CHAdeMO 3.0 soll mehr als 500 kW Ladeleistung bieten

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Vor wenigen Tagen hat die CHAdeMO Association das neueste CHAdeMO-Protokoll (CHAdeMO 3.0) veröffentlicht, in dem die Anforderungen für die Entwicklung der CHAdeMO-Ladestationen festgelegt sind. Demnach soll die Weiterentwicklung des in China und Japan weit verbreiteten Ladestandards Gleichstrom-Schnellladen mit mehr als 500 kW Leistung erlauben.

CHAdeMO 3.0 wurde gemeinsam vom China Electricity Council (CEC) und der CHAdeMO Association unter dem Arbeitsnamen „ChaoJi“ entwickelt. Die chinesische Version, die unter dem GB / T-Kommunikationsprotokoll arbeitet, soll ebenfalls im nächsten Jahr veröffentlicht werden. Dabei kommt auch ein neuer, kompakterer Stecker zum Einsatz, der bereits im vergangenen Jahr vorgestellt wurde. Das neue Kabel soll über eine Flüssigkeitskühlung verfügen, zudem entfällt der Verriegelungsmechanismus.

Trotz der Neuentwicklung soll die Abwärtskompatibilität kommender CHAdeMO 3.0-kompatiblen Fahrzeuge mit den bestehenden DC-Schnellladestandards (CHAdeMO, GB / T und möglicherweise auch CCS) gewährleistet sein, etwa über die Verwendung von Adaptern.

„ChaoJi“ wurde als bilaterales Projekt gestartet und hat sich zu einem internationalen Kollaborationsforum entwickelt, das Fachwissen und Markterfahrung der wichtigsten Akteure aus Europa, Asien, Nordamerika und Ozeanien mobilisiert, so die CHAdeMO Association in einer aktuellen Mitteilung. Indien werde voraussichtlich bald beitreten, und andere Regierungen und Unternehmen aus Südkorea und südostasiatischen Ländern hätten ebenfalls teils starkes Interessen bekundet.

Die Testanforderungen für die CHAdeMO 3.0-Spezifikation werden voraussichtlich innerhalb des kommenden Jahres veröffentlicht. Die ersten ChaoJi-Elektroautos sollen Nutzfahrzeuge sein und voraussichtlich bereits 2021 auf den Markt kommen, gefolgt von anderen Fahrzeugtypen, einschließlich Pkw.

Quelle: CHAdeMO Association — Pressemitteilung vom 24.04.2020

Über den Autor

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Toll! Noch ein neuer Standard auf den die Welt gewartet hat, oder etwa nur die Hersteller von Adaptern.
Im übrigen werden schon die Grenzen des Machbaren mit dem bisherigen CHAdeMO Standard nur in Japan wirklich ausgereizt. Im Rest der Welt gibt es nur 50 kW CHAdeMO, von wenigen Ausnahmen abgesehen. Autos die mehr als 50 kW über CHAdeMO ziehen können gibt es im Übrigen auch nur eins (LEAF-e+). Mit Ausnahme von Japan setzt doch der Rest der Welt auf CCS, entweder als CCS Typ 2 in Europa und Amerika, oder als CCS Typ 1 in weiten Teilen Asiens. Warum kann sich die Industrie nicht mal auf einen Standard einigen?

Falsch, CCS ist eine Sackgasse, um nicht zu sagen eine Fehlkonstruktion. Schwere HPC-Kabel üben ein massives Drehmoment auf den Stecker aus, wodurch der Kommunikationspin ganz oben den Kontakt verliert, wenn Stecker und Dose toleranzbedingt nicht wie Arsch auf Eimer passen. CHAdeMO gabs längst vor CCS und ist nach wie vor weiter verbreitet als CCS – nicht vergessen, E-Mobilität gibts nicht nur in Deutschland.

Bei CCS wurden weder DC-Low noch DC-Mid in den Standard übernommen.
Damit hätte man DC-Lader mit Typ2 bauen können, die das gleiche nutzerseitige Kabel wie ein Drehstrom-Lader verwenden.
Heute braucht man auch für 50kW Lader mit festangeschossenem Kabel.
Den Combo Stecker braucht man eigentlich nur für hohe Leistungen.

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