VW verdoppelt Absatz von reinen E-Autos

Copyright Abbildung(en): Volkswagen

Corona-Krise, Halbleiter-Mangel und Probleme bei den Lieferketten sind auch an VW nicht spurlos vorübergegangen. Weltweit lieferte die Marke im zurückliegenden Jahr nach eigenen Angaben knapp 4,9 Millionen Fahrzeuge aus. Dies entspricht einem Minus von rund 8 Prozent gegenüber 2020. Auf dem wichtigen Markt China waren die Schwierigkeiten noch größer. Hier betrug der Rückgang fast 15 Prozent.

Erfreulich verlief hingegen die Entwicklung bei den E-Autos. Das Unternehmen brachte weltweit mehr Stromer an Kunden als je zuvor. Wie aus einer Mitteilung des Unternehmens hervorgeht, wurden mehr als 369.000 Autos mit Stecker abgesetzt – ein Plus von 73 Prozent gegenüber 2020. Davon entfielen rund 106.000 auf Plug-in-Hybride (+ 33 Prozent), rund 263.000 waren rein elektrische Fahrzeuge (+ 97 Prozent). Damit habe das Unternehmen die BEV-Auslieferungen gegenüber dem Vorjahr verdoppelt, heißt es.

Volkswagen treibt den Wandel in Richtung Elektromobilität trotz der eingeschränkten Versorgung mit Halbleitern weiter mit Hochdruck voran“, erklärte VW-Chef Ralf Brandstätter. Das Unternehmen habe in kürzester Zeit in Europa eine Spitzenposition bei vollelektrischen Fahrzeugen erreicht. Mit der Strategie Accelerate und dem Ausbau der Modellpalette werde VW den Hochlauf der E-Mobilität weiter beschleunigen. „Mit dem ID. Buzz werden wir noch in diesem Jahr unsere ID.-Familie um ein emotionales Modell erweitern.

Unter außerordentlich herausfordernden Bedingungen habe VW ein zufriedenstellendes Absatzergebnis erreicht, so Brandstätter. DieAusfälle durch fehlende Chips sei im Jahresverlauf nicht zu kompensieren gewesen. Der historisch hohe Auftragsbestand von 543.000 Fahrzeugen allein in Europa, zeige jedoch das weiterhin hohe Interesse an VW-Modellen, so Vertriebs-Vorstand Klaus Zellmer. Allein 95.000 Bestellungen lägen für vollelektrische IDs vor.

Der Anteil von rein batterieelektrischen (BEV) und Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen an den Gesamtauslieferungen hat sich nach Unternehmensangaben auf 7,5 Prozent nahezu verdoppelt (2020: 4 Prozent). In Europa stieg der Anteil demnach von 12,6 auf 19,3 Prozent. Eine deutliche Steigerung bei der Auslieferungen von E-Fahrzeugen habe Volkswagen insbesondere in den USA, China und Deutschland erzielt. Im Heimatmarkt war bereits jeder vierte VW einer mit Stecker.

Insgesamt wurden mit 77.100 Fahrzeugen fast fünfmal so viele BEV in China ausgeliefert wie 2020. Volkswagen gehört damit nach eigenen Angaben bereits zu den fünf größten BEV-Anbietern in China. In den USA seien mit knapp 17.000 Fahrzeugen rund zwanzigmal so viele BEV abgesetzt worden wie im Vorjahr. Weltweit beliebtestes BEV-Modell von VW sei erwartungsgemäß das „Weltauto“ ID.4. Von den 263.000 E-Modellen wurde der ID.4 laut Mitteilung mit rund 119.650 Exemplaren am häufigsten ausgeliefert – gefolgt vom ID.3 (rund 76.000), dem e-up! (41.500) und knapp 18.000 ausschließlich in China verkauften ID.6

Volkswagen erwartet, dass mindestens das erste Halbjahr 2022 aufgrund anhaltender Lieferengpässe bei Halbleitern weiterhin schwierig bleiben wird. Das Unternehmen geht aber nach eigenen Angaben davon aus, die Produktion stabilisieren und den hohen Auftragsbestand schnell abarbeiten zu können.

Quelle: Volkswagen – Pressemitteilung vom 12. Januar 2022

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VW und die deutschen Hersteller können ihre Zahlen noch so schön in ihren Presseaussendungen positiv verkaufen wollen, die Realität sieht leider ganz anders aus.

Der chinesische Gesamtmarkt ist trotz der Halbleiter-Probleme für ALLE Hersteller gewachsen – nämlich um 4%. VW und co haben aber bis zu 14% Absatzeinbußen.

Bis jetzt verkauften deutsche Hersteller in China 50% aller Autos. Sprich jedes zweite Auto, das in China verkauft wurde war ein VW, BMW, Mercedes etc. China/Asien ist jetzt schon mit Abstand der größte Markt für Automobilfirmen – und der wird noch viel weiter wachsen. Und die deutschen Firmen haben diese Märkte beherrscht; gerade deutsche Hersteller haben in den letzten 10 Jahren in China einen Großteil ihrer Gewinne gemacht (die an unsere Börsen in Europa transferiert werden).

Doch bei der Elektromobilität siehts dort ganz anders aus:
Selbst VW, das sich nun komplett auf Elektro Autos spezialisieren, hat mit seinen E Autos in China mit ihrer Technologie und ihren Preis/Leistungsverhältnis keine Chancen.
Unter die zehn E-Auto-Hersteller mit den meisten Zulassungen schaffte es 2021 in China ein einziger deutscher Konzern. Volkswagen. Dieser lag bei den NEV in China nur auf Rang 9, während BMW und Daimler sogar deutlich schlechter abschnitten.

VW landetet da hinter Start ups wie NIO, Xpeng; und liegt Meilen hinter den großen chinesischen Herstellern wie BYD, SAIC und WM Motor.

Marke Dezember Gesamt
BYD* 92.823 593.745
Tesla 70.847 473.078
Hongguang Mini EV -** fast 400.000
Ora 20.926 135.028
GAC Aion 16.675 123.660
Geely* 18.813 100.126
Xpeng 16.000 98.155
Nio 10.489 91.429 8
Volkswagen (MEB) 13.747 70.625
Neta Automobile 10.127 69.674
WM Motor 5.062 44.157
Leap Motor 7.807 43.121

https://www.electrive.net/2022/01/11/china-33-millionen-nev-verkaeufe-in-2021/

Nur zum Vergleich: der VW Konzern wurde letzten Monat z.B. von chinesischen Startup, Xpeng, in China deutlich geschlagen: Xpeng verkaufte 16 000 Elektroautos im Dezember 2021.
Aber Volkswagen „Sold Nearly 14,000 ID. Cars In December 2021.
https://www.elektroauto-news.net/2022/xpeng-waechst-vergleich-2020-zu-2021-massiv#comments
https://insideevs.com/news/558422/china-volkswagen-sales-id-december2021/

China/Asien ist jetzt schon mit Abstand der größte Markt für Automobilfirmen – und der wird noch viel weiter wachsen. Und die deutschen Firmen haben diese Märkte beherrscht; gerade deutsche Hersteller haben in den letzten 10 Jahren in China einen Großteil ihrer Gewinne gemacht (die an unsere Börsen in Europa transferiert werden).
Verlieren die deutschen Hersteller China/Asien als Markt, dann verlieren sie ihren wichtigsten Markt – und damit Gewinn/Umsatz. Ohne China/Asien sind VW und co nicht mal mehr halb so groß, wie bis jetzt.

Man staunt immer wieder über die Zahlenverdreherei der VW PR Abteilung. Der Abstand nach vorne wird laufend grösser und man verkauft sich weiterhin als Marktführer. Die eh schon inexistente Glaubwürdigkeit wird dadurch wahrlich nicht besser. Aber irgendwie müssen ja die Millionen an PR Budgets ausgegeben werden. Erstaut bin ich auch über sogenannt „freie Journalisten“ welche solches nicht kritisch hinterfragen. Ich weiss nicht, was diese Berufsbezeichnung in Deutschland bedeutet. Aber ich gehe davon aus, dass freier Journalismus nichts mit objektivem, investigativem und inhaltlich korrektem Journalismus zu tun hat, sondern sich viel mehr nach den Wünschen des Geldgebers orientiert. Ein journalistischer Ehrenkodex ist wohl kein Thema mehr. Hauptsache Klicks, Hits, Visits und Cash.

Man muss mal festhalten das VW eine reine Elektroplattform hat. Und der ID3/4 gehören sicherlich zu den besten BEVs auf dem europäischen Markt

Ob das insb auf dem chinesischen Markt reicht ist eine andere Frage.

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