Tesla Supercharger: Preise um bis zu 37 Prozent angehoben für E-Auto laden

Tesla Supercharger: Preise um bis zu 37 Prozent angehoben für E-Auto laden

Copyright Abbildung(en): Steve Cukrov / Shutterstock.com

Vor einigen Wochen konnten wir noch berichten, dass das Tesla Supercharger-Netzwerk ein Upgrade erhalten soll. Mit dem, dass es nun erhalten hat, haben wir nicht gerechnet. Denn statt Leistungssteigerung hat Tesla die Preise teils massiv angehoben. Höhere Strom- und Energiepreise sind die Tage keine Seltenheit, nun muss wohl auch Tesla die Preise anheben. In Deutschland noch eher milde, in den Niederlande dafür um so drastischer.

Im Detail betrachtet zeigt sich, dass Tesla die Preise für eine kWh von zuvor 45 Cent auf 48 Cent angehoben hat. Was einer Preissteigerung von rund sieben Prozent entspricht. Vergleiche ich es mit meinem 50 kW-EnBW-Lader unweit meiner Wohnung, kommen Tesla-Fahrer immer noch sieben Cent günstiger pro kWh weg. Bei deutlich höherer Ladeleistung. Reduzieren kann man den Ladepreis bei der EnBW mit Abschluss eines entsprechenden Tarifs. Für 5,99 Euro Grundgebühr im Monat kostet die kWh dann nur noch 46 Cent, somit leicht unter den Tesla Supercharger-Preisen.

Neben Deutschland ist aber vor allem die Niederlande durch die Preiserhöhung hart getroffen worden. Dort stieg der Preis von 27 Cent pro kWh auf 37 Cent pro kWh an. Eine Steigerung von 37 Prozent. Auch, wenn man hier sicherlich argumentieren kann, dass die Ausgangsbasis, gegenüber Deutschland, eine bessere war. In Österreich berichten Tesla-Fahrer von einem Anstieg von fünf Cent auf 0,41 € / kWh. Die Schweden hingegen müssen eine 17 prozentige Erhöhung hinnehmen und zahlen künftig 51 Cent pro kWh Strom.

In den Niederlande hat die Preiserhöhung ein ganz besonderes Geschmäckle. Denn wir erinnern uns, erst vor kurzem hat der amerikanische E-Autohersteller dort das eigene Ladenetz für fremde E-Autos geöffnet. Somit profitiert Tesla bei der Preissteigerung nicht nur von den eigenen E-Autofahrer, welche mehr zahlen müssen, sondern auch von den E-Fahrzeugen anderer Hersteller, die dort laden. Mit um 70 Cent pro Kilowattstunde war Laden bei Tesla in den Niederlanden für fremde Fabrikate zunächst mehr als doppelt so teuer wie für Kunden der eigenen Marke. Dieser Preis wurde bisweilen nicht weiter erhöht. Ähnlich der EnBW kann man die Kosten pro kWh auf Tesla-Niveau senken, wenn man hierfür ein 12,99 Euro teures Monatsabo abschließt.

Quelle: Teslamag.de – Supercharging europaweit teurer: Tesla erhöht deutschen Preis leicht, in Niederlande drastisch

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Das ist noch nicht das Ende, unter Garantie. Der Mist in der Ukraine wird noch teuer für uns alle. Strompreise steigen ja meist nicht ganz so fix wie Spritpreise, zum Glück. Ich bin aktuell heil froh zumindest schon ein E-Auto und seit Dezember auch eine PV-Anlage zu haben, die jetzt schon einiges an Überschuss abwirft.
Unseren Diesel habe ich gestern getankt für 2,19€/Liter. Letzte Woche noch für 1,79€, vor 4 Wochen für um die 1,60€ (was sich auch bis zum 24.02.2022 so hielt)! Und ich sehe noch kein Ende der Rally. Heizöl auch ein gutes Beispiel: am Wochende kostete der Liter Heizöl 1,46€, jetzt sind es schon über 2€. Vor Beginn des Krieges (also vor 2 Wochen!!!) lag bei rund 90ct.

Der Vergleich mit EnBW hinkt so ein wenig, der der Kommentar mit der Ladeleistung. 50kW Charger sind ja Auslaufmodelle. Die stehen zwar noch rum, aber verweisen langsam. Neu werden doch nur noch 300kW Hypercharger gebaut. Und 300kW oder 50kW kostet dasselbe.
Ich denke auch ganz viele nehmen den ADAC Tarif von EnBW in Anspruch (warum soll ich auch 5,99€ pro Monat bezahlen, wenn ich dafür auch eine ADAC Mitgliedschaft abschließen kann). Dann entfällt die Grundgebühr. Dann Lade ich für 48ct/kWh aktuell an DC (egal ob 50kW, 150kW oder 300kW). Wenn ich dann mal von 20kWh/100km ausgehe, die ein E-Auto verbraucht sind das also 9,60€/100km. Unser BMW 320d verbraucht in der Regel so 6 Liter/100km im Schnitt (Autobahn etwas mehr). Macht also bei den aktuellen Preisen gut 13€/100km. Und Diesel kann ich mir nicht selber machen, Strom schon.

Bei den Strompreisen werden alle Anbieter ihre Preise sehr schnell anpassen.
Wohl dem, der genügend PV auf dem Dach hat.
Wichtig ist aber trotzdem, daß die Sanktionen gegen Russland maximal sind,
wer wird sich über steigende Energiepreise beschweren, wenn die Alternative eine potentielle Diktatur unter Russland oder China sein könnte?
Putin muß gestoppt werden, und zwar besser gestern als morgen!

Wenn das einzige Problem erhöhte Energiepreise sind, dann können wir aktuell dankbar dafür sein.

0,48 Euro (48 Cent) pro kWh x 18 kWh auf 100 km = 8,64 Euro für 100 km.

Für 8,64 Euro gibt es an der Tankstelle noch etwa 4 Liter Benzin oder Diesel.

Ergebnis: Das E-Auto fährt immer noch viel günstiger als die Verbrennervariante.

Schön wenn man ein Eigenheim hat und das nötige Kleingeld dazu eine PV Anlage am Dach zu installieren aber wenn man in einer Wohnung leben muß sieht es. Schon etwas anders aus dann ist man sehr wohl auf die Ladetarife der Anbieter angewiesen und da ist es dann wichtig daß man einen günstigeren Ladeanbieter an der Hand. Bei den kleineren E-Autos spielt Suchdienste Ladegeschwindigkeit keine besondere Rolle, die enden meist bei 50Kwh Ladeleistung und da ist es eben wichtig wie viel man für die Minute blecht? Jeder E-Fahrer besitzt eben keinen E-Tron oder IX mit hoher Ladegeschwindigkeit wo er bei IONITY blitzschnell Laden kann sondern muß sich an einer 50 KWh Smatrix Ladestelle die Beine in den Bauch stehen.

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