Peter Mertens, Ex Leiter F&E Audi AG: “Wir haben geschlafen (…) es wird blutig!”

Peter Mertens, Ex Leiter F&E Audi AG: “Wir haben geschlafen (…) es wird blutig!”

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Ich schreibe diesen Artikel voller Zorn als Deutscher über die deutsche Automobilindustrie.

Der Oktopus ist eines der faszinierendsten und intelligentesten Tiere unserer Meere. Wissenschaftler sagen voraus, dass, wenn sie nicht so früh nach der Geburt der neuen Generation sterben würden, sie aufgrund ihrer Lernfähigkeit “die Menschen des Meeres” würden und alle anderen Meerestiere, ob klein oder groß dominieren so wie die Menschen es auf festen Boden tun.

Ein Oktopus hat 8 Arme, daher der Name Octo, und jeder Arm hat sein eigenes kleines Gehirn, das diesen Arm steuert. Diese 8 Gehirne kommunizieren mit einem Zentralhirn, und die Wissenschaftler haben noch nicht wirklich herausgefunden, wie die Koordination der Gehirne funktioniert und warum ihre Arme ihnen nicht ständig in die Quere kommen.

“Die etablierte Autoindustrie, die versucht, ein wettbewerbsfähiges Elektroauto zu entwickeln, hat genau die gleiche Herausforderung. Dort sind die “Arme” allerdings immer noch im Weg, sind nicht koordiniert und verbrauchen die verfügbare Energie in einem Fahrzeug viel zu schnell.”

Deutsche Automobilindustrie ist wie ein unkoordinierter Oktopus

Traditionell hat in den letzten Jahrzehnten und seit Software immer mehr Geräte in unserem Leben dominiert, jede kleine Automobilfunktion ihren eigenen Chip, Software und den dazugehörigen Computer erhalten, aber sie kommunizieren nicht miteinander und wenn sie es doch versuchen dann hindern sie ihre unterschiedlichen Sprachen daran. So hat sich die Industrie in den letzten, sagen wir ca. 40 Jahren entwickelt.

Betrachten Sie die Tintenfischarme in unser Analogie als verschiedene Funktionssegmente und Untersysteme in einem Fahrzeug. Jedes hat einen genau definierten Zweck, und während die Verbrenner-Industrie erwachsen geworden ist und keine wirklich neuen Innovationen mehr stattfinden, wurde jedes dieser Untersysteme an Lieferanten ausgelagert, die es besser, schneller und zu niedrigeren Kosten anbieten. 90% der gesamten VW-Software und 70% aller Teile wird heute an Zulieferer ausgelagert. Eine echte Win-Win-Situation. Willkommen in der Welt der niedrigen vertikalen Integration und des geringen Innovationstempos.

Bis zu ein paar hundert Chips verwalten je nach Modell heute separat ein komplexes Netzwerk in Ihrem Fahrzeug, aber es ist nicht koordiniert oder sogar zentralisiert. Tausende von Zulieferern sind beteiligt, die teils zusammenarbeiten, teils unabhängig sind. Allen gemeinsam ist, dass alle die Systeme nur in ihrem eigenen Bereich funktionieren und nicht mit einem zentralen Computer oder, um meine Analogie noch einmal zu verwenden, dem zentralen Gehirn unseres Oktopus, kommunizieren.

Das war die Welt, in der die deutsche Autoindustrie ungestört lebte, bis Tesla sein erstes Elektroauto auslieferte. Tesla war das erste Unternehmen, das ein Fahrzeug auf den Markt brachte, das mit hoher vertikaler Integration um einen zentralen Computer herum entwickelt wurde, der alle Haupt- und Nebenfunktionen verwaltet und vereint. Das kann man von außen nicht sehen, und deshalb verstehen die Menschen immer noch nicht, warum ein Tesla so anders sein soll. Sie lernen es allerdings in dem Moment, in dem sie das erste Mal das Gaspedal betätigen und sie lernen es schnell.

Dies Design erlaubt es, den Bremsweg, die Reichweite oder das Beschleunigungsvermögen allein durch ein neues Software Update zu verändern, das über die Luft, also quasi magisch in Ihr Fahrzeug eindringt, so wie Harry Potter mit seinem Zauberstab in der Hand, der einen Zauberspruch flüstert, die Realität mal eben verändert. Es reduziert die Kosten, macht Ihr Fahrzeug sicherer und bietet Ihnen neue Funktionalitäten und Effizienz dadurch das jemand in der Tesla-Fremont-Fabrik in Kalifornien, USA sprichwörtlich auf einen einzigen Knopf drückt.

Tesla änderte die bisher gültigen Regeln des Automobilgeschäfts mit einem Werkzeug, das sich Software nennt.

Um dem Herausforderer entgegenzuwirken, aktivierte die etablierte Autoindustrie das, was sie am besten kann, nämlich ihre Zuliefererbasis. Sie fragten ihre Tausenden von Zulieferern, ob sie etwas Vergleichbares entwickeln können, und die Zulieferer bestätigten überzeugend: “Ja, das können wir”, ohne ganz genau zu wissen, wozu sie sich eigentlich gerade verpflichtet hatten.

10 Jahre später enthüllen die größten und besten F&E-Abteilung der Automobilindustrie Fahrzeuge, die nicht annähernd an das 2012er Model S von Tesla heranreichen. Peter Mertens, ehemaliger F&E-Chef und Vorstandsmitglied von Audi im Juni 2020:

“Ich sage das mit Ehrlichkeit, in meiner eigenen Verantwortung haben wir alle bis zu einem gewissen Grad geschlafen, und das ist nicht nur die Autoindustrie, sondern vor allem die Zulieferer”.

Und weiter, „Ich habe falsche Entscheidungen getroffen. Wir haben zu sehr darauf vertraut, dass die Zulieferer es irgendwie schaffen werden.“

10 Jahre lang verbesserte und optimierte die Zuliefererindustrie ihre Subsysteme in der bestehenden IT- und Software-Infrastruktur der Fahrzeuge und behauptete, dass sie, wenn sie sich nur ausreichend anstrengen, ein integriertes digitalisiertes Fahrzeug bauen können, das alles kann, was ein Tesla seit einem Jahrzehnt bietet. Die Spitzenmanager der deutschen Automobilindustrie beschlossen, ihre Stärke aus der Welt der Verbrenner zu nutzen und mit bestehenden und neuen Zulieferern zusammenzuarbeiten.

Die Zulieferer haben die Subsysteme des Fahrzeugs verbessert, anstatt ein komplett neues Design ‚auf der grünen Wiese’ mit einer integrierten Software-Architektur um maßgeschneiderte Chips und Technologie zu beginnen. Ihre Begründung für diese Entscheidung ist einfach: Umsatz und Gewinn.

Herzlichen Glückwunsch, sehr geehrte Auto-Manager, Sie haben gerade einen ‘Vampir gebeten, Ihre Blutbank zu verwalten’.

Spätestens zu diesem Zeitpunkt hätte ich erwartet, dass die Automobil Manager erkennen, dass sie die falsche Person um eine Lösung ihres Problems bitten, nämlich ihren Lieferanten.

Heute sind all diese Manager gegangen oder wurden gegangen, und ihre Vorgänger wagten oder wussten nicht, wie sie mit der Vergangenheit abschließen sollten, und haben u.a. auch deshalb keine Revolution begonnen, sondern sie setzen einen langsamen Verbesserungsprozess fort; eine Evolution für die sie keine Zeit haben. Es ist eine Aufgabe von Jahrzehnten, Kompetenzen die es nicht gibt aufzubauen und die Anzahl der Zulieferer zu reduzieren aber Top Manager sind üblicherweise nicht so lange in ihrer Position also warum sollen sie etwas anfangen das erst einmal nur Probleme und Kosten mit sich bringt und für dessen Erfolg dann später ein Anderer ‚die Lorbeeren ernten’ wird?

Zeit – das fehlende Gut der Automobilindustrie

Zeit ist das kostbarste und begehrteste Kapital, über das die Automobilindustrie heute nicht in ausreichender Menge verfügt. Zeit ist ein Aktivposten, den man mit all dem Geld, das die Autoindustrie hat, nicht kaufen kann. Sie werden das Software-Problem nicht lösen, indem Sie es mit Geld und Ressourcen überhäufen, wenn sie keine Zeit mehr haben. 7 Milliarden Euro will VW in 4 Jahren ausgeben um ein integriertes Betriebssystem für seine Fahrzeuge zu entwickeln.

“Es wird Jahre dauern, bis wir das nötige Niveau an Software-Know-how erreicht haben, um an der Spitze konkurrieren zu können”, so Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender des VW-Konzerns im Juni 2020. Und weiter: “Auch heute noch kommt kaum eine Zeile Software-Code von uns”.

Ohne Software verlieren Sie das wertvollste Gut, das Sie als verbraucherorientiertes Unternehmen haben: den Zugang zu Ihren Kunden.

Ohne Software verlieren sie das Gold des digitalen Zeitalters, die Kundendaten.

Ohne Software sind Sie nur das, was ohne diese übrig bleibt, ein Unternehmen, das Metallkisten mit niedrigem Gewinn montiert, und Metallkisten mit niedrigem Gewinn sind eine austauschbare Ware.

Der deutschen Automobilindustrie droht das Risiko in Zukunft nur noch wertlose Zombies ohne Gehirn (Computer) und Blut (Daten) zu produzieren.

Software wird von Software-Entwickler und nicht Hardware-Manager gemacht!

Nach 20 Jahre in der Softwareindustrie, kann ich bestätigen, dass Software nichts magisches, sondern nur eine Technologie ist. Um Software zu managen, braucht man Software-Ingenieure und eine Software-Organisation. Wenn Sie Hardware-Managern in einer Hardware-Organisation erlauben, Ihre Software zu verwalten, wie können Sie dann Erfolg erwarten?

10 Jahre nachdem die etablierte Industrie es versäumt hat, ein funktionierendes IT- und Software-Betriebssystem für ihre Elektroautos zu entwickeln, wiederholen sie immer noch den gleichen Fehler, nämlich das Stück Technologie auszulagern, das für den Erfolg, die Gewinne und ihre Zukunft entscheidend ist.

Die geplante Kooperation im Bereich Software von BMW und Daimler ist beendet bevor sie begonnen hat was nur noch die Option Zulieferer zu nutzen übrig lässt da die Kosten eines der Hauptgründe für den Kooperationsansatz waren. Währenddessen verkündet VW, 7 Milliarden Euro mithilfe von 10.000 IT Mitarbeitern bis 2025 zu investieren um ein operatives Betriebssystem für ihre Fahrzeuge zu realisieren für das eine Tesla einen Bruchteil der Ressourcen benötigt hat.

Automobilmanager, die wissen, wie man Verbrenner-Fahrzeuge entwickelt, und die in dieser Umgebung erfolgreich waren, waren und sind immer noch für die Software-Organisationen des e-tron, Taycan, EQC oder ID.3 und alle angekündigten Elektro-Konzepte und -Modelle verantwortlich. Die deutsche Autoindustrie gibt ihre kritischsten neuen Produkte, die darüber entscheiden, ob sie als Unternehmen in ihrer bestehenden Struktur überleben werden in die Verantwortung von Managern, welche die geringste Erfahrung und das geringste Wissen über diesen kritischen Teil der Wertschöpfung, haben.

Der Versuch des VW-Konzerns, 10.000 IT-Ressourcen in einer neuen Organisation zu zentralisieren, um die Software-Probleme des ID.3 zu lösen, die 100, vielleicht sogar nur 50 gute Software-Ingenieure lösen könnten, ist ein Zeugnis dafür, dass man bis heute Software nicht wirklich versteht. Herbert Diess verlor die wichtige Rolle als CEO der Marke VW wegen der Software-Probleme mit dem Golf 8 und ID.3. Weitere Manager werden ihre Verantwortung verlieren, weil es offensichtlich ist, dass sie nicht wissen, was sie tun und worüber sie reden.

Software bestimmt mehr denn je über Erfolg oder Misserfolg

Da ihre Zukunft von der Software abhängt, sei es bei dem Produkt, dem Kundenutzen oder den Unternehmensgewinnen, muss die Software folglich auch eine der mächtigsten Positionen im Haus besetzten. Der IT-Vertreter im VW-Vorstand wurde 2019 zwar endlich berufen aber er befindet sich in einer schwachen Position ohne die nötige Macht und den nötigen Einfluss kritische Entscheidungen zu fällen. Wie kann ein Unternehmen erfolgreich sein, wenn das, womit es seine Hauptgewinne erzielen wird, kein wirkliches Mitspracherecht im Entscheidungsgremium hat?

Die von VW geplante Ausgliederung der Software in eine eigene rechtliche AG um mit einem eigenen VW.OS zum Android der Automobilindustrie zu werden das ein eigenes Betriebssystem auch für andere Autobauer anbietet kann ein Schritt in die richtige Richtung sein aber auch der Falsche. Statt wie ein Start-Up konzipiert zu sein das nicht auf bisherige Strukturen basiert um zuerst einmal eine gute stabile Lösung für die ID.X Modellreihe zu entwickeln wird ohne entscheidende Software Kompetenz aufgebaut zu haben gleich davon ausgegangen das man Lösungen für die gesamte Industrie anbieten kann. Wenn VW für eines nicht bekannt ist oder besser gesagt negativ bekannt ist dann ist es ihre Software.

Manager, die in ihrem ganzen Leben keinen einzigen Satz Software Code geschrieben haben und noch nicht einmal die gängigen Software Sprachen mit Namen nennen können, entscheiden über die Fahrzeugsoftware, die den größten Anteil der Gewinne bestimmt. In der Software-Industrie sind 80- 90% Marge nicht ungewöhnlich, aber die Autoindustrie ist nur wenige Prozent gewohnt. Manager, die nicht einmal die grundlegenden aktuellen Software-Sprachen kennen, noch wissen, was sie für den Erfolg bedeuten oder was ein guter oder schlechter Code ist, fällen Entscheidungen dessen Tragweite sie nicht annährend überblicken.

Sie sind für diese Aufgabe schlicht inkompetent. Selbst wenn ein Software-Ingenieur versucht, es ihnen zu erklären werden sie die Anforderung nicht verstehen aber ohne die Herausforderung und die Aufgabe beschreiben zu können sind sie so weit von der Lösung entfernt wie man nur sein kann.

“Die Automobilindustrie erlebt eine Welle der Inkompetenz bei Managern die vor kurzem noch zu den kompetentesten gehörten. Der größte Fehler der hierbei immer wieder gemacht wird ist ein Fahrzeug mit Verbrennungsantrieb mit einem Elektroauto zu vergleichen. Alles was diese beiden Fahrzeuge verbindet ist die äußere Hülle und die ist wie bereits erläutert ein austauschbares minderwertiges Produkt.”

“Benzin im Blut” reicht für E-Autos nicht aus!

Die Topmanager der deutschen Autoindustrie haben immer stolz erklärt, “Benzin im Blut” zu haben, z.B. Piech oder Winterkorn und heute viele andere. Es wurde als eine Aussage gesehen die sie für diese Top-Management-Rolle qualifiziert, aber da in der elektrischen Welt der Elektroautos kein Benzin Verwendung findet, sondern u.a. die Batterien und der Software-Code die entscheidenden Qualifikationskriterien sind, wie gut sind sie noch für die Rolle geeignet, die sie immer noch besitzen als wenn sie ein Erb-Recht darauf hätten?

Haben sie jetzt Elektrizität und Software-Code in ihrem Blut statt Benzin? Nein das haben sie nicht und deshalb sind sie auch nicht qualifiziert denn sie verstehen Software und Batterien und elektrische Antriebsstränge nicht. Wenn sie es täten, warum bieten sie uns dann Elektroautos an die so weit von den Möglichkeiten eines Tesla entfernt sind?

Würden sie für die Entwicklung eines Verbrennerfahrzeugs einen Top Manager einstellen der nicht einmal die Basis der Technologie versteht mit der Begründung das kann er ja an qualifizierte Mitarbeiter delegieren? Vermutlich nicht.

Wenn die Rechtfertigung für einen Top-Manager in der alten Welt der Verbrenner darin besteht, zu Beginn seiner Karriere Werkzeugmacher oder ähnliches gewesen zu sein, dann hätte ein Top-Manager heute, der die gleichen Qualifikations-Standards erfüllen soll, zu Beginn seiner Karriere Software-Programmierer sein müssen. Wenn Sie nicht verstehen, was Ihre Organisation tut, sind Sie nicht nur veraltet, sondern ein aktives Risiko für die Zukunft des Unternehmens.

Herbert Diess verlor letzte Woche seine Rolle als CEO der Marke VW u.a. auch wegen der Software-Katastrophe mit dem Golf 8 und dem ID.3, aber was ändert sich mit dem neuen CEO? Kennt sich Ralf Brandstätter mit Software aus? Haben sie die Entscheidung für den neuen CEO von seiner Software- oder Batterie-Expertise abhängig gemacht?

Sein erstes Interview zeigt uns stattdessen das er am Antrieb des Verbrenners bis auf weiteres festhalten will was die Kosten im Konzern bis auf weiteres unnötig hochtreiben wird und die Gewinne klein. Das nachfolgende Dementi der Unternehmenskommunikation zeigt das es keine einheitlich abgestimmte Strategie bei VW gibt.

Ein einfaches Job-Assessment mit allen Top-Managern bei VW, Audi, Porsche, BMW und Daimler mit der Aufforderung ein kleines Spiel oder einen einfachen, aber funktionierenden Virus zu programmieren würde sehr schnell Klarheit in der Frage der Kompetenz bringen. Wenn die Top Manager dazu nicht in der Lage sind oder glauben sie können diese Aufgabe delegieren dann feuern Sie sie sofort, weil sie für den Job schlichtweg nicht geeignet sind. Wie viele werden wohl übrigbleiben?

Es mag wie eine radikale Maßnahme klingen, aber ist es nicht noch viel radikaler, stattdessen den Verlust tausender Arbeitsplätze zu riskieren, weil das Top-Management inkompetent ist und nicht einmal die Grundlagen der Wertschöpfung des Unternehmens versteht? Gerade heute hat BMW verkündet 6.000 Mitarbeiter gehen zu lassen was ca. 5% der Belegschaft sind. Ich prognostiziere das dies erst der Beginn von zukünftigen Entlassungswellen ist.

Warum sollten die CEOs der deutschen Automobilhersteller nicht in der Lage sein, das zu tun, was ein 12-Jähriger, heutiger CEO von Tesla, 1984 getan hat? Mit 12 Jahren im Jahr 1984 programmierte Elon Musk, BlaStar. Ich bin sicher, dass sie alle mit Werkzeugen und Montagearbeiten in der Metall Werkstatt zurechtkommen werden, wenn man sie fragt, aber da das, womit der Konzern heute Geld verdient, Software ist, sollten sie wissen, worüber sie reden.

Software ist auch nur ein Werkzeug aber man muss es benutzen können um es zu verstehen, so wie bei jedem Werkzeug. Es geht hierbei nur um ein grundlegendes Verständnis dafür, was das Unternehmen ausmacht. Fehlt dieses liegt keine Qualifikation für eine Teilnahme an der Unternehmung vor.

Wenn Sie ein CEO eines deutschen Automobilkonzerns sind, sollten Sie wissen, was der Konzern macht.

“Sehr geehrter CEO, hier ist Ihre Herausforderung!“

Die Aktionäre der oben genannten Firmen wollen Manager, die ihr Geschäft verstehen. Ich glaube, das ist eine grundlegende, berechtigte und faire Forderung. Die Aktionäre haben verstanden was Qualifikation bedeutet und schätzen Tesla auch deshalb als den in der Marktkapitalisierung aktuell wertvollsten Automobilhersteller der Welt ein.

Einer der Gründe hierfür ist das Software-Know-how, das sich in den zukünftigen Gewinnen widerspiegelt, und zukünftige Gewinne sind das, worum es bei der Bewertung eines Unternehmens geht. Die uns nunmehr verbleibenden Optionen sind einfach, entweder man tauscht die Topmanager mit Leuten aus, die ihr Geschäft also Software verstehen, oder man riskiert, alles zu verlieren.

Peter Mertens, das Ex-Vorstandsmitglied von Audi, VW, Volvo, Faurecia und Jaguar Land Rover im Juni 2020: “Wir haben geschlafen (…) es wird blutig!”


Dieser Artikel ist im Juni 2020 auf der US Webseite www.cleantechnica.com erschienen und wurde in der heutigen deutschen Version mit aktuellen Zahlen, Inhalten und Informationen angepasst.

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66 Antworten

  1. ein sehr wahrer Artikel, es gibt auch Parallelen, ich sage nur Nokia unangefochten Nummer eins, bis so eine “Randerscheinung” mit einem I-Phone
    auftauchte, redet man heute noch über Nokia Handys ,
    denn zuletzt entscheidet immer der Kunde was Ihm mehr nutzt und was Ihn begeistert und nicht ein Manager.

  2. Ihr habt nicht geschlafen, Ihr habt es mit einen Visionär zu tun der den Zeitgeist trifft und konsequnt an der Umsetzung arbeitet!
    Um Geld allein kann es Musk ja wohl nicht gehen, er war schon vorher reich. Welche Vision haben den deutsche Automobilhersteller? Die meissten Autos zu verkaufen und die Taschen füllen? Musk setzt seine Kinderträume um. Umweltschonende Autos die auch noch Fahrspaß vermitteln, einfache Fenrladeinfrastruktur mit extrem fairen Preisen, Solarenergie, Raumfahrt mit dem Ziel Mars usw. Sorry, aber jeder Mensch der die mithelfen möchte die Welt weiter zu bringen wird, wenn er denn kann, einen Tesla kaufen und über Spaltmaße hinwegsehen. Sicherlich werden viele deutsche Ihrer Marke auch in Zukunft die Stange halten, aber Deutschland ist nicht der entscheidende Automarkt der Welt und wer es schafft über den Tellerand zu schauen der wird auch bei Tesla landen. Endlich dreht sich die Welt mal schneller und wer mithalten will, der braucht mehr als nur Margen und Software…

    1. In Deutschland besonders, wird Erfolg und Lebensziel nur direkt mit Geld verbunden. Das als Antrieb zu nehmen fördert aber weder das Lebensglück, noch bringt es die Wirtschaft voran. In Deutschland wird lieber nach Gründen gesucht warum es nicht geht anstatt es einfach zu versuchen. Risiko wird gescheut, keiner möchte seinem Ego einen Rückschlag zumuten, sich nicht “bloß stellen”, wenn etwas nicht nach Plan verläuft.
      Dinge werden oft zu tode diskutiert, übrig bleibt im besten Fall ein verkümmerter Kompromiss.
      Ein Land der Denker&Dichter, aber nicht mehr der Macher, dafür werden wir in Europa zu sehr von den anderen überholt und diese geben dann den Ton an. Software, Telekommunikation/Internet, Photovoltaik, Raumfahrt, KI, Clouddienste, Stromnetz,… Zukunftsträchtige Bereiche wo wir den Anschluß verloren haben. Und selbst im klassischen Handwerksbereich drohen die Chinesen uns zu entwischen.

    2. Ja so sehe ich das auch. Es ist aber nicht nur die Autoindustrie betroffen. Denkt doch nur an so Firmen wie Siemens, gegründet von einem Ingenieur. Heute verwalten Erbsenzähler unsere Unternehmen. Ingenieure oder vielleicht sogar noch Leute mit Visionen/Ideen, die sich nicht in einem Quartal realisieren lassen, sind in den Augen der Erbsenzähler doch nur gefährliche Kostenfaktoren. Bisher hatten die Erbsenzähler recht, man denke nur an BMW, was die in den letzten 20 Jahren verdient haben (und nach einem Monat Corona am Hungertuch knabbern). Ob dieses System die nächsten Jahrzehnte trägt wird sich zeigen.

      Im Gegensatz dazu wirkt ein Typ wie Musk erfrischend. Er braucht keine Werbespots im Fernsehen, er schießt einen Tesla in eine Umlaufbahn um die Sonne und ist tagelang in den Medien.

      Als Mensch scheint er mir eher schwierig zu sein. Man erinnere sich nur an seine Ausfälle. Ich denke der Typ hat eine ziemlich kurze Lunte. Als Chef möchte ich den bestimmt nicht haben.

  3. Nicht nur gut gebrüllt Löwe, sondern auch wahr. Die Deutsche Autoindustrie ist nach 100 Jahren technologische. Stillstand nicht in der Lage, in die Gänge zu kommen. Köpfe austauschen reicht nicht. Hybride Zukunftskosmetik als Erfolg zu verkaufen ist nur peinlich. Ein Kulturwechsel ist gefordert. Pseudomassige Reaktion auf ein vorbeigehende Ökowelle ist absurd. Noch so viel wie möglich aus Dreckschleudern Gewinn zu erzielen ist heuchlerisch. Es gibt keine Alternative, keinen Plan B. Wer das nicht kapiert hat -und das sind sehr viele in Deutschland- wird nicht überleben. Dieser Artikel trifft ins Schwarze und es tut weh. Die meisten Manager habens noch nicht kapieet.

  4. Ich kann mich noch gut an das überhebliche Gerede der deutschen Automanager erinnern als der erste Tesla Mod S auf die Straße gekommen ist. Das dürfte ihnen in der Zwischenzeit vergangen sein bzw. durch Panik ersetzt worden sein. Anscheinend hat man durch den Werdegang von Nokia nichts gelernt. Den Hauptunterschied den ich sehe ist, dass in traditionellen Automobilkonzernen BWLer das sagen haben (in vielen anderen Firmen natürlich auch), wogegen Tesla eine Firma von Ingenieuren ist. Das gesammte Outsourcing der Vergangenheit hat dazu geführt, dass die Hersteller quasi nichts mehr können außer Verbrennungsmotore zu entwickeln. Sandy Munro (den ich persönlich nur empfehlen kann) hat es folgendermaßen auf den Punkt gebracht. Auf die Frage warum Tesla in so vielen Bereichen (nicht nur der Software!!!) der Elektromobilität den Traditionellen so weit voraus ist, sagte er “because they are buying from somwhere else”. Ich kann nur im eigenen Interesse als Bewohner Deutschlands hoffen, dass “wir” die Kurve noch bekommen sonst wird es seeeehr bitter. Kleiner Funfact, es gibt bisher keine Fahrzeug auf dem Markt, welches das 2012 Model S in Punkto Reichweite schlagen kann (Quelle: Tesla Killer cemetry von Sean Michtell).

    1. Hm, was findet man immer bloß so toll an Tesla?
      https://www.auto-motor-und-sport.de/elektroauto/tesla-model-y-lackprobleme-qualitaet-sicherheit-vertragsbedingung-sperrt-kaeufer/

      Wie kann man sich für so ein Auto entscheiden mit solchen Mängeln, die Leib und Leben in Gefahr bringen? Und wer diese Mängel kritisiert wird bestraft von Tesla.
      Also bitte, was ist das für eine Firma, diese Autos kosten sehr viel Geld haben aber eine schlechtere Qualität als Dacia.

      Es sollte natürlich jeder tun was er will.

      1. Ihr Kommentar zeigt sehr schön, dass sie es auch nicht verstanden haben was Tesla auszeichnet.
        Ja, solche Fehler sollten nicht passieren, beim Lack wurde erst kürzlich wieder nachgebessert bei der alten Anlage und man merkt das sich Tesla immer nur auf wenige Bereiche gleichzeitig konzentriert. Das macht das ganze effizienter, aber es werden manche Dinge eben schleifen gelassen.
        Man merkt auch, dass sie keine Autobauer mit 100 Jahren Erfahrung sind, aber sie lernen rasch, ziehen Experten hinzu und verbessern den Ablauf.
        Und da nach wie vor die Nachfrage die Produktionskapazitäten übersteigt, liegt im großen und ganzen alles noch im grünen Bereich.

        1. Ja, natürlich verstehe ich es, Tesla hat den E Antrieb hoffähig gemacht und dies mit einer guten Reichweite. Diese Autos sind effizienter als Verbrenner und stoßen vor Ort keine Abgase aus. Es wird der E Antrieb auch in Zukunft zur Mobilität gehören. Aber was Tesla sich da erlaubt und das zu diesem Preis und der Umgang mit Kunden ist doch wohl eine Frechheit und ich weiß einfach nicht wie diese Dinge geduldet werden können? Wenn solche Probleme bei Audi, Mercedes oder BMW ( preislich wohl vergleichbar)auftreten würden wäre aber was los. Und und die meisten Teslakunden sagen ok, es kann passieren, nicht so schlimm! NEIN, es darf nicht passieren, dass das Lenkrad während der Fahrt abbricht, die Sicherheitsgurte nicht richtig befestigt sind oder die Rücksitzbank nicht befestigt wird. Dies sind Probleme, die Menschen umbringen! Ich weiß einfach nicht wie man sowas schön reden kann. So zerstört Tesla sich in meinen Augen selber. Innovation hin oder her. Und sowas wir von Tesla und selbst von Teslafahrern klein geredet. WARUM? Es ist eure Sicherheit. Wozu fahren wir den zum TÜV und bekommen keine Plakette wenn die Reifen abgefahren sind oder ein kleiner Riss Inder Scheibe ist oder ein Licht defekt ist ? Und dies dürften doch sicher alles noch Kleinigkeiten sein gegen die Probleme von Tesla. Da interessiert es mich wenig ob er ein Jahr auf dem Markt ist oder hundert Jahre auf dem Markt. Und wie Tesla damit umgeht ist fahrlässig. Genau so wie der Umgang ist mit dem Personal in der Coronakrise. Es ist einfach menschenverachtend und vielleicht ist es auch das Problem mit den Mängeln. Sowas darf man sicher nicht unterstützen. Dieser Umgang ist modere Sklaverei.

          1. Birger
            Ich möchte jetzt nicht aufzählen wieviele Rückrufaktionen es bei Mercedes, Audi und BMW es in den letzten Jahren gegeben hat und dann noch das mit den Manipulationen. Bevor Sie so ein Fake schreiben sollten Sie sich ein bisschen an an Tatsachen und Fairness halten.

          2. Rene

            Es sollte eigentlich eine Sparte runter zu Rene, leider kann ich dort nicht auf antworten gehen, darum mache ich es so. Was ist Fake?
            Der Bericht von Auto Motor und Sport ? Der Bericht mit dem Lenkrad habe ich auch nochmal raus gesucht.

            https://efahrer.chip.de/news/tesla-lenkrad-bricht-waehrend-der-fahrt-ab-der-fahrer-wendet-sich-an-elon-musk_102353

            Ich bleibe bei Tatsachen und Fairness und Sie ? Warum verharmlosen Sie solche Sachen? Was sagen Sie dazu, wenn bei Tempo 50 oder mehr das Lenkrad abfällt? Wahrscheinlich nicht mehr viel, weil Sie nichts mehr sagen könnten.
            Rückrufe bei Mercedes; BMW und Audi schon aber nicht wegen solcher gravierenden Sachen. Dieselgate ist natürlich ein Skandal und Betrug.

          3. @rene

            Man darf auch Tesla kritisieren. Die Qualitätsmängel der ersten M3 waren doch wohl real. Der eine oder andere hat vielleicht den Bericht von Nextmove gesehen. Die haben in einer Charge mehrere Autos mit Mängeln abgelehnt und sind dafür vom Hersteller (Tesla) abgestraft worden. Das gäbe bei den etablierten Herstellen einen ganz schönen Shitstorm.

            Das Stichwort Servicehell kenne ich auch nur in Zusammenhang mit Tesla. So gut ich den Direktvertrieb finde (ich brauche keine millionenteure Glaspaläste um mir ein Auto zu kaufen), aber ich brauche jemanden der sich um mein Auto kümmert, wenn ich ein Problem damit habe.

          4. Elon Musk’s Art ist sicher gewöhnungsbedürftig so wie viele Andere auch. Über sein andere Qualitäten, kann ich aber nur Superlative erkennen. Die Geister dürfen sich scheiden.
            Ich fahre seit 9 Jahren Tesla und falls Ihre Vorwürfe stimmen sollten, dann ist das sicherlich gar nicht gut, auch wenn es sich nur um Einzelfälle handeln sollte. Wie heisst es so schön : “Der Kunde ist König”. Das sollte sich auch Tesla beherzigen. Ich bin seit diesen 9 Jahren stets zuvorkommend bedient worden. Ausnahme, sind von Tesla zu ihren Ungunsten übernommen worden.

            Meine Kritik an Tesla, sind jedoch eher Details :
            Ich vermisse seit heute ein Head-Up-Display
            Ich vermisse auch immer noch einen Dualcharger als Option auf AC 22kW.

            Kundenbedürfnisse in Europa sind sehr oft unterschiedlich zu denen in USA und China. Tesla sollte mehr auch auf unsere Bedürfnisse eingehen, ich meine die Mainetenance im Algemeinen. Höre ich immer wieder von Tesla Fahrern. Ich hoffe das verbessert sich in Zukunft.

            Tesla hat sich anderseits sehr kulant gezeigt, als ich die Weltumrundung mit meinem Tesla Roadster 2016 in 80 Tagen gemacht habe. 24/7 war der Service Manager in der Schweiz für mich erreichbar. Also in 2012 in Schottland ein Problem mit meinem Roadster hatte, wurde Tesla in London sogar am Sonntag innerhalb 2h aktiv und hat schlussendlich fafür gesorgt, dass ich innerhalb von 2 Tagen wieder zu mir in die Schweiz fahren konnte und das wohlverstanden mit nur 1 Service Center in ganz UK.

            Nochmals, der Kunde ist König muss in jedem Fall gelten, so sehe ich das, egal ob es ein Einzelfall war oder etwas in der Masse vorkommt. Aber wir sind Alle auch immer nur Menschen und keiner ist frei von Fehlern. Nur wegen diesen Einzelfälle derart und pausenlos auf nur 1 Firma einzudreschen, finde ich schon etwas gewagt. Mir scheint, dass es gibt da noch andere Sorgen die Sie bezüglich Tesla plagen. Doch konstruktive Kritik ist stets wichtig.

      2. Ach ja, gesperrt wird jeder Käufe der innerhalb der Frist das Fahrzeug wieder zurück gibt, weil es ihm nicht gefällt, das hat jetzt nichts mit den Mängel zu tun.

      3. Tja, so ist das – großen Dank für diese aufschlussreiche Steilvorlage : Man sieht exemplarisch, die deutsche Lack, Leder, Spaltmaße-Fraktion – wie in der AMS – wird das Neue und Bessere wohl nie verstehen; aber merken wird sie es, wenn ihre alten “Verpennerkisten” dann quasi unverkäuflich geworden sind, so wie man es in Ländern mit bereits jetzt hohem BEV-Marktanteil immer mehr feststellen kann. Diese stinkenden und lärmenden Ego-Kisten gehören so schnell wie möglich stillgelegt, so wie die Infrastruktur quasi u.a. durch die ‘Revolution’ der angekündigten 1.000 Schnellladeparks (!!) das zulassen wird.

        Wir fahren im Familienkreis seit vier Jahren mit drei BEV, darunter mit Begeisterung je ein Tesla MS (Geschäftswagen) und M3. Was Besseres konnte uns nicht passieren! Das M3 wird nicht mal zu Hause an der Mietwohnung geladen. Das ist mit dem hervorragenden Tesla-Ladenetz nicht notwendig.
        Zu Ihrer Bemerkung “Gefahr für Leib und Leben” – genau das Gegenteil ist doch der Fall, nur ein Beispiel von vielen:
        https://www.tesla.com/de_DE/blog/model-3-lowest-probability-injury-any-vehicle-ever-tested-nhtsa?redirect=no
        Bald kommen noch je ein Peugeot 208E und CorsaE hinzu. “Verpenner” sind für uns heiße Luft, gedanklich nicht mehr existent, nicht mal ein bewusstes Ignorieren ist da notwendig.

        Was oft übersehen wird: Gott sei Dank gibt es in Europa Staaten, die deutlich vorausschauender und nicht so lobby-verseucht sind wie viele unserer Politiker und alle Verbrenner teils schon in wenigen Jahren verbieten. Somit wird den alten Herstellern auch dieses “Potential” bald wegbrechen.

        Da gilt der alte Spruch: Wer nicht hören will, muss fühlen. Viel Fortune beim leider unvermeidlichen beruflichen Überlebenskampf für die leidenden Arbeitnehmer und deren Familien kann man nur wünschen. Ich ahne da …
        (s. diesen hervorragenden Artikel…)

  5. Lange, zu lange haben deutsche Autohersteller geglaubt man muss einfach nur den Verbrennungsmotor ersetzen durch 1 bis 4 Elektromotoren alles schön verkabeln und das Ganze mit einem kleinen Elektronengehirn koppeln und schon hat man ein E-Auto. Im Prinzip ja, nur ist solch ein E-Auto Lichtjahre entfernt von den aus Visionen und neuen Ideen entstandenen E-Auto die heute als Vorreiter der Elektromobilität gelten. Den renommierten Autohersteller der letzten Jahrzehnte fehlt schon seit vielen Jahren die Fähigkeit Visionen zu entwickeln oder den Kunden von Morgen zuzuhören. Das wird Ihnen sehr teuer zu stehen kommen. Erst Ignoranz dann Unverstehen und Unvermögen gepaart mit Arroganz und fehlerhafter Selbsteinschätzung. Wer wird das wohl bezahlen und ausbaden müssen? Kleiner Tipp… Nicht die Manager!

        1. Zur Entschuldigung sei gesagt: Das sind Beiträge aus den Jahren 2011 (Frontal 21) und 2017 (Deiss), wenn ich richtig aufgepasst habe. Damals klang das alles recht vollmundig. Inzwischen dürfte der eine oder andere das am liebsten ungeschehen machen. Nur leider ist es schon ziemlich spät. Ich persönlich meine: “Zu spät”.

  6. Unsere Hersteller haben ihre Kompetenz über die Jahre abgebaut und ihren Zulieferern überlassen, oft wurden deren gute und neue Entwicklungen nicht genommen, weil mit der alten Technik mehr Geld zu verdienen war. Manchmal war der letzte Cent wichtiger als Verbesserungen! Nun holt sie diese ausnutzende und kanibalisierende Vorgehenweise ein und das schlimmste ist, es wird kaum erkannt.
    Der obige Artikel zeigt gut den ist Zustand!
    Es ist an der Zeit die noch vorhandene Kompetenz zu bündeln und einen großen Schritt zu machen, nur die geringen Spaltmaße sowie die herausragende Verarbeitung reichen nicht mehr aus.
    Also hören wir auf uns zu beklagen und über den möglichen Verlust der Arbeitsplätze zu sinnieren, entweder wir geben nun Vollgas oder wir sind weg.
    Es hilft auch nicht sich in Randdiskussionen über fehlende Lademöglichkeiten oder mangelhafte elektrische Netze zu verbrennen, das wird den technischen Fortschritt nicht mehr aufhalten..

  7. Elon Musk etabliert ein Satellitennetz mit dem „Starlink“-Projekt von SpaceX teilweise mit nur 10 Tagen Abstand zwischen den Starts: a.) Er ärgert sich über die mangelnde Qualität seines privaten Mobile-Empfangs… b.) Er plant die globale Abdeckung mit einer Data-Machine als Basis für alle auch kommenden Mobilitätskonzepte. Ich hoffe auf a.)! Andernfalls müsste die „alte“ Autoindustrie realisieren, dass gilt: „In Zukunft am Boden, wenn nicht zweimal im Monat im Raum“.

  8. Elektroautos sind wie Blu Ray.. Riesen Hype und am Ende streamt doch jeder. Beim “laden” eines Elektroautos treten nicht nur praktisch sondern auch theoretisch physikalische Widerstände auf die es auch durch technologische Fortschritte unmöglich machen werden die Ladezeit unter 15 min. Zu drücken.

    Das mag für Nahverkehrspendler die Zuhause laden funktionieren aber bei 40 mio. Autofahrern und Staus an Autobahntankstellen die es heute bei konventionellen Kraftstoffen schon gibt WIRD DAS NIE UND NIMMER REIN ELEKTRISCH funktionieren.

    Das ganze wird auf Wasserstoff rauslaufen und deutschland wird da vorne mitspielen . Dieser Elektrohype kommt nur daher weil ein Elektromotor vergleichsweise simpel ist im Vergleich zum verbrenner und andere Länder damit versuchen wollten / wollen fehlende Ingenieurskünste zu umgehen.

    Wasserstoff ist das Streaming von morgen. Rein Elektro die Blu Ray. Bestenfalls der kleine Zweitwagen für Kurzstrecke…

    1. Dir ist hoffentlich schon klar, dass ein Wasserstoffauto auch einen Elektromotor verwendet…
      Aus diesem Grund sinn BEV (battery electric vehicle) und FCEV (fuel cell electric vehicle) nach Definition beide Elektrofahrzeuge, nur der Energiespeicher unterscheidet sich. Beide Speicher haben ihre Vor- und Nachteile, wobei der Batterie durch die höhere Effizienz einfach ökonomisch viel mehr Sinn macht in einem Auto.

    2. Wasserstoff ist eher das neue Öl. Für den einfachen PKW wird es dafür aber in den nächsten 10-20 Jahren keine flächendeckende Versorgung geben können. H2 muss importiert werden, die Industrie braucht bis 2030 Unmengen davon, große Produktionsstätten gibt es bis dato nicht und das ist alles erst im politischen Gespräch ohne einer schlüssigen machbaren Lösung. Also einige Jahre bis es einen Beschluß gibt, ~5 Jahre um Pläne auszuarbeiten und mit den jeweiligen Ländern verhandeln. Investoren und Bauträger suchen> Aufbau. Parallel müssen Tankschiffe entwickelt und produziert oder Pipelines verlegt werden, wo DE nicht mal ein Stromkabel von Nord nach Süd im eigenen Land verlegen kann.
      Egal was am Ende heraus kommt, DE wird es sicher schaffen dass sie maximal Abhängig sind vom neuen “Öllieferant”.

    3. Sie beschreiben hier etwas, was in 50 Jahren vielleicht als “technologisches Anfangsproblem” aufgeführt wird.

      Bedenken Sie mal: zu Beginn des Verbrenners hatte keiner eine Idee wo man so viel Öl her bekommen sollte. Und heute? In 400m langen Schiffen wird das Zeug um die halbe Welt geschippert, um anschließen dann mit Tankwagen in die entlegensten Ecken der Welt gebracht zu werden.

      Eigentlich doch absurd, oder?
      Bietet doch eigentlich fast jeder Ort der Welt die Möglichkeit, Energie dezentral zu produzieren.

      1. In 50 Jahren ist es 2070 und 20 Jahre zu spät , die Erderwärmung noch aufzuhalten. Manche Diskussionen kommen mir vor als ob die Realität keine Rolle spielen würde. Wo ist der Sinn, sehr eloquent darüber nachzudenken ob es besser ist ein Gebäude zu verlassen, indem man entweder aus dem 10 oder 15 Stock springt? Für mich wäre die einzig vernünftige Lösung das Erdgeschoss zu benutzen.

  9. Ich freue mich das der Artikel gefällt aber auch kontroverse Meinungen sind immer willkommen. Als jemand der jeden Tag in den sozialen Medien unterwegs ist habe ich mir dazu inzwischen eine ‘dicke Haut wachsen lassen’.

    Noch vor zwei Jahren als mein erster Artikel der viel Aufmerksamkeit erzeugte erschien (auch hier zu finden) wurde ich gerade in Deutschland massiv attackiert und habe mich aus der öffentlichen Diskussion deshalb in unserem Lande in den sozialen Medien zurückgezogen. Nicht weil ich mit den Angriffen nicht klar komme, sondern weil eine sachliche und fachliche Diskussion leider nicht möglich war.

    Leserbriefe die ich in dieser Zeit an die FAZ, Süddeutsche und Welt geschrieben hatte um auf fachliche Fehler und falsche Schlussfolgerungen hinzuweisen wurden wie leider erwartet bis heute nicht beantwortet.

    Der nächste Artikel zu dem Thema VW und dessen aktuellen Entwicklungen ist schon in Arbeit und sollte in wenigen Tagen erscheinen.

    Die jeweils eingebetteten Videos sind komplementär und ergänzen die Inhalte meine Artikel.

    Viel Spass beim lesen!

    1. Alexander – ganz herzlichen Dank!
      Du bringst das wirklich mit Kompetenz rüber. Wir sind mitten in einer Zeitenwende und unsere eigenen Top-Manager glauben immer noch an ein vorübergehendes Problemchen. Wer mal einfach den Vorträgen von Tony Sheba zugehört hat oder die Arbeit von Ross Tessien in seekingalpha, der wusste was kommt. Selbst Richard Randoll hat das ja in seiner Doktorarbeit dargelegt. Es ist verrückt, wie das alles weder verstanden oder auch (mutwillig?) ignoriert wurde. Wir hatten im eigenen Haus auch so einen Fall, als ein paar junge Leute aus den USA kamen und über das Internet telephonieren wollten. Ging angeblich nicht und wenn, dann hätten wir das schliesslich selber erfunden. Und dann brachen in einzelnen Ländern plötzlich gegen 60% des Umsatzes weg und man versuchte noch zu Phantasiepreisen das eigene Geschäft zu verkaufen. Immerhin wurde klar kommuniziert, dass man einen grauenhaften Fehler begangen hat und das so etwas nie wieder passieren soll. Bis jetzt ging es ganz gut.
      Sicher war, Loewe Opta machte tolle Röhren TV’s, darum kann man den Hype um den Flachbildschirm lächelnd begleiten. Oder nehmen wir das tolle Nokia Telephon. Was soll da ein iPhone? Aber die Zeit geht weiter. Wo ist heute Loewe Opta und Nokia geblieben?
      Ich bin ebenfalls zuversichtlich, dass die Traditionshersteller erfolgreich den Weg gehen vom internationalen Player zum KMU. Wird dann noch interessant werden mit Ersatzteilen und Know-How, wenn die Kompetenz verschwindet.
      Das haben bereits die Werften, die Unterhaltungsindustrie, die PV Industrie, die Computer Industrie, die Telekommunikation, die Kamerahersteller, etc. hinter sich. Natürlich ist hier bei den Fahrzeugen aber alles ganz anders!
      Und so können dann die Traditionshersteller weiter ihrem Credo folgen “Diesel, Diesel, Diesel” oder “PHEV, PHEV, PHEV”. Jetzt auch mit 100 km elektrische Reichweite über einen Hilfsmotor.
      Noch vor wenigen Monaten konnte man den Eindruck haben, als wollten sie eine neue olympische Disziplin begründen: “Nase so hoch tragen, dass es bequem rein regnen kann!” Hier würden einige auf Anhieb das ganze Sieger Treppchen samt Diplome füllen. Mir schweben da folgende sehr bekannte Schwer-Athleten vor: Winterkorn, Stadler, Zetsche und Krüger.
      Aber deren Nachfolger sind jetzt schwer mit Aufräumen beschäftigt. Es geht schon lange nicht mehr um den elektrischen Antrieb. Es geht um den verzweifelten Versuch ebenfalls einen rollenden Computer zu bauen, der autonom fahren kann. Immer ständig 5 Jahre hinter dem Stand der Technik zu liegen ist tödlich. Keine ausgebildeten Fachkräfte zu finden, fatal.
      Solange sich “Vorsprung durch Technik” mit Super Spaltmassen und der Farbe der Ziernähte definiert, die der Kunde sich gegen Aufpreis aussuchen kann, sehr ich schwarz.
      Aber vielleicht lautet ja das neue Geschäftsmodell ja “Wir schneiden uns alle gegenseitig die Haare.” Das reicht ja vielleicht auch zum Glücklichsein. Fair enough!
      An Italien lieben wir ja auch diesen ganzen bröckelnden Charme. Und die freundlichen Menschen. Also seid unbesorgt und geniesst den Tag.
      Und Alexander – schreibe weiter. Wenn wenigstens einer der traditionellen Hersteller endlich aufwacht, wäre es schon gut.
      P.S.: 2011 habe ich das erste Mal in einem elektrischen “Einkaufswägeli” gesessen – einem quietsch-gelben “Think”, den wir uns als Flottenfahrzeug zugelegt hatten. Als ich ausstieg, habe ich gewusst: “Das wird die Zukunft bestimmen”.

    2. Es ist leider so, dass der Prophet im eigenen Land nichts gilt.
      Aber wie können Sie nur solche schlechten Nachrichten überbringen? Damals wurden die Boten dafür geköpft…grins…
      Geben Sie nicht auf, ich lese Sie gerne. Und wenn nur einer zum Nachdenken angeregt wird. lohnt es sich doch, oder nicht?

  10. Warum wurde mein Beitrag vernachlässigt?
    Elon Musk etabliert ein Satellitennetz mit dem „Starlink“-Projekt von SpaceX teilweise mit nur 10 Tagen Abstand zwischen den Starts: a.) Er ärgert sich über die mangelnde Qualität seines privaten Mobile-Empfangs… b.) Er plant die globale Abdeckung mit einer Data-Machine als Basis für alle auch kommenden Mobilitätskonzepte. Ich hoffe auf a.)! Andernfalls müsste die „alte“ Autoindustrie realisieren, dass gilt: „In Zukunft am Boden, wenn nicht zweimal im Monat im Raum“.
    Auto gefahren wird längst nicht mehr nur am Boden. Diese offene Flanke bleibt fahrlässig offen. Den Datenschatz der Zukunft wird die europäische Autoindustrie, in voller Abhängigkeit von überALL erreichbaren Starlink-Satelliten, nur schwer für sich wertschöpfen können.

  11. Der oben genannte Artikel ist eine der besten die ich seit langer Zeit zum Zustand der deutschen Automobilindustrie gelesen habe – vielleicht wird auch gerade deshalb das Thema Wasserstoff in Deutschland so gehyped- in der Hoffnung hier rechtzeitig mit am Start zu sein – meiner Meinung nach ist das beim Thema Pkw leider schon wieder die falsche Strategie
    Das schöne ist immer: die Geschichte wird zeigen wie viel die deutsche Automobilindustrie mit Nokia oder Agfa gemeinsam hat.

  12. Eigentlich ein Wechruf an die ganz weltweite etablierte Automobilindustrie. Vieles hat mir Bequemlichkeit von uns Menschen zu tun.

    Elon Musk hat es richtig formuliert : “Wenn sich ein Trend abzeichnet, ist es schon zu spät” .
    Der Trend hat sich im 1. Jahrzehnt des 21-ten Jahrhunderts begonnen und im 2. Jahrzehnt setzten die Millenials diesen Trend in die Wirklichkeit um und Anfangs des 3. Jahrzents wird es, wenn nicht etwas sehr unvorhergesehenes passiert weltweit zum Standard werden. In Sachen Mobilität wird es die Elektromobilität sein ( BEV und FCEV ).

    Wiederum versuchen die etablierten Automobilhersteller die Leute in Sicherheit zu wiegen. Dem Kunden wird schon beim Kauf eines neuen Autos der Eindruck vermittelt, es wird von uns ICE Autos noch 20-30 Jahre lang geben. Wir haben aber eine bequeme Alternative für euch : Den Hybriden. Jeder kann, muss aber nicht dessen Vorteile ausnutzen. Es ist euch überlassen. Wiederum ein Apell an die menschliche Bequemlichkeit, “… es ist alles nicht so dramatisch …”. Darin involviert sind nicht nur Deutsche Hersteller, sondern auch andere Europäer und vor allen Dingen auch die Japaner. Nicht zu vergessen Volvo etc.

    Und so geht es schon seit 30 Jahren. Ich erinnere da an die Deutsche Debatte über die Stilllegung des Kohlebergbaus. KKW war relativ einfach, da nicht so viele Arbeitsplätze auf dem Spiel standen, aber die Kohle !

    Ich stelle einfach mal folgende Frage in den Raum: Wie hätte sich die Energiewirtschaft in Deutschland entwickelt, wenn damals ein fester Endtermin des Kohleabbaus auf Ende 1999 beschlossen worden wäre ? Vielleicht hätte sich sogar bis heute, ich meine 20 Jahre später, eine Wasserstoff Wirtschaft entwickelt, die sogar beinahe 100% nachhaltig wäre. Im Zuge dessen hätte sich ja tatsächlich das damalige kleine Plänzchen der FCEV’s heute ebenfalls zu einem Standart mit der ganzen Infrastruktur entwickelt. Dann wären heute vielleicht die etablierten Deutschen Automobilhersteller mit ihren FCEV zusammen mit Tesla und seinen BEV’s an forderster Front ? Es gäbe nicht einmal diese hitzige Diskussion ob das Eine oder das Andere oder vielleicht doch keines von beidem.

    Nun heute sind wir 20 Jahre später und was sehen wir ? Weil damals kein Risiko getragen wurde ( quasi : “kicking the can down the road” ) wird die Sache immer enger.

    Heute sind “Manager” am werk und nicht “Unternehmer”. Bei falschen Entscheiden haben Manager absolut nichts zu verlieren, Unternehmer aber hingegen Alles.

    Seit 1 Dekade läuft Tesla immer am absoluten Limit. Elon Musk könnte jederzeit scheitern. Sein Ergeiz lässt es nicht zu, dass er scheitert. Das sind alles Voraussetzungen um einen Trend zum Durchbruch zu verhelfen, die einen Erfolg nicht absolut garantieren aber möglich machen. Vielleicht ist das Alles Anlass für Europäer ( Typen wie Elon Musk ) ebenfalls serial entrepreneure zu werden.

    Vielleicht aber ist es auch der Startschuss bei dem die etablierte Deutsche Automobilindustrie ihre Systemrelevanz verliert. Wir Schweizer sind da gebrannte Kinder, Stichworte Uhren, Banken, Swissair ( heute Swiss unter Lufthansa ) usw. usf.

  13. Seit August 2019 fahre ich meinen KIA soul 64 kW, mit ALLER Technik ausgestattet, erkennbar auf Vernunft gebettet, auf absehbare Zeit einmalig. Dank für den Beitrag, leider als Negativbestätigung.

  14. Das mit der Software ist wichtig aber eher Nebensache. Alles dreht sich um Reichweite. Batterietechnik, da wurde geschlafen. Tesla hat gerade die 400 Meilen / 640 km Marke geknackt. Das Problem ist aber auch überhaupt die gesamtdeutsche Trägheit. Schuld waren auch die Medien, die stets das E-Auto als Spielzeug verunglimpft haben, zb SpOn. Ich würde jetzt aber daraus keine Geißel machen. Benzinautos sind nun einmal keine E-Autos und es ist normal, dass die Hersteller da nicht alles neu erfinden. Viel schlimmer ist, dass es hier kein E-PKW Startup gab. Aber auch das ist ok. Die USA sind vom Öl schwer abhängig und das war die Motivation hinter den Tesla Gründern. Die Entwicklung ist durchaus nachvollziehbar. Die USA haben kaum öffentlichen Verkehr wie hierzulande. Tesla ist aus der Not geboren . Wir haben in Deutschland dafür andere Risiken, Nöte, Schwerpunkte. Die BRD ein Top Innovationsland. Also. Tränen wegwischen. Konsolidieren. Das beste draus machen und dranbleiben. Europäische Integration vorantreiben. In Osteuropa investieren.

    1. “Viel schlimmer ist, dass es hier kein E-PKW Startup gab.”
      Es gab doch Streetscooter und E.Go. E.Go hatte riesige Schwierigkeiten mit den Zulieferern, bis die etablierten hersteller aufgeholt hatten. Keine Ahnung, wie so etwas passiert…

  15. Sie haben Tesla nicht ernst genommen, und nur belächelt.
    So langsam werden sie nun wach, lächeln nicht mehr, sondern strampeln,
    und versuchen immer noch, sich selbst zu sortieren…..
    während Tesla munter weiter entwickelt, expandiert, und verkauft.

    Alles Andere, was in der Automobilwelt Rang und Namen hat, drückst peinlich herum,
    kriegt nichts auf die Reihe, und bekommt zu Recht die Quittung.
    Bedauerlicherweise gibt es noch viel zu viele Kunden, die eine Marke kaufen,
    weil sie eben immer diese Marke gekauft haben. Ohne diese Kunden wäre
    die Luft richtig dünn für die Konzerne.

    Die Zukunft ist längst da, nur die etablierte Automobilindustrie hat es noch nicht gemerkt.

  16. Sie haben noch nie in einem Tesla gesessen, gefahren, oder sich damit beschäftigt was dieses Auto ausmacht.

    Der Punkt ist: ES GEHT NICHT UM DIE HARDWARE!!!

    Scheiss auf das bekloppte spaltmaß, was interessiert es mich, ob die karre 0,5 oder 0,8mm Spalte hat… Die deutschen sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht.

    Stellen sie sich vor ihr Handy oder ihr Auto bekommt neue Funktionen und gewinnt an Wert. Ihr Auto ist gleichwertig, wenn es 5, 3 oder 1 Jahr alt ist.

    Ich bin selber in der software Industrie groß geworden, und habe es so oft erlebt, wenn Hardware Firmen versuchen mit ihre 3-4 Jahren entwicklungszyklen in das software Geschäft einzusteigen… Sie haben fast alle kläglich versagt….

    1. Es geht aber auch nicht nur im Software. Die breite Akzeptanz des Elektro-Autos steht und fällt nicht mit der Software und ob ich Netflix gucken kann im Auto, sondern mit der Reichweite und somit mit dem Akku und Antrieb. Beides ist Hardware. Mir ist bewusst, dass Telsa über Software Updates immer mal wieder etwas Reichweite rausholt (ob das nun Effizient Steigerung und schlicht Freigabe von mehr netto Kapazität ist). Aber das sind auch keine 100km, sondern eher 5-20km. Die reißen es jetzt auch nicht raus und irgendwann sind die Software Möglichkeiten erschöpft und es hilft nur ein größerer Akku.
      Wie schon in einem anderen Kommentar geschrieben: es geht bei Hardware ja auch nicht nur um Spaltmaße. Wie wichtig die sind, ist ja auch persönliche Ansichtssache. Fakt ist, dass Teslas Autos durch die Bank weg nicht günstig sind. Und (das jetzt meine persönliche Meinung) ich finde, dass ich bei einem Auto was 50k€-100k€ kostet sehr wohl erwarten kann, dass es perfekt verarbeitet ist. Genau dasselbe erwarte ich von VW, Audi, BMW, Mercedes, Toyota, Renault oder wem auch immer. Einem Dacia für 10k€ verzeihe ich das.
      Aber es gibt auch noch andere Hardware, die ich bei anderen Herstellern zum Teil bis runter zu Golf-Klasse bekomme (wenn auch teilweise gegen Aufpreis). Es geht halt um Sachen wie funktionierende Verkehrszeichenerkennung (klappt z.B. bei unserem 8 Jahren alten 320d tadellos bei Tag, Nacht, Sonne, Regen etc.), adaptives Fernlicht (nicht nur An/Aus), Matrix-LED oder Head-Up Display (in der richtigen Umsetzung absolut geniale Sache). Dazu kommen halt Fahrwerk- und Dynamik Tricks wie Torque Vectoring und solche Spielereien. Braucht man im Alltag vielleicht nicht, aber ich brauche auch keine Spiele oder Netflix im Auto. Fällt in die Kategorie Nice to have, aber wirklich notwendig ist das nicht oder für eine Kaufentscheidung ausschlaggebend.
      Generell finde ich, dass die Hersteller sich weniger um OTA Updates und sowas kümmern sollten, sondern einfach ein vernünftiges Elektroauto mit anständiger Reichweite und Ladefähigkeit auf die Beine stellen sollten. Bisher beschränkt sich vieles auf SUVs, was schlicht der falsche Weg ist um Reichweite zu holen, zumindest bei vertretbarer Akku-Größe und Gewicht. Der Verbrauch der Wandschränke ist schlicht zu hoch und die Bauform erlaubt nicht, dass man effiziente Fahrzeuge hinbekommt. Der cw-Wert ist eine Sache, aber SUVs haben von Natur aus eine zu große Querschnittsfläche. Dazu sind die meisten sehr teuer, was natürlich an den höheren Margen im Premium Segment liegt. Aus demselben Grund hat auch Tesla erst Model S und Model X auf den Markt gebracht, bevor man sich mit dem Model 3 in den Massenmarkt getraut hat. Im Bereich von unter 30.000€ werden die Margen immer kleiner und kleiner, sodass Tesla dort eben auch noch nichts anbietet. Kommt vielleicht noch, aber mit Sicherheit zu allerletzt.
      Autopilot ist sicherlich eine Software Geschichte (aber auch nicht nur), aber es gibt aktuell schlicht nicht die gesetzlichen Rahmenbedingungen (zumindest in Europa) um wirkliches autonomes Fahren (Level 4/5 oder was das war) zu erlauben. Da muss das System 100% (und nicht 99%) zuverlässig laufen und der Hersteller haften, wenn was passiert. Von daher haben da alle noch Zeit und die Entwicklung läuft überall. Mittlerweile bietet jeder Hersteller Systeme an, die auf der Autobahn autonom fahren können. Das ist aber auch die einfachste Umgebung. Alle fahren in eine Richtung und die größte Überraschung ist, dass vor einem einer raus zieht. In der Stadt sieht das wieder ganz anders aus. Komplizierter wird es noch bei Nacht und schlechten Lichtverhältnissen. Ein Grund warum das nur mit Kameras nicht funktionieren wird (Kameras brauchen ausreichend Licht (Quantenausbeute, Dunkelrausche und so), und das fürs autonome Fahren in ausreichend kurzer (ms) Zeit).

      Auf der einen Seite haben die Autohersteller bei der Software noch sehr viel Nachholbedarf. Auf der anderen Seite hat Tesla bei Hardware (wie gesagt nicht nur Spaltmaße) und vor allem auch Service Netz noch deutlichen Nachholbedarf. Letztere Punkt könnte ein Bumerang werden, wenn Tesla versucht mit Gewalt immer mehr Fahrzeuge auf den Markt zu werfen. Letztlich sorgt die Kombination aus Hardware und Software dafür, dass das Auto mich von A nach B bringt. Eines alleine Hilft mir garnicht. Na gut, mit der Hardware alleine sitze ich wenigstens im Trockenen wenns regnet ;-). Schauen wir mal wie das ganze sich entwickelt. Bis 2025 werden wir sehr viel schlauer sein und das Angebot an BEVs wird sich vervielfacht haben.

  17. Ich möchte klarstellen:
    Auf lange Sicht geht es natürlich besonders um die Selbstfahrfähigkeit und die Software. Auch zb Diebstahlschutz. Aber rückwirkend betrachtet war mangelnde Reichweite das große Problem. Moderne Verbrenner schaffen über 1300km und tanken in 2 Minuten überall. Die Batterie Technik muss ganz anders werden. Der Verbrenner wäre für ein Selbstfahrendes Auto noch immer die weitaus bessere Wahl. Und mit höherer Geschwindigkeit. Die Zweifel am Elektroauto waren durchaus berechtigt und es wurde und wird ja investiert in Batterietechnik. Da werden noch Überraschungen kommen. Auch das beste Selbstfahrsystem muss sich erst zeigen. Nicht das Betriebssystem sondern der Autopilot ist entscheidend. Auch da ist unklar was passieren wird. Allerdings ist Elon Musk da überall fett investiert und überträgt ja das Wissen von SpaceEx, Neurolink, The Boring Company, Starlink, Tesla und besonders der AI University, Open AI. Es bleibt spannend. Man sollte auch einmal etwas grenzüberschreitender denken, statt BILD Wir sind Papst Niveau. Da gibt es zb noch die Klimaerwärmung. Es bleiben noch sechs Jahre bis zur Unumkehrbarkeit. Und dann? Ganz neue Herausforderungen werden kommen.

  18. Der Artikel ist eine gute Story, beschreibt aber das Jahr 2016.
    Es kommt eine Schwämme von eAutos aus Deutschland, mit faszinierenden Techniken.
    Ich kann beim Tesla nur teilweise Zukunft erkennen, funktioniert beim Tesla die Verkehrszeichenerkennung, gibt es eine Headup, Geräuschdämmung, Schnellladen, Matrixlicht,
    Anhängekupplung, Service, günstige Ersatzteile, günstige Fahrzeuge,…..?

    1. Schade, dass Du die gute Story nicht verstanden hast. Das nun bald eine Schwemme von e-Autos aus Deutschland kommt (wie lange höre ich das eigentlich schon…) ist eben nicht des Pudels Kern. Nun den Antrieb austauschen ist tatsächlich der kleinste Teil und die Hybris der deutschen Manager ist genau dieses Mantra: Verbrenner raus, Batterie und Elektroauto rein und Dank besserer Spaltmasse Markt gewonnen. Bitte nochmal lesen und das Thema Software verstehen…

      Zu den anderen Punkten:
      – Verkehrszeichenerkennung: ja, fehlt absolut und es tut sehr weh im Moment. Aber: Dank der Softwarearchitektur kommt es noch (hoffentlich bald…)
      – Headup: nein, aber: na und? Schon seit einer gut zweistelligen Anzahl von Jahren kommen insb. deutsche Hersteller alle paar Jahr damit, ist ein Marketingerfolg und schläft dann wieder ein. Aber ja, ein nice-to-have wäre es
      – Geräuschdämmung: ja, gibt es. Vielleicht nicht wie bei einer S-Klasse. Ist wie bei den Spaltmaßen, wird ein Hardware-Feature aufgebauscht
      – Schnellladen: ernsthaft? Wer kann das besser als Tesla. Nicht nur (tolle) theoretische Werte bei Porsche und Co. anschauen, sondern reale Werte mit realen, funktionierenden und bezahlbaren Ladesäulen
      – Matrixlicht: i don’t care – hätte ich nicht mal als Aufpreis haben wollem
      – Anhängerkupplung: ja, in Model 3, Model Y und Model X – was war also die Frage? Ich ziehe im echten Leben einen mittelgroßen Wohnwagen (1,8t)
      – Service: war eine Katastrophe in Anfang 2019, aber wir sind in Mitte 2020…
      – Ersatzteilpreise: korrekt, da muss Tesla zu After-Market verpflichtet werden
      – günstige Fahrzeuge: wenn ich den realen Preis des ID.3 sehe (gerade in Bezug auf die oben bei Dir so hochgelobten wichtigen Extras), dann staune ich, wie günstig Model 3 / Y sind. Aber auch hier: ich hätte auch gerne noch einen Tesla für die echte Masse, denn das Model 3 ist sicherlich nur was für die Mittelschicht.

      1. Ich habe irgendwo gehört, dass Tesla’s Verkehrszeichenerkennung mal ganz gut funktioniert hat. Und zwar, als sich die von einem Israelischen Unternehmen eingekauft haben (Namen habe ich vergessen). Dummerweise hat Tesla die Technik noch für andere Sachen (Autopilot) eingesetzt, für die sie nicht freigegeben bzw. gedacht waren. Dann hat das israelische Unternehmen die Zusammenarbeit aufgekündigt. So hab ich das in groben Zügen mal irgendwo gehört.

        HUD ist schon ne geniale Sache. Wenn ich lese, was VW da noch in Richtung AR Funktion plant (ich weiß das wird erst nachgeliefert) ist das schon super. Gerade wenn man für sich in Anspruch nimmt ein Innovations-Vorreiter zu sein, sollte man auch State-of-the-Art Assistenzsysteme anbieten. Zumindest im Premium-Segment.
        Beim Schnellladen ist ja, wenn man so die Tests verfolgt, der e-tron von Audi mit praktisch dauerhaft 150kW bis 80% und 42min auf 100% aktuell der Maßstab. Ob ich jetzt generell dem Auto ankreiden soll, dass das Schnelllade-Netz nicht oder noch nicht ordentlich und zu vernünftigen Preisen (das gilt ja Primär für Ionity) funktioniert…. Ja da ist Telsa radikal voran gegangen, hatte aber wohl auch kaum eine andere Wahl, wenn sie ihre Autos verkaufen wollten. Wer baut denn gerade in der Anfangszeit ein Ladenetz auf, wenn weltweit einige 100.000 Autos es nutzen.
        Hat sich denn am Service viel getan? Da ich keinen Tesla habe, weiß ich das nicht. Ich glaube aber von meinem zu Hause aus wäre der nächste Tesla Service mindestens 100km entfernt. Der nächste BMW, Mercedes, VW, Audi oder was auch immer Service dagegen keine 10km. Das ist dann doch ein wirkliches Argument gegen einen Kauf. Die Befürchtung die ich auch habe, wäre halt, dass das mit dem Service nicht besser wird, wenn die Verkaufszahlen steigen und das werden sie durch das Model Y und die neue Giga Factory definitiv.

    2. Schilderkennung fehlt doch nur beim Model 3. die wird dort aber auch bald kommen. Das sind eher Patentprobleme als reale technische Probleme. Wahrscheinlich ist das Auch der Grund beim Matrixlicht und Headup Display, was ich am BMW auch sehr geliebt habe.
      Ich denke all diese Sachen werden in einen neuen Modell S kommen, schließlich ist es jetzt schon 8 Jahre alt und neben dem X das Topmodell. Das Modell 3 ist halt eine „Sparversion“, auch wenn es aufgrund der Akkus 60T€ kostet. Deshalb darf man es nicht mit gleich teuren Verbrennern vergleichen.

      Der Artikel macht mir Sorgen Wir sind einfach zu abhängig von der Autoindustrie

      1. Das sehe ich genau so wie Sie.

        Es ist nicht gut, wenn nur 1 Schlüsselindustrie zum Klumpenrisiko wird und sich dann in schlechteren Zeiten als “to big to fail” herausstellt. Die ganze Volkswirtschaft wird so immer als Geissel gehalten. Wir in der Schweiz hatten das schon mit den Banken.

        In vielen Argumentationen über den zukünftigen Strombedarf wird auch immer davon ausgegangen, dass in 10 oder 20 Jahren immer noch gleich viele oder mehr Autos benötigt werden. Zukünftige Generationen, besonders diejenigen in den Städten WOLLEN schon heute KEIN EIGENES Auto mehr und werden von der Politik mehr ÖV fordern und bessere Verhältinisse für Fahrräder, Fussgänger, Scooters usw. usf.

        Auch wandeln wir uns immer schneller in eine Dienstleistungsgesellschaft mit viel mehr HomeOffice. Die Mobilität auf breiter Ebene wird in 10-20 Jahren niemals mehr so wie heute aussehen. Millenials werden das so einrichten wollen und die Zukunft bestimmen. Wir sollten zukünftige Energiesysteme viel mehr zusammen mit diesen Generationen abstimmen und nicht die Millenials vor festgezimmerte Fakten stellen. Sie werden entscheiden, wieviel Energie sie haben wollen.

  19. Grundsätzlich denke ich, er hat recht. ABER: nicht nur das Experten weltweit über viele, viele Jahre zwischen 2012 bis heute der Firma Tesla den baldigen Untergang prophezeit haben (heute wissen es natprlich alles besset, nein, Tesla ist im Automobilbau auch noch nicht da wo alle anderen Großen der Branche sind.

    Denn: ein Auto heute und in der Zukunft besteht eben nicht nur aus Batterie und Software.
    Die metallene Hülle, das Design, das Interieur, das Händlernetz, Servicenetz, Kundenbindung, Produktionssysteme für Millionen Fahrzeuge pro Jahr. Auch das muss entwickelt werden. Und daran arbeitet Tesla seit über 10 Jahren und hat immer noch große Aufgaben vor sich.

    Natürlich durchlebt die deutsche Autoindustrie gerade eine der größten Herausforderungen der Geschichte, aber ich bin sehr, sehr zuversichtlich, dass man diese trotz aller Unkenrufe höchst erfolgreich meistern wird.

    1. Die Kundschaft in Europa denkt anders als in USA, China. In Europa will der Kunde möglichst viel gehätschelt werden, aber Tesla muss sich da in Europa halt anpassen. In der Tat hat Tesla da in Europa noch Nachholbedarf.

      Wie Marc schon weiter oben erwähnt hat geht es heute und in Zukunft ausschliesslich um Software und natürlich die Batterie. Die übrige Hardware wie Spaltmasse und Interieur sind eher 2. rangig. Ich bevorzuge vegan und eher schlicht ala ID.3 und Model 3/Y. Aber das ist Ansichtssache.

      Meiner Meinung nach bin ich eher skeptisch, dass Gemischtwarenhändler Tesla Fahrzeuge verkaufen wollten. In den USA z.B. weigern sie sich standhaft Teslas in das Angbot aufzunehmen. Das kann sich aber ändern, sobald der Marktanteil Elektrofahrzeuge vs. Verbrenner steigt.

  20. Ich denke da ist wohl eine disruptive innovation am Werk und der kann man nicht mit den etablierten Prozessen Herr werden. Mein 1.000.000.000 Euro Vorschlag an jeden die Manager: Lesen bildet: z.B. ‘the innovators dilemma’, da steht drin, was ihr gerade falsch macht. Kontonummer folgt 😉

  21. Sry, da ist ein “die” zuviel. Es fehlte noch der entscheidende Hinweis, dass in dem Buch auch die Lösung steht. Viel Spaß beim Lesen.

  22. Also ich fand e-autos nie so schön und dieser Run niach größeren Batterien wird schon noch seine dunkle Klinge zeigen.
    Jedenfalls ist mir egal was softwaretechnisch in Neuwagen steckt ich kann mir eh keinen leisten und spare auf einen 1999 Toyota Supra

    1. Ein 20 Jahre alter 3 Liter 6 Zylinder ist ja auf Dauer auch wesentlich günstiger und sinnvoller als ein modernes e-Auto aus dem Kleinwagen-Segment.

  23. Leider hat er recht. Nur ein radikales Umsteuern auf das Geschäftsmodell Auto = Smartphone auf Rädern kann die deutsche Schlüsselindustrie noch retten. Es ist zu schaffen, aber der Preis, den wir als Land und als Gesellschaft zahlen werden wird hoch sein. Und wenn wir nicht umsteuern, wird es noch viel teurer, weil dann die letzte Schlüsselindustrie in diesem Land auch den Bach runter gegangen ist. Trotz aller Fehler um Diesel,… kann das niemand wollen und insofern ist Schadenfreude völlig unangebracht. Das Konjunkturpaket weist in die richtigen Richtung. https://www.elektroauto-news.net/2020/konjunkturpaket-langfristig-deutsche-automobilindustrie-stark-profitieren

    Aber was viele übersehen. Alle schauen auf Tesla. Die wahre Gefahr lauert in Asien. Auch Tesla bekommt die Batterien von asiatischen Herstellern. Wer sich etwas Infotainment zu dem Thema gönnen will: https://www.amazon.de/dp/B081TQ8BZ7

  24. Naja für einen Leiter der FuE teils zu Platte kommentare…..

    Die Beschleunigung und recht einfache Verbesserungen der Höchstleistung liegt nicht daran weil es ein TESLA ist sondern ein E Motor hat. Drehmoment vom Stand aus ohne Kupplung und recht einfach Mehrleistung… Wobei das beim Turbo ähnlich ist…..

    Trotzdem hat Deutschland dies nicht nachvollziehbar verpennt dreht sich um andere Dinge. Es ist vollkommen OK mit altgedienter Technik Geld zu scheffeln “Cash Cows” meine ich, aber nicht ok sämtliche Gewinne zu vergeigen.

    Versager. Leiden tut der Arbeiter und ganze Regionen auch die, wo nie von der Branche profitiert haben.

    Die Verursacher haben die Fische im trockenen und die Akademiker ziehen notfalls aus der Region oder Deutschland weg….

    Aber ja, eine Kassiererin die nen 25 Cent Bon findet die bestraft man hierzulande, oder ein LKW Fahrer der sein Lappen verliert…..

  25. Das Softwareproblem ist da, aber lösbar bei genug Geld, Zeit und richtigen Führungspersonen/Mitarbeiter.
    Problematischer bei VW sehe ich eher Betriebsräte wie Osterloh, die Veränderungen total blockieren wegen Arbeitsplätzen.

  26. Sorry aber Wasserstoff zu produzieren, für das müssen wir nicht ins Ausland. Das kann jeder bei sich zu Hause! Mit 2m2 Solarzellen kombiniert mit Hitze Abführung. Kann man den ganzen Energie Bedarf eines Menschen abdecken. Die Technologie ist vorhanden. Aber die Industrie hat kein Interesse den Menschen unabhängig zu machen. Es geht immer um Geld und Abhängigkeit.
    Kleines Beispiel. Entsalzungsanlage an den Meeresküsten im Equator Bereich nur mit Kunststoff bedeckten Flutbecken die über Verdunstung funktionieren und Pumpen und Pipeline’s die das gewonnene Wasser in Wüsten leiten. Ohne grosse technische Hilfsmittel würde sich die Erhöhung des Meeresspiegels kontrollieren lassen und zugleich die Erwärmung eindämmen lassen durch das neu entstehende grün in den Wüsten.
    Aber kein Geld zu verdienen. Es würden Menschen unabhängig gemacht. Machtverlust der Besitzenden. Darum wird die Erde zugrunde gerichtet.
    Es wäre alles da.
    Und ja Wasserstoff ist die Zukunft. Was viele nicht verstehen Mask führt jedes Projekt bis es eigenständig ohne Problem läuft. Damit finanziert er dann einfach seine nächste Vision. Tesla ist wie Paypal, nur ein weiterer Schritt Richtung Mars. Und bald wird er wohl auch weitere Ziele ins Auge fassen. Er ist der Alfred Escher der Neuzeit. Etwas das in Europa leider fast gänzlich ausgestorben ist.

  27. Die im vorstehenden Artikel beschriebenen Probleme hätten wohl noch drastischere Auswirkungen, wenn TESLA seine Möglichkeiten konsequenter nutzen würde: die Kommunikation zwischen Kunde und Produktentwicklung etwa wird unzureichend genutzt. In der Folge sind gute Ideen nicht zu Ende programmiert, bleiben fehlerhaft und damit hinter ihren Möglichkeiten zurück, obwohl mit gleichem Aufwand ein besseres Produkt realisiert werden könnte. Ich schreibe das als Fahrer eines Tesla Modell3, der sein Fahrzeug trotz der vorstehenden Bemerkungen nicht mehr hergeben möchte. Die Fehler, die Tesla heute macht, sind taktischer Natur. Die Strategie schein zu stimmen.

  28. Tja, recht hat der! Der Starke ist am stärksten allein. E. Musk ist ein Patron nach althergebrachter Art. Einer der an alles denkt und es auch versteht.
    Der weiss, dass man auch die Software selber machen muss. Der Klimawandel scheidet nicht an Hinweistafelerkennung und Selbststeuerung.

  29. Dr. Kell von BMW im Jahre 2012 (damals Chef “Plattformstrategie”) zu meiner Frage nach der Batteriezellkompetenz : “Ach, das ist gar kein Problem. Wir stärken 2 Zulieferer und spielen sie dann gegeneinander aus.” Die Aussage ist mir richtig eingebrannt. Hochmut kommt vor dem Fall.

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