Peugeot-Rennwagen-9X8-Hybrid-Le-Mans-Front

Mit 1000 PS durch die Nacht: Peugeot Le-Mans-Rennwagen 9X8 HYBRID

Copyright Abbildung(en): Peugeot

Peugeot hat den Rennwagen 9X8 HYBRID in eine schmale und sportliche Architektur eingebettet, bevor das Hypercar in 2022 das Langstreckenrennen von Le Mans in Angriff nimmt. Bei der Entwicklung des neuen Peugeot 9X8 HYBRID Hypercar habe sich das Peugeot Design Team ins Zeug gelegt, wie die Franzosen mitteilen. Dem neuen Modell wurden demnach alle modernen ästhetischen Merkmale verliehen, die für die Marke Peugeot typisch seien: Eine katzenähnliche fließende Linienführung, die durch sportliche Dynamik verstärkt werden soll. Schlanke und strukturierte Flanken und die charakteristische markeneigene Lichtsignatur mit drei Krallen. Das Peugeot 9X8 HYBRID Hypercar soll Begeisterung wecken und Geschwindigkeit verkörpern.

Einen Rennwagen zu entwerfen, ist der Traum von vielen Automobildesignern. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Traum in Erfüllung geht, war bisher jedoch eher unwahrscheinlich, denn nicht der Stil und die Identität der Marke standen im Vordergrund, sondern die Leistung – sodass Rennwagen bislang äußerlich kaum noch voneinander zu unterscheiden waren. Die Arbeit der Designerinnen und Designer beschränkte sich daher auf kleine Details und die Lackierung.

Beim Peugeot 9X8 HYBRID Hypercar arbeiteten Ingenieurinnen und Ingenieure, Designerinnen und Designer sehr eng zusammen, um eine Übereinstimmung zwischen Stil und Technologie zu erreichen und ein wettbewerbsfähiges Fahrzeug zu erschaffen. Matthias Hossann, Peugeot Design Director, sagt, dass das Niveau der Diskussionen „außergewöhnlich“ gewesen sei: „Wir standen in Kontakt mit dem Peugeot Sport Team und haben wirklich Hand in Hand mit ihnen gearbeitet. Um das Design für unseren zukünftigen Rennwagen zu finden, haben wir zunächst einen Wettbewerb unter den Designerinnen und Designern ausgeschrieben. Das Projekt löste große Begeisterung aus. Mit der Aussicht darauf, unsere Kreation eines Tages gegen die renommiertesten Marken der Welt auf den besten Rennstrecken antreten zu sehen, erhielten wir viele Einsendungen.“

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Peugeot

Nachdem das Design mit Hilfe der Ingenieurinnen und Ingenieure von Peugeot Sport ausgewählt worden war, machten wir uns gemeinsam an die Arbeit“, so Hossann weiter. Geleitet von der Leistung, für die keine Kompromisse eingegangen wurden, und unter einem neuartigen Reglement ließen die Ingenieure den Designern so viel Freiraum wie möglich, um das Design des Hypercars zu entwickeln. Der Peugeot 9X8 wurde mit der DNA des neuen Hypercar-Reglements (LMH) gestaltet, das vom Automobile Club de l’Ouest, dem Veranstalter der 24-Stunden-Rennen von Le Mans und der Fédération internationale de l’Automobile gewünscht wurde. „Dieses Fahrzeug wird ein Meilenstein in der Geschichte des Langstreckenrennens sein“, ist sich Hossann sicher.

Warum Peugeot sich im Motorsport engagiert

Peugeot engagiert sich im Motorsport vor allem deshalb, weil die Marke ein Ideenlabor sein will und sich als Antreiber für Innovationen sieht. Für alle beteiligten Berufsgruppen erschließe der Motorsport zudem neue Gebiete, die Peugeot laut eigener Aussage dazu bringen, immer origineller und kreativer zu werden.

Als Botschafter des Designs von Peugeot und als Inspiration für künftige Entwicklungen reiht sich das Peugeot 9X8 HYBRID Hypercar in den Trend der Fahrzeugreihe ein, zu der auch der neue Peugeot 308 gehört. Anfang 2021 erschien ein neues charakteristisches Logowappen mit Löwenkopf. Dieses war zunächst auf dem Peugeot 9X8 zu sehen, bevor auch der neue Peugeot 308 damit ausgestattet wurde. „Wir wollten nicht nur einen schönen Rennwagen bauen„, erklärt Matthias Hossann. „Die Technik des Peugeot 9X8 ist eine reine Peugeot Sport Entwicklung, und das mussten wir in unserem Design berücksichtigen. Ohne Kompromisse bei der Leistung wollten wir ihm eine einzigartige Form verleihen und die Idee einer schlichten Karosserie beibehalten, die sich von den sehr geometrischen Langstreckenfahrzeugen der vorherigen Generation abhebt.“

Der 9X8 soll einen Aufbruch markieren

Der Peugeot 9X8 HYBRID Hypercar will radikal mit früheren Generationen von Rennfahrzeugen brechen und eine neue Ära einleiten. „Der Peugeot 9X8 ist ein echter Meilenstein des Motorsports„, sollen die zukünftigen Fahrer gesagt haben, als sie ihn zum ersten Mal sahen. „Es wird ein Vor und ein Nach dem Peugeot 9X8 geben und wir können uns glücklich schätzen, dabei gewesen zu sein.

Das auffälligste Merkmal des Designs, das für viele den Kern der Sache ausmacht, ist das Fehlen eines Heckflügels, der dem Wagen seine einzigartige Form verleiht. Der Heckflügel tauchte erstmals 1967 bei Langstreckenrennen in Le Mans auf und hat sich seitdem als Standard durchgesetzt. Seit 1971, also seit etwas mehr als 50 Jahren, hat kein Fahrzeug mehr ohne Heckflügel gewonnen. Das zeuge vom Mut und dem Erfindungsreichtum der Designerinnen, Designer, Ingenieurinnen und Ingenieure von Peugeot.

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Peugeot

Bei der Entwicklung des Peugeot 9X8 HYBRID Hypercars wurde ein großer Aufwand in die Gestaltung des Hecks gesteckt. Nach der ursprünglichen Skizze eines etwas ausladenden Wagens entstand eine leicht spitz zulaufende Fahrerkabine und die ganz besondere Verkleidung, die nun über dem Hinterrad zu sehen ist.

Mit fast 1000 PS über die Piste

Peugeot hat in Le Mans bereits mit zwei Fahrzeugen aus zwei verschiedenen Generationen gewonnen: 1992 und 1993 mit dem Peugeot 905 mit V10-Benzinmotor und 2009 mit dem Peugeot 908 mit V12-HDi-FAP-Motor. Auch hier markiert der Peugeot 9X8 mit der eingesetzten Technologie den Beginn einer neuen Ära. Olivier Jansonne, Technical Director Peugeot, erklärt: „Der Langstrecken-Rennsport basiert auf einem Reglement, das es uns ermöglicht, die Kompetenz von Peugeot in allen elektrischen Antriebssträngen unter Beweis zu stellen.

Mit seinem Allrad-Hybridantrieb weist der Peugeot 9X8 gewisse Ähnlichkeiten mit mehreren Modellen der Fahrzeugpalette von Peugeot auf, wie dem Peugeot 3008 oder dem Peugeot 508. Der Rennwagen kombiniert einen 2,6-Liter-V6-Verbrennungsmotor mit Doppelturboaufladung und einer Leistung von 500 kW (680 PS) im Heck mit einem 200 kW (270 PS) starken Elektromotor-Generator vorne. „Mit dem Peugeot 9X8 schlägt die Löwenmarke ein neues Kapitel bei den HYBRID-Sportfahrzeugen auf. Die Leistung wird elektrischer und leistungsfähiger, ohne dass wir Abstriche bei der Wettbewerbsfähigkeit machen müssen“, sagt Technikdirektor Olivier Jansonne.

Wir wollten diesen technologischen und strategischen Wandel mit einer neuen Farbsignatur unterstreichen, die wir Kryptonitfarben genannt haben“, ergänzt Matthias Hossann. „Wir hatten sie bereits kurz vor unserem Peugeot 9X8 HYBRID Hypercar auf unserem neuen Serienmodell, welches ebenfalls ein Hybrid ist, eingeführt: dem Peugeot 508 PSE. Dieses Modell teilt mit dem Peugeot 9X8 neben der Farbe auch viele technische Merkmale. Innerhalb weniger Wochen haben beide die Marke Peugeot in die Ära der elektrischen Hochleistungsfahrzeuge geführt.“

Als Fotografin für die Bilderserie des Peugeot 9X8 erkannte Agnieszka Doroszewicz das Potenzial der auffälligen Lichtsignaturen, die während der Nachtstunden bei dem 24-Stunden-Rennen von Le Mans zur Geltung kommen sollen: „Wir wollten unser Shooting über einen langen Tag verteilen und es bis in die Nacht hinein ausdehnen“, sagt sie. „So konnte ich das 24-Stunden-Rennen von Le Mans in meinen Fotos perfekt in Szene setzen. Tageslicht, Kunstlicht und die helle Beleuchtung der Scheinwerfer verbinden sich mit dem kraftvollen Muster der Krallenoptik des Fahrzeugs.

Peugeot-Rennwagen-9X8-Hybrid-Le-Mans-Heck
Peugeot

Ich wurde oft eingeladen, in Le Mans und bei anderen 24-Stunden-Rennen wie am Nürburgring (Deutschland) und in Spa (Belgien) zu arbeiten. Aber Le Mans ist historisch gesehen das Fesselndste und mein absoluter Favorit. Die Atmosphäre, die Aufregung und die Spannung sind greifbar und natürlich spürt man die Geschichte dieses Rennens in jeder Pore. Man kann sich ihr nicht entziehen. Le Mans ist eine der reinsten und ultimativsten Formen des Rennsports“, so Agnieszka Doroszewicz weiter: „Jedes Fotoshooting hat seine eigenen Anekdoten. Beim Shooting mit dem Peugeot 9X8, war es beispielsweise furchtbar kalt. Aber nichts konnte die Leidenschaft von Matthias und seinem Team dämpfen, die während der gesamten Aufnahmen dabei waren. Ihre Anwesenheit war sehr motivierend, da wir die Gelegenheit zu einer echten Diskussion genutzt haben. Außerdem war das Shooting absolut fantastisch: Der Kontrast zwischen der reinen Ästhetik des Peugeot 9X8 und der Architektur der Location war beeindruckend, und die raue Oberfläche der Betontextur erinnerte wunderbar an die Welt der Rennstrecken.“

Quelle: Stellantis – Pressemitteilung vom 20.01.2022

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