Elektroautos gewinnen in Österreich an Bedeutung

In Österreich gewinnen E-Autos an Bedeutung

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In unserem Nachbarland steht der Ausbau Erneuerbarer Energien als auch Fahrzeuge mit Alternativem Antrieb hoch im Kurs. In einer Studie der WU Wien, Deloitte Österreich und Wien Energie, ist für 52 Prozent der Befragten ein eigenes Elektroauto mittlerweile eine realistische Option, bei jungen Menschen im Alter von 15 bis 25 Jahren sind es sogar 61 Prozent. Knapp die Hälfte (42%) sehen es als realistisch an bereits in den nächsten fünf Jahren ein solches Fahrzeug zu erwerben. Im Vergleich zur vorherigen Studie hat sich am Anteil jener Befragten, die beim nächsten Autokauf auf Elektroantrieb umsteigen wollen nichts verändert. 16 Prozent sind sich ihrer Entscheidung sicher. 49% ziehen es zumindest in Betracht ein E-Auto zu kaufen.

Zu den wichtigsten Kaufgründen zählen unter anderem Umwelt- und Klimaschutz (76 Prozent), geringe Betriebskosten (76 Prozent) und emissionsfreier Betrieb (75 Prozent). Dagegen sprechen in Österreich, wie in anderen Ländern auch, die geringe Reichweite, fehlende Ladeinfrastruktur und nach wie vor zu hohe Preise. Das Wunschfahrzeug, auf Basis der Studie, kostet 20.000 Euro, fährt mit einer einzigen Ladung 650 Kilometer und ist nach einer Stunde wieder vollständig aufgeladen. Derzeit noch fernab der realistischen Angebote am Markt.

Wien Energie nimmt sich derzeit der fehlenden Ladeinfrastruktur an. Bis Ende 2020 soll die Erweiterung des Ladestellennetzes um 1.000 zusätzliche Ladestellen abgeschlossen sein. Investiert werden insgesamt 15 Millionen Euro. Aktuell hat die Wien Energie 550 E-Tankstellen in Garagen, vor Einkaufsfilialen oder am Flughafen Wien in Betrieb. Generell spielt der Ausbau der Erneuerbaren Energien in Österreich eine wichtige Rolle. So ziehen 85 Prozent der Befragten die Weiterentwicklung erneuerbarer Energietechnologien der stärkeren Nutzung fossiler Energieträger vor. 81 Prozent erwarten sich dadurch ein nachhaltigeres Wirtschaftswachstum.

Auch hier gilt als wichtigster Grund der Umweltschutz, dieser ist für 84% das entscheidende Argument. Auf breite Zustimmung trafen auch einschneidende Maßnahmen und Verbote. 67 Prozent der Befragten sprachen sich für ein Verbot von Ölheizungen in Neubauten aus. Den Bau von Windrädern in landschaftlich schönen oder unter Naturschutz stehenden Gebieten unterstützten 60 Prozent. Befragt hinsichtlich der Installation einer Photovoltaikanlage gaben 15% zu verstehen, dass dies bereits geplant sei. Mehr als ein Drittel möchten dies bereits innerhalb der nächsten zwei Jahre umsetzen. Auch die Bereitschaft zur Einrichtung von Gemeinschaftsanlagen ist hoch: 47 Prozent der Haushalte wollen sich an einer gemeinschaftlichen Photovoltaikanlage beteiligen. Erwartet werden vor allem deutlich niedrigere Stromkosten.

Quelle: Salzburger Nachrichten – Elektroautos gewinnen in Österreich an Fahrt

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Für mich (E-Auto Nutzer) noch immer rätselhaft wie 100000te Autofahrer bzw. Laternen Parker in den Städten auf die E-Mobilität umsteigen sollen, solange es nicht alle paar Meter einen Ladepunkte gibt. Ideal wären z. B. an jedem Lichtmasten 2 Ladepunkte mit kleiner Ladeleistung um Beispielsweise über Nacht zu laden.

Vielleicht steigen zuerst einmal die um, die in Einfamilienhäusern wohnen (und Garage mit Steckdose haben). Der Anteil an Einfamilienhäusern ist in Österreich doch ziemlich hoch, nehme ic an – ebenso wie in Detschland. Mit der Zeit finden sich dann Lösungen für jene , die in Wohnblöcken wohnen, denke ich jedenfalls.

Ich würde sofort ein e-auto kaufen z.b. (neuen leav von nissan), wenn ich den accu als speicher fürs Haus verwenden könnte. Energie die ich über nacht brauche und aus der batterie des e-auto
kommt.

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