Daimler Buses fertigt 2018 den ersten batterieelektrischen Stadtbus in Serie in Mannheim

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Nicht nur im Bereich der PKW bewegt sich etwas bei der Daimler AG, auch hinsichtlich der eigenen Busse wurden nun Veränderungen bekanntgegeben. Daimler Buses macht die europäischen Standorte fit für die Zukunft, gemeinsam mit dem Betriebsrat hat sich das Unternehmen auf ein Zukunftspaket zur Effizienzsteigerung in der Produktion verständigt. Ziel soll es sein, dass Daimler Buses auch noch zukünftig konsequent die Mobilität der Zukunft gestaltet. Hierzu investiert das Unternehmen in den nächsten Jahren rund 340 Millionen Euro, rund 140 Millionen Euro fließen davon in optimierte Strukturen und effizientere Prozesse in den europäischen Standorten.

Weiterhin verfolgt Daimler Buses die CASE-Strategie, in diese fließen rund weitere 200 Millionen Euro alleine bis 2020. CASE steht bei Daimler für die Zukunftsthemen Vernetzung (Connected), autonomes Fahren (Autonomous), flexible Nutzung (Shared & Services) und elektrische Antriebe (Electric) und wurde in diesem Beitrag bereits ausführlicher betrachtet. Ein wesentlicher Anteil des angedachten Invests wird in Entwicklung und Produktion von Elektro-Bussen fließen. So gab das Unternehmen bekannt, dass im Werk Mannheim wird 2018 der erste batterieelektrische Stadtbus in Serie gefertigt wird. Ein weiteres Investitionsfeld: Die in Neu-Ulm ansässige Entwicklungsmannschaft wird sich auch zukünftig stark dem teilautomatisierten und autonomen Fahren widmen.

“Unsere Strukturen sind über die Jahre gewachsen, gerade in Europa. Wir haben in den vergangenen Monaten die Arbeitsteilung zwischen den Standorten intensiv analysiert und ein neues Zielbild entworfen. In den nächsten Jahren investieren wir rund 140 Millionen Euro in unser Produktionsnetzwerk, um noch besser, effizienter und wettbewerbsfähiger zu werden.

Klar ist: Wir bauen dabei auch in Zukunft auf unsere zwei starken Standorte in Deutschland. Darüber hinaus investieren wir bei Daimler Buses konsequent in die Umsetzung der CASE-Strategie, um die Zukunft der Mobilität zu gestalten und Lösungen anbieten zu können, mit denen sich Kunden und Nutzer sicher, flexibel und emissionsfrei bewegen können.” – Hartmut Schick, Leiter Daimler Buses & Vorsitzender der Geschäftsführung EvoBus GmbH

Neben der Elektrifizierung der Stadtbusse hat man sich dazu entschieden effizienter und wettbewerbsfähiger bei verbesserter Prozessqualität zu werden. Hierzu werden einzelne Prozesse und Arbeitsschritte im Detail überprüft und optimiert. Beispielsweise werden die Stadtbus-Karossen (über 3.000 Einheiten pro Jahr) nicht mehr nach Neu-Ulm zur Lackierung gesendet, um im Anschluss wieder zur Montage zurück nach Mannheim transportiert zu werden.

Zukünftig entfällt dieser Schritt. Denn die Lackierung erfolgt im sogenannten Offline-Lackierverfahren. Der Bus wird in diesem Verfahren nicht in Gänze lackiert, Außenhautteile werden separat lackiert und anschließend montiert. Es findet eine Entflechtung der Produktionsstandorte statt, um weitere Effizienzen im Produktionsverbund zu erschließen und Qualitätsprozesse nochmals zu verbessern.

“Die EvoBus Werke in Mannheim und Neu-Ulm bleiben das Rückgrat unseres Produktionsverbunds. Dazu machen wir sie noch wettbewerbsfähiger. Mannheim wird als Kompetenzzentrum Stadtbus unter anderem ab 2018 den ersten batterieelektrischen Bus in Serie fertigen. Unser Kompetenzzentrum Reisebus in Neu-Ulm arbeitet verstärkt an Sicherheits- und Assistenzsystemen, unter anderem für das autonome Fahren.

Unser Werk im tschechischen Holýšov übernimmt zukünftig die Fertigung des kompletten Reisebus-Rohbaus und beliefert weiterhin den Stadtbusrohbau mit Komponenten. Der Rohbau in Mannheim wird damit speziell auf den Stadtbusrohbau und E-Mobilität ausgelegt.” – Dr. Marcus Nicolai, Leiter Produktion bei Daimler Buses

Quelle: Daimler AG – Pressemitteilung vom 27.09.2017

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3 Antworten

  1. Da kann man sich ja auf die ersten Elektro-Stadtbusse von Daimler freuen. Erstaunlich, dass sie es schon 2018 schaffen werden. Es gibt sicher schon einige Städte, die auf der Warteliste sind. Mit der Nachfrage dürfte es keine Probleme geben. Aber …. was kostet so ein Bus im Vergleich zu einem “Diesel-Bus” ?

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