VW nimmt grüne Batterie-Logistik für ID.3 und ID.4 in Betrieb

VW nimmt grüne Batterie-Logistik für ID.3 und ID.4 in Betrieb

Copyright Abbildung(en): Volkswagen AG

Künftig soll der Batterietransport für den ID.3 als auch den ID.4 noch umweltfreundlicher und effizienter werden. Hierzu hat der Automobilhersteller im Werk Zwickau den letzten Teil einer grünen Logistikkette von Polen über Braunschweig an den sächsischen Standort in Betrieb genommen. Vereinfacht gesagt ist es VW möglich die Batteriesysteme vollautomatisch von den ankommenden Zügen abzuladen. Hierdurch soll der CO2-Ausstoß um rund 11.000 Tonnen jährlich im Vergleich zum Transport per Lkw sinken. Das entspricht den jährlichen CO2-Emissionen einer Ortschaft mit mehr als 1.000 Einwohnern.

Wie der Automobilhersteller zu verstehen gibt, sei es so, dass nur noch wenige Handgriffe tatsächlich von einem Menschen ausgeführt werden müssen. Hierzu zählt beispielsweise das Öffnen der Waggontüren. Danach läuft die Verladung vollautomatisch. Batteriemodule aus Wroclaw, Polen, kommen in Spezialbehältern auf Güterzügen im Logistikzentrum an und werden vollautomatisch entladen. Im gleichen Prozess werden die Waggons mit fertigen Batteriesystemen für das Fahrzeugwerk Zwickau beladen. Grünstrom sorgt dabei für einen besonders ökologischen Transport. Von Zwickau, wo ebenso eine vollautomatische Verladung vorhanden ist, werden die Waggons wieder nach Wroclaw geschickt, wo sie neue Module erhalten.

„Mit dieser grünen und effizienten Logistikkette leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung der Emissionen des Konzerns und zur bilanziell klimaneutralen Auslieferung des Volkswagen ID.3 und ID.4.“ – Thomas Zernechel, Leiter Volkswagen Konzernlogistik

Reinhard de Vries, Geschäftsführer Technik & Logistik Volkswagen Sachsen, ergänzt: „Zwickau ist im Volkswagen Konzern das Kompetenzzentrum für Elektromobilität in Europa. ID.3 und ID.4 werden hier bilanziell klimaneutral gefertigt. Der umweltfreundliche Transport der Batterien ist ein weiteres wichtiges Puzzleteil auf dem Weg zur emissionsfreien Fabrik im Rahmen der markenübergreifenden Nachhaltigkeitsstrategie ‚goTOzero‘. Unser Weg stimmt: Seit 2017 konnten wir den CO2-Ausstoß am Standort Zwickau um 60 Prozent senken – das sind mehr als 100.000 Tonnen pro Jahr.“

Beim Zugtransport mit DB Cargo kommt in Deutschland 100 Prozent Ökostrom zum Einsatz. Für den Transport haben Logistiker des Volkswagen Konzerns Spezialbehälter entwickelt, in denen sowohl die Zellmodule als auch die fertig montierten Systeme befördert werden. Sie sind so konzipiert, dass die Waggons bei Gewicht und Volumen maximal ausgelastet sind. Auch dies trägt dazu bei, dass der Prozess möglichst CO2-effizient ist. Aktuell verkehren fünf Züge pro Woche zwischen Braunschweig und Zwickau – die Frequenz der Fahrten wird noch steigen.

Energie- und Klimaschutzminister Günther würdigte das Projekt: „Volkswagen geht voran. Wir brauchen solche Vorhaben in der gesamten Breite industrieller Fertigung und Logistik. Hier werden Energiewende und Klimaschutz ganz konkret realisiert.“ VW betont seinerseits, dass die Anlagen in Zwickau und das Gegenstück in Braunschweig als die modernsten ihrer Art in der Industrie gelten. Der hohe Automatisierungsgrad ist eine wichtige Voraussetzung für die effiziente Batteriemontage an deutschen Standorten.

Zum Ende noch ein paar Zahlen zur Logistik: Auf einen e-Lkw passen fünf Stapel à sieben Systeme, also 35 Batteriesysteme. Zwei e-Lkw pendeln kontinuierlich zwischen Halle 32A und Harvesse. Ein Zug-Waggon verfügt über eine Kapazität von 525 Batteriemodulen bzw. 98 Batteriesystemen..

Quelle: Volkswagen AG – Pressemitteilung vom 30. November 2020

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Das ist ja mal eine ziemlich krasse Argumentation und Grafik.
Also ich bin eindeutig pro Emobil, aber wie kann man sich damit brüsten, dass alles CO2-neutral ist, und dann die Batteriproduktion in Polen ausklammern und erst mit dem Transport der Batterien anfangen?
Das ist doch völlig daneben und dazu noch eine Steilvorlage für die „Batterieherstellung-CO2-Drama-Rechner“….

Der Zug (Triebwagen und Waggons) und die Schienen und Leitungen sind auch nicht CO2 frei hergestellt worden, werden aber (ab-) genutzt. Muss mit in die Rechnung.

Tesla macht es auch nicht viel besser. Die Rohstoffe sollen in Freienbrink zur trockenen Paste aufbereitet werden, dann in Grünheide zu Batterien verarbeitet werden, um dann im Tesla Werk Berlin in die Autos gebaut zu werden.

Mir stellt sich da eine ganz andere Frage: Warum baut man die Akkus nicht gleich in Zwickau zusammen? VW ist ein seltsamer Laden. Da wird in x Werken produziert und dann quer durch Deutschlang gekarrt, und das für Autos die komplett neu entwickelt wurden.
Da will halt jeder ein bisschen was vom Kuchen abhaben, und am Ende kostet es ein Schweinegeld.

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