Ford-Offensive: Sieben weitere E-Autos bis 2024

Ford-CEO sieht Preiskrieg für E-Autos aufziehen

Copyright Abbildung(en): Ford

Viele E-Autos kosten im Vergleich zu ähnlichen Verbrennermodellen immer noch deutlich mehr. Einige Branchengrößen glauben auch nicht, dass sich das so schnell ändern wird, angesichts von Rohstoff- und Batteriemangel, der die Rohstoffpreise weiter anheizt. Ford-CEO Jim Farley ist hingegen anderer Meinung. Er glaubt, dass sich die Hersteller von Elektroautos bald in einem Preiskrieg wiederfinden und Einsteigermodelle schon ab etwa 22.500 Euro zu haben sein werden.

Mit dieser Ansicht ließ Farley bei der Bernstein Strategiekonferenz in Glendale, USA aufhorchen. Er geht davon aus, dass die Materialkosten für Einsteigermodelle nicht mehr als etwa 16.000 Euro ausmachen werden. Die Preisgrenze von 22.500 Euro würde zudem die Elektromobilität für alle leistbar machen.

Das ist schon eine starke Ansage, kostet doch nach Farleys Angaben das erste vollelektrische Modell von Ford, der Mustang Mach-E, aktuell etwa 22.500 Euro mehr als ein vergleichbarer Ford Edge mit Verbrennungsmotor. Allein die Batteriekosten machen 16.000 Euro aus, die Ladeeinheit 2.700 Euro. Farley geht aber davon aus, dass es in Kürze aufgrund von neuer kobalt- und nickelarmer Batteriechemie zu großen Preisreduktionen kommen wird. Zudem könnten Elektroautos deutlich schneller und mit weniger Personaleinsatz produziert werden, was Kosten spare. Ford will außerdem die Vertriebskosten senken, die momentan 1.800 Euro höher seien als bei Tesla. Dafür sollen die Lager klein gehalten und Werbungskosten gesenkt werden. Letztere wären bei der aktuellen Nachfrage ohnehin nicht notwendig, so Farley.

Künftige Ford-Elektroautos werden so gestaltet, dass sie „radikal einfach“ zusammengebaut werden können. „Halb so viele Halterungen, halb so viele Montageplätze, halb so viele Schweißarbeiten, 20 Prozent weniger Halterungen„, gibt Farley als neues Motto aus. Zudem steht die Verbesserung der Aerodynamik im Fokus, um mit der kleinstmöglichen Batterie auskommen zu können. Allein die Verbesserung der Aerodynamik bei vollelektrischen Pick-ups bringe 120 Kilometer Reichweite bei gleicher Batteriegröße. Das spare wiederum 2.700 Euro an Batteriekosten ein, wenn man die Reichweite gleich belässt.

Um sich von der Konkurrenz abzuheben und zusätzliche Erträge zu erwirtschaften, will Ford zukünftig auch Software-Services verkaufen, beispielsweise Fahrerassistenzsysteme oder Features für autonomes Fahren. Diese könnten für eine gewisse Zeitspanne oder pro Meile vermietet werden.

Insgesamt sollen die oben genannten durchschnittlichen Mehrkosten von mehr als 20.000 Euro so wieder hereingeholt werden, auch wenn die Rohstoffpreise steigen. In China, wo aktuell mehr als die Hälfte aller Elektroautos weltweit verkauft werden, zeige sich schon heute, was er meine. Der meistverkaufte E-Van des chinesischen Herstellers Wuling koste dort nur mehr rund 7.200 Euro.

Die genannten Kostenreduktionen zu erreichen, wird nicht leicht werden, gibt Farley zu. Man müsse an vielen Punkten gleichzeitig ansetzen. Allerdings würde ein Einstiegspreis von etwa 22.500 Euro mehr Kunden zur Elektromobilität bringen, was die Umweltstrategie von Präsident Joe Biden unterstützen würde. Umfragen hätten ergeben, dass die hohen Kosten immer noch die größte Hürde auf dem Weg in die Elektromobilität wären.

Quelle: abcnews.go.com – Ford CEO sees electric vehicle price war as EV costs decline

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Der Einstiegspreis steht und fällt mit der Verfügbarkeit von günstigen Akkus in Höhe Stückzahlen.

Einen ID.3 zum Beispiel könnte VW in der mittleren und kleinen Akku Variante auch mit Natrium Ionen Akkus verkaufen und dabei im Preis deutlich runter gehen.

Die Preisfrage wird letzlich vom Reichweitenbedarf des Kunden bestimmt, d.h.die Hersteller werden nicht herum kommen Modelle mit unterschiedlichen Batteriekapazitäten anzubieten.
Gelöst wird das Problem vermutlich erst mit der betriebsfähigen Feststoffbatterie.

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