CDU-Politiker fürchtet massiven Stellenabbau bei VW

Massiver Stellenabbau wird bei VW befürchtet
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Volkswagen hat seine Elektroauto-Offensive zuletzt noch stärker ausgebaut als zuvor geplant. Geplant ist nun, in den kommenden zehn Jahren 70 neue E-Modelle statt wie bisher geplant 50 auf die Straße zu bringen. Hierdurch steigt auch die Anzahl an projektierten Elektroautos, die auf den E-Plattformen des Konzerns gebaut werden sollen, von 15 Millionen auf 22 Millionen Stück.

Die Fixierung auf Elektroautos findet der niedersächsische CDU-Europaabgeordnete Jens Gieseke riskant – es drohe ein massiver Stellenabbau vor allem in kleineren VW-Werken, sagte er der Neuen Osnabrücker Zeitung: „Ich halte die Entscheidung, nur noch auf E-Mobilität zu setzen, für sehr bedenklich. Die These der Alternativlosigkeit ist falsch, man muss die Zukunft des Autos technologieneutral angehen und diversifizieren.

Der CDU-Politiker ist der Meinung, dass es „in der Autoindustrie einen Mix an Antriebsarten geben“ wird. Dass im Jahr 2030 nur noch Elektroautos auf den Straßen fahren sei für ihn nur schwer vorstellbar. Dabei verwies er im Gespräch mit der Zeitung auf ungelöste Probleme wie der Aufbau einer massentauglichen Batteriezellen-Produktion sowie ein noch nicht vorhandenes flächendeckendes Netz an Ladestationen.

Bei einer zu einseitigen Festlegung auf Elektroautos fürchtet Gieseke einen starken Stellenabbau in der Automobilindustrie: „Die reine Konzentration auf E-Mobilität wird signifikante Auswirkungen auf die Beschäftigung haben.“ Studien zufolge könnten durch den Umstieg auf Elektroautos 75.000 Jobs in Deutschland verloren gehen: „Wenn wir uns zu einseitig auf E-Mobilität ausrichten, könnten diese Zahlen noch höher sein“, warnte Gieseke.

Vor allem um kleinere VW-Standorte wie Osnabrück oder Emden sorgt sich der CDU-Politiker: „Wenn ich von einer Motorenfabrik auf Elektro-Antriebe wechsle, dann geht jeder zweite Job verloren und das ist eine bittere Nachricht für die VW-Beschäftigten“, sagte er der Zeitung. Bei einem großen Konzern wie VW laufe das Geschäft nur über den Mengenabsatz: „ Und da haben kleine Standorte wie Osnabrück oder Emden es überproportional schwer.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung – CDU-Europapolitiker Gieseke fürchtet um kleine VW-Standorte

3 Kommentare

  1. Ich glaube nicht, dass es etwas nützt dass er das sagt. Die neue Technologie ist nun einmal erfunden, und lässt sich durch nichts mehr aufhalten. Aber gut, dass diese Einsicht bzgl. der Arbeitsplätze jetzt durchsickert, da wäre ja vielleicht noch die Möglchkeit, von seiten der Politik etwas zu unternehmen, die Auswirkungen abzudämpfen (gezielt neue Arbeitsplätze zu beschaffen, zumindest Anstrengungen in diese Richtung zu machen).

  2. so ein Unfug und wenn VW nicht auf e-mobilität seine ganze energie verwendet werden in zukunft nur amerkianische und asiatische E-fahrzeuge in Deutschland und Deutsche Fahrzeuge kann man dann im Museum anschauen.
    gerade um möglich viele arbeitsplätze zu retten muß man die fahrzeuge herstellen die effiezient und günstig zu bauen sind. Herbert diess hat doch auch eine Untersuchung vorgestellt aus der klar ersichtlich ist daß der Aufwand anderer Alternativen erheblich kostenintensiver und unwirtschaftlicher wären als e-autos wir bürger wollen einfache und unkomplizierte Technik die möglichst wenig kosten verursacht (Wartungskosten, Reparaturanfälligkeit)
    übrigens habe ich glesen daß die Rohstoffe für Batterien – Lithium und Kobalt seit Jahresbeginn aufgrund höherer Förderung schon um 30% gesunken ist. Laut disem Artikel werden E-Autos schon um 2025 nicht mehr teurer sein als Verbrenner

  3. Vollkommen richtig erkannt, Robert Schmidt. Die Gewerkschaften sollen die Finger weglassen von ihrem Slogan “Sicherung der regionalen Arbeitsplätze“. Der Bund, Staat muss jeden Hersteller unterstützen E Autos zu bauen. Die werden 2030 massiv auf den Strassen erscheinen. Hoffen wir nicht nur aus USA und Fernost kommend.

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