NIO E-Autos haben mehr als eine Milliarde Kilometer zurückgelegt – ein wenig Statistik

NIO E-Autos haben mehr als eine Milliarde Kilometer zurückgelegt - ein wenig Statistik

Copyright Abbildung(en): Robert Way / Shutterstock.com

Wie der chinesische Automobilhersteller NIO Anfang Juni berichten konnte, wurden deren Batterie-Wechselstationen innerhalb von zwei Jahren eine halbe Million Mal benutzt. Einige Monate später nun der nächste Meilenstein. NIO-E-Autofahrer sollen die magische Grenze von einer Milliarde gefahrene Kilometer zurückgelegt haben. Im Vergleich zu Verbrenner-Fahrzeugen soll dies Energiekosten in Höhe von etwa 500.000 Millionen Yuan (~62.902.000,00 Euro) eingespart haben. Eine Ansage! Es folgt ein wenig mehr Statistik aus dem Hause NIO.

Nach Angaben von NIO dauerte es 110 Tage, um von 0 auf 100 Millionen Kilometer zu kommen, aber nur 33 Tage, um von 900 Millionen auf 1 Milliarde zu kommen. Im Juli 2020 lag man noch bei um die 800 Millionen Kilometer. Die Fahrer der Fahrzeuge waren in mehr als 340 Städten in China unterwegs, von Mohe, Heilongjiang, im Norden bis nach Sanya, Hainan, im Süden, kann man diese vorfinden. Mittlerweile legen alle NIO-Fahrer zusammen mehr als drei Millionen Kilometer am Tag zurück. Die höchste Gesamtfahrleistung eines einzelnen Fahrzeugs übersteigt hierbei mittlerweile 160.000 Kilometer, was einer vierfachen Erdumrundung entspricht.

Der durchschnittliche Energieverbrauch pro 100 km eines einzelnen NIO-Fahrzeugs beträgt laut Aussage des Start-Ups 21 kWh. Für die Fahrzeuge dieser Größe durchaus vorzeigbar. NIO zieht hierbei den Vergleich zu der Strommenge, welche von einer einzigen Haushaltsklimaanlage für einen Tag verbraucht wird. Neben der eingangs erwähnten Einsparungen an Energiekosten konnten aber vor allem CO2-Emissionen eingespart werden, von über 66.000 Tonnen ist hierbei die Rede.

Während dem Weg von Null auf eine Milliarde Kilometer hat der Sprachassistent NOMI mehr als 90 Gesichtsausdrücke und fast 700 Sprachsteuerungsbefehle gelernt. Die Benutzer haben kumulativ mehr als 110 Millionen Mal mit NOMI interagiert und dabei Navigation, Fahrzeugsteuerung, Chat, Feedback und vieles mehr gelernt. Im Durchschnitt wird jeder NOMI mehr als 10 Mal pro Tag geweckt.

Die E-Autos verfügen dank NIO Pilot bereits über 20 fahrunterstützende Funktionen und rückt künftig noch mehr in den Fokus. Insgesamt haben die Benutzer mehr als eine Millionen Stunden den NIO Pilot eingeschaltet und 70 Millionen Meilen zurückgelegt. Die längste von einem einzelnen Fahrzeug mit NIO Pilot zurückgelegte Strecke beträgt über 60.000 km.

NIO behauptet auch, dass die Benutzer den Batteriewechseldienst insgesamt 940.000 Mal in Anspruch genommen haben, wobei maximal mehr als 500 Batteriewechsel für ein einzelnes Fahrzeug durchgeführt wurden. Wertet man diese letzte Aussage entsprechend, zeigt sich, dass die Batteriewechselstation-Nutzung deutlich gestiegen ist. So konnte alleine seit Juni 2020 ein Plus von über 400.000 Batteriewechsel verzeichnet werden.

Man kann verstehen, warum sich Nio-Präsident Qin Lihong in einem Interview mit chinesischen Medien recht selbstbewusst zeigte: Das chinesische E-Auto-Start-up sei im gleichen Alter besser als der aktuelle Branchenprimus Tesla. Man kann es durchaus glauben…

Quelle: cnTechPost – NIO says users have accumulated more than 1 billion kilometers

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9 Antworten

  1. Mal sehen wie lange die deutschen Automobilhersteller noch ernsthaft daran glauben China sei der Wachstumsmarkt für Verbrennertechnik.
    Die Chinesen sind ein stolzes Volk. Wenn sie die Chance haben gute Produkte aus eigener Produktion zu kaufen werden die das auch tun. Zumal die Messlatte „guter“ deutscher Produkte bei weiten nicht mehr so besonders hoch liegt.

  2. Mal sehen wie lange deutsch Automobilhersteller noch denken China wäre der Wachstumsmarkt für Verbrennerfahrzeuge.

    Die Chinesen sind ein stolzes Volk, wenn sie die Möglichkeit bekommen gute eigene Produkte zu kaufen werden sie diese bevorzugen.
    Ähnlich wie der Deutsche ja auch lieber deutsche Produkte kaufen möchte.

    Zumal die Messlatte „guter“ deutscher Produkte ja auch nicht mehr so hoch liegt.

  3. Die Chinesen sind ein stolzes Volk, mit einer Regierung die nichts taugt. Bis jetzt war es dort so, dass sie trotz günstigen Preisen im Export egal welcher Art Autos, noch nie einen Fuss auf den Boden kriegten.

    1. Ich würde unseren deutschen Herstellern raten solche start-up zu kaufen von denen es genügen in China gibt um mit eder Entwicklung mitzuhalten. Dann könnten wir vielleicht unseren Wohlstand noch retten der in Zukunft deutlich sinken wird da alle diese start-up´s Autos verkaufen die uns fehlen werden, schade.

    2. …was hat das mit der Regierung zutun. Andere Produkte schaffen es auch.
      Fakt ist, dass sie es mehrfach mit Verbrennern versucht , aber den Markt und den Anspruch der Europäer unterschätzt haben. Nachdem sie merkten, dass sie diesen Rückstand nicht so schnell aufholen können wurde vor über 10 Jahren die Entscheidung getroffen voll und ganz das Thema Elektrifizierung anzugehen, was massiv staatlich gefördert wurde!
      Außerdem haben auch die Chinesen gemerkt, dass sie so nicht weiter machen können und etwas anderes benötigen als rein fossile Energieträger.
      Deshalb stehen dort heute die meisten Wind-Energie-Anlagen und werden die meisten Fotovoltaik-Anlagen betrieben.
      Dort werden auch ganze Fabriken von heute auf morgen geschlossen, wenn sie sich nach einer Frist nicht an die Umwelt-Regel halten.

      …und trotzdem möchte ich nicht in einer Diktatur legen!

  4. Martin, dann lass die erst mal zu uns kommen. Die häufigen Batteriewechsel zeugen aber nicht von hoher Qualität. Es ist kaum anzunehmen , dass die nur zum Aufladen wechselten. Wenn man heute hier mal zu Hause nicht aufladen kann, geht das hier auswäts auch schon in 30 Minuten. Glaube kaum, dass die Chinesen den Aufwand beim Wechseln schnellen machen. Auch Tesla könnte so schnell. Keiner käme aber auf die Idee deshalb nicht lieber den Akku im Auto lassen und dort aufzuladen.

    1. … lieber Strauss, was hat das Batterie-Wechsel-Konzept mit Qualität zutun. Würde die Qualität nicht passen, dann hätte der Hersteller mittelfristig ein massives Problem. Er müsste dafür die Kosten tragen.
      Schon aus diesem Grunde muss der Hersteller Interesse an Qualität haben.

  5. Tom , warte mal ab bis die nur über einen Bruchteil Erfahrung der weltweiten Marktführer über E Autos verfügen. Noch ist die Feuerwehr dort gut beschäftigt…….

  6. @Tom @Strauss: Im Nie und nicht nur da ist tatsächlich ein Wechselakku im Boden (somit eigentlich unter dem Boden verbaut) Es laufen in China bereits mehrere Studien mehrere Autobauer, die dieses System testen. Man muss also nicht warten, bis der Akku wieder auf 100% ist sonder fährt an eine Station und in 5-10 Minuten bekommst man einen frischen, vollen Akku. Der andere wird dann geladen und erst dann wieder getauscht. Ob dieser Artikel dieses System schon enthält und mitgezählt wird weiß ich aber nicht.

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