Aston-Martin-Nachhaltigkeit

Aston Martin beschleunigt Nachhaltigkeits-Strategie

Copyright Abbildung(en): Aston Martin

Kickdown fürs Klima: Seine neue, „Racing.Green.“ genannte Nachhaltigkeitsstrategie bezeichnet die britische Marke Aston Martin als Startschuss für die Umgestaltung des Unternehmens zu einem weltweit führenden Anbieter von Luxusautomobilen unter dem Zeichen der Nachhaltigkeit.

Die vor wenigen Tagen vorgestellte Initiative formuliere mehrere Kernprinzipien, die Aston Martins bisherige Bemühungen um Nachhaltigkeit widerspiegeln und darüber hinaus neue ambitionierte Ziele vorgeben, so der Hersteller in einer aktuellen Mitteilung. Diese in Übereinstimmung mit den UN-Nachhaltigkeitszielen angestrebten Änderungen gelten demnach für sämtliche Unternehmensbereiche und sollen auf Klimaschutz, Umweltschutz und die Entwicklung eines noch stärkeren vielfältigeren und integrativeren Unternehmens abzielen.

Die Britische Luxusmarke schließt sich als neues Mitglied der Science Based Targets initiative (SBTi) mehreren anderen engagierten Unternehmen an, die einen Beitrag zum Klimaschutz leisten möchten und über diese Institution Unterstützung beim Erreichen von Klimazielen auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse erhalten.

Klimaneutral bis 2039

Im Rahmen von Racing.Green. strebt Aston Martin bis 2030 eine klimaneutrale Produktion sowie eine Reduktion der Emissionen in der Lieferkette um 30 Prozent im Vergleich zum Jahr 2020 an. Die Klimaneutralität in der gesamten Lieferkette soll bis 2039 erreicht sein. Die neuen Ziele sind laut eigener Aussage die logische Fortführung der bisherigen Erfolge, die Aston Martin auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit verbuchen kann, etwa die Reduktion von Treibhausgasen bei den Geschäftsaktivitäten in Großbritannien um 44 Prozent zwischen 2020 und 2021 sowie die Nutzung von 100 Prozent erneuerbarer Energie in allen Produktionsstätten in UK seit 2019. In St Athan in Wales plant Aston Martin derzeit eine Solaranlage mit 14.000 Paneelen, die 20 Prozent des jährlichen Energiebedarfs des dortigen Produktionswerks liefern soll.

Bereits jetzt werden 100 Prozent der bei Aston Martin anfallenden Abfälle nicht mehr in Deponien entsorgt. Außerdem sollen innerhalb von drei Jahren sämtliche Plastikabfälle aus Verpackungen beseitigt werden. Im Rahmen der Racing.Green. Strategie sollen zudem der Wasserverbrauch um 15 Prozent reduziert, möglichst viele nachhaltige Werkstoffe genutzt und die Biodiversität an allen Standorten gefördert werden. Aston Martin ist berühmt für Langlebigkeit, Exklusivität und handwerkliche Wertarbeit seiner einzigartigen Fahrzeuge. So seien von den in seiner 109-jährigen Geschichte weniger als 109.000 gebauten Fahrzeugen noch 95 Prozent in Gebrauch.

„Ein klarer Fahrplan hin zur Elektromobilität“

Das Streben nach mehr Nachhaltigkeit werde sich auch im zukünftigen Produktportfolio von Aston Martin widerspiegeln. Hierzu gehört auch ein laut eigener Aussage „klarer Fahrplan hin zur Elektromobilität“. Dazu entwickelt der Autobauer bereits Alternativen zum Verbrennungsmotor und will Anfang 2024 mit dem Valhalla, einem Mittelmotor-Supercar, seinen ersten Plug-in-Hybrid ausliefern. Das erste rein batterieelektrische Auto soll 2025 kommen, und ab 2026 will Aston Martin für sämtliche Produktlinien einen optionalen elektrifizierten Antrieb anbieten. Das gesamte Kernportfolio an GT-Sportwagen sowie SUVs soll bis 2030 rein elektrisch sein.

Auch die Nutzung innovativer nachhaltiger Materialien für Fahrzeuge von Aston Martin werde vorangetrieben. Dazu zählt etwa der mögliche Einsatz von „grünem“ Aluminium, das mit 100 Prozent erneuerbarer Energie gewonnen werden soll. Außerdem sollen die Kunden zukünftig vegane Interieur-Optionen wählen können, die frei von Leder und so besonders umweltfreundlich sind.

Im Rahmen seiner Strategie für mehr Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion will Aston Martin innerhalb von fünf Jahren 25 Prozent seiner Führungspositionen mit Frauen bekleiden. Die Einhaltung der Racing.Green. Strategie und der Fortschritt bei den gesteckten Zielen werde von einem Board Sustainability Committee überwacht, das von Non-Executive Director Dr. Anne Stevens geleitet wird.

Aston Martin beschleunigt. Wir gestalten unser Unternehmen aktiv um und wollen uns gerade jetzt neuen Herausforderungen stellen. Wir möchten einen Unterschied machen und zu einer der weltweit führenden nachhaltigen Luxusmarken werden“, sagt Tobias Moers, Chief Executive Officer von Aston Martin Lagonda. Dabei könne es aber nicht nur darum gehen, emissionsfreie Fahrzeuge anzubieten. „Viel mehr möchten wir Nachhaltigkeit im ganzen Unternehmen großschreiben. Unsere Belegschaft soll die gesellschaftlichen Realitäten widerspiegeln und stolz darauf sein, verantwortungsvolle Produkte unter besonderer Berücksichtigung von Umweltaspekten herzustellen. Und auch die Mitmenschen rund um unsere Standorte sollen profitieren. Wir brennen für Ingenieurskunst und Design – das sind beste Voraussetzungen, um die Welt nicht nur mit schnellen Autos zu begeistern, sondern es dabei gleichzeitig zu schaffen, klimaneutral zu werden.

Quelle: Aston Martin Lagonda – Pressemitteilung vom 22.04.2022

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