesserter Ladeleistung sein wird, wird es der Niro EV mit seinen hohen Preisen sehr schwer haben.

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