NIO plant Batteriewechselstationen in Deutschland entlang der Hauptreiserouten

NIO plant Batteriewechselstationen in Deutschland entlang der Hauptreiserouten

Copyright Abbildung(en): Michael Vi / Shutterstock.com

Mit der Limousine ET7 kommt der chinesische E-Autohersteller NIO noch heuer nach Deutschland, inklusive der innovativen Batteriewechselstationen. Die ersten dieser Battery-Swap-Stations sollen dem Unternehmen zufolge in Berlin und München entstehen. Dabei soll es aber nicht bleiben, zusätzliche Stationen sollen vorwiegend entlang der beliebtesten Reiserouten entstehen. Wo genau, ist noch nicht bekannt.

Für Deutschland können Sie sicher mit mehreren Battery-Swap-Stationen rechnen„, erklärte Europa-Chef Zhang Hui kürzlich der Tagesschau, vor allem entlang der Hauptverkehrswege. Beispielsweise auf der Strecke München – Gardasee. In Deutschland wird bereits die dritte Generation der Wechselstationen zur Anwendung kommen, die demnächst in Ungarn hergestellt werden sollen. Gewechselt werden können dort neben den eigenen Batterien in verschiedenen Größen prinzipiell auch Batterien anderer Automarken – sofern sie die gleichen Batterien wie NIO verwenden, auf der gleichen Plattform basieren und die Proportionen und das Design der NIO-Batterie berücksichtigen. Das ist eher unwahrscheinlich. Wer keine Battery Swap Station in der Nähe hat, kann seinen NIO auch ganz klassisch zuhause an der Wallbox oder an einer öffentlichen AC- oder DC-Ladestation laden.

Bis Ende 2025 plant NIO weltweit 4.000 Swap Stations, davon 1.000 außerhalb Chinas. In China wurde erst kürzlich der zehnmillionste Batteriewechsel gefeiert. Bei 900 Stationen passiert das etwa 30.000 Mal pro Tag, bisher wurden damit knapp 2 Milliarden Kilometer Reichweite nachgeladen. Auch andere chinesische Herstellen liebäugeln bereits mit dem Batteriewechseltechnologie. Ob sich das Swappen auch in Europa derart durchsetzen wird, wird sich zeigen, setzt man hierzulande doch mehr auf den Ausbau der Schnellladeinfrastruktur. NIO ist 2021 in Norwegen mit dem SUV ES8 erstmals auf den europäischen Markt gekommen, in Oslo wurde die erste Swap Station eröffnet. Zahlen zur Nutzung liegen jedoch noch nicht vor.

Das in Ungarn geplante Werk, in dem die Swap Stations für den europäischen Markt gefertigt werden sollen, wird zudem als Service-, Forschungs- und Entwicklungszentrum ausgebaut. Gleichzeitig mit Deutschland erfolgt der Marktstart auch in den Niederlanden, in Schweden und in Dänemark. NIO ist nach Europa gekommen, um zu bleiben.

Quelle: NIO: Deutschland kann „mit mehreren Battery-Swap-Stationen rechnen“

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Auch in diesem Artikel über Wechselakkus wird wieder verschwiegen, dass eine stationsgebundene Wechseloption immer mit einer Art AkkuLeasing also auch mit laufenden monatlichen Kosten verbunden ist, das werden sich v.a. Leute antun, die z.B. nicht wirklich rechnen können (oder für die andere die Kosten übernehmen).

Der ganze stationsgebundene Wechselzirkus kostet schon

• aufgrund der notwendig vorrätigen Akkuzahlen (3:1 oder gar 4:1?),
• aus Personalaufwands-Gründen,
• aufgrund des Grundstücks- und Bauaufwands für die Wechsel-Stationen,
• wegen des größeren Wartungs- und Erhaltungsaufwands der Anlagen
• u.v.a.mehr

horrendende Beträge –> von den Gewinnen, die (nach einer Niedrigpreis-Lockvogelzeit) damit natürlich auch noch gemacht werden sollen, schon gar nicht mehr zu reden!

Last edited 1 Monat zuvor by Wolfbrecht Gösebert

„Für Deutschland können Sie sicher mit mehreren Battery-Swap-Stationen rechnen.“
Soso, nach einem dichten Netz klingt das mal gar nicht. Eher nach einer Handvoll. Das wird ein Flop!

Mir ist egal, so und wie der Konzern sein Geld versenkt. Das ganze rechnet sich für den Benutzer in keiner Weise und das wird nix.
Da scheint jemand unendlich viel Geld versenken zu müssen. Je schneller umso besser.
Vielleicht gibt es auch in D hinreichend viele Deppen, die nicht rechnen können und da aufspringen. Dank des fast überall inzwischen guten HPC-Netzes kann ein Wechselakku-System – wohlgemerkt für einen einzigen Hersteller – in keiner Weise konkurrenzfähig sein.

Bei Nio sind Deppen am Werke .. so wie in der h2-Traumwelt bei Toyota und Hyundai. Lassen wir sie einfach. Nicht unser Geld.

Wo liegen die Schwachstellen hinsichtlich der Schnellladesäulen? Genau, bei Fernreisen in der Urlaubszeit, laufe ich Gefahr dass ich an der Ladesäule mal warten muss.
Und beim Wechselsystem?
Wenn ich beim Wechselsystem, vor dem Urlaub, meinen kleinen Akku gegen einen großen Akku tauschen möchte, laufe ich Gefahr, dass diese Idee auch Andere hatten und keine großen Akkus mehr verfügbar sind. Der Tausch selber mag wohl schneller gehen, dafür wird der Andrang an den wenigen Wechselstationen sicher etwas größer sein (siehe Tankstelle) – und wenn ich Pech habe sind dann, wenn ich endlich dran bin, keine geladenen Akkus vorhanden und ich muss nochmal warten.
Ich sehe schon den Ansatz als eine interessante Lösung, würde jedoch selber nicht daran teilnehmen. Wenn sich die deutsche Autoindustrie zu einer solchen Lösung entschließen würde, wäre das System mit Sicherheit nicht zu diesem System kompatibel (siehe Schnellladestecker).

Neben den genannten Nachteilen ist für mich der größte Nachteil, dass die Batterieentwicklungnoch viele Veränderungen bringen wird. Sei es Form, Chemie oder eben Einbau im Fahrzeug.

Entweder man legt sich auf Jahre auf eine Bauform fest und kann zukünftigen Entwicklungen nicht folgen, oder man muss dauernd die Ladestationen ändern.

Zudem ist es ein Investionsrisiko für den Käufer. Was wenn es dem Hersteller zu teuer wird und es dann die Wechselstationen wieder einstellt bzw. einfach nicht weiter ausbaut (dieses halte ich sogar für sehr wahrscheinlich). Dann habe ich viel Geld in den Wechselakku ausgegeben, kann ihn nicht mehr nutzen und im Verkauf wird es nicht honoriert.

Da können die NIOs noch so toll sein, mit Wechselakku werde ich mir wohl nie einen zulegen. Genausowenig wie ich mir einen Renault oder VinFast mit Mietakku zugelegt hätte.

Dieses Wechselsystem von Nio wird in China mit einem sehr großen Erfolg eingesetzt.
Es werden ca. 5 min zum wechseln der Batterie benötigt plus das Ein- und Ausfahren in die Wechselstation.
Allen großen Autobauern wurde es angeboten von seinem Erfinder. Nio hat es aufgenommen und weiter entwickelt.
Der unterschie ist jetzt, dass wenn es ein deutsches Unternehmen aufgegriffen hätte würde es öber alle Massen gelobt werden. Nio ist aber ein chinesischer Autobauer welcher anderst denkt. Genau so wie Tesla.
Nur durch solche Iniziativen kommt man vorwärts.
Die Gegener können sich mit Knüppeln die Köpfe einschlagen weil sie Gedanklich noch in der Steinzeit leben.

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