Amerika, Deutschland & Niederlande bauen Europas größte Ladestation

Amerika, Deutschland & Niederlande bauen Europas größte Ladestation

Copyright Abbildung(en): JL IMAGES / Shutterstock.com

Tesla (Amerika), Fastned (Niederlande) und der in der E-Mobilitätsszene bekannte Bäcker Schüren (Deutschland), in Person des Hildener Bäckermeisters Roland Schüren, machen sich gemeinsam auf ihre derzeit größten und zurzeit schnellsten Ladestationen in der Europäischen Union unter die Photovoltaikdächer von Seed & Greet zu stellen. Hinter Seed & Greet verbirgt sich der Name der zukünftigen Café-Bistro-Bäckerei im Gewerbegebiet Kreuz Hilden.

Entstanden aus der Tatsache, dass die drei klimarelevantesten Sektoren extrem nachhaltig miteinander verbunden werden: Lebensmittelherstellung, Energie-Erzeugung und Mobilität. Sektorenkopplung nennt das der Fachmann. Allesamt gespeist durch eigenes erzeugten Strom beziehungsweise durch Ökostrom betrieben. Roland Schüren hat sich gemeinsam mit Investoren zusammengetan, um auf einem 12.000 Quadratmeter großen Gewerbegrundstück einen ganz besonderen Ort entstehen zu lassen.

Unter riesigen Photovoltaikanlagen und zwei Klein-Windkraftanlagen entsteht nicht nur eine große Café-Bistro-Bäckerei, sondern ebenso eine Spezialbackstube, Büros und eine Vertical Farm über vier Stockwerke. In dieser können beispielsweise Salate und Beeren wachsen, die direkt vor Ort zu kleinen Gerichten und zu frischen Kuchen weiterverarbeitet werden sollen. Somit handelt es sich hier nicht nur um Lebensmittelherstellung wie dem Backen, sondern zudem um Lebensmittelerzeugung durch Säen, Wachsen und Ernten.

Als E-Auto-Fahrer wird man von eigenen Normal-Ladesäulen Schürens empfangen. Aber auch zwei sehr leistungsfähige Schnelllade-Netzwerken, die europaweit ihre Dienste anbieten: Tesla und Fastned werden vor Ort sein. Hierzu werden Amerikaner und die Niederländer jeweils ihre größten und zurzeit schnellsten Ladestationen in der Europäischen Union unter die Photovoltaikdächer von Seed & Greet bauen. Zusammen mit allen Mietern im Gebäude nutzen Tesla und Fastned so intensiv wie möglich den vor Ort selbsterzeugten Strom direkt, ergänzt mit gespeichertem Strom und mit Ökostrom aus dem Netz. Das ist konkret angewandte Sektorenkopplung, die innerhalb des fünfstöckigen Bäckerei- und Bürogebäudes zum Beispiel mit Wärmerückgewinnung, Regenwasser- und Brauchwasser-Zweitnutzung ergänzt wird.

Geplant ist der Bauablauf in drei Schritten, nach der provisorischen Eröffnung:

  • Ab 15.2.2020: Eröffnung des Provisoriums eines Tesla Superchargers mit 16 Schnellladestationen, Kaffee und Bäckerei-Snacks vom Bäcker Schüren Marktwagen.
  • Ab etwa Ende Mai 2020 – Fertigstellung Bauabschnitt 1: Seed & Greet eröffnet als erstes 150 qm Café-Bistro, zwei große Solardächer sind erstellt, Tesla (V3)und Fastned gehen mit knapp der halben Menge an Ladestationen an das Netz.
  • Winter 2020/2021 – Fertigstellung Bauabschnitt 2: Die endgültige Zufahrt wird an die Straße Nordpark gelegt, Tesla und Fastned erweitern die Anzahl der Schnellladestationen. Sodann Baubeginn Bauabschnitt 3.
  • Ende 2022 – Fertigstellung Bauabschnitt 3, Gesamtprojekt: Großes Seed & Greet im EG, fünfstöckiges Bürogebäude, Vertical Farm, Einzug Büromieter in 3. bis 5. OG.

Quelle: Die Projektmacher – Per Mail

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8 Antworten

  1. Hier geht es um 1 Ladepark. Ich meine……ist ja toll so aber……wegen einem einzigen Ladepunkt….ich weiß nicht.
    Mir hätte es gefallen wenn ein Ladenetz über Europa gespannt würde von solch kompetenten Menschen.

    1. Ich versteh diesen Wirbel nicht! Ionity baut gerade 400 Ultra schnell Lade Säulen auf dem Autobahn netz von europa mit einer Lade Leistung von 359 kW pro Säule und immer 6 Säulen parallel. Es gibt meines Wissens heute noch keine Fahrzeuge, die diese Leistung aufnehmen könnten. Aber diese Info fällt meistens unter dem Tisch der Top News. Einen schönen Tag allen Stefan.

      1. Ionity hat sich gerade aber auch böse unbeliebt gemacht mit ihrer Preispolitik. Die überschaubare Zahl an Langstrecken E-Auto Fahrern wird sicher versuchen jetzt Ionity zu meiden.

      2. Im Schnitt sind es 4.07 Säulen bei Ionity, keine 6.
        Auch geht es hier ums gesamte Projekt das es interessant macht, eine Ladesäule irgendwo an einem Autobahnparkplatz ist nichts außergewöhnliches.

  2. Hallo, Deine Infos zu dem neuen und heftig wachsendem Thema “E- Mobilität” finde ich sehr informativ. Ich warte immer nerets auf die nächsten Beiträge.
    Wichtig für mich, die Beiträge sind sachlich und nicht von Herstellern geprägt.
    Weiter so!

  3. Ich hoffe das dies ein Grundkonzept für mehr wird?! So gesehen als Testphase für eine Art Kette, die sich erst in NRW und dann auf das ganze Land verzweigt.
    War erst kürzlich beim Bäcker Schüren. Er hat wirklich gute Backwaren und ist ein eingefleischter Tesla-Fan. So sehr, das er Plug-in Hybride nicht an seine Ladesäulen lässt. Doof nicht!?

  4. Ja stimmt, andere bauen massenweise in der EU Ladestationen auf und kaufen den Strom an der Strombörse. Hier steckte endlich mal ein durchdachtes Gesamtkonzept hinter mit selbsterzeugtem Strom , Ladeweile im Café, perfekt

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