Giga Berlin: Tesla kurz vor Spatenstich in Grünheide

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Der US-Elektroautohersteller Tesla treibt die Bauarbeiten für seine in der Nähe von Berlin geplante deutsche Gigafactory auch in Zeiten der Corona-Krise voran. Schon bald dürfte der Spatenstich erfolgen. Das Unternehmen beantragte bereits die vorzeitige Genehmigung für den Bau des Fundaments. „Der Antrag ist eingegangen“, sagte eine Sprecherin des Umweltministeriums Zeitungsberichten zufolge und werde nun geprüft.

Zwar steht die komplette umweltrechtliche Genehmigung für den Bau durch das Landesumweltamt steht noch aus, Tesla hat jedoch bereits einen großen Teil der Fläche gerodet und den Boden planiert, wie das Ende März aufgezeichnete Drohnen-Video von GigaBerlin veranschaulicht.

Informationen der Berliner Zeitung zufolge wird Brandenburgs Landesumweltamt — trotz gut 370 Einwendungen gegen das Projekt — auch den Fundamentbau vorab erlauben. Das Amt begründe die Vorab-Genehmigung mit der positiven Prognose für die abschließende Genehmigung des Autowerks durch das Oberverwaltungsgericht. Wird sie wider Erwarten nicht erteilt, muss Tesla das Gelände auf eigene Kosten wieder zurückbauen.

Tesla will ab Mitte 2021 mit dem Autobau in seiner ersten Gigafactory in Europa beginnen. Dann sollen möglichst schnell 500.000 Elektroautos pro Jahr von den Bändern laufen und 12.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Zu Beginn liege der Fokus auf dem Mittelklasse SUV Model Y, das zum Start der Fabrik 10.000 mal pro Woche produziert werden soll.

Tesla hatte zuletzt Anfang März erklärt, dass der Zeitplan für den Bau des Werkes wegen der Corona-Krise aktuell noch nicht gefährdet sei. Für Mitte April wäre der erste Spatenstich vorgesehen, so Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD). Kleiner Wermutstropfen: Wegen der weltweiten Corona-Reiseverbote wird Tesla-Chef Elon Musk wahrscheinlich nicht wie versprochen zum ersten Spatenstich die Schaufel schwingen können.

Quelle: Berliner Zeitung — Tesla macht Volldampf beim Autowerk – Land erlaubt Fundament-Bau // Märkische Allgemeine Zeitung — Trotz Corona-Krise: Tesla beantragt Fundament für Fabrik in Grünheide

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8 Antworten

  1. Der nötige Mindestabstand von 1,5m sollte sich beim Arbeiten auf dem Glände leicht einhalten lassen 😉
    Ich sehe es auch nicht problematisch, dass Vorabgenehmigungen unter Vorbehalt erteilt werden. Das Risiko hat ja der Bauherr. Wird später doch nicht genehmigt, muss halt alles rückgebaut werden. Solch ein Vorgehen gibt es immer wieder mal. Alle Beteiligten sind sich der Risiken und Vorteile bewusst.

  2. Wenn Elon Musk nicht in Brandenburg die Schaufel schwingen kann, dann schickt er eben mit “SpaceX” ein Dragon-Raumschiff mit 2 Astronauten ins All. Das wird ihm auch gefallen …

  3. Frage an den Autor des Artikels.
    Was ist eine ‘Gigafactory’?
    Ist das eine Sachbezeichnung oder ein Marketingbegriff?
    Wenn es eine Sachbezeichnung ist, was unterscheidet eine Gigafactory von einer gleich grossen Autofabrik? Und wie nenne ich dann die noch viel grösseren Autofabriken (z.B. von VW, Hyundai, etc.)?

      1. Wer ist ‘man’, der da bei Giga angekommen ist?
        Giga ist ein Einheitenvorsatz nach dem Internationalen Einheitensystem, gleich wie Kilo oder Mega, und bedeutet 1 Milliarde. Der Vorsatz wird auch ausserhalb der Wissenschaft oft verwendet, z.B. als Gigawatt.
        Im Falle von Tesla also der übliche Bluff. Es werden ja bei Weitem nicht eine Milliarde Einheiten fabriziert. Professionelle Journalisten sollten solche Marketing-Besetzungen von Begriffen nicht einfach übernehmen, vor allem dann nicht, wenn sie schon besetzt sind. Sie können zwar sagen, dass Tesla seine Autofabrik Gigafactory nennt, aber Sie sollten nicht sagen, dass Tesla eine Gigafactory baut; die bauen da ganz einfach eine Autofabrik.

        1. Es geht um Gigawattstunden Akkukapazität, die in den Fabriken gefertigt werden. Auch in der Giga Berlin (Name des Projekts) sollen ja zumindest die Zellen zu Modulen gebündelt werden, wenn schon im Gegensatz zu den anderen drei Gigafactories keine Zellen gefertigt werden.

        2. Giga ist eher ein Hinweis auf die Akku Wattstunden, die jährlich bald hier produziert werden. Generell kann Elon Musk seine Fabriken nennen, wie er möchte. Er gehört zu den weitsichtigsten und mutigsten Persö lichkeiten, die momentan in der Wirtschaft zu finden sind. Und er denkt Nachhaltig.

  4. Im Falle von Tesla also der übliche Bluff ???? Was soll das denn bitte? Ich sage nur Porsche Taycan Turbo oder Turbo S wo ist da der Turbo? Die Liste mit irreführenden Bezeichnungen erspar ich mir. Also bei allem Respekt Herr Marcus Müller kein anderer hat solche Visionen, die er auch umsetzt, Kleingeister haben wir ausreichend in unserer Welt. Oder glauben Sie VW, Hyundai, etc könnte morgen eine Rakete ins All schicken, das schafft aber ein Elon Musk.
    E-Smart für die Stadt, Model S für die Strecke.
    Der E-Techniker

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