Tesla plant Leistung, Reichweite und Ladeverhalten durch Software-Update zu erhöhen

Tesla peilt neues Over the Air Update an

Copyright Abbildung(en): Grisha Bruev / Shutterstock.com

Im Rahmen der Tesla-Pressekonferenz zu den finalen Zahlen für das dritte Quartal – 6,3 Mrd. USD Umsatz und 113 Mio. USD Gewinn – teilte Tesla mit, dass man in den nächsten Wochen ein Software-Update an den Start bringen möchte, welches die Fahrzeugleistung, die Reichweite und das Ladeverhalten positiv beeinflussen soll.

Als Tesla Anfang dieses Jahres das 35.000 $ Model 3 auf den Markt brachte, überraschte der Autohersteller mit der Ankündigung, dass er die Reichweite aller bisher gelieferten Langstreckenfahrzeuge des Model 3 erhöhen wird. Damals gab Musk folgendes zu verstehen:

“Es gibt auch einige Dinge, die wir für bestehende Kunden tun konnten, die ziemlich cool sind. Tesla ist sowohl ein Softwareunternehmen als auch ein Hardwareunternehmen und wir konnten über Firmware die Reichweite des Langstrecken-Hinterradantriebs von 310 Meilen auf 325 Meilen verbessern. Dies wird alle Kunden betreffen. So erhalten sowohl bestehende als auch neue Kunden eine 15-Meilen-Reichweitenerhöhung von 310 auf 325.”

Tesla hat das Update im März vorangetrieben – obwohl es nicht alle Model 3 Langstreckenfahrzeuge gleichermaßen betraf. Ein nicht so positives Beispiel, welches man aber mittlerweile ausgebessert hat betraf die Akku-Reichweite. So soll zunächst die Akku-Reichweite nach einem Software-Update gesunken sein. Angedacht war eigentlich, dass dies die Langlebigkeit verbessern sollte. Tesla hat dies mittlerweile behoben.

Musk offenbart neues Software-Update in nächsten Wochen

Während einer Telefonkonferenz mit Analysten nach Teslas Bekanntgabe der Zahlen im dritten Quartal 2019 sagte Musk, dass man weitere Verbesserungen durch Software-Updates erzielen wolle.

“Ich habe vergessen zu erwähnen, dass wir auch erwarten, dass es eine Over-the-Air-Verbesserung geben wird, die die Leistung der Modelle S, X und 3 verbessert. Das ist, nebenbei bemerkt, in ein paar Wochen. Es sollte in der Größenordnung von 5% Leistungssteigerung liegen, aufgrund der verbesserten Firmware.”

Tesla Technologie-Vizepräsident Drew Baglino wurde ein wenig genauer und gab in diesem Zusammenhang zu verstehen, dass man Wege gefunden habe, die Motorsteuerung zu optimieren. Hierdurch soll es zu einer etwa “5%igen Verbesserung für alle Model-3-Kunden und 3% für Model-S- und Model-X-Kunden” kommen.

Musk sagte auch, dass das bevorstehende Update auch Verbesserungen in den Bereichen Einpedalfahren, Aufladegeschwindigkeit, Komfort und Fahrgefühl bringen wird. Bisher wurde nicht kommuniziert, ob sich die Updates auf eine bestimmte Variante beschränken.

Was die Motoroptimierungen betrifft, so ist es wahrscheinlich, dass die neueren “Raven”Model S und X, die einen ähnlichen Motor wie das Model 3 haben, betroffen sind.

Quelle: electrek.co – Tesla plans to increase vehicle power, range, and charging through new software update

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5 Antworten

  1. Das ist eben der Vorteil einer Over-the-air Updatemöglichkeit: Die Fahrzeuge werden auch nach dem Kauf IMMER BESSER.
    Andere Hersteller geizen mit der 20€ Simkarte… das kommt davon.

    1. Bei anderen Autos werden Verbesserungen nur nachgeliefert, indem man das alte Auto verschrottet und ein neues Modell kauft, z.T. sogar innerhalb der selben Baureihe.

      Bei meinem Auto gehen z.B. die “Parkpiepser” nur automatisch an, wenn man den Rückwärtsgang einlegt. Dass der aber auch vorne welche zum vorwärts Einparken hat, hatte man wohl vergessen. –> Jedes Mal muss man diesen Knopf drücken, sonst knirscht es statt zu piepsen.
      Auch lustig: Das Licht geht automatisch an, wenn es Dunkel ist. Der Scheibenwischer geht an wenn es regnet. Dass man aber im Regen auch besser mit Licht (nicht nur TFL vorne) fährt, hat man auch vergessen.
      Wenn ich mein Auto aufschließe, und dann keine Tür öffne, schließt er sich wieder ab, weil offensichtlich “versehentlich” aufgeschlossen. Dabei wird aber nicht die Heckklappe beachtet. Es kann also schnell passieren, dass er sich “heimlich” abschließt, wenn der Kofferraum offen ist. Fällt da beim Einräumen der Schlüssel rein, kann das peinlich werden.

      Die Fehler (oder Features? 😉 werden aber nur bei neueren Baujahren (Facelift) behoben. Als ob ich mir nochmal so eine Gurke holen würde^^

    2. Das ist bei vielen Geräten und Unterhaltungselektronik auch so. Das große Problem an der Sache: dort reift das Produkt beim Kunden! Und diese Gefahr sehe ich auch hier. Warum für sehr viel Geld im voraus alles durchtesten wenn man doch auch nach dem Verkauf noch nachbessern kann? Dort ist der Endverbraucher der Betatester 2.0. Ich sehe in einem ausgereiften Produkt keinen zwingenden Nachteil. Zudem ist es auch Geldmacherei. Man kann im Nachhinein Features für sehr viel Geld OTA freischalten, die sich unlängst seit der Produktion im Auto befinden und nur künstlich unterdrückt sind. Zahlt man Geld, darf man sie nutzen.

  2. Es dauert noch ein paar Monate, dann hat TESLA eine Million Autos gebaut: Wenn die neuen Gigafactorys genügend Akkus liefern dann geht die Post richtig ab. Hoffen wir dass die Deutsche Autoindustrie aus ihrem Tiefschlaf mal aufwacht. Niemand kauft sich mehr einen Verbrenner wenn die E-Autos ca. 30 Prozent teurer sind als Verbrenner…

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