Mercedes dementiert Halbierung der EQC-Produktionsziele wegen Batteriemangels

Mercedes dementiert Halbierung der EQC-Produktionsziele wegen Batteriemangels

Copyright Abbildung(en): Mercedes-Benz

Das Manager Magazin gab zu verstehen, dass Daimler gezwungen sei seine diesjährigen Produktionsziele für den Mercedes-Benz EQC von etwa 60.000 auf 30.000 zu reduzieren. Zurückzuführen sei dies auf einen Versorgungsengpass bei Batteriezellen durch deren Lieferanten LG Chem. Den Medienbericht des Manager Magazins hat Daimler zur Kenntnis genommen und widersprochen. Die Kürzung der Absatzziele für den Elekro-SUV Mercedes-Benz EQC im laufenden Jahr dementiere man, an den Produktionsplänen für 2020 hätte sich nicht geändert, so ein Sprecher des Stuttgarter Autobauers.

Wir erinnern uns, ab 2019 wollte Mercedes sein erstes, reines Elektroauto auf den Markt bringen, weitere folgen. Im Mai 2019 waren noch 100 Fahrzeugen am Tag geplant, der Hochlauf sollte 2020 kommen. Doch dieser scheint sich zu verzögern. Im vergangenen Jahr habe Daimler 25.000 Autos vom Typ EQC verkaufen wollen, aber nur 7.000 gebaut. Für 2020 stand nun zunächst eine Halbierung der Produktionsziele im Raum. Dem sei nicht so, geplant sei, dass in diesem Jahr rund 50.000 Fahrzeuge vom Typ EQC produziert werden sollen.

Auf den Versorgungsengpass bei Batteriezellen durch den eigenen Lieferanten LG Chem ist man vonseiten Daimler nicht eingegangen. Im Mai 2019 hieß es noch, dass die Versorgung mit einer ausreichenden Anzahl an Batteriezellen durch asiatische Zulieferer wie zum Beispiel LG Chem entgegen Spekulationen derzeit kein Problem sein. Die Endmontage der Akkupakete führt Daimler in seiner eigenen Batteriefabrik in Kamenz in Sachsen durch. Ob oder ob nun doch kein Versorgungsengpass bei Batteriezellen vorliegt ist nicht bekannt. Derzeit kann man nur mutmaßen.

Die andere Frage ist, was ist von der Aussage des Daimler-Betriebsratschef Michael Brecht zu halten, der zu verstehen gibt, dass einer der Gründe, warum das Unternehmen Schwierigkeiten hat, die Nachfrage nach Batterien zu befriedigen, darin besteht, dass Tesla Grohmann Engineering gekauft hat, einen Spezialisten für Batterieautomatisierung, der von Mercedes-Benz beauftragt wurde, seine eigene Batterieproduktionskapazität aufzubauen?

Quelle: Stuttgarter-Nachrichten – Daimler dementiert Bericht über Kürzung von Absatzziel

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9 Antworten

  1. Ich denke auf Sicht werden Mercedes und BMW zusammenarbeiten um die Folgen ihrer verfehlten Unternehmenspolitik abzumildern und Kosten zu sparen.
    Getrennt werden sie die Transformation nicht beide schaffen. Zu hohe Kosten, zu großer Rückstand, zu wenig know how in der kommenden neuen digitalisierten Fahrzeugwelt.

  2. R.I.P. Mercedes!
    Alles verschlafen. Innovation dauerhaft verhindert. Mittels Lobbying die Politik gefügig gemacht. Eigentor um Eigentor. Mein Mitleid hält sich in Grenzen. Ich hoffe, dass die Kader eine ordentliche Abfindung erhalten…

  3. So ein schwachsinn.elektomobilität wird nur mit der Brennstoffzelle funktionieren.also ohne tesla.fahrzeuge können in unserem bestehenden Stromnetz in Deutschland nicht flächendeckend geladen werden.BMW und Mercedes haben das Know-how diese Fahrzeuge mit Brennstoffzelle zu bauen

      1. Wohl eher die 3-fache Menge. Dafür will man aber in Südafrika Solarprojekte fördern die Wasserstoff produzieren der in Amoniak gelöst per Tanker nach Deutschland verschifft werden soll.
        Wie sinnvoll das ist bleibt offen bzw. wird sich zeigen.

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