Alpiq liefert Speicherlösungen mit Second-Life-Batterien aus Elektroautos

Alpiq

Copyright Abbildung(en): Alpiq

Die Schweizer Stromproduzentin und Energiedienstleisterin Alpiq und Mercedes-Benz Energy, hundertprozentige Tochter der Daimler AG und Hersteller automobiler Energiespeicher, schließen eine Liefervereinbarung zum stationären Einsatz von Fahrzeugbatterien. Mit dem Ziel, Ressourcen nachhaltig einzusetzen und die Wirtschaftlichkeit der Elektromobilität zu erhöhen, gehen Alpiq und Mercedes-Benz Energy gemeinsame Wege und stellen Batterien zur industriellen Nutzung zur Verfügung.

Alpiq liefert Speicherlösungen mit Batterien aus Elektroautos, um das volle Potenzial von Fahrzeugbatterien auszuschöpfen. Dafür liefert Mercedes-Benz Energy als Batteriehersteller mit Fokus auf den gesamten Lebenszyklus ein Speichersystem, das auf Batterien aus Elektrofahrzeugen basiert. Die Speichereinheit weist eine Leistung von 1,5 MW und eine Bruttokapazität von 1,4 MWh auf. Eine Aufskalierung ist möglich. Alpiq liefert als Generalunternehmerin das Energiemanagementsystem und ist verantwortlich für die Planung, die Installation und den Vertrieb. Darüber hinaus konfiguriert Alpiq die Software und passt die individuellen Dienstleistungen an die jeweiligen Kundenbedürfnisse und Einsatzzwecke an.

Vereinte Kräfte für ein zweites Batterieleben

Als zusammengeschlossenes Speichersystem leisten solche Batterien einen wesentlichen Beitrag zur Energieeffizienz und Senkung der Lastspitzen von Industrieunternehmen sowie zur Netzstabilisierung und Integration von erneuerbaren Energien. Mit dieser ganzheitlichen Betrachtung der Elektromobilität tragen Alpiq und Mercedes-Benz Energy zu einem verantwortungsvollen Umgang der wertvollen, in einem Elektrofahrzeug verbauten Ressourcen bei.

Schon heute setzt Alpiq große stationäre Batteriespeicher ein und steuert diese mittels künstlicher Intelligenz, um einen optimalen Betrieb und wirtschaftlichen Einsatz zu gewährleisten. Seit April 2019 betreibt Alpiq unter anderem einen 1,2-Megawatt-Batteriespeicher für das Elektrizitätswerk Maienfeld. Für das EW Maienfeld resultieren aus der Zusammenarbeit mit Alpiq zwei große Vorteile: Dank dem optimierten Einsatz des Batteriespeichersystems vermeidet der Energieversorger kostspielige Lastspitzen im eigenen Versorgungsgebiet und reduziert mit diesem sogenannten Peak-Shaving die Kosten maßgeblich.

Zudem sorgt die Integration in den Alpiq-Systemdienstleistungspool dafür, dass die Großbatterie in einem ersten Schritt am Regelenergiemarkt für Sekundärregelleistung teilnehmen kann, was schweizweit eine Premiere darstellt. In einem nächsten Schritt soll auch Primärregelleistung angeboten werden. Dieses systemdienliche Angebot und die Kombination der verschiedenen Bewirtschaftungsvarianten generieren wertvolle Zusatzeinnahmen für beide Partner. Des Weiteren ist die Wirtschaftlichkeit des Batteriespeichers mit mehreren Geschäftsmodellen breiter und solide abgestützt.

Optimaler Batterieeinsatz dank der Energy-Artificial-Intelligence-Plattform

Zentrales Element zur Optimierung des Batteriespeichersystems ist die von Alpiq entwickelte Plattform für künstliche Intelligenz, die Energy-AI-Plattform. Dort werden unzählige Informationen und Daten verarbeitet – unter anderem Wetterprognosen, Markt- und Preisinformationen, historische Lastprofile und frühere Entscheide. Mit Hilfe der daraus gewonnenen Erkenntnisse werden Einsatzvarianten berechnet. Optimierungsalgorithmen stellen den jeweils wirtschaftlichsten Einsatz des Batteriespeichers sicher – sei dies zur Reduktion von Lastspitzen oder zur Bereitstellung von Sekundär- oder Primärregelleistung.

Mit dem digitalen Know-how von Alpiq und der Expertise von Mercedes-Benz Energy als Batteriespeicherhersteller mit höchsten Qualitätsansprüchen entsteht eine langfristige und für Kunden gewinnbringende Liefervereinbarung im Bereich Energiespeichersysteme. Eine innovative Kooperation, die bereits heute einen effektiven Beitrag zu den digitalen Energieökosystemen von morgen leistet und Elektromobilität ein weiteres Stück nachhaltiger macht.

Quelle: Alpiq — Pressemitteilung vom 11.02.2020

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3 Antworten

    1. Ich denke auch das wird noch kommen, aber es braucht halt alles seine Zeit, wenn man bedenkt wie lange es z.B. gedauert hat, bis eine PV-Anlage auf dem Dach Normalität ist.

  1. Gurke hat recht, das ist kaufmännisches Bla bla. Die sollen uns mitteilen zu welchem Preis sie eine kaputte Batterie zurücknehmen.Und wieder gangbar machen. Ansonsten interessiert niemanden was sie im Grosspeichereinsatz machen. Ist also überhaupt keine Werbung für MB.Fixspeicher zum Aufstellen gibt es schon genügend . Die sind aber im Privateinsatz zu teuer weil Zwischenspeichern auf diese Art genauso daneben ist wie mit Wasserstoff. Fehlende Wirtschaftlichkeit. Besser ist von der eigenen PV Anlage möglichst viel direkt selber zu verbrauchen. Einspeisen nur was wirklich nicht gebraucht wird sonst profitiert nur der Staat. Also im Sommer könnten immer 2 Autos gleichzeitig geladen werden. Einer läuft dann immer auch am Tag.

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