Audi Sport: Der R8 wird möglicherweise als Hybrid, nicht als E-Auto gebaut

Audi Sport: Der R8 wird möglicherweise als Hybrid, nicht als E-Auto gebaut

Copyright Abbildung(en): PaulLP / Shutterstock.com

Die Gerüchteküche brodelt, wenn es um die Elektrifizierung der Supersportwagen von Audi geht. Nachdem zunächst vermehrt gemeldet wurde, dass der Audi R8 einen rein elektrischen Nachfolger in der dritten Generation erhält, kommen nun Informationen auf, dass es eher auf einen Hybrid hinausläuft. Bekanntermaßen verstärkt Audi Sport seine Elektrifizierungsoffensive und setzt neben rein elektrischen Fahrzeugen auf Plug-In-Hybride. Bis 2023 will man seine Verkäufe verdoppelt haben.

Nun hat sich Audi Sport Geschäftsführer Oliver Hoffman gegenüber Top Gear zu den Zukunftsplänen der Marke geäußert. Insbesondere über die Pläne betreffend der nächsten Audi R8 Generation. “Es gibt noch keine Entscheidung über die Technologie und die Plattform der nächsten Generation des R8. Aber mit dieser nächsten Generation müssen wir alle Vorschriften weltweit erfüllen. Das heißt, es wird ein Auto mit einem Elektrifizierungsteil sein. Aber das aktuelle Modell ist das Basismodell für den Rennsport unserer Kunden, und wir müssen diese Forderung in Zukunft erfüllen”, so Hoffman.

Hauptabsatzmarkt bestimmt den Grad der Elektrifizierung

Feststeht somit, dass es einen Audi R8 der dritten Generation geben wird. Allerdings ist nicht von einer vollelektrischen Variante die Rede, sondern von einem “Auto mit einem Elektrifizierungsteil”. Dies mag dadurch begründet sein, dass der R8 seinen Hauptabsatz im Rennsport verzeichnen kann, dort aus Leistungs- und Reichweitengründe eher eine Hybrid-Variante relevant sein könnte.

Hoffman äußert sich hierzu wie folgt: “Wir arbeiten sehr eng mit den Jungs aus dem Motorsport zusammen, was die Batterietechnologie, die Leistungselektronik und so weiter betrifft. Das ist für uns eine gute Gelegenheit, Erfahrungen von unseren Sportlern zu sammeln, die wir in unsere Serienfahrzeuge einbringen.” Gefertigt wird der R8 in Neckarsulm, auf der gleichen Linie wie der künftige e-tron GT. Dieser soll, basierend auf der Plattform des Porsche Taycan entstehen.

“Mit der Elektrifizierung haben wir also die Chance, die volle Systemleistung zu erhöhen. Ich erinnere mich, dass vor ein paar Jahren alle über eine Verkleinerung und Gewichtsreduzierung sprachen, und das brauchen wir nicht, es gibt immer noch eine hohe Nachfrage nach Leistung von unseren Kunden. Und wir haben die Chance, diese Nachfrage mit der Elektrifizierung der Plattform zu erfüllen.”  – Oliver Hoffman, CEO von Audi Sport

Die Bewältigung des Gewichts sei bei der Elektrifizierung eine der größten Herausforderungen bei der Entwicklung von Hybridfahrzeugen. Insofern der R8 ein solcher Hybrid werden sollte. Des Weiteren spielt aber auch der richtige Klang eine entscheidende Rolle. Gerade für Motorsport-Fans. Hoffman sagt hierzu: “Wir arbeiten sehr hart daran, einen besonderen elektrischen Klang zu entwickeln. Eine Möglichkeit, dies zu erreichen, ist also der gleiche Lärm wie beim Verbrenner. Also synthetischer Klang. Aber das ist nicht die richtige Antwort. Und ich denke, dass Sie in Zukunft – meiner Meinung nach – einen speziellen Sound für Elektroautos haben werden, und wir werden eine Differenzierung der Marken sehen. Spezielle markenspezifische Geräusche für Elektroautos.”

Hybrid oder E-Auto? Details zum Vollelektrischen Audi R8

Ob Hybrid oder eben doch reiner R8, so richtig schlau ist man noch nicht. Nachfolgend haben wir die Fakten zur rein elektrischen Variante zusammengetragen. Nach Angaben der britischen Zeitschrift Car wird der Nachfolger des Audi R8 ein elektrischer Supersportwagen namens e-tron GTR werden. Laut ersten Details zum voll elektrifizierten Sport-Boliden soll dieser mit 650 PS und einer Sprint-Fähigkeit von 0 auf 100 km/h im unteren zwei Sekundenbereich auf die Straße kommen. Dieser soll auf der PPE-Plattform von Porsche und Audi aufbauen, welche wohl im Frühjahr 2022 einsatzbereit ist.

Einzelheiten des neuen R8 müssen noch offiziell bekannt gegeben werden, aber es wird erwartet, dass Rimac Audi mit vier Elektromotoren und schnell ladenden Batterien beliefern wird. Weitere interessante Details sind die Preisgestaltung, die dank Allradantrieb mit knapp 200.000 €  beginnen soll. Dafür soll es dann auch in einer Zeit von 2,5 Sekunden von Null auf 100 km/h gehen.

Quelle: Top Gear – Audi Sport says the R8 may go hybrid, not electric

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11 Antworten

  1. Es ist ein Unsinn Autos zu bauen die von 0 auf 100 2 sec. benötigen und über 600 PS haben.
    Im Motorsport ist dies alles ok.
    Im öffentlichen Straßenverkehr ist dies einfach nur dumm. Ist es schon mit den Motorrädern ein Wahnsinn. 200 PS bei dem Gewicht das die Motorräder haben. Es müsste eigentlich schon lange ein umdenken bei den Herstellern stattfinden. Aber diese geben sich dem PS-Wahnsinn hin.
    Warum????
    Was ist mit Wasserstoff?
    Was ist mit 130 km/h??? Weniger Umweltbelastung, weniger Unfälle, weniger Tote, weniger Schwerverletzte.
    Viele haben schon begriffen um was es geht. Nur die, die das Sagen haben brauchen anscheinend einfach länger. Warum auch immer. Schade.

    1. @R.H.
      600PS muss kein Unsinn sein. Wir stehen erst am Anfang der eMobilität. Wenn die Menschen sehen, dass eAutos keine Pensionisten Fahrzeuge sind, werden sie eher umsteigen, als wenn man nur eAutos mit 50PS bauen würde.
      Das eAutos mit nur 130km/h die Umwelt weniger belasten, ist nicht nachvollziehbar.
      Wenn eAutos nur dahinschleichen könnten, fühlen sich die Gegner der eMobilität sofort bestätigt, wenn sie behaupten, dass man automatische Mitglied beim 30Km/h Klub wird, wenn man sich ein Elektroauto kauft.

  2. Der R8 wird möglicherweise als Hybrid, nicht als E-Auto gebaut???

    Wie viele Fehlentscheidungen, Geld- und Zeitverschwendung kann sich dieser Konzern noch leisten.
    Wenn Tesla die 1000Km Batterie vorstellt, vielleicht schon am Battery-Day, und die Auto Produktion in Deutschland anläuft, wird Audi merken, dass sie mit ihren Hybrid Fantasien wieder eine menge Geld in den Sand gesetzt haben. Die laufenden Fehlentscheidungen der deutschen Autohersteller sind besorgniserregend!

    1. @Wolf
      Du hast schon Recht, aber verbieten und keine Zulassung erteilen geht doch zuweit. Auf die Diktatur des Sozialismus kann ich gerne Verzichten, genauso wie auf die grüne (rote) Verbotspartei.

    2. Wer braucht eine Villa mit 500qm und 15 Zimmern und 10 Bädern? Wir könnten uns auch alle mit kleinen 2-3 Zimmer Mietwohnungen begnügen.
      Aber halt, auch 2-3 Zimmer braucht man nicht unbedingt, oder? In anderen Ländern oder Städten müssen viele mit viel weniger auskommen.
      Wo will man da eine Grenze ziehen.
      Es wird gebaut was gekauft wird und umgekehrt, solange das Geld dafür vorhanden ist. Soll das abgeschafft werden und man bekommt vom Staat zugeteilt was man braucht?
      Die jüngere Geschichte zeigt uns, dass das zum einen nicht funktioniert und zum anderen niemand will – und umgekehrt.
      Das was der Staat tun muss ist Regel definieren die ein Zusammenleben aller in Frieden und Gesundheit gewährleistet, da hilft es nicht die Produktion etwas scheinbar unsinnigen zu verbieten.
      Die ständig wachsende Weltbevölkerung und deren Wunsch nach einem guten und schönen Leben und damit auch Wohlstand, erfordert aber das immer mehr Regeln im öffentlichen Raum eingeführt werden müssen damit weiterhin ein friedliches miteinander gewährleistet werden kann.
      Im Privaten und auf abgesperrten Gelände müssen diese Regeln ja nicht zwangsweise auch gelten.
      Z.B. könnte so ein Auto mit 600 PS, das über 300kmh schnell sein kann, auf einer Rennstrecke entsprechend bewegt werden. Im öffentlichen Bereich gibt es halt gewisse Einschränkungen. Wer damit leben kann und über die finanziellen Mittel verfügt, soll sich doch so ein Auto kaufen können dürfen.

  3. Ich bin auch nicht dagegen, dass solche Autos für den Rennsport entwickelt und gebaut werden. Rennsport ist ja faszinierend.
    Schon wegen des Preises werden es sich nur wenige kaufen können und Ressourcen verschlingend ist es auch. Es ist ein “Hobby”.
    Aber es ist ein Nischenprodukt! Und von dessen Herstellung werden Audi und seine Beschäftigten wohl nicht existieren können.
    Welcher Aufwand wird in diese Entwicklung gesteckt – und mir scheint, die Entwicklung von Fahrzeugen, mit denen Audi in allernächster Zukunft Geld verdienen kann, weil sie attraktiv für eine große Käuferschicht sind, kommt dadurch zu kurz.
    Wie viele Beschäftigte arbeiten bei Audi – und wie viele bei Lamborghini, Bugatti, Ferrari & Co ???

    @ Niki: Ihre Bemerkung mit e-Autos und Tempo 30 km/h ist unsachlich und die zur Umweltbelastung bei Tempo 130 ist einfach nur falsch!
    Einfachste Physik (Luftwiderstand steigt quadratisch mit der Geschwindigkeit)! Wenn Sie in einer Diskussion ernst genommen werden wollen, sollten Sie solche “Argumente” weglassen.

  4. Audi geht entschieden den falschen Weg. Hybridfahrzeuge neu zu entwickeln ist sehr kurz gedacht. Heute verkaufen sich die Fahrzeuge noch wie warme Semmeln. In zwei bis spätestens fünf Jahren werden die kein Thema mehr sein. Wenn die Entwicklung so weiter vorangeht werden wir BEV sehen mit Reichweiten von 1000km und mehr. Einen Hybrid braucht es dann nicht mehr.

  5. Hallo,
    ihr seit komische Menschen, glaubt ihr alle wirklich den sch…. was Ihr da schreibt?
    Euch rat ich mal nach China zu fahren, da könnt ihr euch mal ein wenig auslassen mit eurer Meinung.
    Und euch rat ich mal von Hamburg nach München mit 130 km zu fahren viel Spaß, nehmt euch genügend Verpflegung mit und am besten noch ein Zelt

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