Japan-Bündnis entwickelt Feststoff-Akkus

Japan-Bündnis entwickelt Feststoff-Akkus
Copyright:

shutterstock / Lizenzfreie Stockfotonummer: 418674916

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Bereits Anfang Mai haben wir darüber berichtet, dass noch im Laufe des Monats ein gemeinsames Projekt von Automobilunternehmen, Zulieferern und Forschungseinrichtungen starten soll, um die Entwicklung von Festkörperbatterien für künftige Elektrofahrzeuge voranzubringen. Mitte Juni wurde nun bekannt, dass aus den Plänen Realität wird. 23 Unternehmen sind an dem Konsortium beteiligt, darunter Panasonic, Honda, Nissan sowie Toyota. Gemeinsam möchte man im neuen Forschungsprojekt an Kerntechnologien für Feststoff-Batterien zum Einsatz in Elektroautos arbeiten. Mit dem Ziel bis in den frühen 2020er diese zu kommerzialisieren.

Feststoff-Akkus gelten als die Zukunft im Bereich der E-Mobilität. Können diese Akkus im Vergleich zu herkömmlichen Lithium-Ionen-Batteriezellen eine höhere elektrische Reichweite bei erhöhter Sicherheit und Leistung bieten. Die erste Forschungsphase der Feststoff-Akkus ist bis zum Jahr 2022 angesetzt. Langfristig liegt das Ziel des Projekts darin, die Kosten für solche Batterien bis zum Jahr 2030 auf rund 90 Dollar pro Kilowattstunde und die Ladedauer auf zehn Minuten zu senken.

Derzeit gilt Toyotas Solid-State-Batterie-Technologie als die fortschrittlichste weltweit. Nachdem Toyota zunächst die Forschung im eigenen Haus behalten wollte, ist man mit Panasonic die Entwicklung gemeinsamer E-Auto-Batterien angegangen. Und vertieft diese Zusammenarbeit nun weiter mit anderen Partnern im Japan-Bündnis. Jetzt werden die Kompetenzen der einzelnen Mitglieder gebündelt. Nicht zuletzt auch um mit chinesischen Herstellern konkurrieren zu können.

Auch die Renault–Nissan–Mitsubishi hat Anfang des Jahres bekannt gegeben, dass man eine Milliarde US-Dollar in „Neue Mobilität“ investieren wird. Aus dem dafür aufgelegten Fonds wird ein erstes Investment, in Form einer Aktienbeteiligung in ungenannter Höhe, an das Batterie-Startup Ionic Materials getätigt. Ionic hat sich auf kobalt-freie Festkörper-Batterien spezialisiert, die als nächste Generation von Elektroauto-Akkus gelten. Die Serienreife soll mit diesem Invest vorangetrieben werden, um für zukünftige E-Autos eine entsprechende Batterie anbieten zu können.

Des Weiteren ist es durchaus nachvollziehbar, dass neben den Automobilhersteller auch Forschungseinrichtungen die Erforschung neuartiger Batteriespeicher vorantreiben. Unter anderem auch die Hochschule Aalen, die eine Anlage zur Erforschung neuartiger Batteriespeicher errichtet hat. Mit dieser Anlage möchte man neue Materialsysteme und Produktionstechnologien für Feststoffbatterien entwickeln. Es scheint sich etwas zu bewegen.

Quelle: Electrive.net – Japan-Bündnis entwickelt Feststoff-Akkus

Worthy not set for this post

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in News

Mehr als 120 Staaten wollen Elektromobilität ausbauen

Mehr als 120 Staaten wollen Elektromobilität ausbauen

Michael Neißendorfer  —  

Insgesamt 123 Staaten haben den Vereinten Nationen (UN) den Ausbau der Elektromobilität angekündigt.

Warum BMW trotz hoher Nachfrage die Prognose senkt

Warum BMW trotz hoher Nachfrage die Prognose senkt

Sebastian Henßler  —  

Die Neue Klasse läuft schneller an als geplant. BMW lässt deshalb ältere Modelle früher auslaufen und baut die Organisation um, was die Bilanz belastet.

E-Anteil bei Volvo steigt auch wegen sinkender Verkäufe

E-Anteil bei Volvo steigt auch wegen sinkender Verkäufe

Sebastian Henßler  —  

Volvo hat von August bis Oktober 27 Prozent mehr E-Autos verkauft. Der Gesamtabsatz sank dennoch um 16 Prozent, weil Hybride und Verbrenner deutlich nachgaben.

Audi eröffnet neues Innovationszentrum in China

Audi eröffnet neues Innovationszentrum in China

Michael Neißendorfer  —  

Audi baut seine lokale Entwicklungs- und Innovationskompetenz in China weiter aus, um auf dem weltweit größten Automarkt neue Impulse setzen zu können.

Fiat Topolino: Erst Europas Nummer eins, jetzt Erfolg in USA

Fiat Topolino: Erst Europas Nummer eins, jetzt Erfolg in USA

Sebastian Henßler  —  

Marktführer der Klasse L6e in Europa, in den USA vielerorts ausverkauft: Der elektrische Fiat Topolino setzt seinen Erfolg international fort.

150.000 Euro mehr pro Monat: Hoher Dieselpreis belastet Logistiker

150.000 Euro mehr pro Monat: Hoher Dieselpreis belastet Logistiker

Arun Niemann  —  

Seifert Logistics zahlt 150.000 Euro im Monat mehr für Diesel und hält den Tankrabatt für ein „Nasenwasser“.

Automobilindustrie: Mehr mit oder mehr gegen China?

Automobilindustrie: Mehr mit oder mehr gegen China?

Daniel Krenzer  —  

Europa holt bei Elektroautos auf, doch China beschleunigt mit KI und günstigen Batterien. Auf der VDE-Konferenz wird Europas Strategie hinterfragt.