Elektroauto-Verbrenner-Umstieg

Drei von vier Verbrennerfahrern erwägen Umstieg auf Elektroauto

Copyright Abbildung(en): Nissan

Elektrisch und emissionsfrei durch die Straßen: Immer mehr Autofahrer denken über einen Umstieg auf die Elektromobilität nach. In Deutschland würden 72 Prozent derjenigen, die derzeit noch mit Verbrennungsmotor unterwegs sind, beim nächsten Mal definitiv oder höchstwahrscheinlich ein Elektroauto kaufen. Dies geht aus einer Umfrage des Marktforschungsinstituts OnePoll im Auftrag von Nissan hervor, für die europaweit 7000 Autofahrer befragt wurden.

Die Akzeptanz von E-Autos in Deutschland liegt auf einem ähnlich hohen Niveau wie in ganz Europa, wo sich 70 Prozent einen Wechsel auf die alternative Antriebstechnik vorstellen können. Den Umweltschutz gibt dabei fast jeder Zweite (49 Prozent) als Hauptgrund an, aber auch die fortschrittlichen Technologien sowie die niedrigeren Betriebs- und Unterhaltskosten von Elektroautos (jeweils 31 Prozent) werden angeführt. Wie viel sich tatsächlich sparen lässt, zeigt unter anderem der vom Autohersteller Nissan veröffentlichte neue Kraftstoffeinsparungs-Rechner. Unter Berücksichtigung der jährlichen Fahrleistung werden Strom- und Kraftstoffpreise miteinander verglichen.

Wer erst einmal elektrisch unterwegs ist, bestätigt diese Vorteile – und ist oft sogar positiv überrascht: Die Unterhaltskosten beispielsweise fallen der Umfrage zufolge bei 86 Prozent der E-Fahrer noch niedriger aus als erwartet. Auch der relativ einfache Umstieg von Verbrennungs- auf Elektromotor erfüllt die Erwartungen von 97 Prozent und damit nahezu allen E-Autofahrern. Mit 80 Prozent ist die große Mehrheit außerdem mit der Reichweite zufrieden und bezeichnet diese sogar als besser als erhofft. Diese Erkenntnis steht damit im klaren Widerspruch zu der häufig geäußerten Sorge vor mangelnder Reichweite, die bei Fahrern mit Verbrennungsmotor (64 Prozent) vorherrscht.

Elektroautos ermöglichen darüber hinaus ein entspannteres und angenehmeres Fahren. Auch ein Grund, warum 90 Prozent der E-Autofahrer angeben, dass der Umstieg die richtige Entscheidung war. Zumal der Umwelt- und Klimanutzen unbestritten ist: Allein die mittlerweile 500.000 Fahrer eines Nissan Leaf haben seit dessen Einführung vor gut zehn Jahren für CO2-Einsparungen von 2,5 Millionen Tonnen gesorgt.

„Die Studie zeigt, dass die Mehrheit der europäischen Autofahrer offen für die Elektrifizierung ist. Mit dem wachsenden Interesse wollen wir den Fahrern nicht nur die enormen Vorteile der Elektromobilität zeigen, sondern auch, wie einfach es tatsächlich ist, den Wechsel zu vollziehen. Von niedrigen Betriebskosten bis hin zum überraschend leisen und sanften Fahrverhalten haben Elektroautos das alltägliche Fahrerlebnis zum Besseren verändert.“ – Arnaud Charpentier, Region Vice President, Product Strategy and Pricing, Nissan AMIEO

Das Marktforschungsinstitut OnePoll hat im Auftrag von Nissan Anfang des Jahres insgesamt 7000 Personen aus Großbritannien, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, Spanien, Italien und Skandinavien (Norwegen, Schweden und Dänemark) befragt. Je die Hälfte der Umfrageteilnehmer fährt ein Fahrzeug mit Elektro- bzw. mit Verbrennungsmotor.

Quelle: Nissan – Pressemitteilung vom 07.04.2021

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Wenn ich noch ein Auto brauchen würde, dann wäre es ein kleines E-Auto, aber ich brauche keines mehr, da ich den Weg zum Großeinkauf (ca. 500 m) zu Fuß und mit faltbarem Bollerwagen erledige.

„Zumal der Umwelt- und Klimanutzen unbestritten ist: Allein die mittlerweile 500.000 Fahrer eines Nissan Leaf haben seit dessen Einführung vor gut zehn Jahren für CO2-Einsparungen von 2,5 Millionen Tonnen gesorgt.“
Der Umwelt- und Klimanutzen ist alles andere als unbestritten. Dieser Nutzen ist abhängig von der Art der Stromerzeugung. Wenn die Stromerzeugung ohne Kohle auskommt und hauptsächlich auf Erdgas basiert, ist der CO2-Ausstoß etwa gleich groß. Bei Atomstrom ist es weniger, man hat aber das Risiko eines GAUs und den radioaktiven Abfall. Wichtiger ist es die Erzeugung von Strom durch Wind und Sonne massiv zu erhöhen, den Netzausbau zu verstärken und erst ab 80% die Umstellung des Verkehrs auf Strombasis zu beschleunigen. Das was jetzt passiert führt nur zu mehr CO2-Ausstoß, da der zusätzliche Strom durch konventionelle Stromerzeugung (außer Norwegen) erzeugt werden muss. Hinzu kommt, dass das Laden wegen der besseren Integration in den Alltag und der Belastbarkeit der Netze überwiegend nachts stattfindet und dann auch kein Strom aus Photovoltaik zur Verfügung steht.

Die derzeitigen Verksufszahlen können diese Erwägungen nicht gerade bestätigen.
Somit bleibt die Umfrage ein Wunschdenken und kann nicht als repräsentativ betrachtet werden.
Leider plappern die meisten nur über ihr gutes Gewissen, ohne danach zu handeln.
Dann wäre noch die Frage offen, ob die Befragten über BEVs oder PHEVs sprachen, weil die Scheinelektrisierung mit Verbrenner gerade die Oberhand bei den Verksufszahlen gegenüber den BEVs gewinnt.
Dank doller Herstellerstütze, zum Schaden für die Umwelt

Das E-Mobilität für die Umwelt unumgänglich ist, ist vielfach nachgewiesen. Ich habe selbst schon
ein reines E-Auto ausprobiert und bin begeistert. Dass die Rahmenbedingungen für die E-Mobilität noch verbessert werden müssen, ist klar. Auch bei einer Verkehrswende, wird man auf das Auto nicht verzichten können. So z.B. im kommunalen und Dienstleistungsbereich.

Das sind doch mal good News. Es ist also eine Frage von wenigen Monaten, bis der Gebrauchtwert von Verbrennern kollabieren wird. Ich bin dann gespannt wo die C02 Schleudern auch aus Deutscher Produktion abgestellt werden. Wer jetzt noch einen Verbrenner kauft, der kann das Geld auch direkt auf die Strasse werfen. Aber wahrscheinlich wird dann der Staat wie so oft eingreifen und mit einer Rückkaufverschrottungsprämie die Hersteller einmal mehr aus dem Schlammassel retten. Vorsprung durch Technik….
Ich freue mich mega, dass die Autofahrer endlich ein Einsehen haben. Nur so werden die Hersteller endlich genügend Energie weg vom Dino hin zum Schmetterling kanalisieren.

Ich bin einer der Umsteiger vom Diesel auf BEV. In Fachkreisen ist völlig unstrittig, dass der batterie-elektrische Antrieb (auf Basis grün erzeugten Stroms) aufgrund des unschlagbaren Wirkungsgrades aus Klima-Sicht, aber auch unter dem Aspekt der Wirtschaftlichkeit ein derzeit alternativloses Antriebskonzept für den motorisierten Individualverkehr darstellt. Nur Lobbyisten der Fossilwirtschaft oder auch der inkompetenteste Verkehrsminister aller Zeiten, Herr Scheuer, plädieren diesbezüglich noch für eine sog. „Technologie-Offenheit“. Das haben gottlob auch unsere deutschen Hersteller – insbesondere VW – nach einer langen (zu langen?) Phase des Zuwartens und der Schock-Starre (mit Blick auf den rasanten Aufstieg von Tesla und wachsender Konkurrenz aus Asien) nun endlich realisiert. Werkstätten, die diesen Trend verschlafen haben und nur halbherzig und widerstrebend batterie-elektrische Fahrzeuge verkaufen, werden in nicht allzu ferner Zukunft vom Markt verschwinden – ebenso wie Stromanbieter, die mit windigen, undurchsichtigen Abrechnungsmodellenzu völlig überzogenen Preisen den schnellen Euro machen wollen. Während die gigantischen staatlichen Subventionen zur Beschleunigung des Transformationsprozesses hin zur E-Mobilität in den nächsten Jahren wesentlich von denen finanziert werden, die sich noch einen Verbrenner aufschwatzen lassen (bspw über die jährlich steigende CO2-BEPREISUNG des Kraftstoffes), werden bei entsprechender Marktdurchdringung mit Sicherheit auch die E-Mobilisten zur Kasse gebeten, um die erheblichen Einnahmeausfälle im Bereich der Besteuerung der fossilen Kraftstoffe zu kompensieren. An Erfindungsreichtum zur Einführung neuer Steuern hat es diesem Staat schließlich noch nie gemangelt!

Last edited 1 Jahr zuvor by Norbert Seebach

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