Ist mit der PPE-Plattform von Audi und Porsche erst im Frühjahr 2022 zu rechnen?

Ist mit der PPE-Plattform von Audi und Porsche erst im Frühjahr 2022 zu rechnen?
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Audi AG

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Bekanntermaßen entwickelt Audi gemeinsam mit Konzernschwester Porsche eine komplett neue Elektroauto-Plattform, die Premium Platform Electric (PPE), das Premium-Pendant zum MEB der Konzernmutter Volkswagen für die kleineren Fahrzeuge im Volumensegment. Doch nun scheint es so, als ob man Probleme mit dem Zeitplan habe.

Tesla übt Druck auf PPE-Plattform aus

War geplant die ersten E-Autos auf Basis der PPE-Plattform bereits 2021 auf die Straße zu bringen, scheint es so, als ob sich der Start dieser auf das Frühjahr 2022 verschieben wird. Begründet wird das damit, dass das Model 3 von Tesla besser geworden sei als gedacht und das erste Modell auf PPE-Basis rund 3.000 Euro über den kalkulierten Kosten pro Auto liege. Nachbesserung sei daher erforderlich.

PPE-Plattform verspricht viele Vorteile für Audi und Porsche

Ebenfalls gibt das Manager Magazin (Paywall) zu verstehen, dass an den Gerüchten eines vollelektrischen Porsche Macan durchaus etwas dran sei, auch ein vollelektrischer Audi EQ6 sei in der Planung. Bentley habe ebenfalls die PPE Plattform auf dem Schirm, für ein eigenes E-Auto. Zu dem muss man bedenken, dass man mit der neuen PPE-Plattform ganz andere Möglichkeiten habebeispielsweise beim Batterie-Package“ oder „bei den Proportionen der Fahrzeuge“. Audi sei damit „in der Lage, Fahrzeuge flacher im Frontbereich zu machen sowie eine völlig andere Raumaufteilung vorzunehmen“. Auch die Gewichtsvorteile einer reinen Elektro-Plattform seien nicht zu unterschätzen.

Die wesentlichen Unterscheidungsmerkmale zur MEB-Plattform von VW seien die Faktoren Höchstgeschwindigkeit, Beschleunigung, Reichweite und Lade-Geschwindigkeit. Beim Laden etwa wolle Audi deutlich „unter dem bleiben, was heute handelsüblich ist“. Und handelsüblich seien „um die 40 Minuten für den Ladevorgang von 20 auf 80 Prozent“.  Gerade mit dem Laden habe man aber derzeit noch seine Probleme – wie das das Wirtschaftsmagazin über den Audi e-tron quattro zu berichten weiß.

Durch die Zusammenarbeit mit Audi schätzt Porsche, dass die Kosteneinsparungen um 30 Prozent steigen werden. Die gemeinsame Arbeit an diesem Projekt ermöglicht es Entwicklungskapazitäten effektiv zu nutzen und so Spielraum für die Themen Elektrifizierung, Digitalisierung und autonomes Fahren sowie die Weiterentwicklung hocheffizienter konventioneller Antriebe zu schaffen, sowohl bei Audi, als auch bei Porsche.

Zukunftspläne werden weiterhin optimistisch verfolgt

Bis 2025 bringt Audi 20 E-Autos auf die Straße, davon die Hälfte mit rein elektrischem Antrieb und möchte im Jahr 2025 rund 800.000 Elektroautos und Plug-in-Hybride verkaufen. Damit dies möglich wird, investiert das Unternehmen bis Ende 2023 14 Mrd. Euro Invest in E-Mobilität, Digitalisierung und autonomes Fahren.

Für das Jahr 2025 hat man sich beim Stuttgarter Automobilunternehmen Porsche vorgenommen die Hälfte des Umsatzes über den Verkauf elektrifizierter Fahrzeuge zu erwirtschaften. Bis 2022 sollen ab 2019 im Schnitt zwei Milliarden Euro pro Jahr eingespart werden. Der Großteil der angestrebten sechs Milliarden Euro Einsparung soll hierbei durch die Steigerung der Effizienz sowie durch eine Senkung der Materialkosten erbracht werden.

Quelle: Electrive.net – PPE-Plattform von Audi und Porsche hinter dem Zeitplan

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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