Nissan: Klimaneutral bis 2050

Copyright Abbildung(en): Nissan

Nissan: Klimaneutral bis 2050

Die Nissan Motor Company ist auf dem Weg zum klimaneutralen Unternehmen: Bis 2050 will der japanische Automobilhersteller sowohl im Geschäftsbetrieb als auch über den Lebenszyklus seiner Fahrzeuge hinweg Klimaneutralität erreichen. In einem ersten Schritt soll hierfür bis Anfang der 2030er Jahre jedes neue Modell in den Schlüsselmärkten elektrifiziert werden. „Wir sind fest entschlossen, zur Schaffung einer CO2-neutralen Gesellschaft beizutragen und die globalen Bemühungen gegen den Klimawandel zu beschleunigen“, sagt Nissan-Boss Makoto Uchida.

Konzentrieren wollen sich die Japaner dabei unter anderem auf den Bereich Batterie-Fertigung, um wettbewerbsfähige und effizientere E-Autos zu entwickeln. Gleichzeitig sollen im Rahmen der Initiative „Nissan Intelligent Factory“  neuartige Fertigungsprozesse die Produktivität in der Fahrzeugmontage steigern. Weniger Energie und besserer Materialeinsatz sollen die CO2-Neutralität unterstützen.

Parallel will Nissan seine elektrifizierten Antriebsstränge weiterentwickeln. Ziele sind ein höherer thermischer Wirkungsgrad und eine höhere Effizienz der Wechselrichter. Ebenfalls geplant ist ein Batterie-Ökosystem zur Unterstützung dezentraler Stromerzeugung für Gebäude mit erneuerbaren Energiequellen. Dazu strebt Nissan eine verstärkte Zusammenarbeit mit dem Energiesektor an. Uchida: „Wir werden weiterhin Innovationen vorantreiben, die das Leben der Menschen bereichern, während wir eine nachhaltige Zukunft für alle anstreben.“

Mit der weiteren Elektrifizierung und CO2-Reduzierung unterstützt Nissan die Ziele des Pariser Klimaabkommens. Zu den langjährigen Initiativen gehört etwa das „Nissan Green Program“, das wie die laufenden Bemühungen getreu der Umweltphilosophie, „eine Symbiose aus Menschen, Fahrzeugen und Natur“ zu verwirklichen, die Auswirkungen auf die Umwelt minimieren soll. Hauptziele sind dabei Ressourcenschonung, Luftqualität und die Senkung des Wasserverbrauchs.  In Zusammenarbeit mit Partnern aus Industrie und Behörden treibt Nissan zudem die notwendige (Lade-)Infrastruktur voran und unterstützt Aufklärungskampagnen zu den Vorteilen von Elektrofahrzeugen.

Durch die vollständige Elektrifizierung aller neuen Fahrzeugmodelle in Japan, China, USA und Europa bis Anfang der 2030er Jahre will Nissan auch bei der Einführung weiterer EV-Technologien eine führende Rolle spielen. Mit dem Modell Leaf hat das Unternehmen das weltweit erste Elektroauto für den Massenmarkt eingeführt. Bis heute hat sich der Wagen mehr als eine halbe Million Mal verkauft.

Quelle: Nissan – Pressemitteilung vom 27. Januar 2021

Über den Autor

Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

Newsletter

Erhalte jeden Montag, Mittwoch und Freitag aktuelle Themen wie „Nissan: Klimaneutral bis 2050“ sowie die neusten Informationen aus der Welt der Elektromobilität kostenfrei direkt ins eigene Postfach. Kuratiert aus einer Vielzahl von Webseiten und Blogs.
Ja, ich möchte den gratis E-Mail-Newsletter von Elektroauto-News.net abonnieren. Die Datenschutzerklärung habe ich gelesen. Die Einwilligung zum Versand des Newsletters kann jederzeit widerrufen werden. Hierzu reicht es auf den Abmeldelink zu klicken, welcher sich in jedem Newsletter befindet.

Fakten & MeinungenDiskutiere mit der E-Community

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
7 Comments
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments

Bis 2050 klimaneutral = Klima ist uns scheißegal.

Ich würde dies nicht so sehen. Wenn Nissan Folgendes Ernst meint und auch einhält, dann ist das für einen Automobilhersteller ein großes und schweres Ziel: „sowohl im Geschäftsbetrieb als auch über den Lebenszyklus seiner Fahrzeuge hinweg Klimaneutralität erreichen“

Alle Automobilhersteller, die ein deutlich früheres Datum nennen, werden dieses kaum einhalten können. Eine wichtige Frage ist also, wo man mit dem Rechnen beginnt: Klimaneutralität ‚während des Fahrbetriebs eines Fahrzeugs‘ ist da erheblich einfacher und schneller zu erreichen.

„Nissan-Sie kommen niemals an“ 🙁

Wenn laut Paris Abkommen alle in 2050 klimaneutral sein sollen ist das Ziel von Nissan nicht mehr als eine Erfüllung des gesellschaftlichen Minimums. Damit ist es eigentlich kein Ziel bzw. nicht nennenswert.
Somit kann man das als Greenwashing bezeichnen.

Dies ist inkorrekt. Das Pariser Klimaabkommen hat das Ziel die *globale* Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen. Im European Green Deal hat die Europäische Kommission ebenso das Ziel der Klimaneutralität bis 2050 gesetzt, was für die Länder der EU erheblich schwerer zu erreichen ist als global (Stichwörter: Industrieproduktion, Regenwälder).

Wenn nun ein Unternehmen der Automobilindustrie, also einer Rohstoff- und Energie-intensiven Industrie, dieses Ziel für Geschäftsbetrieb und Lebenszyklus der Fahrzeuge setzt, ist das durchaus ein ambitioniertes Ziel! Ich bezweifle sogar, dass dies schaffbar ist, wenn Nissan da nicht an Zertifikatshandel, Kompensationszahlungen oder Aufforstungsprogramme denkt.

https://www.europarl.europa.eu/news/de/headlines/priorities/klimawandel/20190926STO62270/was-versteht-man-unter-klimaneutralitat

Das 1. Auto das 100% Elektro gebaut wurde, in der Massenfertigung, war der Mitsubishi i-MiEV, ab 2010 in Europa zugelassen, und gebaut bis 2020.

Richtig, und die laufen auch noch als Peugeot s und und gehören wie auch Nissan zum Renault-Konzern.

Diese News könnten dich auch interessieren:

BMW setzt in der Produktion auf regional und vor Ort erzeugten Ökostrom
Sportwagen-Technik für Brennstoffzellen-Lkw?
Mercedes-Benz: elektrische C-Klasse-Limousine frühestens 2024
7
0
Would love your thoughts, please comment.x
()
x

Deine Anmeldung zum Newsletter:
Ein letzter Schritt fehlt noch.

Vielen Dank für deine Anmeldung zum Newsletter von Elektroauto-News. Du erhältst in Kürze eine E-Mail, in der sich ein Link zur Freischaltung deiner E-Mail-Adresse befindet. Erst durch die Bestätigung des Links dürfen wir deine E-Mail-Adresse zum Versand unseres Newsletter freischalten (Double-Opt-In).