Gerüchteküche brodelt: Baut Avatr künftig E-SUV von HiPhi?

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Daniel Krenzer
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In diesen Tagen berichten mehrere chinesische Medien darüber, dass der in Schieflage geratene Elektroauto-Bauer HiPhi vor einer mehrheitlichen Übernahme durch den großen Mitbewerber Changan stehen könnte. In den Gerüchten werden offenbar 51 Prozent des Unternehmens als Übernahmemasse kolportiert. Wie CarNewsChina (CNC) berichtet, könnte die Changan-Marke Avatr künftig das E-SUV von HiPhi produzieren. In trockenen Tüchern sei der Deal allerdings wohl noch nicht.

HiPhi geriet Anfang des Jahres in die Schlagzeilen, als das Unternehmen zunehmend in finanzielle Schieflage kam und Mitte Februar schließlich verkündete, die Produktion für ein halbes Jahr aussetzen zu müssen. „Die Auszahlung der Januar-Gehälter wurde bis Ende Februar verschoben. Danach sollten alle Gehaltszahlungen schrittweise zurückgefahren werden, so dass die im Unternehmen verbliebenen Mitarbeiter ab Mitte März nur noch den Mindestlohn erhalten würden“, schreibt CNC.

Beide Unternehmen haben demnach auf Anfrage die anstehende Übernahme zumindest nicht dementiert. HiPhi äußerte sich dahingehend, dass eine öffentlich nicht gemachte Erklärung auch nicht online bestätigt werden könne. Und Avatr antwortete dem Bericht nach etwas kryptisch, aber durchaus vielsagend: „Nach internem Verständnis verfügen wir derzeit nicht über diese Informationen.“ Die kursierenden Gerüchte seien in ihrer Form so nicht zutreffend.

Droht HiPhi das Schicksal von Byton?

CNC erwähnt, dass HiPhi und Avatr in Sachen technischer Ausrichtung gut zusammenpassen könnten, es jedoch problematisch sein dürfte, dass es sich bei HiPhi um ein privates Start-up und bei Avatr um ein staatlich unterstütztes Unternehmen handelt. „Byton, ein weiteres vielversprechendes Start-up-Unternehmen, hat sich nach der Beteiligung von FAW bekanntlich in Luft aufgelöst“, erinnert das Fachmedium zudem. Offenbar steht HiPhi also vor der Wahl, weiter dem Ende entgegen zu taumeln – oder sich auf die Übernahme mit dem Risiko des namentlichen Verschwindens, aber der Chance des Fortbestands des entwickelten Elektroautos einzulassen.

Gegründet im Jahr 2017, zielt HiPhi Berichten zufolge auf den Markt für Premium-Elektroautos im Preissegment zwischen gut 65.000 und 100.000 Euro ab. Im Oktober 2020 stellte das Unternehmen sein erstes Modell vor, den HiPhi X. Die Auslieferungen begannen im Mai 2021. Im August 2022 folgte das zweite Modell, der HiPhi Z. Mit der Einführung des HiPhi Y im 15. Juli 2023 versuchte HiPhi, in den Mainstream-Markt für Premium-Elektroautos einzudringen – bislang blieb der Erfolg dabei offensichtlich aus.

Quelle: CarNewsChina – „Avatr rumored to be buying HiPhi“

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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