Blume sieht sich dauerhaft an der Spitze des VW-Konzern und Porsche

Blume sieht sich dauerhaft an der Spitze des VW-Konzern und Porsche

Copyright Abbildung(en): Porsche

Der neue VW-Chef Oliver Blume will weiter auch Porsche-Chef bleiben. Dabei dürfte er sowohl an der Spitze des VW Konzerns, als auch in seiner Funktion als CEO von Porsche künftig noch stärker gefordert werden. Zu einem steht weiterhin der massive Umbau zur E-Automarke bevor, begleitet vom Porsche Börsengang der für Ende September oder Anfang Oktober angestrebt und wohl bis zum Jahresende umgesetzt werden soll.

Bei seinem ersten Auftritt als neuer Chef des Volkswagen-Konzerns stellte Oliver Blume klar, dass am grundlegenden Kurs in Richtung Elektroautos nicht gerüttelt werde. Eher werde das Tempo sogar noch forciert, wie er Anfang September in Lissabon vor 500 VW-Managern sagte. Gegenüber der „Bild am Sonntag“ äußerte sich Blume , dass die die „Doppelfunktion eine Voraussetzung“ war, dass er den Job als VW-Konzern-Chef angenommen habe. Hierzu führt er weiter aus: „Die beiden Rollen ergänzen sich ideal: Operativ eng in die Prozesse und Technologien einer Marke eingebunden sein, um strategisch im Konzern die richtigen Entscheidungen zu treffen.“

Blume nannte es einen „Riesenvorteil“, dass er bereits für die vier Konzernmarken Audi, Seat, Volkswagen und Porsche gearbeitet hat. Blumes Vorteil ist somit, dass er sein gesamtes Berufsleben im Konzern verbrachte – er startete vor 28 Jahren als Trainee bei Audi – und fast „jeden Winkel des Unternehmens“ kenne, wie er in einem anderen Interview zu verstehen gab. Eben diese Marken wolle er bewusst stärken. Die einzelnen Konzernmarken, wie etwa Audi, Porsche, Skoda und Seat, sollen mehr Kompetenzen und Aufgaben erhalten. Der Konzern könne nur so erfolgreich sein, wie es „seine fantastischen Marken sind“.

Das eigene Kernteam hat Blume direkt zu Beginn verkleinert. Vertrieb, Beschaffung, Produktion und Entwicklung sollen demnach in einer Art „Synergien-Ressort“ aufgehen – dieses firmiert zusätzlich als „erweiterte Konzernleitung“. Dadurch bleiben insgesamt neun Einzelposten auf der obersten Führungsebene übrig. Blume selbst werde sich als Vorsitzender „dabei auf Strategie, Qualität, Design sowie die Software-Tochter Cariad konzentrieren“, hieß es nach einem Beschluss des Aufsichtsrats. Personell verändert sich auf den obersten Rängen jedoch kaum etwas.

In seiner Funktion als Porsche-Vorstandschef äußerte er sich zudem zum bevorstehenden Börsengang: „Das ist ein historischer Moment für Porsche. Wir glauben, dass ein Börsengang für uns ein neues Kapitel mit größerer Eigenständigkeit als einer der weltweit erfolgreichsten Sportwagenhersteller aufschlagen würde.“ Der Aufsichtsrat der Volkswagen AG hat beschlossen, ein öffentliches Angebot von bis zu 25 % der nicht stimmberechtigten Vorzugsaktien des Luxusautomobilherstellers anzustreben. Mit dem milliardenschweren Verkauf der Anteile an dem Sportwagenbauer würden die Familien Porsche und Piëch, die bei der Porsche SE das Sagen haben, eine Sperrminorität bei der Porsche AG bekommen. Damit könnten wichtige Entscheidungen nicht ohne sie getroffen werden.

Quelle: Automobil-Industrie – Oliver Blume will VW-Konzern und Porsche dauerhaft leiten // Porsche Pressemitteilung

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Blume wird beide an die Wand fahren.

Übermut tut selten gut… ;)

Der Elektrozug ist nicht aufzuhalten. Die Investitionen, die Vorbestellungen und die Verträge sind so bindend, dass man zweistellige Millionen Einheiten liefern muss. Es gibt sogar externe Lieferverträge für Indien (Mahindra) und Ford. Blume kann die Entwicklung also nicht aufhalten, er will sie aber auch gar nicht aufhalten. Das dumme Gewäsch zu eFuels gibt er doch nur von sich, um abgehalfterten Petrolheads noch 2-3 Bestellungen sündteurer 911-Verbrenner aus den Rippen zu leiern.

Wenn Walter Röhrl und Co. aus der Schnabeltasse trinken, ist auch im Kundenrennsport nur noch Elektro angesagt. Wer das noch bezweifelt, brauchte nur dieses Jahr nach Goodwood zu schauen. Dort war der absolut überzeugende Auftritt des 718 GT4 ePerformance. Er verwies furios gefahrene Verbrenner 911 der ersten Garde deutlich auf die Plätze, u.a. einen GT2RS im Racetrimm und einen RSR mit Timo Bernhard am Steuer. In den Zeiten waren Welten dazwischen.

An massloser Selbstüberschätzung leidend, wird er kläglich scheitern. Er wäre wohl gerne ein Musk. Effektiv ist er ein CEO eines kleinen Nischenproduzenten – der auf unerklärliche Weise und miserabel evaluiert VW leiten soll. Manchmal wäre externes Wissen und etwas Demut angebrachter. Aber die VW Mafia zieht weiter ihre Fäden.

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