Massenproduktion aus dem 3D-Drucker: LSEV Elektroauto von XEV soll in Serie gehen

Copyright Abbildung(en): X Electrical Vehicle

Ende Juni haben wir darüber berichtet, dass China und Italien machen gemeinsame Sache. Zumindest, wenn es darum geht das erste Elektroauto im 3D-Druckverfahren herzustellen. Um dies zu erreichen hat sich der chinesische Konzern Polymaker aus Schanghai und sein italienischer Start-up-Partner „X Electrical Vehicle“ aus Turin zusammengeschlossen.

Das E-Fahrzeug aus dem 3D-Drucker soll nun allerdings nicht, wie zunächst angenommen, auf den Namen XEM hören. Sondern wird als LSEV auf dem Markt eingeführt. Laut Medienberichten ist das Elektroauto mittlerweile startklar für die Massenproduktion. Hergestellt werden soll das fast gänzlich mit einem 3D-Drucker gefertigte E-Auto in Jiangsu (China) in einer Megafabrik. Dabei ist LSEV von XEV das erste Auto dieser Art, dass mittels 3D-Druck in Massen hergestellt werden wird.

LSEV besteht aus lediglich 57 Kunststoff-Teilen und wird daher durchaus eine starke Ähnlichkeit zu smart Modellen aufweisen. Das E-Auto aus dem 3D-Drucker wird gerade einmal 450 Kilo wiegen, eine Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h und eine Reichweite von 150 Kilometern mit sich bringen. Angedacht ist es das Fahrzeug im Stadtverkehr einzusetzen. Einstiegspreise werden zwischen 7.500 und 8.000 Euro angegeben. Wobei die Obergrenze aktuell um die 10.000 Euro liegen soll.

Im ersten Schritt wird das Start-Up XEV 2000 großformatige Extrusion-3D-Drucker proudzieren, um die Autoteile selbst herstellen zu können. Mithilfe der Warp-Free-Technologie von Polymaker, wird dann das Fahrzeug, beziehungsweise dessen Bauteile, mit vier unterschiedlichen Sorten von TPU und Polyamid gedruckt.

Mittels Vakuumlaminierung werden die 3D-gedruckten Teile nachbearbeitet. Diese Technik wurde von beiden Firmen entwickelt, um FDM-Schichten zu verstecken zu können und gleichzeitig die Notwendigkeit des Autostreichens zu reduzieren. Bisher wurden 15 Autos mit der 3D-Drucktechnologie gebaut, die jetzt gründlichen Sicherheitstests unterzogen werden. Danach können sie zertifiziert werden.

Das Besondere an diesem 3D-Druckverfahren des Elektroautos LSEV von XEV und Polymaker ist sicherlich die Tatsache, dass nicht wirklich etwas Neu erfunden oder gestaltet wurde.

“Es wurde hier nichts wirklich Neues gemacht. Zur Herstellung wurde ein industrieller, sehr robuster Hochtemperatur-3D-Drucker verwendet. In der Branche ist die Technologie bereits bekannt, aber neu ist die Art, wie man die Technologie anwendet, insbesondere in dieser Größenordnung.” – Luke Taylor, Marketing Manager bei Polymaker

Erste Interessenten für LSEV gibt es mittlerweile auch. So habe die italienische Post bereits 5.000 Fahrzeuge bei XEV bestellt und gezeigt, das dieses Projekt interessant für die Zukunft sein könnte. Ähnlich dem Streetscooter werden die von der Post bestellten Autos speziell auf Lagerboxen angepasst. Normale Verbraucher müssen noch warten, da die Autos von XEV für diesen Gebrauch noch nicht bereit sind. Dennoch wird aktuell bereits über die Herstellung eines Sportwagens nachgedacht.

Quelle: 3d-grenzenlos.de – XEV plant Start von Massenproduktion seines 3D-gedruckten Elektroautos LSEV

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2 Antworten

  1. Guter Ansatz, dumm gemacht. Solch ein Auto muss 100 km/ h fahren, damit man auf der Stadtautobahn mithalten kann. Mit 70 bedeut das, daß man permanent von LKW überholt wird. Das ist schlichtweg gefährlich. Würde das Fahrzeug 100 fahren würde ich sofort meinen Smart eD hergeben.

  2. Dieses e-Auto in 3d Druck wird kommen und erfolgreich sein.
    Der Preis stimmt! Es ist eine alternative gegenüber dem Fahrrad. e- Fahrräder kosten fast das gleiche schon, haben aber keinen Schutz gegen Regen, Kälte, Hitze. Selbst der Lebensmittel-Einkauf kann größer ausfallen. Und zur Schule, zur Uni. oder ins Kino oder zur Party kann der Freund oder die Freundin mitgenommen werden.

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