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Elon Musk will Tesla von der Börse nehmen

Photo by Chris Liverani on Unsplash
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Der Handel für Tesla-Aktien wurde kurzfristig ausgesetzt, um die Reaktion auf eine interne Mail des polarisierenden CEO Elon Musk abzufangen. Denn dieser hat in seiner Mail den Tesla-Mitarbeiter gegenüber kund getan, dass er mit dem Gedanken spiele Tesla von der Börse zu nehmen. Begleitet wurde die Mail von einem Tweet, in dem Musk auf seine Pläne eingeht und auf den entsprechenden Beitrag im Blog von Tesla verlinkt.

Ab einem Kurs von 420 US-Dollar pro Aktie erwäge er, Tesla wieder zu einem Privatunternehmen zu machen, teilte Musk mit. Bei diesem Preis pro Aktie würde der Rückkauf über 70 Milliarden US-Dollar kosten, wobei Musk rund 20 Prozent der Aktien hält. Er wolle seinen Anteil behalten und weiterhin Chef des Unternehmens bleiben.

„Ich glaube grundsätzlich, dass wir am besten sind, wenn sich jeder auf die Ausführung konzentriert, wenn wir uns auf unsere langfristige Mission konzentrieren können und wenn es keine perversen Anreize für Menschen gibt, zu versuchen, dem zu schaden, was wir alle erreichen wollen.“ – Elon Musk, CEO Tesla

Im Blog erwähnt er direkt im ersten Absatz, dass eine endgültige Entscheidung noch nicht gefallen sei. Für ihn kam die Überlegung auf, da Tesla als börsennotiertes Unternehmen starken Kursschwankungen ausgesetzt sei. Diese seien für alle Mitarbeiter, die zugleich Aktionäre seien, eine große Ablenkung. Des Weiteren hat das Unternehmen die Pflicht, vierteljährlich Bericht zu erstatten, was nach Musk Tesla unter enormen Druck setze, Entscheidungen zu treffen, die möglicherweise gut für ein Quartal, aber langfristig schädlich seien.

Aus seiner Sicht sei eine Privatisierung von Tesla eine gute Möglichkeit das Unternehmen ein wenig aus dem Rampenlicht zu nehmen. Um dann weitaus effizienter und auf lange Sicht erfolgreicher tätig zu sein. Eine Rückkehr an die Börse hält er sich ebenfalls offen. Zumindest dann, wenn Tesla in eine Phase des langsameren, vorhersehbareren Wachstums eintritt.

Alle Tesla-Mitarbeiter können aus seiner Sicht weiterhin Aktionäre des Unternehmens bleiben, so wie es bei SpaceX der Fall ist. Im Falle einer Privatisierung könnten die Mitarbeiter ihre Aktien weiterhin periodisch verkaufen und ihre Optionen ausüben. Dies würde es Ihnen ermöglichen, immer noch am wachsenden Wert des Unternehmens teilzuhaben, für dessen Aufbau Sie alle so hart gearbeitet haben. Falls sie sich dagegen entscheiden, hat Elon einen Preis von 420$ pro Aktie in den Raum gestellt, die er für entsprechende Anteile zahlen würde. Die Finanzierung einer Übernahme der Anteile sei gesichert.

Musk unterstrich, es sei nicht geplant, SpaceX und Tesla zusammenzuführen. Beide Unternehmen sollten weiterhin getrennte Eigentums- und Führungsstrukturen haben. Des Weiteren wurde bekannt, dass Saudi-Arabiens Staatsfonds PIF eine große Tesla-Beteiligung aufgebaut hat und zwischen drei und fünf Prozent am Unternehmen halte.

Update – 14.08.2018

Im Nachgang zur Überlegung Tesla zu privatisieren gab es nun ein Update zur möglichen Privatisierung von Tesla durch Elon Musk. Hierbei lässt Musk ein wenig hinter die Kulissen und seine bisherigen Gedankengänge blicken.

Update – 27.08.2018

Elon Musk macht mit Tesla den Rückzieher vom Börsenrückzieher. Nach langen Gesprächen mit Analysten, Investoren und dem eigenen Vorstand habe man sich entschlossen Tesla doch nicht zu privatisieren und die eigene Energie künftig mehr auf Produktions- als Finanzthemen zu richten. Jedoch lässt man eine Steigerung der Profitabilität nicht aus dem Blick.

Quelle: Golem.de – Elon Musk denkt an Börsen-Aus für Tesla

4 Kommentare

  1. Habe schon vor einigen Wochen die Meldung kommentiert, dass Musk wieder Unternehmensanteile erworben hat und seine Gewinnbeteiligung komplett in Unternehmensaktien erhält. So wird sein Anteil ab 2019 ohnehin wachsen. Und diese Einstellung zu seinem Unternehmen überzeugt auch die anderen Großaktionäre, die ebenfalls profitieren, wenn der Handel an der Börse nicht mehr stattfindet – und vor allem nicht mehr täglich von Spekulanten kommentiert werden kann. Da wurden fast täglich Gerüchte gestreut um Kursbewegungen zu erzeugen. Und die Verursacher sind jetzt sauer, dass man Ihnen das Spielzeug weg nehmen will.

    Darauf streuen sie das Gerücht, dass er seine „Ankündigung“ (war nur eine Überlegung) auf Grund fehlender finanzieller Ressourcen nicht wahr machen könne, und sich damit strafbar mache. Denn wär an der Börse Spekulationsgerüchte vorsätzlich durch unwahre Informationen streue und die Börsenbewegung zur Gewinnabschöpfung nutze, betreibe Insiderhandel.

    Witzig, witzig, heute haben wir gelacht. Wallstreet Journal hat nen Witz gemacht……..

    Da hebt sich der detaillierte Bericht mit Hinweis auf die klare Relativierung im …“ersten Absatz…“ bei elektroauto-news mit wohltuender Seriösität ab.

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