Fastned leidet unter Corona-Krise, blickt auf erfolgreiches Jahr 2019 zurück

Fastned leidet unter Corona-Krise, blickt auf erfolgreiches Jahr 2019 zurück

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Fastned hat es sich auf die Fahne geschrieben ein umfassendes, europäisches Schnellladenetz aufzubauen. Der Blick zurück auf 2019 zeigt auf, dass der Plan zu gelingen scheint. Neben einer erneuten Umsatzsteigerung in Höhe von 178 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 4,5 Millionen Euro, konnte Fastned erstmals ein positives jährliches operatives EBITDA (zugrunde liegendes Unternehmens-EBITDA ohne Expansionskosten) verzeichnen. Das operative EBITDA betrug 0,5 Millionen Euro im Jahr 2019 (gegenüber -1,2 Millionen Euro im Jahr 2018).

Weiterhin im Mittelpunkt steht die selbst erklärte Mission „den Elektrofahrern Freiheit zu geben und den Übergang zur nachhaltigen Mobilität zu beschleunigen“. Fastned erweiterte hierzu sein Schnellladenetz, um weitere 29 Stationen und bringt es somit auf 114 Stationen in Europa. Fastned erwarb 47 neue Standorte, wodurch sich die Zahl der erworbenen Standorte auf insgesamt 259 erhöhte (einschließlich der bestehenden Stationen). Als Folge der fortgesetzten Investitionen in den Ausbau des Netzwerks war das zugrunde liegende EBITDA (einschließlich der Expansionskosten) des Unternehmens – wie geplant – mit -3,3 Millionen Euro im Jahr 2019 immer noch negativ (2018: -3,8 Millionen Euro).

Coronavirus trifft auch Fastned eiskalt

Der Ausbruch des Corona-Virus hat erhebliche Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, und Fastned bildet da keine Ausnahme. Als Folge der Politik der sozialen Distanzierung wird der Straßenverkehr derzeit stark reduziert. Dies hat seit Mitte März zu rund 70% weniger Tagesverkäufen geführt, verglichen mit den Tagesverkäufen im Februar. Darüber hinaus erlebt Fastned Verzögerungen beim Bau neuer und bei der Modernisierung bestehender Stationen. Ein dritter Effekt ist, dass sich die Auslieferung von Elektrofahrzeugen an den Markt aufgrund vorübergehender Stilllegungen von Autofabriken wahrscheinlich verlangsamen wird. Es ist derzeit ungewiss, wie lange diese Situation andauern wird.

„Wir haben alle relevanten Maßnahmen ergriffen, um die Verfügbarkeit unseres Netzwerks zu gewährleisten. Der Großteil des Fastned-Teams arbeitet jetzt von zu Hause aus, und die Wartung ist in geteilten Teams organisiert. Diese Maßnahmen stellen sicher, dass das Netzwerk weiterhin wie gewohnt funktionieren wird.“ – Fastned

In diesem Zusammenhang ist es daher relevant zu erwähnen, dass Fastned Ende 2019 über 19 Millionen Euro an liquiden Mitteln verfügt. Um auch ein künftiges Weiterführen des Unternehmens zu gewährleisten hat das Unternehmen einen Teil der geplanten Investitionsausgaben gestrichen, um auf der Grundlage der aktuellen Prognosen bis weit ins Jahr 2021 hinein einen (erhöhten) Mindest-Barmittelpuffer aufrechtzuerhalten. Dabei können diese Maßnahmen flexibel angepasst werden, um auf entsprechende Bewegungen am Markt zu reagieren.

Zum Schluss ein wenig Statistik. Bisher konnte Fastned 6,2 Millionen kg CO2 vermeiden und hat E-Autos, welchen an deren Stationen geladen haben, ermöglicht 39,8 Millionen Kilometer elektrisch zurückzulegen. Geladen wurde übrigens über 500.000 Mal bei Fastned.

Quelle: Fastned – Pressemitteilung vom 31. März 2020

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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