Elektro-Kleinwagen e.Go Life soll ab 99 Euro im Leasing erhältlich sein

e.GO Life ab 99 Euro im Monat?

Copyright Abbildung(en): e.GO Mobile AG

Der Elektro-Kleinwagen e.Go Life aus Aachen geht einem Medienbericht zufolge zu einem attraktiven Preis ins Leasing: Für zwei Jahre und 20.000 Kilometer soll die Monatsrate inklusive der Batterie nur 99 Euro betragen, wie die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) von Firmengründer Günther Schuh erfahren hat.

Der Hersteller e.GO Mobile wird das knuffige Elektroauto, das starkt an den Smart erinnert, auch im regulären Verkauf anbieten. Der Basispreis für die kleinste Variante des Life beträgt 15.900 Euro, abzüglich der Umweltprämie bleiben 11.900 Euro. Dass Elektromobilität teuer sein muss, gehört damit der Vergangenheit an. Für diesen günstigen Preis darf man allerdings auch nicht zu viel Auto erwarten: Die Reichweite der Basisversion liegt bei nur 100 Kilometern, es ist kein Schnelllader verbaut, die Ausstattung bietet nur das nötigste, aber reicht vollkommen, um von A nach B zu kommen. Für viele, die ein Auto nur zum Pendeln oder für Besorgungen in der Nähe brauchen, wäre der nicht einmal dreieinhalb Meter lange Vieritzer also sicher eine Option.

Das Fahrzeugkonzept ist bewusst so ausgeführt, wie Schuh der NZZ erklärt: „Es ist einfach nicht logisch, mit rein batterieversorgten Fahrzeugen weit und schnell zu fahren – heute nicht und morgen auch nicht“, so der Unternehmer und Professor an der RWTH Aachen. Der e.Go sei ein „Alles-anders-Auto“ und er habe als „Produktionsgestalter“ nur deshalb ein Auto entwickelt, „weil das spektakulär ist“. Er habe den Beweis erbringen wollen, dass man mit einer Industrie-4.0-Software größere technische Systeme ganz anders entwickeln kann als in der klassischen Industrie.

Die Entwicklung und Herstellung koste den Hersteller nur ein Zehntel dessen, was bei einem Auto üblich ist. Auf ein Presswerk habe man verzichtet, statt auf einer selbsttragenden Karosserie steht der e.Go-Stromer auf einen Alurahmen aus der Standardfertigung. Das Außenkleid ist aus Kunststoff, der bereits in der Außenfarbe des Fahrzeugs produziert wurde, ein Novum in der Industrie, so die NZZ. So viele Teile wie möglich, wie etwa auch Akku (Samsung) und Motor (Bosch), werden zugekauft statt selbst entwickelt, statt automatischen Robotern wird oft per Hand gearbeitet, auch das spare Kosten, so Schuh: „Deshalb erreichen wir die Gewinnschwelle schon bei unter 10.000 Fahrzeugen und nicht erst bei 50.000 oder 100.000.“

Gewartet werden die e.Go-Stromer im engmaschigen Netz an Bosch Car Service-Vertragswerkstätten, auch dort setze man auf Industrie 4.0: „Ich halte es für eine kleine Revolution in der Autoindustrie, dass Bosch für uns ein virtuelles Lager über alle Ersatzteile führt“, freut sich Schuh. Für die Zukunft habe e.Go noch einige spannende Zusatzdienste geplant, etwa eine komplett durch Blockchains gesicherte Historie der Autos, damit es keine Betrügereien beim Wiederverkauf gibt. Zudem soll es eine Sharing-App geben, mit der sich beispielsweise Mehrparteienhäuser einen kleinen Fuhrpark in die Garage stellen können.

Quelle: Neue Zürcher Zeitung – Ein Elektroauto für 15 000 Euro: Wie ein Uni-Professor die Autoindustrie überholt

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2 Antworten

  1. Es wird Zeit der verschlafenen Autoindustrie, die nur 2 Draht können
    zu zeigen was machbar ist.
    Die Autoindustrie macht doch nur auf E um Ihre Modelle zu halten
    Wenn die Autoindustrie was drauf hätte würden diese den Hybrid Plug in
    forcieren und die bescherte Regierung diese Art zu fördern, denn dann hätten wir ein 2 -3 Liter Auto mit kompl. INFRASTRUKTUR und in der Stadt abgasfrei
    Wie kann man nur so verbohrt sein, wohl solange bis die Lichter ausgehen und wieder mehr Kohlekraftwerke gebaut werden Müssen.

  2. Wundert mich genau so. Ein PHEV mit 150 Km Reichweite und 30 KWh Batterie würde bei Gott billiger als ein TESLA und könnte mit 2 l/100 Km oder gar rein elektrisch gefahren werden. Keine Ladeprobleme!!!!

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