GM baut dritten US-Standort zu Elektroauto-Werk um

GM-Elektroauto-Werk-Spring-Hill

Copyright Abbildung(en): General Motors

Mit einer weiteren Milliardeninvestition unterstreicht der US-Autokonzern General Motors (GM) seinen Anspruch, sich nach und nach zu einem führenden Anbieter von Elektroautos zu entwickeln: GM werde nach den Standorten Hamtramck und Orion in Michigan nun auch ein drittes Werk zu einem E-Fahrzeug-Produktionsstandort umbauen – das Montagewerk in Spring Hill, Tennessee. Darüber hinaus bestätigt das Unternehmen Investitionen in fünf weitere Werke in Michigan, darunter die Lansing Delta Township Assembly und die Flint Assembly für die künftige Crossover- und Full-Size-Pickup-Produktion.

Der brandneue Cadillac Lyriq soll das erste in Spring Hill produzierte Elektroauto werden. Um die E-Auto-Fertigung starten zu können, investiert GM mehr als zwei Milliarden US-Dollar in den Standort, umgerechnet mehr als 1,7 Milliarden Euro. Unter anderem sollen die Lack- und Karosseriewerkstätten erheblich erweitert werden und die Produktionslinien für E-Autos aufgerüstet werden. Mit den Arbeiten werde in diesen Tagen begonnen, so GM. In dem Werk sollen allerdings sowohl weiterhin herkömmlich angetriebene Autos als auch Elektrofahrzeuge gebaut werden. Die Produktion der Cadillac XT6 und XT5 in Spring Hill soll demnach also fortgesetzt werden.

GM hat in den vergangenen zehn Jahren fast 30 Milliarden US-Dollar (etwa 25 Milliarden Euro) in seine US-Produktionsstätten investiert oder zumindest zugesagt. Im Januar etwa kündigte GM an, 2,2 Milliarden US-Dollar (1,85 Milliarden Euro) in sein Werk in Detroit-Hamtramck zu investieren, welches künftig Factory Zero genannt wird. Dort will GM ab Ende 2021 den ersten vollelektrischen GMC Hummer produzieren. Bald darauf soll mit dem Cruise Origin ein selbstfahrendes Elektro-Fahrzeug folgen.

Zudem davon haben GM und der Batteriehersteller LG Chem ein Joint Venture gegründet, genannt Ultium Cells LLC. Die beiden Partner investieren zusammen mehr als 2,3 Milliarden US-Dollar (gut zwei Milliarden Euro) in den Bau einer neuen, hochmodernen Produktionsstätte für Batteriezellen in Lordstown, Ohio. Der Bau der Anlage ist bereits in vollem Gange. Die neue Produktionsstätte für Batteriezellen soll eine entscheidende Rolle für das Engagement von GM für eine vollelektrische Zukunft spielen.

Quelle: General Motors – Pressemitteilung vom 20.10.2020

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Tja damit hat wohl Trump nicht gerechnet? Oder doch? 10 bis 15 Jahre zurück: Warum hat GM das nicht bei Opel und Saab so gemacht? Nach dem Verkauf an PSA, wird Opel in Deutschland so stark, wie vor der Ära GM….

Ich will hier nochmal an ein vielversprechendes E-Auto von GM aus den 1990er-Jahren erinnern …

„Das General Motors EV1 war ein in Serie gebautes Elektroauto von General Motors. Es wurde als Reaktion auf ein 1990 in Kalifornien erlassenes Gesetz zur Emissionssenkung geplant und von 1996 bis 1999 angeboten. Die Fahrzeuge wurden nur vermietet und … unter kontroversen Umständen … größtenteils verschrottet.

Die Version 2 des EV1 mit … Ni-MH-Akkus hatte eine Reichweite von … (225 Kilometer). Sie wurde im Jahr 1998 vorgestellt, und kam 1999 auf den Markt.

Das EV1 konnte mit einem stationären 6,6-kW-Ladegerät in drei Stunden, … geladen werden.

Insgesamt wurden 1117 EV1 gebaut, von denen ca. 800 an ausgewählte Kunden weitergegeben wurden. Darunter … Prominente wie Tom Hanks oder Mel Gibson.“
(Quelle: Wikipedia)

… also schon vor über 20 Jahren hätten GM und die USA zum Vorreiter bei E-Autos werden können, aber dies wurde verhindert durch …

„Allerdings gründeten „The Big Three“, die drei großen amerikanischen Autohersteller General Motors, Ford und Chrysler, anfangs der 1990er Jahre das US Auto Battery Consortium (USABC). In einem Interview im 2006 veröffentlichten Dokumentarfilm Warum das Elektroauto sterben musste erklärte Ovshinsky, dass diese Organisation geschaffen wurde, um die Entwicklung der Elektrofahrzeug-Technologie zu verhindern und die Öffentlichkeit gegen die CARB-Gesetzgebung zu beeinflussen.“
(Quelle: Wikipedia)

… und sollte Trump wiedergewählt werden, dann könnte es sein, dass sich GM wieder vom E-Auto abwendet.

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