Europa: Tesla-Absatz nur minimal hinter VW Konzern

Europa: Tesla-Absatz Ende September nur minimal hinter VW Konzern

Copyright Abbildung(en): Ivan Marc / Shutterstock.com

Tesla hat es in Europa wahrlich nicht einfach. Bis 2019 war noch fast jedes dritte E-Auto auf Europas Straßen ein Tesla. Mit Beginn 2020 begann die Vormachtstellung zu schwinden. Mittlerweile holt der amerikanische Automobilhersteller auf und nimmt eine wichtige Position am europäischen E-Automarkt ein. Tesla schloss die ersten neun Monateen Europas Pkw-Markt als zweitgrößte E-Auto-Marke ab. Mit 112.500 Neuzulassungen in der Region, nur 4.100 Einheiten hinter der Marke VW.

Durch ein entsprechendes Fahrzeugpolster in China und Auslieferung dieser Stromer nach Europa gelingt es Tesla an Marktanteilen zurückzugewinnen. Demnach geht Analyst Matthias Schmidt davon aus, dass in der zweiten Jahreshälfte 2021 rund 90.000 Auslieferungen der Tesla Stromer stattfinden werden. Mit dem Model Y kommt ein Stromer auf den norwegischen Markt, wo es seit 2,5 Jahren kein neues Tesla-Modell mehr gab. Insgesamt wird für 2021 ein europäischer E-Auto-Absatz von 165.000 Einheiten erwartet. Dies entspricht einem E-Autoanteil von etwa 15 Prozent oder 1,5 Prozent des gesamten europäischen Pkw-Marktes. Das rollierende 12-Monats-Volumen von Tesla liegt bei 146.100 Einheiten bis zum 30. September 2021.

Blicken wir auf den Marktführer in Europa. Der VW-Konzern mit seinen Stromern der Marke VW, Audi, ŠKODA, SEAT und Porsche bringt es auf zusammen 201.300 Einheiten beziehungsweise 284.600 Einheiten über einen rollierenden rollierenden 12-Monats-Zeitraum. Dies deutet laut Schmidt daraufhin, dass wir bis Ende des Jahres über 300.000 vollelektrische Fahrzeuge aus dem VW Konzern in Europa sehen werden.

Dennoch muss man festhalten, dass Tesla im dritten Quartal 2021 die Marke VW mit 45.900 Zulassungen gegenüber 42.350 Einheiten übertroffen hat. Die ID.4-Auslieferungen von VW im dritten Quartal (12.750) gerieten ebenfalls ins Stottern und fielen um über 5.000 Einheiten gegenüber dem Vorquartal (18.400) und wurde vom ŠKODA Enyaq (13.200) im dritten Quartal überholt. Es ist anzumerken, dass auch europäische ID.4-Modelle in die USA exportiert werden, obwohl die lokale Produktion dort erst im Q3 2022 beginnen wird. Die Gesamtauslieferungen der MEB-Modelle beliefen sich auf 123.000 Einheiten, von denen 96.300 vom Zwickauer Band liefen.

Der langsame Anstieg von Tesla auf Quartalsbasis sollte jedoch vielleicht mit weniger Vorsicht betrachtet werden, da die Elektroautos von Tesla durch die zunehmende Abdeckung der europäischen Verkehrsadern und Straßen in vielen europäischen Ländern allgegenwärtig geworden sind. Hierbei nimmt mittlerweile auch der deutsche Markt eine immer wichtigere Rolle für Tesla ein. Wie Schmidt zu deuten weiß räume man dem deutschen Markt, gegenüber anderen Ländern, mittlerweile Priorität ein. Ausschlaggebend hierfür sind die Förderprogramme in Deutschland, welche die Stromer von Tesla noch attraktiver erscheinen lassen.

Quelle: Matthias Schmidt – The European Electric Car Flash Report: Edition 09.2021 September/Q3

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Die Überschrift paßt aber nun wirklich nicht so ganz zu den Zahlen im Text.

Im Text steht doch 165000 gegen 300000 für das Jahr. Das ist nicht knapp dahinter, auch wenn das für ein einzelnes Quartal so sein mag.

geile Meldung…..

Blicken wir auf den Marktführer in Europa. Der VW-Konzern mit seinen Stromern der Marke VW, Audi, ŠKODA, SEAT und Porsche bringt es auf zusammen 201.300 Einheiten

wieso nennt sich jemand Marktführer der 5 Firmen braucht um eine andere Firma bei den Zulassungszahlen zu überholen und dabei noch nicht mal die Eigenschaften eines Marktführers mitbringt?

Marktführerschaft bezieht sich auf die Vorreiterstellung von Unternehmen gegenüber ihren Wettbewerbern

das wären doch dann so Sachen wie

  • techn. Know-How
  • Batteriegröße
  • Fahrzeugverfügbarkeit
  • Lieferfähigkeit
  • evtl. Ladenetzwerk
  • Servicenetz
  • Qualität

wobei die letzten 3 ja Subjektive Dinge sind die jeder anders bewertet….

sollte man dann doch nur auf die verkauften Fahrzeuge setzten, ist VW da gar nicht zu erwähnen weil die im Konzern gar keine Raketen führen 😉

ist dennoch nett wie VW versucht den Leuten ihr Martkführerschaft vorzugaukeln…
die ständige Wiederholung von irgendwelchen Sachen bis die Leute es glauben….

nennt man glaub ich „Indoktrinierung“ …. früher Propaganda
oder heute Marketing

es bleibt spannend

Hast Du nicht einen Denkfehler? Der Artikel kommt von Sebastian und er zitiert aus einer Analyse von Matthias Schmidt. Da oben ist kein Werbetext von VW. Was soll diese Bemerkung mit Indoktrinierung von VW an dieser Stelle? Völlig daneben.

Hat aber seinerzeit auch mit den SUV’s funktioniert!

Tesla verkauft auch deshalb gut in Deutschland weil es hier kein Tempomit gibt.
Ein Model 3 Standard Range + hat eine Höchstgeschwindigkeit von 225 km/h manche Wettbewerber regeln schon bei 160 km/h ab,

Das ist doch wohl nicht dein Ernst. Ich hab noch nie einen auf Langstrecke schnell fahrenden Tesla in diesem Bereich gesehen. Selbst die Zwei-Autobahnabfahrten-Hopper trauen sich nicht über 160 mit diesen wackligen Gurken. Wenn man Mut hat, wird man das einmal ausprobieren und dann nie wieder. Auf den Autobahnen der Republik sieht man die Tesla auf der rechten Spur, beziehungsweise leider oft auf der Mittelspur mit 110-120 KMH dahinschleichen.

Ach ja, typisch FUDavid

Ich denke, dass liegt nicht unbedingt an Tesla. Ich vermute eher, dass E-Auto Käufer im Durchschnitt einfach vernünftigere Fahrer sind. Die Hauptmotivation für einen Kauf ist bei vielen immer noch die geringere Umweltbelastung und nicht Höchstgeschwindigkeit.

Bis auf ein paar wirklich Ahnungslose hat doch jeder verstanden, dass es länger dauert Antriebsenergie nachzufüllen und verhält sich dementsprechend. Bzw. wer ununterbrochern das Pedal in die Bodenplatte rammen will wie Du, fährt weiter Verbrenner…

Stimmt so auch nicht. Am schnellsten ist man mit einem Tesla, wenn man nur bis ca. 65% lädt (bei ca. 60-65% sinkt die Ladeleistung unter 100kW) und dann bis zum nächsten Superchargerstop etwa 160-170km/h fährt (haben auch einige Youtuber ausgestet).

In der Praxis ist es aber entspannter den Autopilot einzuschalten und im Verkehr mit 100-150km/h mitzuschwimmen. Ich wähle dabei in der Regel die Spur bevorzugt so, daß keine nervigen Spurwechsel fällig werden. Das kann dann bei dichtem Verkehr auch mal hinter einem Reisebus der mit 100km/h fährt sein. So komme ich deutlich ausgeruhter und entspannter am Ziel an, was mir gerade bei längeren Strecken mittlerweile lieber ist als ca. 5 bis maximal 10 min je 100km schneller zu sein.

Schnell fahre ich nur noch wenn es auch Spaß macht, sprich bei freier Autobahn, was aber auf meinen Standardstrecken eigentlich nur noch Sonntag morgens vor 8:00 möglich ist.

Egal wie geschickt man versucht zu manipulieren, VW ist bei den Elektrofahrzeugen in Europa vorne. Und Teslas Marktanteil von ehemals 33 % hat sich im Kern halbiert.

Last edited 18 Tage zuvor by Davi

Und Teslas Marktanteil von ehemals 33 % hat sich im Kern halbiert.

Verrückt, und das bei steigenden Stückzahlen. XD

Aber solange Europa der Puffer für die USA und China ist, wird sich das auch nicht ändern.

Achtung an alle David nennt sich jetzt neu Davi… Also am Besten einfach ignorieren..

Die Zusammenstellungen von ‚Analyst Matthias Schmidt‘ waren bis vor kurzer Zeit völlig neutral, reine Buchhaltung sozusagen. Wenn man auf seiner Homepage nun die letzten ‚Briefings‘ anschaut, dann hat sich das geändert. Da werden nun Marken gepusht. Offenbar hat der Herr sein Business Modell geändert. Ich verstehe das insofern, als ihm die Kunden für die rein rechnerisch zusammengestellten Analysen vermutlich lange nicht so viel zahlen, wie ein paar Hersteller für ein bisschen Unterstützung. Vor allem wurden halt in Europa die reinen Zahlen für einen bestimmten Hersteller immer schlechter, wenn man nicht ein bisschen darauf Acht gibt (-> September-Zahlen). Schade, jetzt muss man sich die neutralen Zahlen wieder selbst zusammenstellen.

Na hoffendlich ändert sich nichts an VWs tollen Zahlen von Audi, Porsche, Skoda und Seat, wenn Tesla 2022 zusätzlich 100.000 Teslas aus Grünheide in der EU verkauft…

Last edited 17 Tage zuvor by Silverbeard

Ich finde es toll, das VW auch eAutos verkauft. Mich würde aber viel mehr interessieren, wieviele Verbrenner denn weniger verkauft werden. Hier lobbyiert VW ja überall aktiv um noch möglichst lange Verbrenner verkaufen zu können. PR ist also das eine, Dinosaurier das andere. Ein klares Statement zum endgültigen Ausstieg wäre also viel intelligenter als Zahlenakrobatik und aufaddieren von einzelnen Marken zu einem Konzernergebnis.Solche Akrobatik zeigt, welche Panik in den Chefetagen bei VW & Co. herrscht und das ist das Beste was geschehen kann. Nur so verschwienden die stinkenden Verbrenner. Bei VW dauert es halt leider einiges länger.
Und nebenbei angemerkt, bein den Millionen im dreistelligen Bereich welch VW für Werbung ausgeben muss, damit man die Produkte im Markt halten kann, erstaunt es mich nicht, dass die Produkte auch gekauft werden. Ich vertraue halt eher auf Produkte, welche sich verkaufen ohne dass es eine Dauerberieselung des Marktes braucht. Es bleibt auf jeden Fall spannend – definitiv nicht wegen der Innovationskraft von VW.

„Ich vertraue halt eher auf Produkte, welche sich verkaufen ohne dass es eine Dauerberieselung des Marktes braucht.“

Welche sind das denn? Tesla sicher nicht, denn da findet diese „Dauerberieselung“ über Twitter sowie verschiedene Analysten und Fans statt. Die Art der Werbung ist halt eine andere, ihren Zweck erfüllt sie dennoch.

Last edited 17 Tage zuvor by Max

Tesla hat im Q3 die Auslieferung des Model Y gestartet. Da nun die Vorbesteller abgearbeitet werden, ist wie beim Model 3 Start in 2019 temporär mit sehr hohen Verkaufszahlen zu rechnen. Andererseits, liegen Wartezeiten für VAG Fahrzeuge inzwischen teils bei einem halben Jahr oder mehr (ID.3 10 Monate).

https://eu-evs.com/bestSellersCharts/ALL/Groups/Bar/All-time-by-Quarters

ps Bei VW in Zwickau laufen diverse Marken vom Band. Insofern machen die Vergleiche von Tesla und Volkswagen als Marken keinen Sinn. Das ist ja gerade der Vorteil von MEB/PPE/SSP.

Last edited 17 Tage zuvor by Flo

Tesla ist einfach in Bezug auf das Gesamtkonzept den deutschen Herstellern überlegen. Fahren Sie einfach mal 800 km innerhalb von 1 Tagen durch Deutschland mit einem Tesla und ID.3.

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