Iseki will mit 3,5t E-Transporter die StreetScooter-Lücke füllen

Copyright Abbildung(en): Iseki

StreetScooter stellt noch 2020 die Fertigung und Suche nach einem Käufer ein – so die Meldung Ende Februar diesen Jahres. Finde Geschäftsleute könnten nun auf die Idee kommen diese Lücke zu füllen. So auch die Iseki-Maschinen GmbH, welche einen neuen vollelektrisch angetriebenen Transporter in der EU-Fahrzeugklasse N1 bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht auf die Straße bringen wollen. Der Generalimporteur des französischen Elektro-Nutzfahrzeugherstellers Goupil stößt damit in die sich öffnende Marktlücke.

Geführt unter der Bezeichnung Goupil G6 wird der E-Transporter, je nach Aufbau, eine Brutto-Nutzlast von bis zu 1,2 Tonnen und eine Mindestreichweite gemäß Testverfahren WLTP von 110 km mit sich bringen. Mit einer elektrischen Leistung von 28,8 kW und einer Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h ist er für Transportaufgaben im Nahverkehr gut motorisiert. Die kompakten Abmessungen von 1,70 m Breite und 4,80 m Länge machen den G6 selbst in engen Straßenzügen zum außerordentlich wendigen Fahrzeug für kommunale Aufgaben, Handwerker und urbane Logistik. Auch als Verkaufs- und Streetfood-Wagen soll sich der rein elektrisch fahrende Transporter künftig bewähren.

Iseki

Goupil hat den Elektro-Transporter so konstruiert, dass er durch die Zusammenarbeit mit spezialisierten Aufbauten-Herstellern, ganz nach Kundenwünschen aufgebaut werden kann – maßgeschneiderte Lösungen seien ebenfalls möglich.  Zunächst werden zwei Modelle mit Kofferaufbau für 900 kg Nutzlast und als Abrollkipper mit 800 kg Nutzlast lieferbar sein. Später sollen Versionen mit Ladekran, Kühlkoffer, Müllkipper inklusive Hebefunktion für Abfallbehälter sowie Ausstattungen zum Behinderten- oder mehrsitzigen Personentransport dazukommen.

Der sogenannte Goupil G6 mit Kofferaufbau kommt mit großen, um 270 Grad öffnende Flügeltüren im Heckbereich sowie einer praktischen Schiebetür an der rechten Seite daher. Aufgrund der nur 40 cm hohen Ladekante ist sogar Stehhöhe gegeben. Die niedrige Ladekante wird durch den Frontantrieb und die damit entbehrliche Antriebswelle sowie die Positionierung des Lithium-Ionen-Akkus mit 28,8 kWh Kapazität unter dem Fahrerhaus ermöglicht. Mit Hilfe des 6,6-kW-Bordladegeräts kann der Akku innerhalb von fünf Stunden an jeder Steckdose aufgeladen werden. In der Fahrerkabine können drei Personen Platz finden und müssen dort auf keine Annehmlichkeiten verzichten: Multifunktionslenkrad, Klimaanlage, elektrischen Fensterhebern und klappbaren Außenspiegeln, einem digitalen Armaturenbrett mit 10 Zoll großem Display zur Anzeige sämtlicher Funktionen und Informationen, einem Multimedia-System und LED-Leuchten sind mit am Start.

Iseki

Der Serienanlauf bei Goupil soll im Herbst dieses Jahres erfolgen, so dass die ersten Fahrzeuge noch im vierten Quartal ausgeliefert werden können. Falls die behördlichen Maßnahmen zur Eindämmung der aktuellen Corona-Krise es zulassen, plant Iseki, den neuen Goupil G6 auf der Messe GaLaBau Nürnberg vom 16. bis 19. September der Fachöffentlichkeit vorzustellen.

Quelle: Iseki – Pressemitteilung vom 14. Mai 2020

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5 Antworten

    1. Der Postverkehr und Auslieferungsfahrten innerorts bestehen doch meistens aus Stop and go und kurzen aufeinanderfolgenden Etappen. Da werden die 80 km/h (LKW-Autobahntempo) wohl kaum ausgefahren werden. Und die klar definierten täglichen Auslieferungsstrecken innerorts sind mit der Reichweite ordentlich bedient. Klar, für Spritztouren neben der Arbeitsstrecke reicht es dann nicht so dolle.
      Nehmen wir so ein Fz für kommunale Zwecke wie städtischer Bauhof und öffentliche Anlagenpflege, wieviel Radius ist täglich erforderlich? Die Reichweite geht meist über den innerkommunalen Radius hinaus.
      Also, wo ist das Problem?
      Ich war ein Fan des Streetscooter, aber seine Probleme waren ausbleibende Weiterentwicklung (man vergleiche z.B. nur mal den Innenraum Goupil vs. Streetscooter) und zu teure manufakturelle Fertigung.

  1. Soll lseki doch Street Skooter übernehmen. Dann wuerden die Arbeiter dort nicht arbeitslos und die Post wäre den Klotz am Bein entlich los.

    1. Aber nicht das Auto, nur die Produktionsstandorte, um die Fertigung zu modernisieren und dann (gerne auch mit umgeschulten Streetscooter-Personal) den moderneren Goupil zu bauen.

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