Berlin verlängert Elektromobilitätsförderung bis 2023

Berlin verlängert Elektromobilitätsförderung bis 2023

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Bereits vor Ablauf der geltenden Richtlinie zum Ende des Jahres hat die Berliner Senats­verwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe beschlossen, das Förderprogramm Wirtschaftsnahe Elektromobilität (WELMO) um zwei Jahre bis 31. Dezember 2023 zu verlängern. Damit will das Land ein klares Zeichen für die Zukunft der Elektromobilität im Wirtschaftsverkehr setzen.

Das Förderprogramm Wirtschaftsnahe Elektromobilität – kurz WELMO – unterstützt seit Juli 2019 kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit einer Betriebsstätte in Berlin sowie in Berlin selbständig Tätige bei der Integration von Elektromobilität in ihren Betrieben. In drei Modulen wird eine Elektromobilitätsberatung, die Fahrzeuganschaffung sowie die Errichtung bzw. der Ausbau von Ladeinfrastruktur bezuschusst. Seit Juli 2021 gibt es ein viertes Modul eigens für Berliner Taxiunternehmen, die ein elektrisch betriebenes Taxi anschaffen wollen.

Ich freue mich, dass WELMO weiterhin so gut angenommen wird und wir durch die Verlängerung des Programms die Verkehrswende in Berlin auch in herausfordernden Zeiten weiter vorantreiben können. Wir sorgen mit unserer Förderung für sauberen und stadtverträglichen Wirtschaftsverkehr in der Hauptstadt“, sagt Ramona Pop, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe. Berliner Unternehmen leisten mit dem Umstieg auf elektrische Antriebe einen wichtigen Beitrag für die nachhaltige Mobilitätswende, so Pop weiter. „Hierbei werden wir sie auch in Zukunft nicht alleine lassen.

Dirk Maass, Geschäftsführer der programmumsetzenden IBB Business Team GmbH (IBT), ergänzt dass über WELMO in den vergangenen zwei Jahren die Anschaffung von mehr als 3000 Elektroautos, mehr als 400 Ladeinfrastruktur-Projekte und knapp 100 Elektromobilitätsberatungen bezuschusst wurden. „Wir freuen uns, die Berliner Unternehmen beim Umstieg auf Elektromobilität als Förderinstitut zwei weitere Jahre zu begleiten und die Mobilitätswende in Berlin voran­zu­treiben“, so Maass über die Verlängerung der Fördermaßnahme.

Mit WELMO unterstützt das Land Berlin sowohl die Beschaffung und das Leasing von gewerblich genutzten, elektrisch betriebenen Fahrzeugen als auch die Errichtung von stationärer Ladeinfrastruktur im gewerblichen Umfeld. Im Fokus der Fahrzeug-Förderung stehen Elektro-Nutzfahrzeuge, Klein- und Leichtfahrzeuge, E-Roller und E-Bikes (S-Pedelecs und Kleinkrafträder) mit reinem Batteriebetrieb, mit Brennstoffzellenantrieb und Plug-In-Hybridantrieb. Pkw der Klasse M1 werden ab 01.07.2021 ausschließlich für Unternehmen mit einer gültigen Taxikonzession zur Nutzung als Taxi gefördert. Die konkrete Förderhöhe ist abhängig von den Fahrzeugklassen und der Antriebstechnologie und beträgt z.B. für Nutzfahrzeuge und Pkw bis zu 25 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben bzw. 15.000 Euro je Fahrzeug. Eine Kombination mit dem Umweltbonus ist erlaubt. Ergänzt wird die Berliner Elektromobilitätsförderung durch ein Beratungsangebot zu den Schwerpunktthemen Fahrzeuge und Ladeinfrastruktur, das sich aus den Modulen Potenzialberatung und Realisierungsberatung zusammensetzt.

Quelle: Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe – Pressemitteilung vom 21.09.2021

Über den Autor

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Besser wäre ein Fahrverbot für Verbrenner in der Umweltzone ab 2025.

Ja, ja, besser als VERBRENNERFAHRVERBOTE! FÖRDERUNGEN, statt realitische KONZEPTE auf ERDÖL verzichten zu können. In GB braucht man jetzt das Militär. > https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/krisen/id_90877482/benzin-engpaesse-an-tankstellen-britische-armee-in-bereitschaft-um-vorsorglich-zu-helfen.html . Sonst steht der gesamte Laden…. und dann? Dann gibt es keine E-Mobilität mehr…. Hat man wirkliche Alternativen zu Brei zerredet?

… und was machen die Leute die sich kein E-Auto leisten können??? Oder die Leute auf’n Dorf, wo der ÖPNV miserabel ausgebaut ist bzw. Die Ladeinfrastruktur quasi Kar nicht vorhanden ist??? Ich zum Beispiel wohne auf’n Dorf und muss 28km bis auf Arbeit, weit und breit keine Ladesäule. Die Ladeinfrastruktur muss erstmal richtig Flächendeckend ausgebaut werden und dann erst kannste mit dein Verbrenner Verbot kommen. Ihr vergesst ganz gerne, das sich nicht jeder ein schweineteures Elektroauto leisten kann und vor allem wird immer vergessen das viele Menschen zu Hause keine Ladesäule haben, weil sie zB in einer Mietwohnung leben oder so.

Aufm Dorf in einer Mietwohnung ohne Lademöglichkeit zu wohnen halte ich für sehr konstruiert.
Ich wohne auf dem Dorf in einer Mietwohnung, parke in der Einfahrt und habe mir dort eine Schuko-Steckdose an die Wand gedübelt.
Für ein paar Tausender gibts Smarts, Leafs und andere ältere e-Autos die für tägliches Pendeln völlig ausreichend sind. Trendige e-SUVs gibts natürlich nicht für ne schmale Mark, aber wer knapp bei Kasse ist hat eh kein Geld für sowas.

Nun, schön und gut, dass man auch in ländlichen Gegenden eine Schukodosen an die Wand dübeln kann. Wenn aber Abertausende VERBRENNER ausfallen, gibt es gar nix mehr. Weder in der Stadt noch auf dem Land. Auf dem Land bekommt man vlt. noch Kartoffeln. VON HAND geerndet. In GB wollen nicht mal mehr die polnischen Dieseltrucke helfen steht hier: https://www.t-online.de/finanzen/news/unternehmen-verbraucher/id_90884702/grossbritannein-polnische-lkw-fahrer-wollen-engpass-nicht-fuellen.html Dort steht: „Geschlossene Tankstellen, teils leere Regale in den Supermärkten und immer mehr Verbände warnen vor noch mehr Versorgungslücken: Großbritannien kämpft mit massiven Lieferengpässen, die mittlerweile tief in den gesellschaftlichen Alltag einschneiden. 
Mittlerweile warnt sogar ein Ärzte-Verband, dass die Benzinversorgung so knapp ist, dass Ärzte bald nicht mehr zu ihren Patienten kommen könnten. Die Regierung überlegt daher, die Armee einzusetzen, um den Mangel an Lkw-Fahrern vorübergehend auszugleichen – das kann allerdings nur eine kurzzeitige Lösung sein. In Großbritannien fehlen fast 100.000 LKW-Fahrer. “ Nun aber kommen garaniert die E-Mobilisten mit AKKU-Mobilen und ersetzen das britsche Militär. So lange der letzte Tropfen Strom im Akku ist wird gerettet. So werden B-elektrische Helden geboren.

Es geht um Berlin. Und in Berlin ist der Ersatz für den Verbrenner, kein Auto mehr zu haben. Wie man von VW liest, werden sie 2025 schon autonome Shuttles einsetzen. Auch gibt es Taxis und Öffis und vor allen Dingen Fahrräder. Wer dort unbedingt noch individuell Auto fahren muss, kann ein Elektroauto kaufen. Sehr geil wäre jenseits der Stadtautobahn ein Tempolimit von 30 im gesamten Stadtgebiet. Im absolut innersten Stadtbereich von Berlin sollte generelles Autoverbot herrschen. Wir müssen nicht mehr mit unserem eigenen Wohnzimmer bis 1 m vor die Sehenswürdigkeit, das Geschäft, den Arzt fahren, das müssen wir uns abgewöhnen.

Wenn du auf deinem Dorf zur Miete wohnst und 28 km zur Arbeit fahren musst und keine Möglichkeit zu laden hast, kann ich dir nur dringend empfehlen, umzuziehen. Auf dem Dorf gibt es keine Wohnungsnot, wie in Berlin. Für den Arbeitsweg wäre ein Pedelec sowieso gesundheitlich und finanziell die beste Lösung. Indessen gibt es sogar ausgezeichnete Bekleidung, die bei Regen trocken hält. Die meisten Leute sind halt nur zu bequem. Und genau da muss man auch ran.

Last edited 29 Tage zuvor by David

Ich geht Dir völlig recht. Verbrennungsmotor Verbot kann’s nicht sein. Auf einzelnen Strecken oder sehr stark belasteten Straßen oder Gebieten in Großstädten allerdings schon

Nun, solche Fragen stellen sich hier rein gar nicht. BEV-Freak gehören nicht in diese Welt der Wirklichkeit. Die leben in einer eigens für sie subventionierten STROM-Welt. In einer Welt zwischen Metropole, wo man kaum noch ein Auto brauchen kann und einer dünn besiedelten Landschaft, wo dieser STROM auch kaum verhanden ist. Den brauchen ein paar Bauern, um ihre Betriebe beruflich betreiben zu können, also dort wo sich Fuchs und Hase GUTE NACHT sagen. Dort braucht man Auto die man nicht extra laden muss. „Rinn in den Tank-Autos“ mit dem „GASÖL“, wie der Agrar-Experte diesen Dieselsprit nennt, der im Übrigen auch subventioniert ist und dort ein Grauzone bildet. Der fällt dort zwischen der Zahl der Maschinen kaum auf. Mähdrescher, Traktoren, Maishächsler, Radlader, Bagger, Harvester, … All diese „Spielsachen“ schlucken ERDÖL in Unmengen. Wen juckt da schon ein Auto? Das biiserl Abgasdreck fällt gar nichts ins Gewicht. Treibstoff aus Erdöl hat man im Tank und im Fass. Erst gestern wurde im TV wieder mal eine Doku über das E-Autoklientel gesendet. Leider habe ich den Sender nicht notiert. Es ging um diesen angebliche AUSBAU dieser angeblich rasant wachsende, flächendeckenden „ÖKO“-Stromversorgung und um das Klientel, welche heute schon dieser E-Mobiltät nahe steht. Das sind andere Leute, die das können. Die breite Masse kaum oder rein gar nicht. Die sparen nicht mit Strom. Im Gegenteil in deren Domizil ist fast Alles elektrifiziert. Bubis Aquarien natürlich auch. Wenn dort der Strm ausfällt, dann hört das Leben auf. BLACKOUT, genau so wie in GB das BENZIN ausgeht. Dort braucht man wohl Soldaten, die die Autos scheiben? Frage? Hat STROM zu einer Sucht geführt? So wir Alkohol? Delirium tremens aus Steckdosen? Wer macht den Entzug? Ein Hochspannungselektriker mit medizinischen Kenntnissen? Es wird die Zeit kommen, wo auch die Hunde elektrisch laufen. Lange wird es nicht mehr dauern. Das Auto führt sie Gassi…. Der alte Hund schüttelt nur noch den Kopf. Ist das diese Zukunft? WANN ist das Auto mit KI endlich fertig? Hoffentlich hat es keinen Kurzschluss, weil sonst der E-Mensch einen Blackout bekommt. Das kleine Glasbrett vor den Augen, das will nicht mehr denken… Wäre das schade?

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