Eine Wasserstoff-Tankstelle, die in eine Garage passt

Eine Wasserstoff-Tankstelle, die in eine Garage passt

Copyright Abbildung(en): shutterstock / Lizenzfreie Stockfoto-Nummer: 234090676

Wenn Verbraucher zögern, auf alternative Antriebe zu setzen, dann wird ein Grund immer wieder genannt: die ausbaufähige Ladeinfrastruktur. Herrscht bei Ladesäulen für Autos mit Batterien schon Nachholbedarf, dann ist dieser bei Autos mit Brennstoffzellen noch gravierender. Forscher aus der Schweiz wollen das ändern, wie das Technologieunternehmen Freudenberg berichtet.

Wasserstoff treibt Elektroautos mit Brennstoffzellen an, ohne CO2-Emissionen zu verursachen. 2019 gab es weltweit allerdings erst 432 Wasserstoff-Tankstellen. Selbst wenn sich deren Anzahl in den vergangenen fünf Jahren vervierfacht hat, so sind sie nicht einmal ansatzweise ausreichend, um Brennstoffzellenfahrzeuge für die breite Masse attraktiv erscheinen zu lassen. Die meisten Wasserstoff-Tankstellen finden sich in Japan mit 114, gefolgt von Deutschland mit 87. Kalifornien kommt als US-Hotspot auf immerhin 48. In der Schweiz bieten gerade einmal zwei Tankstellen Wasserstoff an. Eine dritte steht vor der Inbetriebnahme. Trotz dieser überschaubaren Quote kommen aus der Schweiz Signale, die dem Wasserstoff und damit der Brennstoffzelle auf die Sprünge helfen könnten: in Form einer Minitankstelle in der heimischen Garage.

Professor Andreas Züttel von der Technischen Hochschule EPFL in Lausanne hat an der Innovation mitgewirkt, die Ende 2019 international aufhorchen ließ. Der Clou des etwa kühlschrankgroßen Geräts ist, dass in ihm ein Metallhydrid den Wasserstoff speichert wie ein Schwamm. Soll der gespeicherte Wasserstoff zum Betanken eines Brennstoffzellen-Fahrzeugs genutzt werden, dann wird der Speicher erwärmt. Daraufhin baut sich der notwendige Druck auf, um den Wasserstoff zu verflüssigen, sodass er in den Tank strömen kann. Wasserstoff würde damit zuhause genauso verfügbar sein, wie Strom für Elektroautos.

Daneben könnten Hausbesitzer überschüssigen Wasserstoff auch an Dritte verkaufen. Der Metallhydrid, der im HyCo genannten Prototypen eingesetzt wird, kann rund fünf Kilogramm Wasserstoff aufnehmen. Das wäre genug, um damit einen standardisierten Autotank zu füllen. Zudem reiche der Metallhydrid für 40.000 Zyklen, ganz ohne Wartung.

Sinnvolle Ergänzung zu Wasserstoff-Tankstellen

Der Prototyp beseitige einige der bisherigen Schwächen auf einen Schlag. Bislang erfordert das Speichern von Wasserstoff viel Fläche und dessen Komprimieren verschlingt reichlich Strom. HyCo speichert und verdichtet Wasserstoff jedoch in einem Schritt und benötigt dazu lediglich Wärme, die sich durch Sonnenenergie gewinnen ließe. Letztlich erscheint sogar ein geschlossener Kreislauf denkbar. Solarzellen auf dem Dach des Eigenheims erzeugen Energie, die ein Elektrolyseur nutzt, um aus Wasser Wasserstoff zu erzeugen. Der Wasserstoff würde anschließend im Metallhydrid gespeichert. Von dort ließe er sich nicht nur zum Betanken von Brennstoffzellenautos nutzen, sondern auch als Energiequelle für den Haushalt.

Ein wichtiger Faktor der Neuentwicklung ist der Metallhydridtank. Er ist laut Professor Züttel dünnwandig genug, um sich gut erwärmen zu lassen, aber dennoch robust genug, um hohen Druck auszuhalten. Wie es um die Chancen steht, HyCo zu einer ernsthaften Alternative für Verbraucher zu machen, werde nicht zuletzt davon abhängen, ob er zu vertretbaren Preisen auf den Markt kommt. Der Ansatz, private Mini-Tankstellen zu einer sinnvollen Ergänzung öffentlicher Wasserstoff-Tankstellen werden zu lassen, hat jedenfalls Charme. Der grüne Treibstoff könnte so deutlich an Popularität gewinnen.

Quelle: Freudenberg — Pressemitteilung vom 26.05.2020

Newsletter abonnieren

Montag, Mittwoch und Freitag die neusten Informationen aus der Welt der Elektromobilität kostenfrei direkt ins eigene Postfach. Kuratiert aus einer Vielzahl von Webseiten und Blogs.

Dir gefällt dieser Beitrag? Teilen auf

Diese News könnten dich auch interessieren:

47 Antworten

  1. Worin besteht der Sinn, die Energie (Strom) die ich aus meiner PV Anlage beziehe für die Herstellung von von Wasserstoff zu verwenden, diesen kompliziert zu speichern und anschließend wieder in Strom zurück zu wandeln, ob im Auto oder Haushalt. Bei diesem Vorgang geht mir mehr als die hälfte der Ursprungsenergie verloren. Die Batterieforschung wird hoffentlich bald (wenn sie nicht schon hat) diese Wasserstoffanwendung ins ad absurbum führen. Es gibt sicher sinnvolle Anwendungsmöglichkeiten von Wasserstoff, im Großindustriellem Bereich oder Schwerlasttransport, aber sicher nicht im privatem Haushaltsbereich.

      1. Wenn einem die Umweltaspekte egal sind (niedriger Wirkungsgrad bedeutet Energieverschwendung) dann kann man natürlich aus der Energieform Strom erst Wasserstoff machen, und dann wieder Strom. Es gibt aber auch zusätzliche Probleme wie Sicherheit (extreme Drücke) und Komplexität. Vielleicht mal den Aufwand beim TÜV vergleichen: ich und mein rein Elektrischer waren nach 5 Jahren, und knapp 100.000 km, für genau 12 Minuten dort!

        1. Da Sie hier regelmäßig schreiben und somit auch lesen, ist Ihnen meine oft wiederholte Nachweisführung zum Thema Wirkungsgrad bekannt. Ich warte immer noch darauf, dass mich da mal jemand aus der FCEV-Gegner-Ecke widerlegt. Zum Thema Sicherheit. Ein 700 Bar Drucktank eines FCEV ist auf 1.400 Bar ausgelegt. da ist noch nie einer hochgegangen. Im Gegenteil die sind sogar schußsicher. Vor kurzem mußte ich BEV gegen die Behautung extremer Brandgefährlichkeit verteidigen. Nichts desto trotz, sind da schon mehrere abgebrannt. Allerdings ist laut Statistik die Wahrscheinlichkeit relativ gering, dass einem das widerfährt. Es brennen prozentual deutlich mehr Benziner. Ich habe in einem anderen Thread die Wartungskosten des Nexo für 6 Jahre bzw. 120.000 km dargelegt. Hat mir einer meiner Mieter der bei einem Hyundai-Autohaus arbeitet besorgt. Da war sogar ich überrascht, wie wenig da zu tun ist.
          Natürlich gibt es genug Argumente gegen FCEV, genauso wie gegen BEV. Aber die BEV-Fahrer sollten sich nicht über die FCEV-Fahrer erheben wollen und auch umgekehrt.

          Für Neulinge nochmal:
          In einer umfangreichen Studie von Agora Energiewende mit Fassung 3/2018 kommt ein BEV zu einem Wirkungsgrad von 69% und ein FCEV zu 26% (Faktor 2,8). Die geht aber von 70% el. Wirkungsgrad des Elektrolyseurs aus und berücksichtigt die Wärmenutzung nicht. Geht man aber von derzeit machbaren 85% el. Wirkungsgrad aus. Kommt man schon auf 32% statt 26% (Faktor 2,2). Berücksichtigt man noch die Wärmenutzungsmöglichkeit von 5-10% durch Sektorenkopplung und berücksichtigt man noch die Wärmenutzung im Fahrzeug (Winter), dann kommt man nur noch auf 40-50% Mehrverbrauch an Energie. Berücksichtigt man dann noch den Energieverbrauch bei der Herstellung (Akku vs. Brennstoffzelle), dann hat sich das Thema Energieverschwendung in Luft aufgelöst. Sie sehen man muss in Gesamtzusammenhängen denken und bewerten.

  2. @Joachim P. : setzen 6! H2 ist eine exzellenter Zwischenspeicher. Wer etwas anderes behauptet hat die übergeordneten Zusammenhänge nicht verstanden.

    1. Diese ganzen selbsternannten Fachleute, die anderen auch noch ne 6 vergeben und Sie am besten noch zum Klappe halten auffordern. Joachim P hat absolut Recht.

      Jeder der das einfach nicht einsehen will, hat von Wirkungsgraden /Thermodynamik keine Ahnung.

      Schonmal gefragt welches Metall als Metallhydid eingesetzt wird. Oder was es mit dem Erhitzen auf sich hat?

  3. @Keule: Warum soll ich mir eine private Wasserstoff-Tank- und Speicherstelle installieren (oder zahlt die mir der Wasserstoffvermarkter?), wenn ich meinen PV-Strom auch gleich in Speicherbatterien unterbringen kann? Das System Sonnen-Batterien und ein Beispiel einer PV-Anlage mit Tesla-Speicherbatterie auf danzei.de zeigen mir ein System, das ökonomischer ist als die komplexe und wartungsaufwändige Wasserstofftechnologie.
    Aber wie es bekanntlich heißt: Warum denn einfach, wenn es auch umständlich geht?

  4. Wenn man die Beiträge liest, braucht man sich nicht wundern, wo die deutsche Industrie heute steht.
    Lesen Sie mal, wann die erste H2 Technologie begann! Ab 2000, der Zukunftsforscher J. Rifkin sprach von der “Dritten industriellen Revolution“ – im Übrigen auch mit Frau Dr. Merkel u.a!!!
    Lesen Sie nach wie viel Brennstoffzellenfahrzeuge VW vorstellte und sie in der Pipeline hatten.
    Alle haben die Technik verschlafen und wohl bewusst auf CO2 “Schleudern“ gesetzt, die viel Profit generierten.
    Und jetzt: nach Steuergeldern betteln!
    Kennen Sie die H2 Technik? Vielleicht Firmen wie: ITM, PLUG POWER, POWERCELL, BALLARD UND die Fa. BOSCH und deren Aktivitäten, Zielsetzungen und Produkte? Wenn nicht sollten Sie sich informieren und Ihre Einlassungen sachbezogener begründen.
    Der Spruch: “NICHTS IST UNMÖGLICH“ ist Ihnen hoffentlich bekannt.
    Nur wenn wir das angeblich Unmögliche nicht möglich machen und weiter denken, wird es den Wirtschaftsstandort Deutschland nicht mehr geben.
    Schönes Wochenende und bleiben Sie gesund!

    1. Klar Wasserstoff hat seit 25 Jahren in fünf Jahren den Durchbruch!

      Aber da Ihnen der Wirtschaftsstandort Deutschland so wichtig ist: Auf welchen wichtigen Märkten hat sich Wasserstoff denn schon durchgesetzt?

    2. Egal wie die Firmen heißen, Es geht haupsächlich darum Subventionen abzugreifen, auf Kosten der Umwelt und erfolgsversprechenderer Projekte.

  5. @jomei: ich habe nichts gegen Batterietechnologie. Auf Kurzstrecke sicher sogar sinnvoller, als H2. Aber ich habe etwas dagegen, wenn H2 per se verteufelt wird. Am Ende ist H2 wahrscheinlich besser für die Umwelt, als Batterie. Ob H2 für den Hausgebrauch sinnvoll ist, darüber lässt sich sicher streiten. Man sollte noch berücksichtigen, dass man mit H2 das Haus im Winter auch warm bekommt…

    1. Ja Heizen und Strom erzeugen über H2 zu Hause wird hoffentlich ein Teil der Zukunft, aber nur per Leitung. Ob das per bestehender Erdgasleitung geht – eher nicht – Umrüstkosten unbekannt

      Ein Wasserstoff Tank wie Propan Tank wird nicht gehen und LOHC oder Metallhydrid wohl eher auch nicht. Ne Solar Anlage reicht nur bei Batterie halbwegs für normale Fahrleistungen. Bei H2 nichtmal für ein viertel

    2. Auch in einem Wasserstoff-Auto brauchen Sie eine Batterie!!! Die Brennstoffzelle liefert zu wenig Strom/Energie um den Fahrstrom direkt zu erzeugen. Sie muß in einer, verglichen mit einem Batterie-elektrischen Fahrzeug nicht wesentlich kleineren, Speicherbatterie zwischengespeichert und gepuffert werden.

      1. Wieso geben Sie Kommentare zu FCEV ab, wenn Sie nicht die geringste Ahnung von der Technik haben. Fast alles was ich dazu von Ihnen lese, ist falsch. Blos weil Sie erfreulicherweise einen BEV fahren, macht Sie das noch lange nicht zum Experten.

        1. Ob Sie das beurteilen können wage ich zu bezweifelen, und “Vielen Dank” für den “konstruktiven” Kommentar! 🙁 Ingenieur sind Sie offensichtlich nicht.

          1. Ich gebe Ihnen eine kleine Hilfestellung. Lesen Sie mal die technischen Daten des Nexo. Die Brennstoffzelle hat eine Ausgangsleistung von 95 KW. Die Batterie eine Kapazität von 1,56 KWh und eine Ausgangsleistung von 40 KW. Systemleistung 135 KW. Der E-Motor 120 KW Maximalleistung. Würden Sie, bevor Sie etwas behaupten, mal recherchieren, dann würden Sie, bei ausreichendem technischen Verständnis, bemerken, dass ihre Behauptung gar nicht sein kann. Eine Batterie mit 40 KW Ausgangsleistung kann also unmöglich den 120 KW-E-Motor antreiben. Die Batterie kann aber außer diversen Aufgaben, die Rekuperation ermöglichen, welche zwingend notwendig ist, um eine hohe Energieeffizienz zu erreichen.

    1. Wenn Sie schreiben: “Und im Winter noch viel mehr” (also Sonnenergie) zeigen Sie dass Sie ein H2-Konzept überhaupt nicht verstehen. H2 wird per Elektrolyseur gewonnen. Bei diesem Prozeß entsteht auch Wärme, welche man im Haus zur Wassererwärmung selbt im Sommer gebrauchen kann. Dann wird H2 gespeichert (viel davon im Sommerhalbjahr), um dann wann es gebraucht werden kann wieder per Brennstoffzelle im Umkehrprozeß zu Strom und Wärme umzuwandeln.
      Im Winterhalbjahr brauche ich also sogar mehr Wärme als Strom, abhängig vom Dämmstandard des Gebäudes.
      Könnte man genug H2 speichern (derzeit für ein einzelnes Gebäude schwierig) wäre man sogar autark. Ob das sinnvoll ist, ist eine andere Frage. Aus kostensicht ist normalerweise eine großtechnische Lösung günstiger als eine kleine häusliche Anlage.
      Also an der Energiemenge scheitert nichts. Auf meinem Dach produziere ich mit gerade mal 50m2 10.000 KWh/p.a.
      Das reicht locker für den Strombedarf und die Mobilität. Für Wärme im Winter nicht. Da bräuchte es noch ein paar PV-m2 mehr.
      Es gibt schon Entwicklungen PEM-EL und FC in einem Gerät zu haben. Langfristig ist alles nur eine Kostenfrage keine Wirkungsgradfrage. Und das Thema Wirkungsgrad wird von vielen falsch eingeschätzt und auch falsch bewertet.

      1. Nicht nur behaupten: als Ingenieur müssten Sie in der Lage sein, belastbare Zahlen und Fakten zu bringen. Wir sind hier doch nicht am Stammtisch?!

        1. Mehr als Stammtischniveau habe ich von ihnen noch nie gelesen. Oder zumindest erinnere ich mich nicht daran. Sie haben aber oft schon von mir Dinge gelesen, von denen Sie an ihrem Stammtisch vorher noch nie etwas gehört hatten.

  6. “Wenn wir das angeblich Unmögliche nicht möglich machen…” Meine Erfahrung im Diskurs Batterie vs. Wasserstoff – sowohl in Bekanntenkreisen als auch in diversen E-Auto-Foren – waren bis vor Kurzem leider geprägt von BEV-Verteufelungen (Einwände auf veraltetem Stand, aggressiv vorgetragene, aber längst widerlegte BEV-Mythen) und alleiniger Wasserstoff-Propagierung. Niemand will und wird einen sinnvollen Einsatz von Wasserstoff-Technologie verbieten. Die Durchsetzung einer Technologie hängt eben nicht allein an der Förderung, sondern langfristig an der ökonomischen Rationalität.
    Insofern bin ich mit jedem konform, der diese Technologie für große Aufgaben eingesetzt sehen will, wo sie gegenüber einer schweren Batterie besser abschneidet (z.B. LKW, Zug…), halte aber die Batterie für sinnvoller und ökonomischer in kleiner dimensionierten Einsätzen (PV-Hausspeicher, PKW und Zweirad im Alltagsgebrauch), die schließlich bislang die meisten Transportaktionen (Kurz- und Mittelstrecken, Pendler, Post, letzte Meile u. dergl.) bestimmen.

    1. Ich stimme Ihnen voll zu.
      Was die meissten überhaupt nicht auf dem Schirm haben ist, wofür zukünftig alles Wasserstoff benötigt wird. Die Stahlindustrie will damit Kohle ersetzen. Es ist mir völlig schleierhaft, wie mit der Union und ihrem Abstandsgesetz alleine dafür genug Ökostrom dafür produziert werden soll.
      Dazu kommen auch noch E-Fuels, die auf Wasserstoff basieren. Z.B. für Flugzeuge (Interkontinentalflüge können noch lange nicht ohne Verbrennung durchgeführt werden).

      1. Ich gebe Ihnen mal eine kleine Hilfstellung um das selber zu überprüfen. Dafür müssen Sie sich aber die Mühe machen sich mit der Energiewirtschaft vertraut zu machen. Ich habe da sicherlich viele Jahre Vorsprung. Schauen Sie mal nach wieviel Hektar Ackerfläche für Energiepflanzen in Deutschland genutzt werden und wie hoch der Energieertrag dort ist. Dann schauen Sie mal wieviel KWh pro Hektar PV-Freiflächenanlagen erzeugt werden. Sie werden feststellen, dass wir alleine mit der inzwischen günstigsten Form der Stromproduktion (nämlich PV auf großen Freiflächen), in der Lage sind den kompletten Strombedarf zu decken. Besser wäre jedoch Agro-PV, wo eine Doppelnutzung der Fläche stattfindet. Also an Flächen für PV mangelt es nicht.
        Für BEV-Ladestationen sollte jeder Einkaufsmarktparkplatz komplett mit PV überdacht werden. Dann könnten Laternenparker auch bedenkenlos BEV kaufen, u.s.w.. Die grüne Energie für alles Mögliche zu erzeugen ist kein Problem, weltweit.

        1. Ich stimme Ihnen zu, dass Deutschland einen grossenteil seines Stroms aus Photovoltaik beziehen könnte. Auch das Konzept von Agro-PV ist mir bekannt. Ich halte das auch für sehr vernünftig.

          Was ich mir aber absolut mich vorstellen kann ist, das man mit der aktuellen Regierung irgendwas davon realisieren könnte. Die CDU hat aktuell niemanden, der versteht worum es geht. Und das wird sich nach der nächsten Wahl auch nicht ändern. Da wird voll auf Kohle gesetzt und danach soll Erdgas kommen. Die SPD hat die gleichen Probleme. Wieso denn 8.000 Arbeitsplätze in der Kohle opfern, wenn man dann 100.000 bei den EE gewinnen würde? Auch die Grünen haben das Problem noch nicht wirklich begriffen.
          Es wird aber keine Änderungen bei der Regierungsbildung geben, weil die Wähler ü30 90% aller Wahlberechtigeten ausmachen. Ich befürchte, dass Milliarden in den Ausbau der Wasserstofftankstellen gesteckt werden, die dann für andere Projekte fehlen.

          Denn ich bin absolut sicher, dass
          1) sich BEVs aus wirtschaftlichen Gründen durchsetzen werden.
          2) Wir nicht die Zeit haben, die Infrastruktur für eine Wasserstoffwirtschaft aufzubauen.

  7. Das ist natürlich ein Hammer, das man mit dieser kleinen Hausanlage einen Druck von 1.000 bar erzeugen kann, um das Auto zu tanken.
    Nein Spass, das geht bestimmt nicht.

  8. Also .. ich brauche für meine Stromtanke keine Garage sondern nur eine freie Stelle an der Wand – so ca 10 x 10 cm – für eine Steckdose.
    Für die Luxusversion namens Wallbox – die ich schon ab 399,- Euro kriege – brauche ich 30x30cm.

    Warum soll ich mir die Garage mit einem h2-Monster vollmüllen? Wo soll ich tanken ich wenn ich in Urlaub fahre? Steckdosen finde ich überall.

    Irgendwie ist das mit der h2-Garage und dem h2-Auto eine ganz doofe Idee.

    Der Glauben an h2-Mobilität und h2-Technik überhaupt hat so ein bisschen was von Verschwörungstheorie. Man muss fest daran glauben dann beeindruckt das andere. Und irgendwann kommt der Heilige Geist über einen und man kann die Welt retten.

    1. Sie lesen hier regelmäßig meine Texte zu BEV (positiv) und vor allem FCEV (positiv) und haben scheinbar gar nichts verstanden. Wollen Sie nicht verstehen oder können Sie es nicht? Wenn ich das Wort Verschwörungstheorie im Zusammenhang mit H2 lese, dann glaube ich eher Sie sind total ignorant.

  9. Schönen Abend, also ich bin bloss ein keiner Elektriker und verfolge das H2 Thema vs E…. Was sagen denn die nicht Überzeugten 😉 zu den Typen von Bosch….. Shell….Bp…..und all den H2 Playern die einen Haufen Kohle investieren in eine angeblich nicht realisierbare Technologie? Sind das etwa Deppen wie seinerzeit der crazy Teslatyp???? der aber keiner ist.:)Wird sich das ganze nicht relativieren wenn die Stückzahl stimmt??? Den Preis drücken wenn die Speicherung und der Transport….die Verteilung sich eingespielt haben? Lg

  10. Lieber Hubi, auch einen schönen Abend. Ich freue mich endlich mal einen vernünftigen Gedanken zu lesen.
    Sie denken etwas grundsätzlicher und liegen damit richtig, dass die ganzen Forscher und Investoren keine Dummköpfe sind. Ich diskutiere schon eine Weile mit Silverbeard, der glaubt dauernd über Dinge negativ Urteilen zu können, von denen er keine richtige Ahnung hat. Sein technisches Verständnis ist relativ gering, das merke ich immer wenn er etwas behauptet, das gar nicht zu dem passt, was geschrieben wurde. Ich konnte ihn schon oft dabei ertappen.
    Ihm ist diesmal nicht aufgefallen, dass von Umspeichern in einen Autodrucktank gar nicht die Rede ist, sondern von Umfüllen von flüssigen H2. Also geht der Professor bei seinem Konzept davon aus, dass das Fahrzeug auch wieder einen Tank hat der H2 flüssig aufnehmen kann. Genaueres wissen wir nicht und können wir nicht wirklich beurteilen. Ich weiß nicht, ob es möglich ist einen Drucktank erstmal flüssig zu befüllen und dann dehnt sich durch die folgende Erwärmung der Wasserstoff wieder als Gas aus. Dadurch baut sich der Druck dann automatisch im Tank auf, weil das Ausdehnungvolumen fehlt. Ich weiß es nicht, kann es mir aber so vorstellen.

    Aber Hubi, wir beide sind uns sicher, dass der Professor sich nicht lächerlich machen will, indem er etwas konzipiert, dass technisch nicht umgesetzt werden kann. Das einzige was er laut Artikl nicht weiß, ob es eine reele Chance hat sich durchzusetzen. Denn er hat die Kosten der Herstellung als Massenprodukt nicht beurteilen können oder wollen. Warum Kommentatoren immer so viel mehr wissen als Spezialisten verstehe auch nicht.

    Was Silverbeard und andere nie verstehen wollen, es geht bei H2 um viel mehr als Mobilität und H2-Nutzung. Es geht um Langfristspeicherung von großen Energiemengen, welche über eine Pipeline auch viel günstiger transportierbar ist (1-2 Cent/KWh), als Strom über eine Stromleitung (7-8 Cent/KWh). Und dass H2-PKW (FCEV) länger brauchen um sich zu etablieren als BEV weiß jeder der sich mit dem Thema beschäftigt. Was ich aber nie verstehen werde, warum man so verbissen gegen FCEV sein kann. Lassen wir die Forscher und Ingenieure doch einfach ihre Arbeit machen. In spätestens 30 Jahren muss ein 100%-EE-System (also CO2-frei) da sein und da ist extrem viel im Umbruch. Und bedarf es vieler Technologien und Forschungsfortschritte.
    Wenn dann 2050 alles Akku-Autos sind, weil da sich auch viel verbessert hat, soll es mir recht sein, da dann CO2-frei.

    1. Irgendwie bin ich immer wieder völlig irritiert, das es scheinbar allen völlig egal ist, wie es in den Förderländern für die Rohstoffe für Batterien nach der Förderung aussieht. Wer die Bilder sieht, kann sich eigentlich nicht mehr über den Wirkungsgrad auslassen, sondern muß die Batterien auf das absolute Minimum reduzieren. Alles andere, außer H2 ist meiner Meinung nach unverantwortlich.

  11. Ist schon recht amüsant für mich, zu lesen, was hier so geschrieben wird. Ich bin Ausbilder in den Bereichen Sicherheit von HV-Fahrzeugen und Explosionsschutz (speziell H2 und andere chemische Industrie) und befasse mich seit 1998 beruflich mit diesen Themen.
    1. Wasserstoff wird nicht flüssig, nur weil man den Druck erhöht. Er bleibt gasförmig. Der Verfasser hat da wohl etwas falsch verstanden.
    2. Kein einziges Auto auf dieser Welt braucht Flüssigwasserstoff (LH2). Die Zeiten der Experimente bei BMW sind vorbei.
    3. Metallhydridkompressoren gibt es schon lange. Das ist keine neue Idee. Herr Dr. Bonhoff (ehem. Leiter NOW, Berlin) hat darüber sogar seine Diplomarbeit geschrieben. Natürlich können damit auch hohe Drücke erzeugt werden, dafür müssen aber sog. “Hochtemperaturlegierungen” bei ca. 400 °C eingesetzt werden.
    4. Ich habe im Jahre 2002 für Vandenborre Technologies (B) zusammen mit Quantum (USA) den sogenannten “Homefueller” mitentwickelt und beim TÜV SÜD zugelassen. Die Idee, einen Elektrolyseur mit einem Kompressor für die Heimtankstelle anzubieten ist also auch nicht neu, sondern 18 Jahre alt.
    5. Die Komponentenkosten für ein solches System sind einfach zu hoch, als daß sich Privatleute so etwas in ihre Garage stellen würden. Lohnt sich nicht. Wir brauchen mehr H2-Tankstellen und die werden auch bald kommen.
    6. Natürlich macht es mehr Sinn (Wirkungsgrad), einen Batteriespeicher zuhause zu haben (Powerwall), diese tagsüber mit der PV zu laden und nachts damit dann das Batterieauto zu laden. Wenn man allerdings ein FCEV hat, dann könnte man eine solche Lösung nutzen, falls keine H2-Tankstelle in der Nähe ist.
    7. Man sollte darauf achten, die Leute in diesem Forum (und nicht nur hier) nicht zu beschimpfen. Das zeugt nicht gerade von Anstand oder Kompetenz.
    8. Argumente (Physik, Chemie, BWL) sind wichtiger als “Bauchgefühl” oder Halbwissen.
    9. BEV sind in den kleinen und mittleren Fahrzeuggrößen sinnvoll einzusetzen. Sobald die Lestungen und vor allem die Fahrstrecken und bewegten Massen größer werden, machen Batterien als Energiespeicher keinen Sinn mehr, sondern man sollte dafür H2FCV einsetzen. LKW, Busse, Züge, Schiffe sollten nicht mit vielen Tonnen Batterien beladen werden, sondern Nutzlast transportieren. Ökologisch und auch ökonomisch macht es dann einfach mehr Sinn, H2 in einem Hohlkörper (Druckspeicher) zu speichern, statt Chemische Energie in einer Batterie. (-> Energiedichte)
    Ich hoffe, damit etwas zum Verständnis und zur Beruhigung der Gemüter beigetragen zu haben. Natürlich gibt es BEV und H2- Anhänger und -gegner, man sollte aber nicht beide Technologien als “feindlich” oder die einzige Lösung darstellen. Das ist ingenieurtechnisch nicht korrekt und auch nicht sinnvoll.
    Ich freue mich auf Ihre (freundlichen) Kommentare.

    1. Guten Morgen Herr Machens, schön dass Sie sich die Mühe gemacht haben, diese ausführlichen Erläuterungen zu schreiben.
      Das was Sie zur konkreten Haustankstelle schreiben ist hilfreich zu wissen. Das was Sie zu H2 bezüglich Sinnhaftigkeit schreiben, deckt sich mit dem was viele Leute (ich auch) schon oft geschrieben haben. Aber die Hoffnung, welche Sie äußern bezüglich unnötiger Gegnerschaft BEV/FCEV, habe ich nicht. Das habe ich nämlich auch schon oft geschrieben und von anderen gelesen.
      Es gibt aber leider viele Kommentatoren, die lassen sich mit Argumenten, egal wie die gut die sind, nicht von ihrem Weg abbringen. Egal wieviel Sie wissen, weil Sie sich beruflich schon lange mit H2 beschäftigen. Die haben keinerlei Interesse an Erkenntnissgewinn. Die haben einfach einen Standpunkt und der muss halt einfach verteidigt werden.
      Meisten schreibe ich in diesem Forum nur um FCEV zu verteidigen. Vor kurzem musste ich in ein und demselben Thread (ging um Nexo) aber auf einmal die BEV verteidigen, weil ein angeblich zu kurz gekommener Nexo-Fan BEV niederschrieb (behauptete Batterieexpertise zu haben).
      Das ist aber einer der aus der Verbrennerecke kommt und nur eine Gelegenheit suchte BEV schlecht zu schreiben.
      Deshalb fände ich es wichtig, dass in solchen Foren, welche viele Menschen lesen, mehr berufliche Experten sich mal die Zeit nähmen etwas zu schreiben. Aus dem Für und Wider sollten sich die Menschen eine eigene Meinung bilden können, denn als zukünftige Käufer müssen sie sich alle zwingend eine eigene Meinung bilden. Aus diesem Grund bewegen sich viele sogenannte Trolle auf Foren, auf denen sie eigentlich gar nichts zu suchen haben. Auf denen sich eigentlich Menschen informieren wollen, was sich so tut bei dem für sie relevanten Themengebiet.
      Ich wünsche Ihnen und allen Lesern noch einen schönen Sonntag.

    2. Christian, ich stimme Ihnen unter 9) auf jeden Fall bei Zügen und Schiffen zu. Wobei ich Schiffe eher mit Methan betanken würde, das ist nicht flüchtig. Aber LKW und Busse werden mit Batterien betrieben werden. Klar kann man jetzt noch viel Geld investieren bis diese beiden Systeme die Vorherschaft ausgekämpft haben, aber mir ist das einfach zu teuer.

    3. Zitat: “… machen Batterien als Energiespeicher keinen Sinn mehr,…”. Leider falsch: die Brennstoffzelle kann den (Fahr)Motor nicht direkt betreiben. Sie brauchen eine Speicher/Puffer-Batterie, und die kann, je nach Anwendungsfall, eventuell zwar kleiner als bei einem rein elektrischen Betrieb sein, stellt aber immerhin noch eine nicht zu vernachlässigende Komponente dar!

      1. Völliger Nonsens, wie ich ihnen weiter oben vor ein paar Minuten dargelegt habe. Nexo: 1,56 kWh-Akku mit Ausgangsleistung 40 KW, FC-Ausgangsleistung 95 KW, E-Motor 120 KW, Systemleistung 135 KW.

  12. Danke Heinz Scherer….freue mich einen anscheinend sinnvollen Beitrag eingebracht zu haben;).
    Es ist ja auch so was oft auch vergessen wird wenn’s ums laden der Batterien geht. Ich bin beruflich im nieder-Mittelspannungsanlagen Bereich tätig. Wenn ich mit den Kunden…also Stromversorger in Südbayern über die Thematik diskutiere dann hört man was da für ein Aufwand nötig ist um das Leitungsnetz auf-und umzurüsten. Das kostet auch……
    Und die Menge Strom die erforderlich wäre um Massen an Teslas zu laden ist enorm. Der Umbau in privaten Haushalten für einen Supercharger wäre kein Thema….Aber in einem bestehenden Neubaugebiet die Leitungen zu verstärken….. VDE Bestimmungen einhalten usw. ???? Oder in den Städten….. Tiefgaragen? Wohnblöcken? Altbausiedlungen? Der Aufwand wäre immens . Und das vergessen viele…..denn wie alle Welt ja weiß……der Strom kommt ja nur aus der Steckdose. Lg

    1. Hallo Hubi, die Gesamtmenge an grünen Strom ist nicht das Problem, sondern lediglich die Art der Speicherung und Verteilung. Dazu kommt das Problem, wer darf mit was Geschäfte machen. Die alte fossile Energiewirtschaft ist sehr zentral organisiert und poltisch gut vernetzt. Ein 100%-EE-System ist aber dezentral und da wollen auch Bürger dran beteiligt sein. Deswegen ist ein Machtkampf im Gange der vieles blockiert.
      Eigentlich geht es nicht wirklich um Energie, sondern um Geld und Macht. Wäre das nicht so, hätten wir schon lange einen Masterplan der das Optimum aus den diversen technischen Möglichkeiten schöpft und versucht dies über eine Zeitplan umzusetzen. Es ist traurig, dass wegem Egoismus einzelner Profiteure, die Möglichkeiten, welche uns der technische Fortschritt gibt, nicht zum Wohle aller Bürger führt.
      Eine Klimakrise zu verhindern wäre möglich, wenn nicht diese extreme Macht- und Geldgier einzelner da wäre. Und ich sage das als erfolgreicher Unternehmer der sich der sozialen Marktwirtschaft verpflichtet fühlt. Das Einzige was mich da zuversichtlich macht, ist die Tatsache, dass inzwischen vom Großkapital weltweit mehr Geld in erneuerbare Energien investiert wird, als in Fossile.
      EE müssen und dürfen sich lohnen, so wird es nämlich zu einem Selbstläufer.

  13. Echt lustig keiner hat an E-Autos geglaubt und siehe da es funktioniert. Noch nicht perfekt aber es geht. Und nun verteufeln die E-liebhaber die h2 Variante so wie damals die Benziner-Freunde die E-Autos verteufelt haben.
    Es gebe noch viel bessere Varianten als e oder h oder Benziner aber das bringt der Wirtschaft nichts. Somit ist alles mehr Schein als sein. Und der Umwelt bringt es bis dato nix. Abartige Schifffahrt für die Wirtschaft, darüber möchte niemand was wissen. Muss der Becher aus China kommen? Soviel co2 und Arbeitsplätze….
    Muss jeder Haushalt heutzutage 2 Autos besitzen? Die Infrastruktur von Bahn und Öv ist doch sehr viel besser als damals. Und früher ging es auch mit nur 1 Auto pro Haushalt. Man könnte den Auto co2 austoss fast halbieren. Aber dann würden weniger Pkws verkauft Werkstätten hätten weniger zu tun. Also nö. Ich bin kein Experte aber mit Vernunft hat das garnix zu tun. Statt smart Denken beschäftigt man sich lieber mit etwas was Umsatz generiert. Ich frage mich immer noch wieso wir in den 90er Jahren Strom sparen sollten? Und nun alles auf Akku und Strom ballern das kracht.
    Zum Abschluss was zum nachdenken. Ich arbeite in der Energie Branche. Eine mir bekannte Wasserkraftanlage hat eine schöne Studie dargelegt. Sparlampen alles auf LED da weniger Strom verbraucht wird. Und was war… Nix… Jeder verbaut jetzt soviele LEDs das der Stromverbrauch sogar höher ist als früher. Komisch darüber berichtet keiner? Was hat es gebracht auf LED um zu steigen? Nur mehr Gewinne für die Energie Branche.

  14. Na so was! Hat schon mal jemand laut und konsequent darüber nachgedacht was
    H2O schlussendlich alles bewirkt ?
    Wir brauchen keine Löcher mehr um Erdöl, Gas etc.zu fördern. Suezkanal und sonstige Lieferrouten sind überflüssig.. Damit verbunden die spezielle Schiffahrt.
    Landungsbrücken und Pipelines ( Röhren) die nutzlos sind. Riesige Hydrierwerke
    die die Landschaft verpesten. Erdöllagerstätten die gefährlich für die Umwelt sind.
    Alleine daran hängen Abertausende Arbeitsplätze !!!
    Aber nicht genug damit: die Privatwirtschaft wird autark. Hausbesitzer und Landwirte hängen nicht mehr an der Gunst der Energieversorger . Der Staat verliert Milliarden dadurch . Jeder kann jetzt selbst bestimmen ob und wiviel Energie er benötigt. Man darf das alles nicht zu Ende denken. Auch Sarah Wagenknecht kann jetzt jubeln….
    Usw.. usw . F. Schwinges

    1. Ich sehe das etwas anders. In diesem Forum geht es nur darum, das BEV-Fans oft etwas gegen FCEV haben, ohne eine friedliche Koexistenz zu akzeptieren. Es wird aber halt nunmal beides kommen und benötigt. In Sachen Energiewirtschaft ist es so, dass sich das Thema Öl und Gas langfristig durch ein 100%-EE-System erledigt. Nun ist es aber auch innerhalb eines solchen Systems strittig, wie es konkret konstruiert sein soll.
      Aber was den Staat anbelangt, hat der Real damit keine Probleme. Denn es ist nachweisbar, das das neue System durch seine Dezentralität mehr Arbeitsplätze mit sich bringt, als das Bisherige. Und ein Staat kann immer seine benötigten Steuern erheben, auf was auch immer. Er kann sich einfach per Gesetz holen was er braucht oder meint zu brauchen. An Einfällen wird es da nie mangeln.
      Die Einzigen die ein Problem haben, sind die Profiteure des alten Energiesystems, welche deshalb den Umbau behindern und die Spielregeln zu ihren gunsten Verändern. Die Macht und das Geld soll bei diesen Leuten bleiben. Der politische Einfluss ist leider enorm. Was fehlt ist ein vernünftiger durchgerechneter Masterplan.

      1. PKW, LKW, Bus und Baumaschinen rechnen sich nicht mit Wasserstoff. Ersatz für Dieselloks oder -fähren sehr gerne. Grundstoff für E-Fuels für Flugzeuge. Aber der Wasserstoff muss CO2 neutral erzeugt werden.
        Ich führe keine Kampf gegen die Brennstoffzelle, aber im Moment gibt es noch viele alte Männer in wichtigen Positionen, die sich um ihr Lebenswerk betrogen fühlen. Genauso wie H. W. Sinn noch immer von Zappelstrom schwadronierte, als die Stillegung der Atomkraftwerke schon längst beschlossen war.

  15. Warum immer nur auf dem Wasserstoff herum reiten?
    Warum auch immer auf nur ein Konzept versteifen?

    Was imo eines der größten Probleme der Deutschen ist, das sie wie Schafe alle einem Leithammel hinterher rennen wollen.
    Wie war es damals vor 40 Jahren, die Ölkrise, die zu Fahrverbot führte?
    Innerhalb kurzer Zeit kamen relativ sparsame und leichte Diesel-Motoren auf den Markt. Der Wirkungsgrad dieser Motoren wurde kontinuierlich verbessert und steht kurz vor dem maximal erreichbaren. Andere Antriebskonzepte entwickelten sich nur mühsam weiter oder fristeten nur ein Nischendasein, CNG hat sich nie richtig durchgesetzt, aber ist auch nicht in der Versenkung verschwunden.
    Otto-Motoren wurden nicht großartig weiterentwickelt, aber haben noch viel Potential.
    Da sind uns die Japaner um einiges voraus. Bei denen fristet die Diesel-Technologie eher ein Schattendasein.
    FCEV-Fahrzeuge in Serienreife gibt es schon seit langem in deren Portfolio.

    Intressant in diesem Bereich ist auch das Konzept von Power2Gas, welches nicht nur Wasserstoff produziert, sondern z.B. Methan (Erdgas), was problemlos über vorhandene Infrastrukturen in Deutschland verteilt werden kann.
    Einzig das dafür benötigte Kohlendioxid müsste noch aus der Luft statt aus Vergärung gewonnen werden.

    Imo ist das der sinnvollste Übergangsweg weg von den fossilen Brennstoffe.
    In alter Technik lässt sich CNG genauso verwerten wie auch in CNG FC.
    Auch die forcierten Gas-Kraftwerke können damit betrieben werden.

    Potential ist in vielen Energieträgern vorhanden, auch in den klassischen.
    Das Potential kann aber nur ausgeschöpft werden, wenn man nicht nur wenige als die Heilsbringer ansieht, sondern eine möglichst große Vielfalt erreicht.
    Jedes Energie-Konzept hat seine Berechtigung in irgendwelchen Bereichen, selbst der “schmutzige” Diesel oder das Kerosin.
    An einem Weg aus Wasserstoff und Kohlendioxid Kerosin zu gewinnen wird zur Zeit geforscht und entwickelt, Benzine lassen sich so schon herstellen, einzig das selbe Problem wie bei Power2Gas gibt es auch hier.

    Wir haben so viele Ideen in den Startlöchern, die einfach nur weiter geführt werden müssen. Technisch ist da noch vieles möglich, politischer Natur ist da eher das Problem was es zu lösen gilt. Lobbyismus der Energie-Riesen, der Technik-Konzerne und aller anderen, die ihre Felle wegschwimmen sehen. Die sich auf große Massen mit technischen Monokulturen eingeschossen haben, statt sich breitgefächert aufzustellen und ihre Gewinne zwar etwas zu verringern, dafür aber langfristig zu sichern.

    Wir leben von Monat zu Monat, Quartal zu Quartal, Jahr zu Jahr, Legislatur zu Legislatur, statt von Dekade zu Dekade oder gar längere Zeiträume.
    Nur so lassen sich nachhaltige Konzepte etablieren.
    Wir haben kein technisches Problem was es zu lösen gilt, sondern ein sozial- und marktwirtschaftliches Problem, das der Lösung bedarf.

  16. Und dieser Vorschlag kommt von einer Hochschule aus Lausanne. Hier ist offenbar kein einziger E Automobiltechniker dabei. Sonst wüssten sie das was heut fast jeder weiss, H2 kommt für LKW s Traktoren und Schiffe in Frage. Soviele Stromumwandlungen mit einer Technik im Keller als Speicher zum Antrieb von e Autos ist lachhaft und nicht rentabel. Jedes e Auto hat selber einen Speicher. Speichern ,Speichern ist out.
    Es heisst Energie , just in time, und zwar möglichst vor Ort produziert. Sonne scheint am Tag. Wind und Wasser produzieren Strom für die Nacht .

  17. Eine Technik, die hier viele vergessen ist V2G.
    Man stelle sich nur vor, man kann sein Auto tagsüber auf der Arbeit laden (mit PV Strom) und abends diesen Strom im eigenen Haushalt nutzen.
    Das Auto fungiert tagsüber auf dem Firmenparkplatz als Pufferspeicher für das Stromnetz. Für die Batterie des Autos ist dies sogar förderlich wie aktuelle Messungen belegen. Zusätzlich wird diese Regelenergieleistung vergütet.
    Bei einer Anzahl von angenommen 1 Mio Autos bidirektional am Stromnetz haben wir eine Speicherkapazität, die die Kapazität aller Pumpspeicherkraftwerke zusammen deutlich übertrifft. Gaskraftwerke zur Erzeugung von Strom-Peaks werden nicht mehr gebraucht.

    Für die Firma bedeuten viele Autos auf dem Firmenparkplatz eine phantastische Möglichkeit die Stromspitzen in der Firma abzufangen und so die Stromkosten zu senken.
    Für die Autobauer wäre das ein zusätzlicher Nutzen für Ihre Autos und mit Sicherheit ein Exportschlager.

    Technisch ist das heute alles kein Problem, es stehen nur Regularien, Abgaben, und gierige Stromerzeuger-Konzerne dagegen.

    1. Sie haben völlig Recht. Und das wird auch so kommen. Ist nur eine Frage der Zeit. Allerdings werden wir Gaskraftwerke in einer Übergangsphase benötigen. Wir sollten sehr schnell alle Kohlekraftwerke durch relativ günstige Gaskraftwerke ersetzen (max. 40GW kosten 20 Milliarden Euro). Parallel mit maximaler Geschwindigeit EE ausbauen und absoluten Einspeisevorrang geben. Es wird also nur soviel Gas verbraucht, wie EE gerade nicht Strom liefern können, aber das Argument/Problem längere Dunkelflaute ist komplett beseitigt. Noch besser wäre, einen Teil davon in Elektrolyseure zu investieren und mit einer Wasserstoffwirtschaft zu beginnen. Was ich mir schon lange erhoffe.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Deine Anmeldung zum Newsletter:
Ein letzter Schritt fehlt noch.

Vielen Dank für deine Anmeldung zum Newsletter von Elektroauto-News. Du erhältst in Kürze eine E-Mail, in der sich ein Link zur Freischaltung deiner E-Mail-Adresse befindet. Erst durch die Bestätigung des Links dürfen wir deine E-Mail-Adresse zum Versand unseres Newsletter freischalten (Double-Opt-In).