Plug-In-Hybrid: Schlechtes aus zwei Welten

Plug-In-Hybrid: Schlechtes aus zwei Welten

Copyright Abbildung(en): shutterstock / Lizenzfreie Stockfoto-Nummer: 153437003

– Der Artikel wurde am 22. Januar erstmalig veröffentlicht; Mitte November 2020 aufgrund der andauernden PHEV-Diskussion nochmals aus dem Archiv geholt. –

Irgendwie geht das neue Jahr weiter wie das alte geendet hat. Die GroKo streitet bestenfalls darüber, was am wenigsten schlimm fürs Klima sein könnte, Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer übt sich in seiner Paradedisziplin, der Gipfel-Einberufung, ein Tempolimit auf Autobahnen kommt keinesfalls (CSU) oder vielleicht doch irgendwann ein kleines bisschen (SPD) – und die Emissionen im Straßenverkehr steigen.

Mit ein Grund für den traurigen Trend ist der sprunghafte Zuwachs bei Autos mit Stecker. Binnen eines Jahres verdreifachten sich in der Republik die Zulassungen von Plug-In-Hybriden. Die Anzahl neuer Elektroautos stieg zwar auch, allerdings um deutlich bescheidenere 50 Prozent.

Was die Hersteller der im Regelfall nicht ganz billigen Wagen mit Freude sehen, treibt Umweltverbände auf die Palme. Schließlich dürfen Plug-In-Hybriden – politisch gewollt – mit aberwitzigen Verbrauchswerten werben. Weil der Strom mit Null veranschlagt wird, mutieren S-Klasse, Cayenne, X5 und Q7 auf dem Papier zum Drei-Liter-Auto. Und da ist nicht der Hubraum gemeint. Selbstverständlich ist das pure Augenwischerei, weil derlei nur bei randvoll geladener Batterie klappt – und selbst dann bloß im Labor.

Ein paar Kilometer nach dem offiziellen Mess-Zyklus sieht die Sache schon ganz anders aus. Was gerne als „das Beste aus zwei Welten“ beworben wird, vereint schließlich auch beider Übel. Geht der Strom zur Neige, muss immer öfter der Verbrenner ran. Schlimmer noch: Ganz ohne Saft ist ein Plug-In noch weniger umweltfreundlich als sein einmotoriges Pendant, weil er völlig unnütz ein paar hundert Kilo Akku durch die Gegend schleppt. Sogar in den Fuhrparks der Ministerien beschwert man sich mittlerweile offiziell über den Durst doppelherziger Dienstpanzer. Staatliche Förderung gibt’s per Elektro-Prämie trotzdem.

Doch die Sache mit den ladbaren Gefährten hat noch einen weiteren Haken: Schließlich prüft niemand nach, ob man seinen Plug-In überhaupt jemals an die Steckdose hängt. Ansehen und Steuervorteil schmälert das kein bisschen, obwohl bei Leasing-Rückläufern oder jungen Gebrauchten das Ladekabel gerne mal originalverpackt im Unterboden des Kofferraums liegt. Offiziell war der Wagen schließlich umweltfreundlich unterwegs.

Die Wirklichkeit ist eher ernüchternd. Wer hohe fünfstellige Summen und mehr für ein Auto auszugeben in der Lage ist, muss beim Sprit ja nicht wirklich sparen. Mit dem amtlichen Feigenblatt eines emissionsarmen Fahrzeugs kann er oder sie lustig die Kolben oszillieren lassen. Wahlweise setzt man die eigentlich fürs abgaslose Fortkommen gedachte Energie ausschließlich für brachialen Vortrieb ein. In der Einstufung des Wagens macht das keinen Unterschied – fürs Klima sehr wohl.

Fahrer von Firmenwagen kümmert die Nummer noch viel weniger, weil sie in aller Regel mit Tankkarte unterwegs sind. Gerade in den Fuhrparks aber steigt aus steuerlichen Gründen die Zahl der Stecker-Wagen besonders stark – nach Angaben der Universität Duisburg-Essen von 23 Prozent Ende 2018 auf 51,2 Prozent Ende 2019. Und üblicherweise legt gerade diese Klientel deutlich längere Distanzen zurück als die elektrischen 40 Kilometer, ab denen Teilzeit-Stromer unter den halbierten Abgabensatz fallen.

In Berlin muss sich derweil Svenja Schulze (SPD) nach ihrem Appell für sparsamere Autos von Unions-Fraktionsvize Carsten Linnemann (CDU) bescheiden lassen, derlei Ratschläge seien „schon fast zynisch“. GroKo klingt irgendwie auch nicht nach „das Beste aus zwei Welten“…

Newsletter

Erhalte jeden Montag, Mittwoch und Freitag aktuelle Themen wie „Plug-In-Hybrid: Schlechtes aus zwei Welten“ sowie die neusten Informationen aus der Welt der Elektromobilität kostenfrei direkt ins eigene Postfach. Kuratiert aus einer Vielzahl von Webseiten und Blogs.
Ja, ich möchte den gratis E-Mail-Newsletter von Elektroauto-News.net abonnieren. Die Datenschutzerklärung habe ich gelesen. Die Einwilligung zum Versand des Newsletters kann jederzeit widerrufen werden. Hierzu reicht es auf den Abmeldelink zu klicken, welcher sich in jedem Newsletter befindet.

Fakten & MeinungenDiskutiere mit der E-Community

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
143 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Dieser Artikel ist so sagenhaft… einseitig, klischeebehaftet, engstirnig und vor allem: selbstherrlich – da muss ich mich jetzt extra dafür anmelden um das zu kommentieren. Unglaublich.

Achja, an „Sebastian“: „Es ist die Meinung unseres Autors. Wir selbst sind für PHEV genauso offen wie dieser.“ – Also gar nicht offen, richtig? Und natürlich könnt ihr was dafür was „euer Autor“ auf „eurer Seite“ schreibt. Sich dahinter zu verstecken ist schon ein bisschen arm – dass es ja „der Autor“ war.

Zur Überschrift: Das schlechte aus zwei Welten? Was ist denn das schlechte am E-Fahrzeug? Der große, schwere, umweltschädliche, teure Akku? Den hat der PHEV nur in deutlich kleinerer Form, und das ist gleichzeitig der größte Vorteil des PHEV.

Ich selbst fahre einen PHEV und zwar ganz bewusst. Denn es ist die bessere Wahl. Ich fahre wochenlang rein elektrisch. Das finde ich sehr angenehm. Was ich dafür tun muss? Zwei Mal am Tag laden. Ja, richtig, zwei Mal am Tag laden. Das ist unkomfortabel. Was wäre die Alternative? Mit Sprit fahren. Blöd. Weil ich hab ja nen PHEV damit ich das nur im Ausnahmefall muss. Riesige Batterie einbauen? Irgendwie auch blöd. Riesiger Ressourcen-Aufwand. Und schwer. Achja, da sind wir bei dem Punkt: Die PHEVs schleppen unnötiges Gewicht rum? Ist ja interessant. Und was ist mit so nem 100 kWh BEV, der damit jeden Tag nur 10 kWh verfährt aber dann das Glück hat nicht laden zu müssen? Irgendwie stellt der doch seine Bequemlichkeit auch über den Umweltaspekt? Oder sehe ich das falsch?

Mein PHEV ist ein Dienstwagen. Bei uns haben sehr viele einen PHEV als Dienstwagen. Die allermeisten sind begeistert vom elektrischen Fahren und laden sehr emsig. Es ist eine regelrechte Competition wer es denn schafft mit seinem Wagen höhere elektrische Anteile zu schaffen als der andere. Mit nem originalverpackten Ladekabel wird das auf jeden Fall nichts! Wie auch mal in einem Testbericht zum 330e zu lesen war: irgendwann wird das Geräusch des startenden Verbrennungsmotors zum heimlichen Todfeind. Genau so ist es! Und genau deshalb ist die Conversion Rate vom PHEV zum BEV relativ hoch – wie auch in den Kommentaren korrekt geschrieben.

„Üblicherweise legt gerade dieser längere Distanzen zurück“. Das mag vielleicht auf den typischen Vertreter zutreffen. Der fährt aber klassischerweise keinen PHEV und hat auf den auch gar keine Lust weil er viel zu oft tanken muss. Die PHEVs haben sehr kleine Tanks, zumindest die meisten. Die allermeisten Dienstwagen sind die Autos von Führungskräften, die mit dem Auto genau eine Strecke fahren: Von daheim ins Büro und zurück. Und das ist im Regelfall sehr sehr gut in den 40 Kilometern drin. Achja, wegen der Polemik mit der Tankkarte: Bei uns gibt’s ne Ladekarte und ne Wallbox für daheim mit dazu. Natürlich muss das Konzept dann auch konsequent gefahren werden. Das wäre aber bei einem BEV eben nicht anders. Wenn der Arbeitgeber nur eine Tankkarte und keine Ladekarte anbieten würde, dann würde keiner nen BEV nehmen, ganz einfach.

So ist es auch bei mir. Und so wird bei mir der Verbrenner nur dann gebraucht wenn ich die 500 km zu meinen Schwiegereltern fahre oder in die Berge. Ich stehe jetzt vor der Neubestellung und frage mich: BEV oder PHEV? Richtig, die Frage nach dem Verbrenner stelle ich gar nicht mehr. Was hält mich ab vom BEV? Es sind teilweise die beiden vorgenannten Fahrten. An beiden Zielorten gibt es im Regelfall keine Ladeinfrastruktur. Zum Zweiten müsste ich einen riesigen Akku bestellen. Damit wären wir dann wieder bei diesem unnötig herumgeschleppten Gewicht. Und zwar würde ich das jeden Tag im Stadtverkehr herumschleppen, wo es ständig beschleunigt und abgebremst werden muss. Ja, mit Rekuperation. Die hat aber auch der PHEV – und die hat keine 100 Prozent Wirkungsgrad. Und den Kindern im Kongo hilft es auch nichts dass die Energie immerhin rekuperiert wird. Achso, und das Recycling dieser Batterien ist ja auch noch nicht geklärt. Aber wen stören schon diese Details? Den Ideologen jedenfalls nicht, so viel ist mal sicher!

Oh und wo wir gerade dabei sind: Über die großen X5, Q7 etc als PHEV schimpfen (nicht falsch verstehen, ich mag SUVs auch nicht) – aber irgendwie gibt’s das doch gerade bei den Elektrofahrzeugen auch in hoher Anzahl, diese extrem großen, schweren Autos? Model S? Model X? e-tron? GLE? Mhhhh… Achja und wegen der „Leistungsshow“ – Wie ist das mit dem Ludicrous Mode im Tesla? Wird nicht genau damit Werbung gemacht? Oder Taycan? Ach so, der Autor meint vermutlich nur den Zoe. Na dann wäre es nur fair beim PHEV auch die „Kleinen“ zu nehmen. Zum Beispiel eine A-Klasse. Nur kann er dann natürlich keine Platitüden bezüglich „Leistungsshow“ rauslassen. Stimmt, das würde nicht in das engstirnige Konzept passen. Irgendwas ist aber auch wirklich immer. Achja, was wird da noch kritisiert? Diese deutlich fünfstelligen Summen, bei denen der Spritverbrauch eh egal ist? Aha… und wie ist das mit den Teslas? Wenn der Sprit-Verbrauch bei solchen Kaufbeträgen doch sooooo egal ist und die Käufer solcher Autos ja sowieso keinen Bock auf Umwelt haben – warum gibt es dann Tesla noch? Irgendwie wird die Logik dieses Autors immer löchriger.

Ja, es ist richtig, es gibt PHEV Fahrer, die keinen Bock auf Laden haben. Nichts ist perfekt. Aber deshalb die bestimmt 95% der PHEV-Fahrer, die sich bewusst dafür entschieden haben und ganz brav laden mit diesen 5% über einen Kamm zu scheren – das ist genauso wie alle Dienstwagen-Fahrer mit den großen Cayennes, S-Klasse, X5, Q7 Dienstwagen-Fahreren über einen Kamm zu scheren. Ach halt, genau das tut der Autor ja! Ach wie dumm von mir… Stimmt ja, Dienstwagen-Fahrer sind ja alle gleich. Und PHEV-Fahrer auch. Und Verbrenner-Fahrer sind sowieso böse. Ach und beim BEV eigentlich auch alle mit mehr als 60 kWh Speicher. Polemik? Klar!

Der Autor zeigt aus meiner Sicht eine extrem engstirnige Sicht auf die Welt. So wie er es macht ist es zu hundert Prozent richtig. Und alle, die es anders machen – tja, die machen es eben falsch! Arme arme Welt…

PS: An die Kommentatoren, die sich darüber ärgern, dass PHEV Fahrer auch an der Ladesäule stehen und da Platz brauchen: ja was denn nun? Sind PHEV Fahrer böse weil sie nicht laden oder sind sie böse weil sie laden? Bitte eine Position wählen und dann behalten. Ich kann verstehen dass der erste Impuls ist „warum blockiert der die Ladesäule, der kann mit seinem Verbrenner nach Hause, aber ich BRAUCHE den Strom, sonst komm ich nicht mehr heim.“ – aber das ist wohl eher ein Problem der fehlenden Infrastruktur als die Schuld des PHEV Fahrers.

Ich fahre seit diesem Monat einen Diesel-Hybrid Mercedes-Benz E 300 de als Dienstwagen. Fahrstrecke zur Arbeit 15 km einfach, d.h. ich kann rein elektrisch fahren. Arbeitgeber bittet kostenloses Laden in der Firma an und zuhause kann ich zumindest am Wochenende per PV-Anlage sogar den eigenen Ökostrom zum Laden nutzen. So fahr ich in Summe ca. 2/3 rein elektrisch und auf der Langstrecke mit einem der modernsten und saubersten Diesel so zwischen 5-7 l/100 km, je nach Fahrweise. Bin noch nie zuvor so entspannt Auto gefahren und völlig begeistert vom Diesel-Hybrid.

Solange es keine vernünftige Lösung für Anhängerkupplungen an bezahlbaren E-Autos gibt, bleiben plug-ins für mich die einzige Lösung. Mehr als 70% der Fahrten unter 50km machen es für mich ökologisch und ökonomisch sinnvoll.

Für WE-Pendler mit vielen hundert Kilometern ist der BEV unbequem und bei dem Strommix der Schummeldiesel wahrscheinlich zur Zeit noch die umweltfreundlichste Lösung, weil der große Teile der Strecke in günstigen Betriebsbereichen gefahren wird.
Die meisten Wagen werden jedoch selten warmgefahren, da macht das PHEV/BEV wirklich Sinn und könnte mit Standheizung und Vorklimatierung sehr komfortabel sein, nur das Laden ist lästig und unzuverlässig, wie bereits vorstehend beschrieben. Seh ich ja an meiner Familie, ein Auto zum Aufladen, da würden die nicht mit klarkommen. Das klappt schon mit den Handys nicht, die sind dauend alle, nur dass man die dann nicht mit dem Abschlepper holen muss. Daher glaube ich dem Artikelschreiber, auch wenn diejenigen, die ihren PHEV vernünftig benutzen, die deutsche Erregungskultur bedienen.
Ich hätte mit gern vor einem Jahr einen BEV geholt, aber auf der Strecke ist das einfach schöner, wenn ich meine Pause in einem Seerestaurant an der Havel machen kann, anstatt mit fettigem Burger am Supercharger in Leipzig Süd.

Dass man die PHEV s nicht grundlos verteufeln sollte beweisen die guten geschilderten Eindrücke hauptsächlich der Outlander Fahrer. Dann schillert hier durch, dass noch viel Unkenntnis über die Unterschiede der verschiedenen Hybrid s Arten besteht. Die muss man kennen um den Neukauf eines Autos an das eigene Fahrerprofil anpassen zu können.
– Ladekabel sollen bei BMW i e noch nie benuzt gewesen sein?—-Nicht möglich der hat grossen Akkus und läuft mit dem 2 Zyl.Benziner nur langsam
– Aufladbare E Autos PHEV s würden im Benzinmodus wenn der Akkus lehr ist mehr saufen als Diesel? Nicht möglich,die können rekuperieren.
Nur möglichst ähnliche Autos vergleichen nicht Peugeot 206 und Golf mit dem Outlander der auch Allrad hat und grösser ist.
Fazit
Ein Hybrid lohnt immer und ist künftig jedem Nurverbrenner vorzuziehen

Moritz, Du bringst etwas viel Kraut und Rüben durcheinander bei Deinem Bericht. Keiner erkennt genau ob Du für oder gegen E Mobilität bist.
Markus, Wenn der Vertreter täglich 200 Km weit fahren muss und noch heim will , wird das Laden bei einem EV nicht ganz einfach sein. Und ohne zu Laden hätte ich da auch mit dem grössten Akkus 60 KWh den letzten KM verfahren. Das ist ein typischer Fall für einen PHEV, dann bist Du am Abend sorglos zu Hause und kannst über Nacht wieder aufladen.

Ich bin Neuling auf diesem Gebiet und habe vielleicht einuge Kommentare nicht verstanden:

Ein Plug IN Hybrid vergraucht normal Benzin wie jedes Benzinauto wenn Akku nicht aufgeladen ist.
Durch Aufladen an der Steckdose (zum Beispiel)wird die Energie aus den stromerzeugenden Kraftwerken genutzt.
Also bin ich im elektrischen Betrieb energiesparsamer unterwegs. Wenn dem so ist, was gibt es da eigentlich zu diskutieren??

Orignalverpacktes ladekabel im Kofferraum: Es wird nur ein Ladekabel mitgeliefert beim neuen Wagen, also muss man oft noch ein weiteres dazukaufen. Dann bleibt möglicherweise eines verpackt im Kofferraum…?

Der ganze Artikel strotzt nur so von Polemik. Bei jedem Auto kommt es darauf an, wie man es nutzt. Fährt man einen kleinen Dreizylinder immer am Anschlag, hat auch dessen Verbrauch nichts mehr mit „umweltschonend“ zu tun.
Ich brauche wegen der Zuladung einen Kombi, fahre meist Kurzstrecke und ab und zu im Anhängerbetrieb. Deshalb werde ich mir einen Seat Leon Sportstourer e-Hybrid holen. 90% der Strecken fahre ich rein elektrisch mit Ökostrom, unterstützt zu 40% aus meiner PV-Anlage. Brauche ich eine vernünftige Anhängelast, kann er das. Und wenn ich einmal auf der Langstrecke unterwegs sein muss, ist eben einmal Tanken angesagt. Bei meinem derzeitigen PHEV habe ich zuletzt bei einem Tageskilometerstand von 4600km 30l getankt. Da er aber weder langstreckentauglich ist noch vernünftig zuladen kann, steht noch ein alter Euro5-Diesel-Kombi in der Garage. Der wird mit dem Kauf des Neuen verkauft.
Frage an den Autor des Artikels: Was wäre Ihrer Meinung nach bei meinem Fahrprofil besser?

So ein Plug und Hybrid ist eine tolle Sache ….. gewesen, vor 10 bis 20 Jahren. Damals hat die Autoindustrie unzählige Gegenargumente gegen diese Antriebsart gefunden, als fast ausschließliche nur Toyota und Lexus rumstromerten. Heute ist die Antriebstechnik völlig veraltet, und durch die Weiterentwicklungen auf dem eMobil-Sektor überholt. Und jetzt fangen die alten Autohersteller an diese Technik mit Qualm und Rauch schönzureden. Vor wenigen Jahren gab es von all diesen Herstellern kein einzigen Hybrid oder Plug. Nun wird Dank Subvention diese veraltete Technik auf Kosten der Umwelt vergoldet.

Was soll das? Was wollt ihr damit erreichen, daß ihr diesen unsachlichen Bericht nochmal veröffentlicht? Ihr seit doch im Januar schon einmal für diesen Gescheibe verrissen worden. Was soll diese Provokation. Dieses Machwerk hat bei euch mit die meisten Kommentare bekommen. Und die waren nicht gerade positiv.

Junge hier ist was los… Aber war beim lesen des Artikels schon klar.

Fassen wir doch mal zusammen. Wenn ich mir als Privatmann ein PHEV zulege, werde ich den wohl auch laden, sonst hätte ich ja nen reinen Verbrenner gekauft. Ich kann ihn so sicherlich 45 Wochen um Jahr rein elektrisch bewegen. Einzig bei der Fahrt in der Urlaub oder was sonst noch so anfällt an Langstrecke funktioniert das nicht. Also alles super, Umwelt hat was davon und der Geldbeutel vielleicht auch.
Problem sind die Dienstwagen. Juckt keinen der eine Tankkarte hat mit dem Laden. Dazu die Abrechnung mit dem Arbeitgeber beim Strom… Auf der anderen Seite kann man dann einen 1-2 Jahr alten Gebrauchtwagen aus dem Firmenleasing kaufen dessen Akku quasi Null Ladezyklen drauf hat. Auch nicht zu verachten. Haltbarkeit der kleinen Akkus ist bei mir eh noch so ein Fragezeichen.

PHEV werden ohnehin mit dem Fortschreiten der Batterie Technik verschwinden. In 5-10 Jahren redet dann keiner mehr drüber. Bis dahin ist ein PHEV bei richtiger Benutzung immer noch besser wie ein reiner Verbrenner. Und aktuell braucht man sie, weil schlicht ein ergreifend die Auswahl bei den reinen BEVs noch nicht da ist. Kombi ist das beste Beispiel. Oder kennt jemand Stand jetzt was vergleichbares zum Passat GTE als BEV? Auch muß man sagen, dass BEVs in Familientauglicher (also ordentlich Platz und Stauraum) aktuell noch sehr teuer sind. Das sind auch fast ausschließlich SUVs.
Zudem darf ein PHEV auch Typ 2 Ladesäulen nutzen, Umwelt und so. Nur Schnellader sollte er nicht blockieren.

Letztlich muss man in jedem Fall die zumindest mal die Steuervorteile bei den Dienstwagen an das Ladeverhalten knüpfen. Heißt der Nutzer muss nachweisen, dass er lädt. Sonst muss es von 0,5% wieder auf 1% hoch gehen.

Ich fahre einen KIA Niro plugin seit zwei Monaten. Meine Geshäftsstrecke beträgt 30km einfach, zusätzlich fahre ich eine Strecke von 50km einfach sehr häufig. Geladen wird der KIA jede Nacht privat und regelmässig an einer Ladesäule, ausschliesslich mit Ökostrom.
Ich komme auf ca. 85% rein elektrischen Betrieb, habe nach 4000km Laufleistung einen Durchschnittsverbrauch von 1,9 Litern im Winterbetrieb und bin mit diesen Ergebnissen absolut zufrieden. Im Sommer wird sich das, denke ich, noch einmal reduzieren.

Mitsubishi Outlander PHEV Navigator Jahrgang 2015 – im 2015 gekauft.
Das Auto ist die reinste Problemkarre
Das Auto frisst Benzin auf längere Strecken wie ein Kuh – zwischen 7-9 Liter (soviel hat meine frühere 4.0 Lieter S400 nicht gesoffen
Das Auto hat seit Beginn Elektronikprobleme
Das Auto hat sein Beginn Batterie-Degradationsprobleme bereits nach 3 Jahren keine 35km mehr
Die Mitsubishi Garagen haben keine Ahnung
Der Mitsubishi-Landerimporteur interessiert sich nicht und hat auch keinen Plan

NIE WIEDER MITSUBISHI:
Qualität > 0
Service > 0
Leistungsversprechen > 0

..und hier noch ein kleines Muster, wie das so Tag ein Tag aus auf dem Armaturenbrett aussieht:
https://www.youtube.com/watch?v=ZqZfRYQ22EY
..wurde seit mehr als 2 Jahren nicht behoben; Tipp der Garage: „nehmen sie immer einen M10 Ringschlüssel mit um die Batterie abzuhängen und wieder anzuhängen, damit der Fehler weg geht“
kein weiterer Kommentar!

Ich schätze mal die meisten Pluginhybridfahrer machen sich keine Gedanken über das Laden. Warum auch, der Mensch möchte es von Natur aus bequem. Leider funktioniert das Pluginhybrid Konzept aber nur mit Disziplin und entsprechendem Fahr- und Ladeverhalten. Ausgehend davon denke ich, dass es höchste Zeit wir diesen Unfug zu beenden und die „richtige“ Elektromobilität voran zu treiben. Einige Firmen haben das zum Glück ja bereits erkannt, aber es bleibt noch viel zu tun. Allein schon diese Lobhudelei mit den angeblichen „Elektrofahrzeug-Statistiken“ über die alljährlichen Verkäufe. Die Hybriden sollten dort gar nicht mehr gezählt werden. Das ist reine Augenwischerei.

Diese News könnten dich auch interessieren:

Exklusiver Blick hinter die Kulissen des Batterielabors von General Motors
Lada stellt erstes E-Auto e-Largus in Aussicht
GM verdoppelt das Super Cruise Straßennetz zum autonomen Fahren

Deine Anmeldung zum Newsletter:
Ein letzter Schritt fehlt noch.

Vielen Dank für deine Anmeldung zum Newsletter von Elektroauto-News. Du erhältst in Kürze eine E-Mail, in der sich ein Link zur Freischaltung deiner E-Mail-Adresse befindet. Erst durch die Bestätigung des Links dürfen wir deine E-Mail-Adresse zum Versand unseres Newsletter freischalten (Double-Opt-In).