Künftiger Bosch-Chef: „Der Markt sollte die beste Lösung finden“

Künftiger Bosch-Chef: "Der Markt sollte die beste Lösung finden"

Copyright Abbildung(en): Bosch

Über Jahrzehnte hat der Autozulieferer Bosch den Großteil seines Umsatzes mit Bauteilen für Verbrennungsmotoren gemacht. Nun aber wächst der Anteil von Komponenten für E-Autos deutlich. Dennoch halten die Schwaben eine Fokussierung auf nur noch einen Antrieb für den falschen Ansatz. Der designierte Bosch-Chef Stefan Hartung erklärte in einem „Welt“-Interview: „Es geht nicht darum, den Verbrenner zu retten – sondern um die Frage, wie wir weltweit Mobilität CO2-frei machen, ohne sie abzuschaffen.

Im städtischen Leben werde man auf alle möglichen Mobilitätsformen zurückgreifen können, es gebe aber nicht nur das Leben in der Stadt. Dort, wo die Elektro-Ladeinfrastruktur fehlt, würden Verbrennungsmotoren daher noch gebraucht. Dennoch sei die Richtung klar: „Wir sollten aber möglichst bald kein Diesel und Benzin mehr nutzen. Für Motoren brauchen wir daher CO2-freie Kraftstoffe – Paraffin, Biokraftstoffe oder synthetische Kraftstoffe.

Die Elektrifizierung sei technologisch „enorm anspruchsvoll, so der studierte Maschinenbauer. Die vorgesehene Euro-7-Abgasnorm und der EU-Klimaplan „Fit for 55“ bedeuteten im nächsten Jahrzehnt faktisch das Aus des Verbrennungsmotors. Insbesondere Zulieferer, darunter Bosch, kritisieren das. Hartung sieht die geplanten Vorgaben aber auch Chance für die Branche: Die Folge sei ein massiver Technologie- und Transformationsschub. Das Jahr 2035 sei für die Autoindustrie angesichts der langen Entwicklungszyklen nicht mehr weit weg.

Bosch investiere massiv in E-Mobilität, so Hartung weiter. Sie werde zum Kerngeschäft für den Konzern. Schon in diesem Jahr werde damit ein Umsatz von einer Milliarde Euro erreicht, 2025 sollen es bereits fünf Milliarden Euro sein. Da bei der alternativen Antriebsart weniger Komponenten als für Verbrennungsmotoren nötig seien, werde es zu Job-Verlusten kommen. Bosch wolle zwar möglichst viele Mitarbeiter für neue Aufgaben qualifizieren – nötig sei aber auch Förderung durch die Politik.

Vor allem die Brennstoffzelle biete Chancen für neue Beschäftigung, so Hartung. „Wenn man die Wertschöpfung ins Verhältnis setzt, beschäftigen wir bei Bosch zehn Mitarbeiter für den Diesel, drei für den Benziner und einen in der Elektromobilität.“ Bei der Brennstoffzelle könne Bosch bei der erhofften Marktentwicklung ungefähr den Faktor sieben erreichen – die Technologie könne also dabei helfen, Arbeitsplätze zu erhalten.

Wasserstoff-Autos böten zwar große Reichweiten und kurze Tank-Stopps, seien aber noch sehr teuer. Es gebe zudem kaum Tankstellen und der Batterie-Antrieb sei wesentlich effizienter. Dennoch glaubt man bei Bosch, dass sich Brennstoffzellen-Pkw in Ländern durchsetzen können, die auf Wasserstoff setzen und die entsprechende Infrastruktur aufbauen. Hartung: „Ich meine, der Markt sollte die beste Lösung finden.

Quelle: ecomento.de – Neuer Bosch-Chef: „Wir sollten möglichst bald kein Diesel und Benzin mehr nutzen“

Über den Autor

Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

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Tja, hat der alte Bosch Chef, der noch an das Pferd glaubt, einen Nachfolger nach seiner Fasson bekommen oder redet der designierte Chef nur mit Kreide im Mund, solange er nicht im Amt ist? Oder ist es eine dieser Beschwichtigungsreden für interne Kräfte, bei denen jede Veränderung als Bedrohung ankommt? Ich hoffe, es ist nicht Ersteres. Grundsätzlich kann man heute niemandem mehr solche Reden empfehlen. Denn jeder liest alles und nach einem Zulieferer, der die Zeichen der Zeit erkannt hat, klingt das nicht.

Ich weiß übrigens noch nicht einmal, ob Bosch wirklich alle Arbeitsplätze erhalten muss. Mir kann doch niemand erzählen, dass dort nur 20- und 30-jährige arbeiten. Vielmehr wird es doch so sein, dass -der Demografie geschuldet- etliche Baby Boomer im Unternehmen sind, die in wenigen Jahren eh ausscheiden werden. Also genau zum richtigen Zeitpunkt.

Also ist das alles Blödsinn und man sollte lieber zeigen, wie man den Wechsel der Antriebstechnik hin zum Elektromotor in den nächsten Jahren begleiten möchte.

Hallo David, ist das derselbe David der sonst so vehement den Verbrenner verteidigt?
Wie auch immer, auch ich bin der Meinung, das in Industrialisierten Ländern, notabene die grössten Märkte, es keine Verbrenner mehr braucht. Auch keine e-Fuels und solches Zeug. Wo es in Europa Gebiete ohne Stromversorgung geben soll ist vermutlich auch nur dem Bosch CEO bekannt. Eine Steckdose hat es schon heute überall.

Weil ja der Strom super easy Tag und Nacht schön gleichmäßig aus der Steckdose kommt nicht war? Ja stimmt so ne Steckdose hat jeder Zuhause.

Ne im Ernst: Strom ist eine der teuersten und aufwändigsten Energieform die es gibt.
Synthetische Kraftstoffe w.z.B. BioCNG (=Methan = CH4) ist einfach in der Herstellung und das beste: In dieser chemischen Form ist Energie speicherbar – ganz im Gegensatz zu Strom.

„Dort, wo die Elektro-Ladeinfrastruktur fehlt, würden Verbrennungsmotoren daher noch gebraucht.“
Wo ist das?
Dort, wo jeder Müll der guten Länder abgeladen wird.
Dort, wo die Menschen den Schaden der Klimaveränderung ertragen müssen.
Dort, wo die Überbevölkerung die Dinge produziert, welche in den guten Ländern für einen Appel und ein Ei gekauft werden können.
Dort, wo es kein Ausweg aus Abfall, Armut und Luftverpestung mehr gibt.
Auch Bosch ist einer der Mittäter des Abgasskandals, da können sie soviel greenes rumträllern, wie sie wollen.
Wer mag dies schon unterstützen?

Genau und in diesen Ländern werden dann die ganzen Neuwagen mit Verbrennungsmotoren gekauft. Von BMW hört man solche Töne doch auch öfter. Ich sehe schon, wie die ganzen Leute mit 1.000€ Jahreseinkommen sich demnächst alle einen neuen BMW mit Verbrenner kaufen, bevor es keine mehr gibt. Ich frage mich manchmal, ob die Leute über das was sie sagen vorher nachgedacht haben.

Farnsworth

Das ist genau dort, wo Sie nicht hinsehen wollen oder können. Auf den Weltmeeren mit ca. 75 % der Erdoberfläche, also dort wo 90% ALLER Waren auf dieser Welt mit DIESELMOTOREN transpotiert werden (siehe: https://www.marinetraffic.com/de/ais/home/centerx:-157.1/centery:37.4/zoom:2) und nicht nur ein paar Figuren in Autos. 1.42 Stück/Auto. Den Rest an Land (mit und ohne Strassen) finden Sie hier. (mit und ohne Wüsten): https://www.google.com/intl/de_de/earth/ . Nun Sie wollen doch Rohstoffe für E-Mobile. Kaufen Sie die im Supermarkt nebenan? Mit was kommen die denn ohne Diesel? Per BEV? Sehen Sie auf Google Earth wie riesig diese Erde ist und wie winzig mancher Horizont. Nehemen Sie nur Afrika. Dort ist der Kontinent der unsere Altakkus abnehmen muss, wenn wir den Schrott nicht mehr gebrauchen können. Mit Autos wollen Sie den Planeten retten und die Gute Frage: „„Dort, wo die Elektro-Ladeinfrastruktur fehlt, würden Verbrennungsmotoren daher noch gebraucht.“
Wo ist das?“ Stellen Sie sich auf ein Autobahnbrücke und schauen die Unmengen an DIESELTRUCK an, dann wissen Sie WO SIE vom E-MOBILITÄT träumen. So wie die Mehrheit ALLER Menschen auf dieser einen Erde. Oder leben Sie auf einem unbekannten Parallelplaneten, dicht bewachsen mit Ladesäulenwäldern auch dort wo es gar keine Strassen gibt?

Ja, den Ist-Zustand kennen wir ja alle zu genüge. Öl sollte man nicht verbrennen, sondern lieber andere Produkte wie Kunststoffe daraus machen. Und Wasserstoff sollte man auch besser in der Industrie verwenden, wo es keine Alternativen gibt.

Ich habe einen sehr guten Heise-Artikel zum Thema Wasserstoff verlinkt, sobald er freigegeben wird. Einfach mal lesen.

Farnsworth

Ich meine, der Markt sollte die beste Lösung finden.

Finde ich auch. Hat ja bei clean Diesel und PHEVs mit nach 3 Jahren noch eingeschweißten Ladekabeln schon super geklappt.
Und grünen Strom samt nachgelagerter Eco-/Biofuels habe wir sicher bereits direkt nach der Wahl schon im Überfluss, wenn wir nur wieder schwarz genug wählen.

Die Manager bei Bosch sind echt realitätsentrückt.

Bosch hat so überhebliche und realitätsfremde Top-Manager, dass man die Produkte lieber komplett meiden sollte. Stets die Angst vor Veränderung im Gepäck.
Von Qualität und Haltbarkeit hält man bei Bosch ohnehin nicht viel wie man gut an den Haushaltsgeräten testen kann. Meist schon kurz nach Garantie Ablauf defekt. Dann kostet die Reparatur mehr als das neue Gerät. Passt alles gut zu dem Geschwafel der Vorturner.

Hartung: „Ich meine, der Markt sollte die beste Lösung finden.“ Natürlich ist das so, BEV kostet ca. 5€ auf 100km und H² 10€ auf 100km. Das BEV kostet halbsoviel wie ein H² Auto. Und die Wartungkosten weiß ich nicht.

Tja, da ist Bosch ein wenig so wie jeder Rechtsanwalt – egal ob der Fall erfolgversprechend ist oder nicht – der Anwalt kassiert immer.
Blöd nur, dass ich so etwas langfristig in der Branche herumspricht – und schlaue Leute sich dann eben einen besseren Anwalt suchen 😉

„Der Markt soll die besten Lösungen bringen“

Ist „Markt“ eine andere Bezeichnung für eine höhere Intelligenz ? Wer bestimmt, was der „Markt“ macht ?

Wenn Umwelt- und Gesundheitsschäden, die von Fahrzeuge verursacht werden, mit der CO2 Steuer irgendwann tatsächlich vollständig eingepreist sind, dürfen wir das gerne so machen.

Aber bis das nicht passiert ist, hat die Natur keine Lobby und stirbt leise.

Es ist in der neoliberalen konservativen Ideologie immer der Markt, der gewinnt. Also, das alte Prinzip: Der Stärkere gewinnt.

Das ist aber auf einem Planeten, mit endlichen Ressourcen und physikalischen / biologischen Gesetzen sehr naiv zu glauben, das der Markt immer gewinnt.

Es gewinnt langfristig immer die Natur. Und wenn wir auf diese immer weniger Rücksicht nehmen und kein Bestandteil dieser Natur mehr sind, werden die Meisten verlieren.

Last edited 1 Monat zuvor by Stefan

Bosch steigt groß in die Produktion von Synthetic Fuels ein? Nein? Wovon schwafelt der Herr dann?
Dass man weiter „technologieoffen“ Steuergelder kassieren will?

Der designierte Bosch-Chef Stefan Hartung erklärte in einem „Welt“-Interview: „Es geht nicht darum, den Verbrenner zu retten – sondern um die Frage, wie wir weltweit Mobilität CO2-frei machen, ohne sie abzuschaffen.

Oder anders gesagt: „Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass.“

Tatsache ist, dass es gar nicht genug Ökostrom gibt, um E-Fuels und andere Ersatzkraftstoffe für Verbrenner zu erzeugen. Wir müssen froh sein, wenn wir genug Ökostromzuwachs ohne politische Behinderung hinbekommen, um die zunehmenden Zahl der batterie-elektrischen Fahrzeuge damit zu versorgen.

Die stetig abnehmende Zahl der alten Verbrenner müssen die nächsten 15 bis 20 Jahre mit fossilen Kraftstoffen auskommen. Je schneller sie auf dem Schrottplatz landen desto besser für die Umwelt. Es ist zwar schade um die vielen Resourcen, die man in Verbrenner gesteckt hat, aber man sollte den alten Verbrenner nicht auch noch guten Ökostrom nachwerfen – das wäre Ökostromverschwendung.

Wir müssten gewaltige Mengen an PV- und Windkraftanlagen in die Welt setzen, die wiederum riesigen Resourcen verbrauchen, da man pro Verbrennerauto die 3 bis 4-fache Ökostrommenge erzeugen muss. Und derweil werden andere Bereiche weiterhin mit fossilen Energieträgern betrieben.

Diese PV- und Windkraftanlagen müssen schnell gebaut werden, um die große Klimakatastrophe zu verhindern und sie dürften ihren Ökostrom nicht an alten Verbrenner verschwenden, sondern müssten damit zahlreiche Wärmepumpen in Gebäuden betreiben, um damit Erdgas und Heizöl zu ersetzen sowie für den Haushaltstrom, damit die Kohlekraftwerke abgeschaltet werden können.

Die PV- und Windkraftanlagen in Afrika und Südamerika dürften wir nicht für unsere alten Verbrenner nutzen, sondern den Menschen dort für deren Energiewende überlassen, damit der CO2-Ausstoß weltweit sinken kann, denn nur dann profitieren wir davon und nicht mit Pseudo-Öko-Verbrennern.

Ich bin nicht grundsätzlich gegen Wasserstoff und Brennstoffzellen, beide werden gebraucht, aber nicht für Landfahrzeuge, sondern in der Industrie und als Stromspeicher, wenn vorhandene Batterien in Gebäuden und E-Autos (soweit möglich) voll geladen sind und noch Ökostrom übrig ist.

Für Notfälle sollte Wasserstoff gespeichert werden, der mit Ökostromüberschutz erzeugt wird, damit z.B. bei Sonnenmangel und/oder Windflaute keine Gaskraftwerke zugeschaltet werden müssen.

Der Abschied von den Verbrenner muss viel schneller gehen, denn jedes Jahr Verbrenner (wie auch Gas- und Ölheizungen sowie Kohlestrom) kostet die mittlere und jüngere Generation in Zukunft soviel Geld durch Dürren, Stürme und Hochwasser, dass es günstiger wäre die Leute der Verbrenner- und Kohlebranche, die keine Jobs in Bereich Elektro, Solar und Windkraft bekommen, das Gehalt weiter zu zahlen.

Am allerbesten, sie werden Ureinwohner ganz OHNE STROM. Dann schreiben Sie auch keine Beiträge die BOSCH nicht interessieren. Und mich auch nicht. Warum nicht? Weil man diese Erde NICHT mit Autos retten kann. Besser, viel besser wäre STROM und somit ENERGIE SPAREN. Mein Tipp. Bleiben Sie zuhause. OHNE COMPUTER! – Tipp 2 Züchten Sie Rosen aus heimischen Anbau.

Wenn Sie kein Interesse am Beitrag haben, warum antworten Sie darauf?

Im Übrigen sind 18% des CO2-Ausstoßes weltweit auf den Straßenverkehr zurückzuführen. Somit kann man mit den Autos allein nicht die Welt retten, aber mit ihnen schon.

Ich antworte darauf. weil Sie mir dann antworten und ich damit bestäigt wurde, dass Sie wenigstens über den Text INFORMIERT waren. Das bedeutet aber NICHT, dass Sie sen Inhalt kannten und schon gar nicht, dass sie diesen halbwegs verstanden haben. Die paar BEVs die hier so einen unglaublichen Wirbel verursachen sind nur in IHRER Welt von Bedeutung. Weder mit mir, noch Ihnen, ist die Welt zu retten. Dazu werden Sie einen Bevölkerungsreduktion brauchen, von der wir Beide nur träumen können. Die Weltressoursen sind völlig ÜBERLASTET, so wie die Felder eines Bauern, der viel zu viele Rindviecher hält. Diese Übernutzung kriegt der auch nicht durch die Anschaffung weiterer Traktoren weg. Egal ob die Diesel oder Kohlestrom verbrennen. Schauen Sie sich doch den G-Earthglobus an. WIR sind nicht der Rede wert.

Das ist reinster Whataboutismus was Sie hier betreiben Herr Meixner. Ich denke das wissen Sie auch. Wenn nicht habe ich Ihre Intelligenz erheblich überschätzt was ich nicht glaube. Oder Sie wollen hier willentlich dummes Zeug schreiben weil Sie um Aufmerksamkeit hoffen, was ich eher vermute. Was auch immer. Das Argument „was ich auch tue, es ist nicht relevant“ ist dermassen ausgelutscht und grundfalsch, dass sich eine Diskussion darüber erübrigt.

Sie haben immer noch nicht verstanden, dass es in ein paar Jahren nichts anderes mehr zu kaufen gibt. „Die paar BEVs“ werden in einem Jahrzehnt einen Großteil aller Fahrzeuge ausmachen. Viele Hersteller haben ihre Verbrenner schon abgekündigt. Es ist ja auch nicht sinnvoll da noch Energie zu investieren. Letztes Jahr war der Anteil von BEV im Bestand 0,29% mittlerweile liegt er laut Statistik bei 0,64% (und das Jahr ist noch nicht vorbei) Das ist mehr als eine Verdoppelung. Sollte das so weitergehen, sind wir Ende nächsten Jahres bei 2,5-3%. Der Marktanteil bei Neuzulassungen liegt mittlerweile bei 14,9%. Im August 2020 lag der Anteil noch bei 6,4% 2019: 1,59%. Nein, das wird nix mit der E-Mobilität. Ganz bestimmt nicht.

Der Notwendigkeit zur Schrumpfung der Weltbevölkerung stimme ich zu.

Farnsworth

Vor kurzem habe ich einen Artikel gelesen, dass Viren wichtig sind, um die Anzahl der Individien einer Art auf ein für die Umwelt erträgliches Maß zu begrenzen.

Bei einem Übermaß sind die Individien enger zusammen, das Virus wird leichter übertragen, es sterben mehr und der Abstand untereinander wird wieder größer.

Bei größerem Abstand kann sich das Virus nicht mehr so gut verbreiten und die Zahl der Individien nimmt wieder zu bis zum nächsten Übermaß, an dem sich das Virus wieder stark vermehrt und vielen Individien den Tod bringt.

Normalerweise wäre das auch bei Menschen so, aber diese haben Impfstoffe erfunden und in diesen Kreislauf eingegriffen – gut für den Einzelnen, schlecht für die gesamte Menschheit, die irgendwann am ungebremsten Wachstum zugrunde geht dürfte.

Bis zum 17. September 2021 beläuft sich die weltweite … Zahl der Todesopfer in Zusammenhang mit dem Coronavirus … auf mehr als 4,6 Millionen Fälle.

(Quelle: de.statista.com)

Die aktuelle Corona-Epedemie wäre so eine starke Bevölkerungsregulierung durch ein Virus gewesen und hätte womöglich 10% der Weltbevölkerung von 7,89 Milliarden Menschen töten können, das wären 789 Millionen gewesen, wenn die Menschen nicht freiwillig Abstand gehalten und die Forschung keine Impfstoffe entwickelt hätte.

Auch beim CO2 gilt Abstand halten, also deutlich CO2 veringern. Ebenso beim Konsum, es reicht völlig, wenn nur die Hälfte oder weniger an Containern über die Weltmeere transportiert werden, weil viele Dinge schon nach ein paar Jahren, Monaten oder Wochen weggeworfen werden, die normlerweise sehr viel länger halten könnten.

Die Menschheit wird vielleicht kein Virus dahin raffen, aber vermutlich Kriege um die letzten nutzbaren Flächen für Lebensmittel, die letzten Quellen für Trinkwasser und die letzten Gebiete mit noch erträglichen Temperaturen.

Soweit meine philosophischen Betrachtungen zu Mensch und Umwelt.

Das ist dann wohl Stufe 2 der natürlichen Regelung. Wenn Viren nicht greifen, dann eben der „Kochtopf“.

Farnsworth

Vor allem die Brennstoffzelle biete Chancen für neue Beschäftigung, so Hartung. „Wenn man die Wertschöpfung ins Verhältnis setzt, beschäftigen wir bei Bosch zehn Mitarbeiter für den Diesel, drei für den Benziner und einen in der Elektromobilität.“ Bei der Brennstoffzelle könne Bosch bei der erhofften Marktentwicklung ungefähr den Faktor sieben erreichen – die Technologie könne also dabei helfen, Arbeitsplätze zu erhalten.“

Aha! Der Herr rechtfertigt die Brennstoffzelle mit den Erhalt von Arbeitsplätzen. Was für ein Unsinn!
Genauso gut könnte ich argumentieren, das Spitzhacke und Schaufel auf den Bau ebenfalls hunderte von Arbeitsplätzen sichert. Bagger und Radlader wären dann ja die totalen Arbeitsplatzvernichter.

„Die Elektrifizierung sei technologisch „enorm anspruchsvoll,…“

Hmmm, komisch?! Warum brauch man dann nur einen Mitarbeiter dann für die E-Mobilität und das Zehnfache für den Diesel und das Siebenfache für die Brennstoffzelle? Ich sehe da hier leichte Widersprüche in seiner Argumentationskette.

A prospos Bagger und Radlader im Zusammenhang mit dieser E-Mobilität mit Akkus. Sie schreiben: “ Aha! Der Herr rechtfertigt die Brennstoffzelle mit den Erhalt von Arbeitsplätzen. Was für ein Unsinn!
Genauso gut könnte ich argumentieren, das Spitzhacke und Schaufel auf den Bau ebenfalls hunderte von Arbeitsplätzen sichert. Bagger und Radlader wären dann ja die totalen Arbeitsplatzvernichter. “ Welche ein Argument aus der binären Feder“ eines BEV-Fans? Eines E-Mobilisten den es OHNE BAGGER UND RADLAGER gar nicht geben würde. Warum nicht? Ganz einfach, diese Maschinen und nicht nur diese haben DIESEL-VERBRENNER. Ja, Sie lesen richtig. Die werden gebraucht um E-MOBILITÄT nach Ihren Wünschen einführen zu können und dazu ist ERDÖL notwendig, weil diese Maschinen NICHT mit STROM aus Kohlekraftwerken und STROM aus Norwegen laufen. Welch ein Argument. Natürlich ist die E-Mobiltät die SIE wünschen enorm anspruchsvoll, denn dazu müssten Sie ganz Deutschland um- und ausbauen. Sie brauchen doch diesen ÖKO-Strom oder nicht? Wo gibt es den wohl? Hier bei uns? Wasserkraft fällt aus, denn dazu müsste diese ohne METHAN auskommen und die Gletscher dürften nicht wegschmelzen wie Butter um 12 Uhr Mittags in der Sahara. Sonst ist in absehbarer Zeit das „ÖKO“-Wasser weg. Methan wollen Sie auch nicht, obwohl damit der Urlaub in Italien unnötig wird, weil das warme Klima zu uns kommt. Man will CO2 mit der Autofahrerei reduzieren? Abhilfe ausgerechnet „ÖKO“-Methan! Das Rezept scheint aus Norwegen zu stammen. Dazu braucht man „Kohle“. Viel Kohle aus ERDÖL! Dann kann man E-Akkuautos fahren. Bis das Öl weg ist. Anschleißend müssen die Nordmänner wieder Stockfisch verkaufen, den es dort wegen der Klimaverschiebung auch nicht mehr gibt. Grund, diese Fische brauchen eiskaltes Wasser. Ergo hängen Ihre E-Autowünsche vom Stockfischfang ab. So kompliziert ist diese kleine Welt. HÄTTE man wenigstens H2-Bagger, H2-Radlader, H2-Schiffe, H2-Traktoren, H2-Buse, H2-STROM, ja dann sähe Ihre Welt schon besser aus, aber. Man hat diese „Gaskaltverbrenner gar nicht, auch nicht H2-Direktverbrenner. Warum nicht? Ganz einfach, sie wollten doch gar kein H2, weil der Wirkungsgrad zu schelcht sein soll, wurde betont. Ähnlich schlecht, wie bei Solarplatten. Warum wollten man ausgrechnet PV? Hätte man bloss die Sonne ditekt zu 100% verstromt, ja dann wäre der Wirkungsgard enorm. Bloss dann würde Ihre E-Mobil zu warm. Was wollen Sie wirklich? Die deutsche Automobilindustrie nach China schicken, wie einst NOKIA????? Wissen Sie was, demnächst kommen die Chinesen ZU UNS. Mit E-Autos von denen wir nur träumen können. Billig UND gut. Die Chinesen kaufen hoffentlich moderne Dieselmotoren bei uns. Warum? Weil es OHNE noch sehr lange gar nicht geht. Zuerst braucht man H2 um Diesel zu erstzen. Und das dauert noch sehr lange…

Nur werden gerade massiv BEV Bagger und Radlader entwickelt. Ich habe von einem Bergwerk gelesen, dessen 127 Tonnen Radlader die Steine bergab ins Tal bringt. Er muss nicht geladen werden. Mit Verbrenner oder H2 undenkbar. Da wird viel passieren in nächster Zeit.

Farnsworth

„… von einem Bergwerk [Tagebau] gelesen, dessen 127 Tonnen [EV-]Radlader die Steine bergab ins Tal bringt. Er muss [für die Bergauf-Fahrt] nicht geladen werden.“

🙂

„Da wird viel passieren in nächster Zeit.“

+1

Last edited 1 Monat zuvor by Wolfbrecht Gösebert

Wow! Sie werfen hier ein Strohmann nach den anderen raus. Bravo! Schön, dass Sie mir Sachen in den Mund legen, die ich niemals geschrieben habe.

Ihre Argumentation läuft also darauf hinaus, dass Sie der E-Mobilität vorwerfen, dass diese auf den Rücken der Erdöl-Technologie geschaffen wird. Ja und? Wo ist das Problem? Wo ist das Argument gegen diese Transformation?
Welch eine Wahl bleibt denn dieser Technologie denn sonst? Diese Argumentationskette ist so eine Einbahnstraße.

Zitat von oben: „Weder mit mir, noch Ihnen, ist die Welt zu retten.“ Immer die gleiche Leier. Zum Glück habe ich eine andere Auffassung von der Welt als Sie. Ab wann kann man denn die Welt verändern? Mit 1, 100, 1000… 1Mrd. Leuten? Sie wissen schon, dass die Summe aus jeden Einzelnen besteht.

Und wenn ein massiver Großteil der Wissenschaftler meint, dass wir die Erderwärmung nur verlangsamen können, wenn wir in allen Bereichen die Transformation zu einer klimaneutralen Lebensweise schaffen, dann fühle ich mich auch angesprochen.

Das war auch jetzt die letzte Antwort auf Ihre Kommentare. Ich werde Sie nicht überzeugen können und Sie mich auch nicht. Auch ist das Lesen Ihrer Texte ohne Absatz und mit Wörter nur in Großbuchstaben (Was soll das bringen?) sehr mühsam. Auch dieser ständige Gedankenwechsel strengt einfach an. Zum Schluss fehlen hier Zahlen, Fakten und Quellen ihrer Argumentationskette vom Bagger bis zum Stockfisch.

Naja, viel Spaß noch bei Ihrer Trollerei hier im Forum. Auf jeden Fall unterhalten Sie die Leute hier. 😉

Also in 14 Jahren wird ja wohl auch da Ladeinfrastruktur stehen, wo heute noch keine ist. Und gerade auf dem Land hat man doch eher die Chance eigene Ladeinfrastruktur in seine Garage zu schrauben.

Und man sieht auch an den Zahlen, die der Bosch Chef genannt hat, wie unnötig komplex der H2 Antrieb ist. Ich brauche nicht eine Technologie fördern nur um des Erhalts der Arbeitsplätze wegen. Man gewinnt doch nicht am Markt, weil man das komplizierteste Produkt verkauft.

Wie er selbst fordert: der Markt regelt das(schon längst). Auch trotz der massiven Förderung von FCEV und H2 Tankstellen.

Farnsworth

Dazu muss auch erst einmal CO2 bepreis werden!!!
Dann wäre auch all der Amazon & Ebay ChinaShrott nicht mehr so attraktiv

Ersteres wird kaum passieren solange es mehr Verbrenner als BEV gibt. Und zweites ist ziemlich unrealistisch, da die Produktionsstätten längstens dank Globalisierung in Billigländer ausgelagert wurden. Deutlich zu spüren während der Pandemie.

Sehr guter Artikel zum Thema Wasserstoff gerade auf Heise: https://www.heise.de/hintergrund/Gruener-Wasserstoff-in-der-Energiewende-Fokussierter-Einsatz-unverzichtbar-6193503.html

Da sieht man auch dass FCEV am unteren Ende der „Nahrungskette“ steht, einfach weil es effizientere Alternativen gibt.

Farnsworth

Guter Mann. Daumen!
Klimaneutral und Sozialverträglich mobil mit BioCNG 😉
Die Technik ist günstig, einfach und es funktioniert.

Aber eben nur für eine handvoll Leute. Nicht für ganz Deutschland.

Farnsworth

Also ich würde dem Herr Meixner ja vorschlagen sein eigenes Forum zu gründen, da kann er dann OT über Rosen und all die anderen Probleme unserer Welt diskutieren – mit jedem, der dazu Lust hat – nur bitte ohne mich 😉

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