Electric Brands denkt mit XBUS E-Mobilität anders: „Weniger ist mehr“ in allen Belangen

Electric Brands denkt mit XBUS E-Mobilität anders: "Weniger ist mehr" in allen Belangen

Copyright Abbildung(en): Electric Brands

„E-Mobilität anders fassen, anders denken“, danach strebt Electric Brands, das Unternehmen hinter dem modularen Elektro-Leichtfahrzeug XBUS aus Deutschland. Im gemeinsamen Gespräch lässt deren CEO Martin Henne hinter die Kulissen blicken und zeigt auf warum es wichtig ist in einem ganzheitlichen Ansatz zu denken. Einem Ansatz der sich in einem CO2-Rucksack von unter 10.000 km niederschlägt und einem E-Fahrzeug, welches nicht nur modular sondern mit Wechselakku daherkommt und „mit Liebe“ in Deutschland hergestellt wird.

Bei der Schaffung des ersten Fahrzeugs hat man sich stark an den Bedürfnissen am Markt ausgerichtet und Rückmeldung aus der Erfahrung von mittlerweile 700 Händlern in ganz Europa einfließen lassen. Entstanden ist ein E-Fahrzeug, welches vieles sein kann: Elektro- Cabrio, E-Off-Roader, Elektro-Transporter mit Kofferaufbau, einen vollelektrischer Kombi, oder eben doch ein elektrifizierter Pickup, Kastenwagen oder Camping-Bus. Ganz wie man möchte. Grenzen setzt nur die eigene Fantasie, beziehungsweise die vorhandenen Module. Wobei das Angebot an Modulen stets erweitert werden soll.

Wer sich diese nicht zu Hause hinstellen möchte, kann sie nach Bedarf auch beim jeweiligen Händler leihen, ggf. auch montieren lassen. Martin gibt allerdings auch zu verstehen, dass die Module selbst, zu zweit in gut einer Stunde gewechselt sind. Dank Verschlussraster sowie Zentriereinheiten sind diese stets richtig positioniert. Ganz ohne Spezialwerkzeug. Bei der Modulauswahl ist man also auch nach dem Kauf recht flexibel. Nicht so bei der Auswahl des Chassis, dafür entscheidet man sich einmal. Hier hat man die Wahl zwischen einer normalen Variante, sowie einer höher gelegten, beispielsweise für den Einsatz im Wald.

Der XBUS ist somit in der Tat ein modulares Universalfahrzeug, dass die Kriterien der Leichtfahrzeugklasse L7e-B2 erfüllt. Betrachtet man die reinen Fakten kommt das Fahrzeug mit E-Antrieb, Leermasse von weniger als 600 kg, Transport von bis zu 3 Personen, Dauerleistung 15 kW, Peak-Leistung 56 kW und eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h daher. Je nach Modell bringt es das Fahrzeug auf eine Abmessung von 3,96 x 1,64 x 1,96 (Offroad: 2,03) und modulabhängig bis zu 1.000 kg Zuladung.

Ab Werk seien derzeit (rechnerisch) eine Reichweite zwischen 100 und 200 km möglich – mit dem in der Basis verbauten Akku von 10 kWh. Dieser setzt sich aus mehreren 1,25 kWh großen Akku-Modulen zusammen. Kann auch beliebig erweitert werden. Je nachdem welches Modul montiert ist lässt sich der Akku auf bis zu 30 kWh aufstocken. Auch im Nachhinein. So lässt sich der XBUS-Camper vor dem Urlaub mit mehr Akku-Kapazität ausstatten, nach dem Urlaub geht es dann wieder zurück zum E-Kombi mit Standard-Akku. Getauscht und erweitert werden kann der Akku beim eigenen Händlernetz, an kommenden Batterietauschstationen – welche teils autark unterwegs sein sollen – sowie in den eigenen vier Wänden. Vorausgesetzt man mag die Akkus selbst auf Vorrat halten.

Die modulare Bauweise und die Flexibilität durch den Akku-Tausch stellen den XBUS als E-Fahrzeug für Jahre auf. Denn mit sich verändernder Akku-Technik kann auch der XBUS sich verbessern und davon profitieren. Das man lange Freude am XBUS hat kann man Henne durchaus glauben. Vor allem, da man mit diesem echt „grün“ unterwegs sein kann. Der Geschäftsführer des Unternehmens gab zu verstehen, dass durch die Zusammenarbeit mit deutschen Lieferanten, entsprechend umweltschonenden Produktionsmethoden und kurzen Lieferwegen sowie den Einsatz von kobaltfreien Batterien der XBUS seinen Klimarucksack schon nach weniger als 10.000 gefahrenen Kilometern ablegen kann. Und ist sein Ende irgendwann gekommen, lassen sich seine Einzelteile zu 98 % wiederverwenden.

Ein durchaus überzeugender Ansatz, welcher in weiteren E-Fahrzeugen fortgeführt wird. Das nächste Fahrzeug – kommerzieller Aufbau – wird schon in den nächsten Wochen das Licht der Welt erblicken. Bis dahin kannst du in dieser Folge des Elektroauto-News.net Podcast noch ein wenig mehr über das modulare Elektro-Leichtfahrzeug XBUS erfahren. Viel Spaß.

Gerne kannst du mir auch Fragen zur E-Mobilität per Mail zukommen lassen, welche dich im Alltag beschäftigen. Die Antwort darauf könnte auch für andere Hörer des Podcasts von Interesse sein. Wie immer gilt: Über Kritik, Kommentare und Co. freue ich mich natürlich. Also gerne melden, auch für die bereits erwähnten Themenvorschläge. Und über eine positive Bewertung, beim Podcast-Anbieter deiner Wahl, freue ich mich natürlich auch sehr! Danke.

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Sieht durch aus cool aus und scheint Nutzwert zu haben. Aber maximal 30 kWh scheint mir knapp. Man müsste den Verbrauch in der Praxis sehen, aber ich fürchte, da kann man keine Wunder erwarten.

Im Spiegel-Artikel zum X-Bus steht:

Politisch stehen sehr kleine Elektrofahrzeuge aktuell im Abseits. Außer in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und einigen Städten werden L7e-Mobile nicht mit einer Kaufprämie gefördert. Andererseits hat eine Studie des Landes Baden-Württemberg ergeben, dass mehr als die Hälfte des Verkehrsaufkommens durch Elektroleichtfahrzeuge abgedeckt werden könnte.

(Quelle: spiegel.de – 29.09.2021)

Ich hoffe, dass die neue Regierung es ernst meint mit dem Umwelt- und Klimaschutz.

PHEV sollten von der Förderliste gestrichen und stattdessen L7e- und L6e-Fahrzeuge aufgenommen werden.

Die Hersteller können statt 1 SUV mit 2 Tonnen auch 4 Kleinautos mit 500 kg herstellen, die Menge in kg und die Resourcen wären in etwa gleich, aber es könnte 4 mal 1-2 Personen mit Gepäck befördert werden.

PS.: Eine Bitte an die Tontechniker, sofern diese mitlesen, gebt mal Sebastion ein paar Tipps, damit er den Ton angenehmer machen kann, sicher ist das auch mit einfacher Audio-Software möglich – Danke!

„PHEV sollten [sofort] von der Förderliste gestrichen und stattdessen L7e- und L6e-Fahrzeuge aufgenommen werden.“

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„… gebt mal Sebastian ein paar Tipps, damit er den Ton angenehmer machen kann, …“

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„PHEV sollten von der Förderliste gestrichen und stattdessen L7e- und L6e-Fahrzeuge aufgenommen werden.“

50 Jahre Errungenschaften bei der Sicherheitstechnik um dann wieder in die 70er zurück zu kehren? Bitte nicht…

Es kann nicht Sinn der Sache sein, dass wir in Zukunft alle mit 2,5 oder 3,5 Tonnen durch die Gegend fahren, nur weil es sicher ist als mit 1,5 Tonnen. Und auf der anderen Seite die Fahrradfahrer, die außer einem Helm nichts als Schutz haben. Hier sollte man die Rammböcke aus dem Spiel nehmen.

die Technik der leicht herausnehmbaren Kleinakkus scheint mir Zukunftsträchtig, reichweitenrelevant für Urlaubsfahrten. Der X-Bus passt leider nicht in meine Garage. Könnte auch 20cm breiter sein mit niedrigerem Einstieg

Sehr interessantes Fahrzeug, wie für mich zugeschnitten. Vor allem auch die Möglichkeit zur bidirektionalen Einbindung war mir beim X Bus bislang nicht bekannt. Besonders interessant wäre für mich v to h.

Ein interessantes Konzept. Zum Pendeln völlig ausreichend. Auch für den Einkuf oder als Kindertaxi gut geeignet.

Bei der Höchstgeschwindigkeit würde ich mir noch 5km/h mehr wünschen, welcher LKW hält sich schon an 80km/h auf der Autobahn. Mit 100km/h eine Lkw, der mit 96km/h fährt, zu überholen, dürfte lange dauern.

Ein bisschen Bedenken machen mir die Akkumodule, 20kW extra zu den 10kW Grundausstattung kosten 6.500€. Die Form des Busses ist nicht gerade windschlüpfrig.

Mit ein bisschen Ausstattung (wie z.B. Typ 2 Ladestecker…) und einem Modul kostet das Fahrzeug ganz schnell soviel wie ein Tesla M3 abzüglich Bonus. Der hat dann einen WLTP von 448km.

Interessanter Beitrag, vielen Dank. Ich habe einen Bus bestellt, da mich das Konzert überzeugt. Ich hätte mir im Podcast aber noch weitere Fragen zu kritischen Punkten gewünscht: Wie sieht es mit der Sicherheit aus? Wird es eine Förderung geben? Stimmt es, dass es einen Antrag gibt, dass die drei Sitzplätze auf vier erweitert werden können? Ist die Offroad-Variante wirklich fürs Gelände konzipiert? Dann hätte sich der Beitrag deutlich von den anderen Infos im Netz abgehoben.

„Weniger ist mehr“ in allen Belangen.
Vor allem bei der Insassensicherheit und dem Fußgängerschutz, aber leider nicht beim Preis…
Die Metallstange vorne hat genau die Richtige höhe um einem Kleinkind den Schädel einzuschlagen. Beim PKW ist das verboten und zwar aus gutem Grund.

Last edited 19 Tage zuvor by Dagobert

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