Halbleiter-Krise schlägt bei VW zu - Ausliefer-Stopp!

Halbleiter-Krise schlägt bei VW zu – Ausliefer-Stopp!

Copyright Abbildung(en): Volkswagen

Noch vor Jahresende 2021 konnten wir aufzeigen, dass bis Ende 2021 jedes vierzigste Fahrzeug auf Deutschlands Straße elektrifiziert unterwegs ist. Damit sind Plug-In-Hybride und E-Autos die Gewinner der Halbleiter-Krise. Denn während der gesamte Pkw-Markt in Europa nicht aus dem „ersten Gang“ herauskam, ist der Absatz von PHEV und Stromer verhältnismäßig gestiegen. Doch nun leiden auch E-Autos darunter. Unter anderem bei VW.

Volkswagen gab Anfang der Woche zu verstehen, dass es „Aufgrund aktueller Lieferengpässe von Halbleitern, die Bestandteil zahlreicher Komponenten unserer Fahrzeuge sind, kann es bei einigen unserer Modellvarianten zu deutlich längeren Produktionszeiten kommen“. Mit dieser Aussage, welche im Konfigurator des VW ID.4 vorzufinden ist, gibt VW den Hinweis darauf, dass nur noch bestimmte Versionen des Stromers bestellbar sind. Im Detail bedeutet dies, dass der ID.4 von Volkswagen derzeit nur mit der stärkeren 125-kW-Motorisierung bestellt werden kann, die 109 kW starke Basismotorisierung ist nicht konfigurierbar.

Wie andere Automobilhersteller auch, haben die Wolfsburger den Bau von Elektroautos bei der Zuteilung der knappen Halbleiter priorisiert, doch gänzlich verschont bleiben E-Autos auch nicht. Bisweilen war es so, dass vor allem im Verbrenner starken Wolfsburger Werk Schichten ausgefallen sind, nun fallen aber auch Schichten im MEB-Werk Zwickau weg. Die Konzentration auf reine E-Autos und PHEV bei der Produktion ist leicht nachvollziehbar. Hohe Kauf- und Steueranreize für elektrifizierte Fahrzeuge und paradoxerweise die Konzentration der OEMs auf profitable Modelle mit höheren Emissionen, welche eben durch diese Modelle kompensiert werden müssen, ließen deren Absatz wachsen. Aber auch hier scheint das Ende erreicht, beziehungsweise eine weitere Priorisierung notwendig.

Bereits im August hatte VW ebenfalls wegen der fehlenden Halbleiter in das Modellangebot des ID.3 eingegriffen. Dies zeigt sich dadurch, dass die kleinste Variante des ID.3 – mit 45-kWh-Akku – seit dem nicht mehr konfiguriert werden kann. Die derzeit günstigste, konfigurierbare Variante ist der ID.3 Pro mit 58 kWh großem Akku und 107 kW Leistung zu Preisen ab 35.460 Euro.

Quelle: Electrive.net – VW: ID.4-Basismodell wegen Chipmangels nicht bestellbar

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Natürlich werden die vorhandenen Teile in die Autos gebaut, die die höchste Marge bringen.

Man hat die CO2 Quote für 2021 erfüllt, so lukrativ es eben ging.
Der Konzern ist entlassen – Keine weiteren Fragen!

;-)

Selber schuld wenn sie alles zukaufen und nur mehr zusammenbauen. Das kann einfach nicht gut gehen .

Bei den Batterien haben einige Konzerne den Schuss gehört und kümmern sich um eine eigene (bzw. europ. partnerschaftliche) Produktion, um nicht einseitig von Ostasien abhängig zu sein. Hat man in Sachen Halbleiter den Schuss immer noch nicht gehört? War der Schuss zu leise? Halbleiter- und Chipproduktion geschieht inzwischen weitestgehend automatisiert, da dürften Arbeitskosten doch allenfalls die zweite Geige spielen, im Gegenteil, der Transport um den halben Globus frisst bald den Kostenvorteil wieder auf. Also produziert die Halbleiter hier, wo ihr sie braucht, statt am ausgestreckten Arm von Zulieferern zu zappeln, die nicht Willens oder im Stande sind, auf Vorpandemieniveau zu liefern. Oder wurden in der Pandemie Kapazitäten kurzsichtig geschrottet?

Der „starke“ ID.4 hat 150kw Leistung, nicht 125kw. Da die Beschränkung nur per Software erfolgt, ist der Chipmangel eigentlich keine glaubhafte Entschuldigung.

Tja VW, was iss es denn nun? Schecht geplant, schlecht gemanaged, schecht eingekauft, schlechte Strategie oder schlechte Partner? Einfach Pech gehabt oder sind alle anderen Schuld?
Die PR Abteilung wird sicherlich schon bald mit grossen Worten den heroischen Aufstieg von VW verkünden.
Ich bin zum Glück verschont. Denke nicht im entferntesten daran, mir ein Auto aus dem Hause VW zuzulegen. Und ich meine den Konzern, nicht die Marke.

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