Hannover will Nummer Eins der Elektromobilität werden

Copyright Abbildung(en): enercity

Niedersachsens Hauptstadt Hannover will ein Elektroauto-Paradies werden: Mit etwa 600 öffentlich zugänglichen Ladepunkten im Großraum Hannover will der Energieversorger Enercity die größte Ladesäulendichte je Einwohner Deutschlands erzielen. Mehr als zehn Millionen Euro werden in den kommenden drei Jahren in die Infrastruktur für Elektromobilität investiert, so das Unternehmen in einer Mitteilung.

Die E-Mobilität spielt für eine nachhaltige urbane Entwicklung Hannovers eine entscheidende Rolle. Die Förderung eines emissionsfreien und umweltschonenden Verkehrs mittels Elektroautos ist ein zentraler Schwerpunkt der Stadtstrategie von Hannovers Oberbürgermeister Stefan Schostok. Enercity treibt diese Entwicklung mit einer E-Mobilitäts-Offensive nun zusätzlich voran.

„Für eine klima- und umweltschonende Stadtentwicklung braucht es neben der Energiewende auch eine Mobilitätswende. Elektrofahrzeuge spielen dabei eine zentrale Rolle. Enercity geht bei der E-Mobilität mit innovativen Produkten für Privat- und Firmenkunden voran.

Enercity leistet damit einen entscheidenden Beitrag zum Aufbau einer zukunftsfähigen Ladeinfrastruktur. Das stärkt die Stadtstrategie für eine Mobilitätswende und den gesamten Standort Hannover – und das stärkt auch die Marktposition von Enercity – mit anderen Worten eine Win-Win-Win-Situation“. Stefan Schostok, Hannovers Oberbürgermeister

Für den Raum Hannover erwartet Enercity eine Nachfrage von mehreren Tausend Lademöglichkeiten bis 2020, weil bis dahin bei anhaltender Entwicklung der Zulassungszahlen mehr als 5.400 Elektromobilisten in der Region Hannover unterwegs sein werden.

Hannover will das dichteste Ladenetz

In den kommenden drei Jahren soll in der Landeshauptstadt das bundesweit dichteste Ladenetz geschaffen werden. Enercity bringt hierfür mehrere neue E-Mobilitätsprodukte auf den Markt. Im Mittelpunkt der Produktpalette stehen die Kundenbedürfnisse einerseits für Unternehmen aber auch für Privatpersonen. Im Rahmen der E-Mobilitäts-Offensive hat der Energieversorger ein umfangreiches Investitionsprogramm für die Region Hannover beschlossen.

Dafür wird Enercity in den kommenden drei Jahren mehr als zehn Millionen Euro investieren. Ein Team mit mehr als 40 Mitarbeitern soll in den kommenden Jahren dafür Sorge tragen, dass alle Kunden praktikable Lösungen bekommen, um auf Elektromobilität umzusteigen, sowie dass die Netzanschlüsse entstehen und die Ladesäulen gebaut werden.

Mit rund 600 öffentlich zugänglichen Ladepunkten soll im Großraum Hannover eine hohe Ladesäulendichte entstehen. Gemessen an der Einwohnerzahl werden in Hannover mit neun bis zehn Ladepunkten je 10.000 Einwohner mehr Ladepunkte entstehen als in den derzeit führenden deutschen Großstädten, wie Berlin (zwei Ladepunkte je 10.000 Einwohner), Stuttgart (sechs Ladepunkte je 10.000 Einwohner) oder Hamburg (zwei Ladepunkte je 10.000 Einwohner).

Dabei setzt Enercity vorrangig auf den öffentlich zugänglichen Raum und lädt alle interessierten Unternehmen mit eigenen für Ladesäulen geeigneten Grundstücken ein, sich an dem Programm zu beteiligen. Ein integrativer Bestandteil zum Aufbau einer leistungsfähigen Ladeinfrastruktur sollen auch Ladestationen im privaten Bereich werden.

Kooperationen sollen E-Mobilität voranbringen

Um für das Vorhaben gut aufgestellt zu sein, hat sich Enercity an dem aufstrebenden Unternehmen Wallbe beteiligt. Das Unternehmen legt seinen Fokus auf Entwicklung, Herstellung, Betrieb und Abrechnung von Ladelösungen und unterstützt damit die Enercity-Angebote für den E-Mobilitätsmarkt. Wallbe begann vor einigen Jahren als Start-up und hat im Jahr 2016 einen Umsatz von 2,1 Millionen Euro erwirtschaftet. Derzeit deckt Wallbe etwa zehn Prozent des Marktes für Lademöglichkeiten ab.

Darüber hinaus hat Enercity auch Anteile an dem Start-up e2work erworben und bietet seinen Kunden durch diese Kooperation ein Carsharing-Konzept an. Das Unternehmen hat sich auf „zelluläres Carsharing“ im Flottensektor spezialisiert. Die meisten privaten Autos sind tagsüber ungenutzt – gleichzeitig betreiben viele Firmen aufwändig Fuhrparks. Die Software von e2work ermöglicht eine Partnerschaft von Arbeitgeber und Arbeitnehmer: Für Dienstfahrten nutzt der Arbeitgeber das Fahrzeug tagsüber, und zur privaten Nutzung steht es außerhalb der Arbeitszeiten zur Verfügung.

Dies erschließt Synergien, reduziert die Betriebskosten für beide Beteiligten um rund 30 Prozent und macht Elektromobilität damit günstig erlebbar. Auch für Mieter in Mehrfamilienhäusern ist das Teilen von Elektroautos attraktiv, entsprechende Modelle für die Wohnungswirtschaft sind im Angebot. Aber auch Unternehmen untereinander können interessante Kooperationen durch solche Modelle eingehen.

Quelle: Enercity – Pressemitteilung vom 6.11.2017

Über den Autor

Michael ist freier Autor und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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