Mit und ohne Stecker: Volkswagen präsentiert Hybrid-SUV Atlas Cross Sport

Mit und ohne Stecker: Volkswagen präsentiert Hybrid-SUV Atlas Cross Sport
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VW AG

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 3 min

Der Automobilhersteller Volkswagen zündet die nächste Stufe einer weltweiten SUV-Offensive. Nach dem soeben in China vorgestellten neuen Touareg präsentiert Volkswagen in diesen Tagen auf der New York International Auto Show (28. März bis 08. April) zwei neue Versionen des für die USA entwickelten Atlas: den Atlas Cross Sport und Atlas Tanoak. Beide Studien zeigen, wie das Atlas Programm zu einer Modellfamilie ausgebaut werden könnte.

Der fünfsitzige, seriennahe Atlas Cross Sport ist mit seinem Hybridantrieb und einem coupéhaften Heckpartiedesign auf Metropolen wie New York oder San Francisco zugeschnitten. Der Atlas Tanoak, leider nicht als Hybrid auf der Messebühne, empfiehlt sich als Pick-up mit seinem Cargo-System für den Einsatz in den weiten Landschaften Amerikas. Beide Atlas Studien kennzeichnet ein weitreichend digitalisiertes Interieur.

Bild: Volkswagen

Der Atlas ist in den USA ein erfolgreicher SUV-Newcomer. Mehr als 36.000 Exemplare wurden seit seiner Markteinführung im letzten Jahr bereits verkauft. Dieser Erfolg bestätigt, dass Volkswagen mit dem Atlas genau das richtige Auto für dieses Segment entwickelt hat. In Manhattan zeigt Volkswagen jetzt mit den dort präsentierten Showcars, dass es bei nur einem Modell dieser Baureihe nicht bleiben wird.

Atlas Cross Sport mit zwei Hybrid-Varianten

Beschlossen ist bereits, dass die Serienversion des Atlas Cross Sport gemeinsam mit dem siebensitzigen Atlas und dem Passat im US-Werk Chattanooga (Tennessee) gefertigt werden soll. Volkswagen wird etwa 340 Millionen US-Dollar in die Markteinführung des neuen SUV investieren – zusätzlich zu den bereits getätigten Investitionen in Höhe von rund 900 Millionen US-Dollar für die Werkserweiterung im Zuge der Atlas Produktion.

Wie der siebensitzige Atlas basiert auch der neue Fünfsitzer auf dem modularen Querbaukasten (MQB). Der Atlas Sport Cross punktet mit einer sportlichen Heckpartie im Coupé-Stil sowie einem Plug-In-Hybridantrieb (PHEV) mit bis zu 70 Kilometern (NEFZ) / 26 Meilen (EPA) rein elektrischer Reichweite. Seine Batterie wird extern, respektive während der Fahrt geladen. Eine zweite Version des Atlas Cross Sport besitzt einen konventionellen Hybridantrieb (HEV) ohne externe Batterie-Ladefunktion; auch dieses Modell kann temporär elektrisch gefahren werden (elektrische Reichweite ca. 2,5 Kilometer / 1,5 Meilen). Beide Modelle besitzen Allradantrieb (4MOTION mit elektrischer Kardanwelle).

Bild: Volkswagen

Als Benziner kommt jeweils ein 3.6 FSI V6 zum Einsatz. Der Sechszylinder leistet 206 kW / 280 PS; das maximale Drehmoment beträgt 350 Nm. Unterstützt wird dieser Motor in beiden Fällen von zwei Elektromotoren. Der Vordere entwickelt 40 kW und 220 Nm, der Hintere 85 kW und 270 Nm. Mit Energie versorgt werden sie aus einer kompakt im Kardantunnel ange­ordneten Lithium-Ionen-Batterie; ihr Energieinhalt – und hier differen­zieren sich PHEV und HEV voneinander – erreicht 18 kWh beim Plug-in-Hybrid und 2 kWh beim Hybridauto ohne Stecker. Die Systemleistung des Antriebs addiert sich so auf 265 kW / 360 PS (PHEV) beziehungsweise 231 kW / 314 PS (HEV).

Volkswagen SUV-Offensive

Im Rahmen der Volkswagen Strategie TRANSFORM 2025+ wird Volkswagen seine Position im für beinahe alle Autohersteller wichtigen SUV-Segment weiter konsequent stärken. Dies gilt insbesondere auch für den nordamerikanischen Markt: Mit der Serienversion des Atlas Cross Sport und dem für 2020 angekündigten vollelektrischen I.D. CROZZ werden in den kommenden Jahren zwei weitere Modelle in den Markt eingeführt. In den USA ist der SUV-Anteil am Volkswagen Gesamtabsatz durch den erfolgreichen Atlas sowie den neuen Tiguan 2017 auf über 50 Prozent gestiegen.

Quelle: Volkswagen – Pressemeldung vom 28.03.2018

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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