1949 Mercury Coupé wird mit einem Tesla-Akkupack elektrifiziert

1949 Mercury Coupé wird mit einem Tesla-Akkupack elektrifiziert
Copyright:

ICON4x4

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Wenn schon nicht aktuelle E-Automodelle überzeugen können, nimmt man sich eben einen Klassiker zur Brust und elektrifiziert diesen. So oder so ähnlich war sicherlich der Gedanke hinter der Elektrifizierung des Mercury-Coupé von 1949 durch ICON, Fahrzeugrestaurateur aus Los Angeles und Stealth EV, ein auf Elektroautoumbauten spezialisiertes Unternehmen. Hierzu hat der 1949 Mercury Coupé ein Upgrade durch ein Tesla-Akkupack erfahren.

Das Fahrzeug fällt somit in die Kategorie des „resto-modding“ – dies sieht vor, ältere Fahrzeuge zu restaurieren und gleichzeitig neue Technologien hinzuzufügen, um sie sicherer und komfortabler zu machen.

1949 Mercury Coupé Heck

Zunächst wurde die Karosserie durch ICON zerlegt, das gesamte Gummi ersetzt, zusätzliche Isolierung und schalldämmende Produkte hinzufügt, um das Fahrzeug dann wieder so montieren, dass es so aussah, als wäre nichts berührt worden. Gemeinsam mit Art Morrison Enterprises wurde neben Brembo-Bremsen ein robustes, allradunabhängiges Fahrwerk entwickelt, welches ebenfalls seinen Weg in den 1949 Mercury Coupé fand.

Was den Antriebsstrang betrifft, so kam Stealth EV ins Spiel, um zu helfen. Der 1949 Mercury Coupé setzt nun auf ein duales, getriebeloses Design mit Elektromotor, der 400 PS mit sich bringt. Bei rund 194 km/h ist die Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs erreicht. Ein vollständiges Tesla Performance 85kWh Batterie-Pack ist strategisch im gesamten Fahrzeug integriert und sorgt für eine außergewöhnliche Gewichtsbilanz. Es ist in der Lage, eine geschätzte Reichweite von 240 bis 320 Kilometer zu erreichen. Aufgeladen ist der 1949 Mercury Coupé innerhalb von 1,5 Stunden.

1949 Mercury Coupé Motorraum

Hierzu hat ICON einen CHAdeMO 125A Schnellladestecker hinter dem kippbaren vorderen Kennzeichenrahmen positioniert und wandelte auch den Original-Gastank in einen Tesla-Kompressorstecker um, um die Ladung im Transit zu beschleunigen. Ein zukunftsweisendes EV-Managementsystem schützt die Batterien vor Überladung und bietet darüber hinaus ein Wärmemanagement sowie eine Vielzahl von Funktionen und Schutzmaßnahmen.

Um den Vintage-Look des modernen elektrischen Antriebsstrangs zu erhalten, bauten sie ein spezielles Aluminium-Motorgehäuse, in dem sich die Batteriesteuerungen und einige der Tesla-Module befinden. Sie fügten auch andere Komfortfunktionen wie elektrische Klimaanlage und Steuerungen hinzu, um moderne Komponenten und Funktionen zu unterstützen.

Detailaufnahme Motorraum 1949 Mercury Coupé

Quelle: electrek.co – 1949 Mercury coupe goes electric with a Tesla battery pack

Worthy not set for this post
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in News

Audi e-tron GT quattro Test: Was die Basisvariante leistet

Audi e-tron GT quattro Test: Was die Basisvariante leistet

Sebastian Henßler  —  

Der e-tron GT quattro startet bei 108.900 Euro. Was drinsteckt, was fehlt und was das Laden wirklich bedeutet – ein Fahrbericht aus dem Alltag.

Diese 7 E-Autos sind trotz hoher Reichweite recht leicht

Diese 7 E-Autos sind trotz hoher Reichweite recht leicht

Daniel Krenzer  —  

Mindestens 400 Kilometer „echte“ Reichweite, aber keine zwei Tonnen schwer: Solche Elektroautos gibt es inzwischen einige auf dem Markt.

Kostencheck: Wann sich ein Elektroauto gegenüber Verbrennern lohnt

Kostencheck: Wann sich ein Elektroauto gegenüber Verbrennern lohnt

Michael Neißendorfer  —  

Die Kaufpreise von Verbrennern und E-Autos sind teils ähnlich hoch. Bei den laufenden Kosten aber haben meist die Stromer klar die Nase vorn.

Dudenhöffer: Spritpreise treiben Wechsel zum E-Auto

Dudenhöffer: Spritpreise treiben Wechsel zum E-Auto

Sebastian Henßler  —  

E-Auto-Rabatte gehen zurück – nicht weil Hersteller sparen, sondern weil die Nachfrage anzieht. Spritpreise und Bundesförderung verändern die Lage.

E-Kleinstwagen Honda Super-One startet in Japan

E-Kleinstwagen Honda Super-One startet in Japan

Daniel Krenzer  —  

Der japanische Automobilhersteller hat in seiner Heimat die Bestellbücher für den frechen E-Flitzer eröffnet. Doch was ist mit Europa?

VW-Tochter Elli wird Mobilitätspartner des Vatikans

VW-Tochter Elli wird Mobilitätspartner des Vatikans

Sebastian Henßler  —  

Elli stattet den Vatikan mit Ladekarte und Flottenmanagement aus – Zugang zu mehr als einer Million Ladepunkte in ganz Europa inklusive.

Neue E-Auto-Prämie kann ab Mai rückwirkend beantragt werden

Neue E-Auto-Prämie kann ab Mai rückwirkend beantragt werden

Tobias Stahl  —  

Im Mai soll die Förderplattform für die neue E-Auto-Kaufprämie online gehen. Die neue Prämie gilt wie angekündigt rückwirkend ab Jahresanfang.